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„Israel ist exzellent in der Transition-Offense“

03.09.2017 || 13:27 Uhr von: ,
Im dritten EM-Spiel erwartet das DBB-Team die „Israhell“. Bundestrainer Chris Fleming verrät, worauf es gegen den EM-Gastgeber ankommen wird.

Es geht ohne Pause weiter für die deutsche Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft. Nur 28 Stunden nach dem 67:57-Erfolg über Georgien trifft die DBB-Auswahl heute Abend um 20:30 Uhr (live bei Telekom Sport) auf Gastgeber Israel. Demnach betonte Bundestrainer Chris Fleming auch auf der gestrigen Pressekonferenz nach dem Georgien-Spiel, dass es wichtig sei, sich jetzt gut zu erholen. Dennoch absolvierte das Team am heutigen Vormittag eine kleine Trainingseinheit, nach der Fleming den anwesenden Medienvertretern zum einen Einblicke in Israels Spielweise und Stärken und zum anderen in die Stimmung seines Teams gab.

„Israel wird ein Stück weit ,desperate‘ sein“

Fleming beschrieb die Israelis als eine Mannschaft, die „exzellent in der Transition-Offense“ agiert und verwies als Beispiel dafür auf das zweite Viertel in der gestrigen Partie gegen Litauen, in dem die Mannschaft einen deutlichen Rückstand aufholte. Dennoch ist der Gastgeber nach zwei Spielen noch ohne Sieg und steht daher unter Zugzwang, wie auch der Bundestrainer weiß: „Sie hatten vielleicht eine andere Erwartungshaltung vor diesem Turnier und werden deshalb ein Stück weit ,desperate‘ sein.“

Das heimische Publikum könnte laut Fleming ebenfalls ein Faktor werden: „Die Halle wird ausverkauft sein. Wir hatten an den letzten beiden Spieltagen die frühen Spiele gehabt, da waren deutlich weniger Fans und Emotionen in der Halle. Das wird schon ein Unterschied sein.“ Mit dem Duell gegen den EM-Gastgeber Israel wird die deutsche Mannschaft gegen eine blau-weiße Wand in „Israhell“ antreten. Statt rund 2.000 werden dann 9.000 Zuschauer die Halle füllen.

Auch Ismet Akpinar erwartet eine ganz andere Atmosphäre, als er nach dem Sieg gegen Georgien darauf angesprochen wurde: „Es wird was ganz anderes sein, es wird eine laute Halle sein. Sie haben mit dem Heimvorteil auf jeden Fall den sechsten Mann“, weiß Ismet Akpinar die Heimstärke Israels auf deren Seite. „Wir dürfen uns davon nicht einschüchtern lassen und müssen weiter unser Game-Play durchziehen. Die Fans dürfen keine Rolle spielen, wie und was wir spielen werden.“

„Israels Offensiv-Form sieht man sonst nicht“

Auch in puncto Spielstil wird eine Veränderung auf das deutsche Team zukommen, wie Fleming erklärt: „Die Israelis haben teilweise fünf Leute draußen stehen. Das ist eine Offensiv-Form, die man sonst nicht sieht und die wir die gesamte Vorbereitung nicht gesehen haben. Man sieht es ein bisschen bei Island, aber die Hälfte unserer Jungs haben nicht gegen Island gespielt. Es kann es sehr unangenehm sein, wenn du nicht aggressiv verteidigst, wenn du passiv bist und sie die Spielweise bestimmen können. Dann sehen sie ein bisschen anders aus als Team.“

Wenn die Israels die Spielweise bestimmen, dann bedeutet das auch ein wenig Run-and-Gun. Center Richard Howell agiert stark darin, nach dem Defensiv-Rebound mit einem schnellen ersten Dribbling den Schnellangriff einzuleiten. Den Georgiern nahm das DBB-Team den gefürchteten Fastbreak mit Tornike Shengelia in der zweiten Hälfte. Kann man also darauf aufbauen?

„Israel ist in der Transition-Offense deutlich besser als Georgien. Sie haben nicht nur ein oder zwei Spieler, sondern viele“, blickt Fleming voraus und sieht hierbei auch die Offensive in der Pflicht. „Wir müssen offensiv bessere Entscheidungen treffen, damit wir einfacher zurückrennen können. Die Jungs haben in der Transition-Defense absolut überragend gespielt, aber offensiv hatten sie eine Menge Chancen, schneller in den Angriff zu kommen.“

„Es ist eine Weile her, dass sich Deutschland bei einer EuroBasket gut verkauft hat“

Trotz zweier Siege und einer guten Ausgangsposition für die Qualifikation zur KO-Runde will Fleming derweil nichts davon wissen, dass der Druck gesunken sei: „Wir sollen noch ein bisschen Spannung haben“, macht Fleming deutlich, dass das deutsche Team ja auch noch nicht sicher in Istanbul stehe.

„Es ist eine Weile her, dass sich Deutschland bei einer EuroBasket gut verkauft hat. Jetzt haben wir mit einem guten Start die Chance dazu, aber dafür haben wir noch viel zu tun – haben aber auch noch viel Luft nach oben.“

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