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Litauen eine Nummer zu groß

06.09.2017 || 16:35 Uhr von:
Die deutsche Nationalmannschaft hat den Gruppensieg deutlich verpasst. Die DBB-Auswahl unterlag im letzten Vorrundenspiel Favorit Litauen mit 72:89. Im Achtelfinale wartet nun Frankreich.

„Wir können ganz ohne Druck spielen, das hilft uns vielleicht auch ein bisschen. Wir wollen [Litauen] ein bisschen ärgern“, meinte Johannes Voigtmann im Vorfeld der Partie. Ärgern konnte die deutsche Mannschaft die favorisierten Litauer in den ersten drei Vierteln durchaus, letztlich reichte es aber nicht, um das Spiel für sich zu entscheiden. Litauen dominierte zu sehr im Low-Post und an den Brettern. Vor allem NBA-Center Jonas Valanciunas hatten die Deutschen zu nahezu keinem Zeitpunkt im Griff.

Offensiv-Spektakel statt Defensiv-Schlacht

Im Gegensatz zur Partie gegen Italien entwickelte sich ein von den Offensiven geprägtes Spiel. Litauen dominierte unter dem Korb, erzielte 18 seiner 23 Punkte im ersten Viertel in der Zone. Donatas Motiejunas scorte, und Valanciunas holte einige Offensiv-Rebounds. Insgesamt holte Litauen deren sieben, das deutsche Team allerdings ebenfalls.

Die DBB-Auswahl blieb in Schlagdistanz, weil im Angriff Dennis Schröder immer wieder zum Korb kam, die Big Men Danilo Barthel und Voigtmann einige Akzente setzten und sich das Team im gesamten Viertel keinen Ballverlust leistete. Zudem waren die Litauer aus der Distanz bis auf einen Dreier von Marius Grigonis (plus Foul) von der Dreierlinie harmlos.

Die erste Fünf der Deutschen spielte im ersten Viertel fast sieben Minuten durch, die zweite Reihe tat sich gegen die Ersatzspieler der tief besetzten Litauer danach etwas schwerer. Lucca Staiger konnte keinen seiner vier Dreier verwandeln. Am Ende des Viertels stand es 23:19 für Litauen.

Schröder nicht zu stoppen

Zu Beginn des zweiten Viertels sorgten Maodo Lo mit einem Dreier aus dem Dribbling und Johannes Thiemann per And-one für Highlights, doch Litauen baute den Vorsprung im Laufe des zweiten Viertels kontinuierlich aus (24:33). Immerhin gelang es Ismet Akpinar anschließend, den Abstand per Dreier zu verkürzen. Litauen dominierte aber weiterhin in der Zone. Valanciunas zog einige Freiwürfe und war im Low-Post erfolgreich.

Die deutsche Mannschaft konnte sich nach Schröders Einwechslung auf dessen Scoring verlassen. Der Point Guard erzielte zwölf Punkte in nur zweieinhalb Minuten, zudem funktionierte das Zusammenspiel zwischen ihm und Voigtmann, sei es im Pick-and-Roll oder Pick-and-Pop. Auch im Defensiv-Rebounding steigerte sich die deutsche Mannschaft deutlich.

Schröder führte das Team am Ende der Halbzeit sogar zur kurzzeitigen Führung: Der Spielmacher bediente nach einem Pick-and-Roll den abrollenden Isaiah Hartenstein per Alley-oop zum 43:42. Litauen konterte aber erst durch Mindaugas Kuzminskas und anschließend per Buzzerbeater von Adas Juskevicius zum 43:47-Halbzeitstand. Schröder hatte bereits 19 Punkte (8/11 FG) auf dem Konto, auf Seiten Litauens spielte Motiejunas (12 Pkt, 6/8) seine mit Abstand beste Halbzeit im Turnier.

Valanciunas dominiert, Hartenstein überrascht

Zu Beginn des dritten Viertels war Valanciunas im Low-Post nicht aufzuhalten. Der Big Man erzielte acht Punkte und zwei Offensiv-Rebounds, ehe Bundestrainer Chris Fleming eine Auszeit nahm. Danach wurde Hartenstein auf den NBA-Center angesetzt und verteidigte diesen gut. Doch nach einem Ballverlust von Schröder im darauffolgenden Angriff verwandelte Mantas Kalnietis einen Dreier zur bis dahin höchsten Führung (58:47). Doch Hartenstein zeigte kurze Zeit später auch im Angriff seine Fähigkeiten und zog ein And-one. Er vergab zwar den Freiwurf, doch die deutsche Mannschaft sicherte sich den Offensiv-Rebound, Robin Benzing netze anschließend von Downtown zum 52:59 ein – Auszeit Litauen.

Anschließend ging die Hartenstein-Show weiter mit einem Steal, einem Block und drei Treffern aus dem Feld. Der 19-Jährige dominierte stellenweise offensiv und defensiv für das deutsche Team. Dafür tauchte Schröder in der Offensive ab und erzielte im dritten Abschnitt keinen einzigen Punkt. Zudem hatte Litauen immer eine passende Antwort parat und traf einige Dreier. Mit einer Zwölf-Punkte-Führung gingen die Balten ins Schlussviertel (60:72).

In diesem lief bei den Deutschen in der Offensive anfangs gar nichts. Die ersten Punkte erzielte das DBB-Team nach fast vier Minuten, bis dahin hatte Litauen die Führung auf 17 Punkte ausgebaut. Doch danach startete die Mannschaft von Schröder einen 10:2-Lauf. Doch wie zuvor schlug Litauen umgehend zurück. Mit sechs Punkten in Folge tütete Litauen den Sieg endgültig ein.

Im Achtelfinale gegen Frankreich

Am Ende gewinnt Litauen gegen Deutschland mit 89:72 und gewinnt die Vorrundengruppe B. Das DBB-Team reist trotz der Niederlage als Gruppenzweiter nach Istanbul. Litauens Valanciunas (27 Pkt, 15 Reb) war von den deutschen Spielern nicht aufzuhalten. Die deutsche Mannschaft war auch von der Dreierlinie letztlich zu harmlos, um den Favoriten zu gefährden (8/33 Dreier). Auch 26 Punkte von Schröder konnten die deutliche Niederlage nicht verhindern.

Am kommenden Samstag trifft Deutschland im Achtelfinale auf Frankreich, die Platz drei in Gruppe A hinter Slowenien und Überraschungsteam Finnland belegten.

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