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Krimi in Wien: Glückliches Ende für Deutschland

04.09.2016 || 18:24 Uhr von:
Robin Benzing und Maodo Lo retteten einen knappen Sieg gegen Österreichs Nationalteam, das nicht umsonst als stärkster Gruppengegner in der EM-Qualifikation gehandelt wird. Deutschland gewinnt mit 61:59.

Nicht ganz 2.000 Basketballfans sorgten für eine tolle Stimmung im Multiversum in Schwechat bei Wien, so wie es einem Sportkrimi gebührend ist. Für Deutschland machte Paul Zipser die ersten Punkte, Jozo Rados glich direkt aus. Doch dann machte sich Nervosität bemerkbar. Fehlwürfe und Ballverluste waren bei beiden Teams zu sehen. Gleich zu Beginn war klar: Österreich würde keine leichten Punkte für Deutschland zulassen. Noch vor Hälfte des ersten Viertels kassierte Österreich aufgrund der harten Verteidigung das fünfte Teamfoul.

Beim Stand von 11:8 nahm Deutschlands Head Coach Chris Fleming die Auszeit, da die Mittel gegen Österreich fehlten. Akeem Vargas verwandelte nach dem Timeout den Dreier zum 11:11, doch Tibor Pleiß musste mit frühen Foulproblemen auf die Bank (nur gut fünf Minuten Spielzeit in Halbzeit Nummer eins). Österreich kämpfte um jeden Ball, agierte fokussiert in der Verteidigung und zeigte gutes Zusammenspiel. Ein Fastbreak brachte das Team mit 20:13 voran. Trotz Johannes Voigtmanns Dreier hieß es nach zehn Minuten 25:16 für Österreich.

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Zu Beginn des zweiten Viertels zog Österreich weiter davon, auch die Offensivrebounds gelangen. Maodo Lo streifte beim Distanzwurf nur das Netz. Rasid Mahalbasic antwortete mit dem erfolgreichen Dreier – 34:20. Danilo Barthel ergriff Initiative, zog zum Korb und machte den Layup. Nach einem Steal ließ Zipser eine Minute vor Ende der ersten Hälfte mit einem krachenden Dunk den Frust raus.

Deutschland gilt als Favorit in der Qualifikationsgruppe, wirkte phasenweise jedoch ideenlos. Durch Einzelaktionen gelangen zwar Körbe, doch zur Pause stand es 39:29. Bei Österreich verbuchten Florian Trmal und Rasid Mahalbasic je neun Punkte, Paul Zipser war mit acht Zählern bester Werfer bei Deutschland.

Das deutsche Team startete dann zwar gut in die zweite Hälfte, doch Mahalbasic hielt dagegen. Auf einen erfolgreichen Dreier von Pleiß verwandelte Mahalbasic ebenfalls einen Dreier und machte zu Beginn des dritten Viertels sieben Punkte. Maodo Lo zeigte Nerven, ließ sich an der Freiwurflinie von den Pfiffen der mehrheitlich österreichischen Fans irritieren und verfehlte beide Versuche. Danilo Barthel und Daniel Theis blieben cool und trafen ihre Freiwürfe. Auch nach dem dritten Viertel blieb Österreich voran (53:42).

In der ersten Minute des letzten Abschnitts traf Voigtmann aus der Distanz, ebenso Lo. Nach einem Steal, gefolgt von einem Dunk von Barthel, stand es nur mehr 55:50 für Österreich. Während des österreichischen Timeouts forderte der Hallensprecher das Publikum auf, die Spieler zu unterstützen. Doch die lauter werdenden Zurufe brachten Deutschland nicht aus dem Konzept. Fleming motivierte sein Team von der Seitenlinie, während Österreichs Trainer Kestutis Kemzura versuchte, mit der Einwechslung neuer Spieler die Führung zu behalten. Doch Österreich schien nervös und machte Fehler.

In der hektischen Schlussphase brachte Voigtmann das deutsche Nationalteam bis auf einen Punkt heran, bevor Theis durch Freiwürfe die Führung zum 58:57 eroberte. Gut drei Minuten vor dem Abpfiff war Deutschland das erste Mal seit dem ersten Viertel im Vorteil. Mahalbasic konterte eiskalt mit dem Hookshot zum 59:58.

Beide Teams spielten unruhig. Benzing verlor erst den Ball, verwandelte dann aber den Jumpshot und brachte Deutschland wieder voran, bevor Lo einen seiner Freiwürfe zum Spielstand von 61:59 traf. Anton Maresch setzte zum Ende des Spiels seinen Wurf an den Ring. Es blieb beim Endstand 61:59.

Paul Zipser (10 Punkte, 7 Rebounds) lobte die Gegner: „Österreich hat heute super gespielt und uns anfangs total überrascht.“ Mahalbasic spielte stark (18 Punkte, 7 Rebounds, 3 Assists), dazu kamen noch elf Punkte für Trmal. Zwar konnte Maodo Lo nicht an seine Leistung aus dem Spiel gegen Dänemark (17 Pkt) anschließen und traf nur zwei seiner neun Würfe aus dem Feld, aber in der Schlussphase unterstütze er sein Team mit vier Punkten. Danilo Barthels (12 Punkte, 7 Rebounds) sechs Zähler im vierten Viertel und Benzings Treffer 30 Sekunden vor Ablauf der Spielzeit sicherten den Sieg. Der sportliche Krimi der Nachbarländer nahm das glücklichere Ende für Deutschland.

Chris Fleming atmete tief durch und war sichtlich erleichtert, dass Deutschland doch noch den Sieg holen konnte: „Ein riesengroßes Lob geht an Österreich. Sie haben drei Viertel lang mehr Härte und Siegeswillen gezeigt. Trotzdem sind wir immer drangeblieben, haben unsere beste Seite heute aber nicht gezeigt. Unser Durchsetzungsvermögen hat dann am Ende knapp gereicht.”

Krimi in Wien: Glückliches Ende für Deutschland
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MavsFan
MavsFan 5. September 2016 um 15:49 Uhr

Sorry Irmgard, der Artikel liest sich wie die Schularbeit eines Sechstklässlers. Kein Lesefluss, kein Bogen und kaum Zusammenhänge. Dafür gefühlte 50 Spielaktionen in Einzelsätzen. Da kann man auch ins Play-by-Play schauen.

Keine Aussage zur erbärmlichen Leistung des Großteils der Mannschaft. Keine Problemanalyse? Kein Finger in die Wunde? Schade!

MavsFan
MavsFan 5. September 2016 um 16:26 Uhr

Nimm dir ein Beispiel an Kollege Manuel Baraniak. Die Zusammenfassungen lesen sich deutlich besser, haben mehr Fluss und ausreichend detailreiche Informationen.

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