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Schritt in die richtige Richtung

13.09.2017 || 15:55 Uhr von:
Die deutsche Nationalmannschaft hat bei der Europameisterschaft erstmals seit 2007 das Viertelfinale erreicht und durch guten Basketball überzeugt. Ein Kommentar zum Abschneiden der DBB-Auswahl.

Begleitet von Peter Fox‘ Klassiker „Alles neu“ ist die deutsche Nationalmannschaft vor ihren Vorrundenspielen in Tel Aviv vorgestellt worden. Alles neu – das ist auch ein Motto, das in gewisser Weise auf den DBB-Kader bei dieser Europameisterschaft zutraf. Nur fünf Spieler des diesjährigen Aufgebots waren bereits 2015 in Berlin dabei gewesen. Für sechs Akteure war diese EuroBasket das erste große Turnier.

Statt Dirk Nowitzki (39 Jahre alt), Heiko Schaffartzik (33), Alex King (32) und Anton Gavel (32) waren unter anderem Isaiah Hartenstein (19), Ismet Akpinar (22), Johannes Thiemann (23) und Patrick Heckmann (25) mit dabei. All dies verdeutlicht den großen Umbruch im deutschen Team verglichen mit der EM vor zwei Jahren.

Neulinge bringen Energie und Unbekümmertheit

Als Ergebnis dieses Wandels war der DBB-Kader mit im Schnitt etwa 25,5 Jahren auch der jüngste des gesamten Turniers. Natürlich ist Alter nicht das einzige Kriterium für Erfahrung und soll keine Ausrede für die teilweise fehlende Konstanz in der Offensive sein. Die meisten Spieler spielen in ihren Vereinen seit Jahren auf hohem internationalen Niveau. Es soll nur verdeutlichen, welch großes Entwicklungspotenzial noch in dem Team steckt. Dass die Mannschaft nicht nur von den NBA- und EuroLeague-Stars wie Dennis Schröder, Daniel Theis und Johannes Voigtmann getragen wurde, sondern dass auch die „Jungspunde“ wichtige Impulse setzten, macht Hoffnung für die Zukunft.

Hervorzuheben sind in diesem Zusammenhang insbesondere die Neulinge Akpinar, Hartenstein und Thiemann, die in ihren Profi-Vereinen bislang keine tragende Rolle spielten. Dennoch ersetzten sie die Etablierten auf beeindruckende Art und Weise und gaben der Mannschaft immer Energie. Ein großes Kompliment gilt dabei dem scheidenden Bundestrainer Chris Fleming und seinem Trainerstab, diese Spieler überhaupt in den Kader berufen und ihnen dann auch in wichtigen Spielsituationen Vertrauen geschenkt zu haben.

Insgesamt haben es die Coaches geschafft, ein auf und neben dem Court gut harmonierendes Team zusammenzustellen. Dadurch konnten zweifellos vorhandene Schwächen wie der Distanzwurf und der Mangel an starken Flügelspielern durch das Kollektiv kompensiert werden. Außer Schröder ragte kein Individualist regelmäßig heraus; die Siege waren überwiegend das Resultat einer hervorragenden Mannschaftsleistung.

Nicht auf Achtungserfolg ausruhen

In Anbetracht der Absagen von vier wichtigen Spielern (Zipser, Kleber, Giffey, Zirbes) hat Fleming mit dem Erreichen des Viertelfinals nahezu das Maximum aus der Truppe herausgeholt. Es besteht berechtigte Hoffnung, dass sein bisheriger Assistent Henrik Rödl die Arbeit als Bundestrainer ebenso gut fortsetzen und die Mannschaft weiterentwickeln wird. Und dies wird auch nötig sein. Auf diesem Achtungserfolg sollte sich der deutsche Basketball nicht ausruhen; das gelungene Abschneiden darf stattdessen nur ein Zwischenschritt auf dem Weg zurück die Spitze sein. Das Talent und Potenzial ist zu groß, um sich mit dem Erreichten zufrieden zu geben.

Zudem steht schon ab November die nächste große Herausforderung für das DBB-Team an: die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2019 in China. Aufgrund der unklaren Situation in Zeiten des Streits zwischen FIBA und EuroLeague ist die Teilnahme an der WM keine Selbstverständlichkeit. Stand jetzt werden die deutschen NBA- und EuroLeague-Spieler nur in vier der zwölf Partien mitwirken können.

Natürlich sind auch alle anderen Verbände von diesem Problem betroffen. Es kommt darauf an, wer mit dieser Situation am besten umgehen wird. Die Qualifikation für China wäre allerdings von erheblicher Bedeutung, um nach dem großen Schritt in diesem Sommer den nächsten folgen zu lassen.

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