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Griechische Busfahrer

26.04.2017 || 19:31 Uhr von:
Verscherze es dir niemals mit deinem Klubbesitzer. Sonst musst du mit dem Bus die Heimreise von Istanbul nach Athen antreten. Frag nach bei Panathinaikos.

Von Istanbul nach Athen per Bus? 1100 Kilometer! Klingt nicht überaus komfortabel. Dieses Schicksal wurde am Dienstag den Profis von Panathinaikos Athen zuteil. Die Griechen waren gerade mit 79:61 im Viertelfinale der Euroleague bei Fenerbahce untergegangen. Trotz Heimvorteils wurde es nichts mit der Final Four-Teilnahme; die Türken gewannen die Serie gegen den griechischen Rekordmeister souverän mit 3-0.

Die deutliche Pleite scheint Klubbesitzer Dimitrios Giannakopoulos überhaupt nicht gefallen zu haben. Der Geschäftsmann, der hauptberuflich in der Pharma-Industrie unterwegs ist, sagte kurzerhand die bereits gebuchten Flüge für den Pana-Tross ab und setzte die Mannschaft in einen mehr oder minder komfortablen Reisebus in Richtung griechische Hauptstadt.

Von dieser Disziplinarmaßnahme schienen die Aktiven nur mäßig begeistert. Verständlich. Dennoch beugte sich der Großteil der Mannschaft dem Willen des Chefs und setzte sich brav in den Reisebus. Nicht so aber die Leistungsträger Chris Singleton, Mike James, Antonis Fotsis und Kenny Gabriel. Das Quartett blieb eine weitere Nacht in Istanbul und kaufte tags darauf seine eigenen Flugtickets. Aus eigener Tasche versteht sich.

Vier Spieler vor dem Rauswurf

Dies wiederum gefiel Giannakopoulos nicht überaus. Der Klubchef soll sehr erbost über die Aktion seiner Spieler sein und diese am liebsten sofort entlassen. In einer internen Sitzung am Donnerstag soll eine Entscheidung über die Zukunft von Fotsis und Co. gefällt werden.

Doch kann es sich ein Spitzenklub überhaupt leisten, vier seiner Leistungsträger einfach so auf die Straße zu setzen? Der Titel in der griechischen Liga dürfte definitiv futsch sein. Ohne Fotsis, James, Gabriel und vor allem Singleton wird Erzrivale Olympiacos Piräus nicht zu schlagen sein. Den fanatischen Fans der Grün-Weißen wird das schwer zu vermitteln sein.

Auf die Euroleague-Saison 2017/18 hätte das sportliche Abschneiden keinerlei Auswirkungen. Dank einer A-Lizenz darf Panathinaikos auch kommende Saison wieder wieder mindestens zweimal an den Bosporus reisen. Sei es per Flugzeug oder wieder mit dem Bus.

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