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PEAK Sport Prospect Watch: Stephan Haukohl

22.11.2014 || 11:36 Uhr von:
Court Review hat sich auf die Fahnen geschrieben über alle wichtigen Entwicklungen rund um das orangene Leder zu berichten. Leider kommt hier die Jugend, also der Nachwuchs und die Zukunft des deutschen Basketballs, noc...

Court Review hat sich auf die Fahnen geschrieben über alle wichtigen Entwicklungen rund um das orangene Leder zu berichten. Leider kommt hier die Jugend, also der Nachwuchs und die Zukunft des deutschen Basketballs, noch viel zu oft zu kurz. Das wollen wir ändern und haben daher eine neue Artikelreihe bei Court Review ins Leben gerufen.
Im Rahmen der „PEAK Sport Prospect Watches“ stellen wir Euch in regelmäßigen Abständen aussichtsreiche Talente der deutschen Basketballszene vor. Nach Daniel Mayr, Julian Albus, Dominic Lockhart, Jan Niklas Wimberg, und David Brembly kommen wir nun zu einem jungen Mann, der zwar immer noch als Youngster gilt, aber bei seinem Verein – rent4office Nürnberg – mehr Verantwortung trägt also so mancher gestandener BBL-Profi. Die Rede ist von Stephan Haukohl.


Biographie:

  • Name: Stephan Haukohl
  • Geburtsdatum: 27.06.1992
  • Geburtsort: Stuttgart, Deutschland
  • Position: Small Forward
  • Größe: 2,05 m
  • Gewicht: 96 kg
  • bisherige Vereine: SV Germering, Science City Jena, Team Ehingen Urspring

ProA Youngster 2013/2014

partner_peak_logoEr war „ProA Youngster der Saison 2013/2014“ und gilt auch in der Saison 2014/2015 als einer der besten Nachwuchsspieler der 2. Basketball Bundesliga – zumindest auf dem Papier. Auf dem Feld ist Stephan Haukohl mehr als ein Nachwuchsspieler, er ist Führungsspieler. Bei seinem neuen Arbeitgeber, rent4office Nürnberg, ist er zweitbester Scorer (13,3 Punkte pro Spiel) und steht im Schnitt gut 29 Minuten auf dem Feld. Ligaweit ist er hinter Bill Borekambi zweitbester deutscher Punktesammler, unter den U22-Spielern belegt er gar Platz 1. In Nürnberg steht er nicht nur am Anfang eines Spiels auf dem Feld, sondern auch am Ende und trifft für Nürnberg die richtigen Entscheidungen und wichtigen Würfe. Dass er das kann hat er schon in der letzen Saison beim Konkurrenten Ehingen bewiesen, wo er in der Rückrunde zu einem guten ProA-Spieler gereift ist. Am Ende der Rückrunde 2014/2015 soll er ein sehr guter ProA-Spieler sein. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht.

Es fehlt an Physis

„Stephan ist ein Offensiv-Talent“, sagt sein Trainer und Förderer Ralph Junge. Das impliziert, dass Haukohl vor allem im Defensiv-Bereich noch Luft nach oben hat. Nachteile hat er vor allem aufgrund mangelnder Oberarme, sprich Physis. Wenn er auf der 4 aushelfen muss hat er Probleme und wird oft einfach weggeschoben. Vor allem in Hinblick auf seine BBL-Ambitionen muss hier dringend etwas passieren, zumal in den ersten Ligen Europas die Spiele auf den großen Positionen gewonnen werden. Es geht um Defense und um Rebounds. Bislang macht Haukohl die körperlichen Defizite vor allem durch sein hohes Spielverständnis und seine kantige Statur wett. Davon zeugen 5,2 Rebounds pro Spiel (Bestwert auf seiner Position in der ProA). Seine Quote aus dem Feld ist mit rund 50 Prozent außerordentlich gut, von außen fällt jeder dritte Dreier. Mit kleineren Gegenspielern macht er in der Regel was er will, größere lässt er stehen und zieht mit viel Nachdruck zum Korb, was ihm den ein oder anderen Freiwurf pro Spiel garantiert. Auch sein Passspiel hat sich im Laufe der Saison verbessert (5 Assists in den letzten beiden Partien). Wie gesagt, ein Offensiv-Talent.

What’s next?

Die Zukunft von Stephan Haukohl liegt in der Beko BBL. Doch während andere Spieler in seinem Alter bereits dort sind und Taschen und Bälle schleppen, hat er sich dafür entschieden, auf dem Weg in Deutschlands höchste Spielklasse einen Schritt nach dem anderen zu machen. Ob ihn Ralph Junge dabei weiter begleiten wird, zeigt sich in den nächsten Jahren, denn keiner der beiden hätte etwas dagegen, die Zusammenarbeit auch im Falle eines Aufstiegs aus der ProA fortzusetzen. Sollte es mit Nürnberg nicht klappen, wird es für Haukohl sicher nicht so einfach werden, sich im rauen Erstliga-Geschäft zu behaupten. Bei den Fans gilt er als arrogant, ist abseits des Feldes aber ein sehr umgänglicher Charakter, der sich aber nichts gefallen lässt. Das ist auch auf dem Feld so und für einen künftigen BBL-Spieler schon mal nicht schlecht.

Haukohl Stephan

Kurzinterview mit Stephan Haukohl

Court Review: Stephan, Du hattest im Sommer einige Optionen, hast Dich aber dafür entschieden, Ralph Junge nach Nürnberg zu folgen. Für Dich der nächste logische Schritt in Deiner Entwicklung?

Stephan Haukohl: Auf jeden Fall. Für die BBL war es einfach noch zu früh, zumal ich dort ja auch Spielzeit haben möchte und nicht nur auf der Bank sitzen will. So kann ich mich hier weiterentwickeln und habe mit Ralph einen Trainer, den ich kenne und schätze.

Court Review: Das ist auch umgekehrt der Fall. Ralph lobt Dich als „jungen, intelligenten Spieler, der einen Plan hat, wie er es in die BBL schaffen will“. Würdest Du dem zustimmen?

Stephan Haukohl: Dem Trainer widerspreche ich grundsätzlich nicht. Aber mal im Ernst, ich hab Ralph viel zu verdanken und er unterstützt mich auch bei diesem Vorhaben. Einen Plan habe ich schon und den will ich auch weiterverfolgen.

Court Review: Im Sommer warst Du mit der A2-Nationalmannschaft auf einer Turnierreise in China. Erzähl uns bitte ein bisschen davon.

Stephan Haukohl: Das war wirklich eine tolle Zeit. Wir haben dort so viel gesehen und erlebt und natürlich auch Basketball gespielt. Für mich war es eine ganz wichtige Erfahrung, weil es interessant war zu sehen, wie in einem völlig anderen Kulturkreis die Sportart Basketball gespielt und gelebt wird.

Court Review: Warum ist Basketball Deine Sportart?

Stephan Haukohl: Basketball ist ein sehr komplexes Spiel, in dem es auf die verschiedensten Komponenten ankommt. Athletik, Wurf, Spielverständnis und so weiter. Das Tolle ist, dass jeder Spieler im Rahmen dieser Komponenten einen eigenen Charakter entwickelt.

Court Review: Gibt es Vorbilder für Dich im Bereich des Sports oder außerhalb davon?

Stephan Haukohl: Immer wenn ich diese Frage höre, antworte ich mit Dirk Nowitzki und Oli Kahn. Dirk war und ist ein großes Vorbild, weil er bewiesen hat, was mit harter Arbeit möglich ist. Und Oli Kahn war seiner Zeit einfach der beste Torhüter der Welt. Von solchen Sportlern kann man nur lernen.

Court Review: Wo siehst Du Dich in fünf Jahren?

Stephan Haukohl: Basketball ist ein sehr schnelllebiges Geschäft. Ich will in den nächsten Jahren auf jeden Fall zum BBL-Spieler reifen und bei einer guten Mannschaft eine tragende Rolle spielen. In fünf Jahren bin ich 26 und dann wohl im besten Basketballalter. Ich hoffe, mein Ziel bis dahin erreicht zu haben.

Court Review: Stephan, vielen Dank für Deine Zeit und auf eine erfolgreiche Spielzeit!

Stephan Haukohl: Sehr gerne.

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