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Brose Bamberg in der Euroleague: Immer wieder Kaunas

26.02.2017 || 11:32 Uhr von:
Brose Bamberg verliert mal wieder gegen Kaunas. Währenddessen arbeitet der Verein schon an der Zukunft - und sucht einen Übergangsvertreter für Janis Strelnieks.

buy followers on instagram real Früher Freitagmorgen, noch gut 16 Stunden bis Spielbeginn. Im Schein der Straßenlaternen wirft der Zeitungsausträger die neueste Ausgabe des ‚Fränkischen Tag‘ in die Briefkästen seines Viertels. Der große Aufmacher im Bamberg-Teil wird die Fans in Büros und Klassenzimmern bis in den Abend begleiten. Eine Arena mit 10.000 Plätzen möchte Brose Bamberg bauen, momentan ist eine Machbarkeitsstudie in Auftrag. Weil die Stadt aber 2010 die aktuelle Halle übernommen hat, dürfte sie wohl eher kein Interesse an einer weiteren Multifunktionshalle haben. Hier kündigt sich also eine längere Auseinandersetzung an.

mark wahlberg net worth Fast alles, was Brose Bamberg momentan anstößt, wird von der Euroleague beeinflusst. Die Sitztribüne im Süden? Euroleague-Vorgabe. Die Social-Media-Aktivitäten am Spieltag? Euroleague-Vorgaben. Die Arena mit 10.000 Plätzen? Mindestanforderung der Euroleague für eine A-Lizenz, die zur dauerhaften, planbaren Euroleague-Teilnahme berechtigt.

how can you buy instagram followers Gegner am 23. Spieltag ist Kaunas. Immer wieder Kaunas. Jahrelang galten die Litauer als Bamberger Angstgegner, ein Sieg wollte einfach nicht gelingen. Letzte Saison aber gewann Bamberg zum ersten Mal überhaupt ein Spiel im Top16, und das ausgerechnet gegen Zalgiris. Und nicht mal knapp, sondern mit 96:63. Am Ende reichte es nicht zum Viertelfinaleinzug, aber Bamberg war unter Trinchieri angekommen in Europas Elite. Es ist kein Geheimnis, wie wichtig internationaler Erfolg für die Clubführung ist. Um die Chance auf einen Platz unter den ersten Acht zu bewahren, musste gegen Kaunas nun ein Sieg her. „Must-win-game“, sagte sogar Andrea Trinchieri vor dem Spiel im Interview mit Radio Bamberg. So fordernd ist er sonst selten.

Freibier für die Fans, Glatzenkuss für Bencardino

sylvester stallone net worth Zehn Minuten vor Spielbeginn wird das Pokalbanner an die Hallendecke gezogen. Es läuft ‚We are the Champions‘ von Queen, Trinchieri spricht mit seinen Co-Trainern, das Taktikbrett in seiner Hand. Viele Fans halten schon ein Bier in der Hand, heute gibt es für jeden ein Freibier, des Pokalsiegs wegen. Ungefähr in diesem Moment der Feierei betritt Janis Strelnieks die Halle und nimmt hinter der Bank Platz. Er hatte sich am Wochenende in Berlin verletzt und wird etwa vier Wochen fehlen. Ob Bamberg seinen Ausfall verkraften kann, ist eine wesentliche Frage an diesem Abend.

buy instagram likes yahoo answers Miller macht einen ganz normalen Korbleger. Dribbling, Kontakt rechts, Kontakt links, Abschluss. Eindeutiges Indiz dafür, dass das Spiel noch nicht angefangen hat; im Spiel macht Miller nie normale Korbleger. Kurze Besprechung, Melli küsst wie immer die Glatze von Athletiktrainer Sandro Bencardino, dann ertönt die Euroleague-Hymne.

hugh jackman body Die ersten Punkte des Spiels macht Paulius Jankunas. Der Power Forward war nur in der Saison 2009/10 in Khimki unter Vertrag, alle anderen Profijahre absolvierte er für Zalgiris Kaunas. Er repräsentiert den Angstgegner Kaunas, dessen Stärken eigentlich bekannt, aber immer wieder unüberwindbar sind. In den Anfangsminuten spielt Kaunas viel über die Innenspieler und erspielt sich damit eine Führung. Melli gerät schnell in Foulprobleme, Trinchieri schimpft an der Seitenlinie. Kaunas führt zwischenzeitlich 18:7, da springt Jasikevicius aufs Spielfeld, weil defensiv die Zuordnung seiner Mannschaft nicht stimmt. Miller trifft einen Dreier, Janis Strelnieks ballt die Hand zur Faust. Mehr kann er heute nicht machen, und es stellt sich die Frage: Wer kann diesen Ausfall auffangen?

Wer ersetzt Strelnieks?

Maodo Lo kommt jetzt ins Spiel, er bekommt seinen Versuch. Er trifft auch gleich einen Dreier und bringt damit die Fans ins Spiel. Im nächsten Angriff spielt er den Pass auf Theis für dessen Dreier, Bamberg ist wieder dran. Aber es gibt ein Problem: Die Defense des jungen Deutschen. Lukas Lekavicius punktet gleich mehrfach gegen den Nationalspieler. Später auf der Pressekonferenz wird Andrea Trinchieri auf Nachfrage antworten, dass Lo das Spiel für Lekavicius „geöffnet“ hat: „Er war nicht gut genug heute Nacht“, so der Coach. Lekavicius ist fast 23 und damit jünger als Lo, aber erfahrener auf Profi-Niveau. Dennoch spielte er bisher keine besonders auffällige Saison. Gegen Bamberg aber explodierte er: 29 Punkte, elf Treffer bei zwölf Versuchen aus dem Feld zusammen mit drei Assists und drei Rebounds standen am Ende für ihn auf dem Scoreboard.

Es ist wohl nicht das Schlechteste, mit Sarunas Jasikevicius einen der besten europäischen Point Guards aller Zeiten als Trainer an seiner Seite zu wissen. Der Trainer-Neuling war sicher nicht der angenehmste Mitspieler, und auch als Anzugträger steht er ab und zu noch auf dem Parkett, das Gesicht rot und die Halsschlagadern angeschwollen. Aber unter ihm haben sich die eher finanzschwachen Litauer zu einem ernsthaften Wettbewerber auf das Viertelfinale entwickelt.

Das erste Viertel geht mit 28:22 an Kaunas. Trinchieri ist unzufrieden mit Lo, der an diesem Abend nicht mehr kommen wird, und bringt Ali Nikolic ins Spiel. Der Slowene ist in dieser Woche 22 geworden. Meistens spielt er mit Baunach in der zweiten Liga, jetzt braucht Bamberg ihn in der Euroleague. Mit einem Steal gegen Lekavicius mit anschließendem Korbleger und einem And-One fügt er sich auch gut ins Spiel ein. Aber Lekavicius spielt wie entfesselt und punktet auch gegen Nikolic weiter aus allen Lagen. Als der junge Slowene ausgewechselt wird, bekommt er von Strelnieks ein paar Worte gesagt. Mit 45:49 aus Bamberger Sicht geht es in die Halbzeit.

Miller klatscht

Der nächste Guard, der die von Strelnieks hinterlassene Lücke mit füllen soll, ist Jerel McNeal. Unter der Woche wurde bekannt gegeben, dass er nun definitiv bis zum Ende der Saison Teil der Mannschaft bleibt. Seine Defense ist verlässlich, aber offensiv ist immer noch nicht klar, wie viel er leisten kann. In der ersten Halbzeit warf McNeal noch einen Airball im Fastbreak, die zweite Halbzeit beginnt besser für ihn. Er trifft einen Dreier gegen den Mann, Bamberg ist dran. Jankunas punktet und ackert für die Litauer.

Mitte des dritten Viertels beginnt schließlich Bambergs stärkste Phase: Radosevic verteidigt mehrmals hintereinander überragend und sammelt die Rebounds, dazu gelingen ein paar Steals. Zisis besorgt schließlich die erste Bamberger Führung; die ganze Halle steht jetzt.

Als Miller unsportlich gefoult wird, ist das Momentum endgültig auf Bamberger Seite. Darius Miller steht auf und klatscht in die Hände, wie nur Darius Miller klatschen kann. Aber ein Mann hat die Antwort auf den Bamberger Lauf: Lukas Lekavicius. Mit einem Punkt Führung geht Bamberg ins Schlussviertel.

Die Führung wechselt in diesem Abschnitt mehrfach. Auf der Pressekonferenz wird Trinchieri sagen, dass es am Ende zwei starke Würfe von Lekavicius und Jankunas waren, die Kaunas den Sieg brachten. Im letzten Viertel sah sogar Nikolic nochmal Minuten. „He was good“, sagt Trinchieri. Strelnieks geht mit zum Huddle im Mittelkreis, während das litauische Team nebendran den Sieg feiert. Jasikevicius wirkt auf einmal wieder wie ein Spieler, er lacht und scherzt mit den Spielern.

Zukunft

Auch wenn Theis sagt, dass das Team von Spiel zu Spiel schaut, dürfte jedem klar sein, dass der Zug ins Viertelfinale nun abgefahren ist. Das ist erstmal ernüchternd, weil Brose Bamberg nicht weit weg war diese Saison. Nur belohnt haben sie sich zu selten. Das ist wohl erstmal ernüchternd für Fans und Mannschaft.

Eine halbe Stunde nach Spielende kommen die Spieler aus der Kabine. In der Halle werden sie empfangen von ihren Frauen und Freundinnen. Nikos Zisis‘ Sohn wirft mit den Kindern der anderen Spieler noch ein paar Körbe vor den leeren Rängen. Zisis gibt ihm einen Kuss auf die Stirn, dann stellt er sich zu Bencardino. Es scheint fast, als besprächen sie noch ein paar Spielszenen, so wie Bencardinos Arm über das Spielfeld wandert.

Der griechische Veteran hat seinen Vertrag vor kurzer Zeit nochmal um zwei Jahre verlängert. Er wird wieder Euroleague spielen wollen, einen neuen Anlauf wagen. Dafür muss Brose Bamberg wohl Meister werden. Zisis hat dabei eine besondere Rolle im Team. Er spricht viel mit den jungen Spielern, gibt seine Erfahrung weiter. Gerade den Point Guards kann er wichtige Tipps geben.

Ali Nikolic zum Beispiel. Neun Punkte, zwei Assists und zwei Rebounds in zwölf Minuten hat der junge Point Guard für diesen Abend im Statistikbogen stehen. Es scheint, als könnte sich Trinchieri auf den Slowenen verlassen, solange Strelnieks zum Zuschauen verdammt ist. Nikolic selbst sagt: „Es fühlt sich großartig an, auf dem höchsten Niveau zu spielen. Wann immer ich Minuten bekomme, versuche ich einfach, mein Bestes zu geben. Coach Trinchieri will vor allem von mir, dass ich harte Verteidigung spiele. Janis können wir nur alle zusammen ersetzen. In Baunach zu spielen, hilft mir sehr, meinen Rhythmus zu behalten. Wir sind ein sehr junges Team, aber wir kämpfen. Wir geben alles, um zu gewinnen. Alles Gute kommt durch meine Spielzeit in Baunach.“

Zisis, Nikolic. Mentor, Nachwuchsguard. Wenn alles gut läuft, spielen sie auch im nächsten Jahr zusammen Euroleague. Und darüber hinaus. Wenn alles klappt, wie der Verein das plant, dann vielleicht irgendwann sogar vor 10.000 Fans.

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