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Nelson Weidemann: „Three-and-D” and more?

12.01.2017 || 09:06 Uhr von:
Starke Defense, guter Dreier – auf Nelson Weidemann passt das „Three and D“-Etikett. Doch bei der U18-EM ließ der Guard des FC Bayern auch sein Qualitäten im Drive aufblitzen.

1997, 1998, 1999, 2000. Kein Countdown, sondern Beweis dafür, welche Talente der FC Bayern München um sich schart. Die genannten Zahlen stehen für die Jahrgänge der Spieler Karim Jallow, Amar Gegic und Nelson Weidemann sowie Marko Pecarski, dessen Dienste sich die Münchner gesichert haben sollen.

[Karim Jallow: Scouting-Video zur U20-EM]

Die drei Erstgenannten sind Leistungsträger beim ProB-Team der Bayern, auf Gegic und Weidemann trifft dies auch beim Münchner NBBL-Team zu. Viele Hochzeiten? Weidemann tanzte noch mehr: Denn der 18-jährige Aufbauspieler lief für die deutsche U18-Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft kurz vor Weihnachten 2016 auf – und war dort einer der interessanten Prospects von Harald Steins Truppe.

Beim Albert-Schweitzer-Turnier vergangenen Jahres durfte man Weidemann bereits den „Three and D“-Stempel aufdrücken, dieses Attribut stellte der Guard auch bei der EM unter Beweis. Eine Quote von 36,4 Prozent von Downtown liest sich nicht die des gefährlichsten Schützen, doch Weidemann zeigte sich damit unter allen deutschen Spielern am treffsichersten. Es könnte noch mehr Rotation in den Wurf, doch die Mechanik kann sich schon jetzt sehen lassen. Knapp einer Drittel seiner Offensivaktion fielen auf Spot-up-Aktionen, 1,43 Punkte pro Possession erzielte Weidemann daraus.

Scouting-Video: Defense, Dreier, Drives

In der Verteidigung präsentierte sich Weidemann aggressiv über das ganze Feld – er ist ein starker Verteidiger am Ball und im Eins-gegen-Eins. In Aktionen ballabseits verlor er ab und an seinen Gegenspieler – was aber nicht seine starke Gesamtleistung in der Verteidigung schmälert. Catch-and-Shoot-Situationen sowie seine Verteidigung werden im basketball.de-Scouting-Video herausgestellt:

[Oscar Leon Da Silva: Scouting-Video zur U18-EM]

Weidemanns Athletik kam nicht nur in der Verteidigung zum Tragen, sondern auch in der Offensive: Immer wieder ließ der Guard dies bei Drives, gerne nach Crossover-Dribblings, aufblitzen. Ab und an zog Weidemann zwar mit dem Kopf durch die Wand und präsentierte sich am Ring nicht so effizient, doch allein die Tatsache, dass er dorthin oft ohne Probleme gelang, spricht für ihn. Zur Erinnerung: Weidemann ist 99er Jahrgang (einer von nur zwei so jungen Spielern im DBB-Kader, der Rest ist 1998 geboren), eine bessere Entscheidungsfindung wird kommen.

Man wird Weidemann nicht als Floor General umschreiben, doch ein um das andere Mal ließ er im Halbfeld seine Passfertigkeiten aufblitzen. Etwas, das man zumindest beim AST noch nicht so beobachten konnte. Zahlen von 5,8 Punkten und 1,7 Assists im Schnitt bei 34,2 Prozent aus dem Feld, wie Weidemann sie bei der EM aufgelegt hat, mögen nicht ins Auge stechen. Doch gerade bei Jugend- und Nachwuchsspielern sollten solche nackten, punktuellen Zahlen weniger ins Gewicht fallen. Vielmehr lohnt sich ein genauerer Blick auf deren Potential und Anlagen, wie sie mittelfristig zu Charakteristika ausgeformt werden könnten. Und hierbei darf sich Basketballdeutschland auf einen talentierten Guard freuen.

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