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Pokalwochenende in Europa

21.02.2017 || 11:10 Uhr von:
Nicht nur in der BBL wurde an diesem Wochenende der Pokalsieger ermittelt. Spannende Spiele, überraschende Gewinner und jubelnde Deutsche haben wir für euch zusammengefasst.

Spanien

Guckt man sich die Siegerliste der Copa del Rey de Baloncesto an könnte man denken, der spanische Pokalwettbewerb sei langweilig. Real Madrid konnte sich den fünften Titel in den letzten sechs Jahren sichern. Doch auch die Endrunde in Spanien hatte Spannung bis zum Abwinken.

Der Wettbewerb, der im Modus Final Eight ausgetragen wird, fand in diesem Jahr in Johannes Voigtmanns Heimstätte in Vitoria-Gasteiz statt. Im Halbfinale hatte das Team um den deutschen Nationalspieler den späteren Titelträger aus Madrid in die Verlängerung gezwungen. Auch Voigtmanns Double-Double (10 Punkte, 11 Rebounds) konnte die Königlichen am Ende nicht zu Fall bringen. Im zweiten Halbfinale konnte sich Eurocup-Favorit Valencia gegen Barcelona durchsetzen. Das Finale blieb bis in die letzten Minuten spannend, ehe Madrids Sergio Llull mit zwei Dreiern und einem Steal das Spiel entschied. Mit 97:95 setzte sich Madrid am Ende durch und feierte den 27. Pokalgewinn der Vereinsgeschichte.

Frankreich

Den vielleicht spannensten Namen hat der französische Basketball-Pokal. An diesem Wochende wurde der Disneyland Paris Leaders Cup im Disneyland Paris ausgespielt. Dabei konnte sich LNB-Tabellenführer Monaco durchsetzen.

Für den deutschen Vertreter Heiko Schaffartzik war, wie auch für Voigtmann, im Halbfinale gegen den späteren Titelträger Schluss. Der ehemalige Kapitän der Nationalmannschaft war am Freitag noch Topscorer Nantarres gewesen, als diese sich 77:71 gegen Straßburg durchsetzen konnten. Im Halbfinale lagen die Pariser Vorstädter zwei Minuten vor dem Ende sogar noch knapp vorne, mussten sich dann aber doch gegen Monaco geschlagen geben. Schaffartzik erwischte dabei keinen guten Tag und traf nur einen von neun Dreierversuchen. ASVEL Lyon-Villeurbanne setzte sich im zweiten Halbfinale deutlicher gegen Pau-Lacq-Orthez durch. Auch hier blieb das Finale lange Zeit spannend, dank eines starken Schlussviertels setzten sich die Monegassen am Ende aber durch. MVP wurde der ukrainische Nationalspieler Sergii Gladyr mit 22 Punkten. Der ehemalige Bayern-Center John Bryant steht seit der Rückkehr von Brandon Davies nicht mehr im Kader des AS Monaco.

Italien

Auch in Italien wird der Pokal mit einem Final Eight-Turnier ausgespielt. Das PosteMobile Final Eight fand in diesem Jahr im Urlaubsparadies Rimini statt. Genau wie in Spanien und Frankreich setzte sich der Tabellenführer durch. Mit Ricky Hickman wurde ein ehemaliger BBL-Spieler zum Finals-MVP gewählt.

Die Viertelfinals zeichneten sich durch extrem hohe Spannung aus. EA7 Emporio Armani Milano, Grissin Bon Reggio Emilia und Banco di Sardegna Sassari setzten sich mit einem Abstand von einem Korb oder weniger durch. Auch Germani Basket Brescia machte erst im letzten Viertel alles klar. Sowohl Mailand setzte sich gegen Reggio Emilia in den letzten beiden Minuten durch, genau wie auch Sassari gegen Brescia. Im Finale dominierte dann der ehemalige Gießener Ricky Hickman das letzte Viertel. 12 Punkte erzielte der US-amerikanische Guard und traf dabei alle Würfe aus dem Feld. Mit 84:74 gewannen die Mailänder mit den ehemaligen BBL-Spielern Jamel McLean, Rakim Sanders und Miroslav Raduljica gegen Sassaris Team um David Bell und Dusko Savanovic.

Griechenland

In Griechenland gibt es kein klassisches Top Four-Turnier. Das Viertelfinale fand bereits im Oktober statt und die Halbfinals wurden unter der Woche in den Heimhallen ausgespielt. Dort trafen Aris Thessaloniki und AEK Athen sowie Olympiacos und Panathinaikos aufeinander. Während Aris sich ganz knapp gegen AEK Athen durchsetzte, verlor Olympiacos das Duell der beiden Schwergewichte. Bereits am Samstag fand hier das erwartungsgemäß weniger spannende Finale statt. Im dritten Viertel setzte sich Panathinaikos Superfoods in Thessaloniki entscheidend ab. James Feldeine war der Panas Topscorer beim 68:59, das den 18. nationalen Titel bedeutet.

Litauen

Während es für Johannes Voigtmann und Heiko Schaffartzik nur zum Halbfinaleinzug reichte ging Isaiah Hartenstein als Pokalsieger aus dem Karaliaus Mindaugo taurė, wie der litausche Pokal zu Ehren des ersten König Mindaugas genannt ist.

Won my first title as a professional ????#ManoKomanda @bczalgiriskaunas

Ein Beitrag geteilt von Isaiah PJ Hartenstein (@ipjh55) am

Im Viertelfinale, das in Litauen bereits Mitte der letzten Woche in den ausgelosten Heimhallen stattgefunden hatte, gab es direkt eine kleinere Überraschung. Juventus Utena setzte sich zuhause gegen den Titelverteidiger Lietuvos rytas knapp mit 87:84 durch. Im Halbfinale endete die Pokalreise für Utena dann in der Zalgiris Arena. Ulms und Münchens Eurocup-Gegner BC Lietkabelis besiegte Juventus mit 75:70. Doch im Finale war die Mannschaft dann chancenlos gegen Gastgeber Kaunas. Beim 84:63-Sieg kam Isaiah Hartenstein auf einen Kurzeinsatz und holte zwei Punkte. In den beiden Runden zuvor brachte der 18-Jährige es auf fünf Punkte und sechs Rebounds beziehungsweise acht Punkte und vier Rebounds.

Türkei

Auch in der Türkei glänzte ein ehemaliger BBL-Spieler. Der letztjährige Frankfurter Point Guard Jordan Theodore gewann den Pokal mit Banvit B.K. und wurde zum MVP gewählt.

We made history last night. ???? #GoBanvit

Ein Beitrag geteilt von Jordan Theodore (@jordan__theodore) am

Auch in der Türkei wird ein Final Eight gespielt. Bereits am Mittwoch und Donnerstag wurden in Ankara die Viertelfinalspiele ausgetragen. Hier scheiterte Brad Wanamaker mit Darüşşafaka Doğuş gegen Tibor Pleiß und Galatasaray. Auch Euroleague-Vizemeister Fenerbahçe musste sich gegen Anadolu Efes geschlagen geben. Efes räumte in einem knappen Halbfinale Frankfurts Gegner in den Champions League-Preplayoffs Pınar Karşıyaka aus dem Wettbewerb. Auch für Tibor Pleiß war am Freitag Schluss, gegen Banvit unterlag er mit Galatasaray 68:71. Mit 19 Punkten, acht Rebounds und vier Assists spielte sich dort Jordan Theodore zum MVP-Titel und führte Banvit zum ersten Pokalerfolg der Vereinsgeschichte.

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