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Vor Litauen: „Wir wollen sie ein bisschen ärgern“

06.09.2017 || 08:53 Uhr von:
Folgt auf den sicheren Achtelfinaleinzug die Kür? Johannes Voigtmann, Karsten Tadda und Chris Fleming blicken auf das Duell gegen Litauen voraus.

Mit dem 61:55-Erfolg über Italien hat die deutsche Mannschaft ihre Pflicht erfüllt. Das Team hat sich dadurch für das Achtelfinale qualifiziert und ist dank Georgiens Sieg gegen Israel sogar mindestens Gruppenzweiter. Folgt nun gegen Litauen die Kür? Dem DBB-Team steht zumindest die schwerste Aufgabe der Gruppenphase bevor. Denn der Vizeeuropameister von 2015 ist nach der Auftaktniederlage ins Rollen gekommen. Die Litauer fegten die Ukraine am gestrigen Dienstag mit einem 32-Punkte-Blowout aus der Halle.

Dass die Balten der klare Favorit sind, steht auch für die deutsche Mannschaft außer Frage. „Wir können ganz ohne Druck spielen, das hilft uns vielleicht auch ein bisschen“, meinte Johannes Voigtmann nach dem Italien-Spiel. Der Respekt ist dennoch groß seitens des DBB-Teams. „Das ist nach wie vor eine der Basketball-Nationen, die immer ganz oben mitspielt. Sie haben einen so hohen Basketball-IQ und können fast alle alles“, fügte Voigtmann hinzu.

„Litauen ist eine komplett andere Mannschaft als Italien“

Doch was macht das Spiel der Litauer aus? „Sie sind eine komplett andere Mannschaft als Italien“, stellt Bundestrainer Chris Fleming fest. „Sie agieren sehr viel im Low-Post über die Positionen Drei, Vier und Fünf. Sie werden eine ähnliche Pick-and-Roll-Defense wie Israel spielen: Der Große wird ganz weit hoch kommen. Wir werden einfach den Ball schnell bewegen müssen.“ Auch Karsten Tadda beschreibt das Spiel im Low-Post als Stärke des Gegners: „Sie haben große Guards, auf allen Positionen suchen sie viel das Post-up. Da müssen wir als Mannschaft geschlossen dagegenhalten und gut rebounden.“

Die von Tadda angesprochene Arbeit am Brett dürfte zweifellos ein Faktor sein. Deutschland trifft auf das drittbeste Rebounding-Team des bisherigen Turniers. Litauen sammelte bislang 40,3 Abpraller pro Spiel. NBA-Center Jonas Valanciunas legte in den vier Partien im Schnitt ein Double-Double auf (13,8 PpG, 10,3 RpG) und ist der beste Offensiv-Rebounder der gesamten EuroBasket-Konkurrenz (4,3 pro Spiel). Auch die Flügelspieler und selbst Guards arbeiten gut am Brett.

Aber hat die deutsche Mannschaft vielleicht auch Vorteile gegenüber den Litauern? „Wenn Leute groß sind, dann sind sie meistens einen Tick langsamer. Deswegen müssen wir probieren, unser Spiel schnell zu machen“, vermutet Tadda. Doch das DBB-Team tat sich zuletzt gegen Israel und Italien sehr schwer, ins Fastbreak-Spiel zu kommen.

Auf die individuelle Klasse von Dennis Schröder, der gegen Italien „nur“ 17 Punkte erzielte, dürfte es eventuell wieder mehr ankommen. Die Litauer wollen den schnellen Point Guard im Kollektiv stoppen. „Wir müssen sehr gut rotieren und ihn mit allen fünf Spielern auf dem Court verteidigen“, sagte Flügelspieler Marius Grigonis vor der Partie gegen Deutschland.

Für das DBB-Team wird das Aufeinandertreffen mit Litauen definitiv eine große Herausforderung und ein Vorgeschmack auf das, was bei der Finalrunde auf die Mannschaft warten wird. Das Gute an der Situation: Die Truppe von Coach Fleming hat kaum etwas zu verlieren. Gelingt ein Sieg, fliegt die DBB-Auswahl als Gruppensieger nach Istanbul, bei einer Niederlage immer noch als Zweiter.

Die Vorrunde ist aus deutscher Sicht schon jetzt ein Erfolg. Und vielleicht folgt ja tatsächlich noch die Krönung und dem deutschen Team gelingt die Rolle des Spielverderbers für den klaren Favoriten. Johannes Voigtmann gab gestern schon einmal die Devise vor: „Es ist einfach schön, [den Litauern] zuzugucken. Wir wollen sie morgen ein bisschen ärgern.“

Vor Litauen: „Wir wollen sie ein bisschen ärgern“
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