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Mein Team beim #GERHoopsDraft

05.09.2017 || 13:05 Uhr von:
Der #GERHoopsDraft ist vorbei. Nun ist es Zeit für eine Erklärung, warum ich welchen Spieler an welcher Stelle ausgewählt habe – und wie sie zusammenpassen.

Der #GERHoopsDraft ist vorbei. Nun ist es Zeit für eine Erklärung, warum ich welchen Spieler an welcher Stelle ausgewählt habe – und wie sie zusammenpassen.

Wichtig war mir bei der Zusammenstellung meines Teams eine klare Vision. Ich wollte eine Mannschaft zusammenstellen, bei der ich die Option sehe, dass sie in fünf bis sieben Jahren im EuroCup eine Chance auf den Titel hat. Daher habe ich mir selbst zwei Vorgaben gemacht: Erstens sollte möglichst jeder Spieler nicht früher als 1991 geboren sein, und zweitens sollte bei jedem Spieler noch Entwicklungspotenzial vorhanden sein. Spoiler Alert: Am Ende des Drafts liegt der Altersdurchschnitt bei 23 Jahren, die Spieler werden – durchschnittlich – in fünf bis sieben Jahren also in ihrer Blütezeit stehen, um auf gutem internationalen Niveau mitspielen zu können. (Den Verein verlassen wird natürlich niemand!)

Die zweite Frage war die nach der Art des Basketballs, die ich mit meiner Mannschaft spielen möchte. Meine Entscheidung hier: Möglichst alle Spieler sollten auf verschiedenen Positionen einsetzbar sein, und der Fokus sollte auf Point Guards und Center mit großem Potenzial liegen, damit sie in fünf Jahren im Pick-and-Roll eine gute Rolle in Europa spielen können. Passend zu diesen Spielern habe ich dann starke Werfer gesucht sowie den einen oder anderen Spieler, der die jungen Aufbauspieler beim Kreieren unterstützen kann. Und zu guter Letzt war mir ein hohes Level an Athletik wichtig, damit mein Team schnell nach vorne spielen und in der Defense aggressiv agieren kann.

Zum Abschluss der Vorbereitung auf den Draft habe ich dann überprüft, welche „Pools“ an Spielern es gibt und wie groß diese sind – sprich: Wie viele junge talentierte Big Men gibt es, wie viele junge Ballhandler, wie viele erfahrene solide Flügelspieler, usw. Und dann ging es auch schon los mit dem ersten Pick…

#7 Isaiah Hartenstein, 19 Jahre

C, auch als PF einsetzbar

Um sofort ein starkes Grundgerüst auf den Positionen 1 und 5 zu bilden, war mir klar, dass ich einen Spieler verpflichten würde, der eine dieser Positionen ausfüllen kann. Ich habe hier selbstverständlich auch über Joe Voigtmann nachgedacht, den Manuel Baraniak dann einen Pick später zog, habe mich dann aber für den deutlich jüngeren Hartenstein entschieden: Er ist groß, athletisch, kann werfen – und ist zweifellos eines der größten Talente im deutschen Basketball.

#10 Isaac Bonga, 17 Jahre

PG, auch als SF oder sogar PF einsetzbar

Um die Achse Point Guard / Center schon einmal vorläufig zu vervollständigen, habe ich mich an dieser Stelle für den jungen Isaac Bonga entschieden. Beim International Hoops Draft, dem Vorbild für unseren GERHoopsDraft, wurde Bonga sogar an #9 gedraftet. Und im NBA Mock Draft von Draftexpress steht er aktuell an #25 für den Draft 2018. Die Gründe sind schnell beschrieben: Unfassbar athletischer, ballsicherer, scorender Point Guard, der 2,06 Meter groß ist und natürlich auch als Point Forward spielen kann. Leichte Entscheidung, Bonga musste ich haben!

#23 Niels Giffey, 26 Jahre

SF/PF

Ich war sehr überrascht, dass Niels Giffey an #23 noch zu haben war. Ich griff gerne zu: Giffey trifft sicher von außen, kann zum Korb ziehen und reboundet hervorragend. Ein Energizer, der dem Team unendlich viel gibt.

#26 Makai Mason, 22 Jahre

PG, auch als SG einsetzbar

Da es wenige junge deutsche Ballhandler gibt, habe ich bei Pick #26 meinen zweiten Point Guard verpflichtet. Makai Mason passt gut als Ergänzung zu Bonga, da er ein anderer Spielertyp ist: Auch ein Scorer, aber er zeichnet sich vor allem durch einen guten Wurf aus; sicher könnte er auch mit Bonga zusammenspielen. Und: Mason wird in Deutschland nach seinen teils glücklosen Auftritten im letzten Jahr für die Nationalmannschaft bisher noch unterschätzt. Seine Statistiken am College sind vergleichbar mit denen von Maodo Lo – in derselben Conference, einem ähnlich starken Team und jeweils dem zweiten Jahr am College. Und Lo ging immerhin schon an #4 weg…hoffen wir, dass Mason nach seiner schweren Verletzung wieder stark zurückkommt und ein gutes letztes Jahr am College hinlegt.

#39 Karsten Tadda, 28 Jahre

SG, auch als SF einsetzbar

Die zweite große Überraschung nach Niels Giffey war für mich, dass ich an #39 Karsten Tadda bekommen habe. Ein toller Verteidiger, der auch werfen und beim Strukturieren der Angriffe helfen kann. Ihn habe ich geholt, obwohl er vor 1991 – nämlich 1989 – geboren ist. In fünf Jahren ist Tadda 33 Jahre alt, und weil er nicht ausschließlich von einer besonderen Athletik lebt, passt er gut in mein Team.

#42 Florian Koch, 25 Jahre

SF, auch als PF einsetzbar

Ich hatte es bereits angesprochen: Passend zu meinen Aufbauspielern, die den Korb im Pick-and-Roll attackieren sollen, brauche ich gute Werfer. Florian Koch ist so einer, zusätzlich kann er auch ein sehr hohes Tempo gehen, wie man in Bonn bereits gesehen hat: Als Carsten Pohl Uptempo-Basketball spielen ließ, hatte Koch seine beste Zeit bei den Telekom Baskets.

#55 Leon Kratzer, 20 Jahre

C

Den mit Abstand besten Rebounder der ProA an Stelle #55 zu bekommen – das zeigt vor allem, wie viele starke deutsche Center es gibt, weil viele darauf spekulierten, auch spät im Draft noch solide Big Men ins Team holen zu können. Deshalb rutschten viele Center weit nach unten, andere – wie Marcel Keßen, Phil Heyden, Oliver Mackeldanz, Philipp Neumann, Jannik Freese und Dirk Mädrich – wurden überhaupt nicht gezogen. Meine These: Würden wir diesen Draft nächstes Jahr nochmals veranstalten, würde Kratzer spätestens bei Position #30 gezogen. Er ist jung, hat riesiges Entwicklungspotenzial und passt gut als Komplementärspieler zu Hartenstein, da Kratzer eher ein klassischer Brettcenter ist.

#58 Fabian Bleck, 24 Jahre

SF, auch als PF einsetzbar

Nachdem ich für die Positionen 3 und 4 mit Florian Koch und Niels Giffey bereits zwei Spieler geholt hatte, die sich durch einen besonders guten Wurf auszeichnen (wobei beide selbstverständlich mehr können), wollte ich noch einen Flügelspieler, der sich vor allem über eine besonders starke Defense und einen guten Zug zum Korb auszeichnet. Deshalb habe ich mich hier für Fabian Bleck entschieden, der sich vergangene Saison extrem gesteigert hat und eine wichtige Stütze in Bremerhaven ist. Zusätzlich kann er die jungen Aufbauspieler im Pick-and-Roll entlasten. Perfekte Ergänzung!

#71 Sebastián Herrera, 19 Jahre

SG/SF

Ein Spieler, den vielleicht nicht jeder kennt, ist Sebastián Herrera. Der Mann aus Chile mit dem deutschen Pass ist einer der besten Dreipunkteschützen in der ProA, und das mit erst 19 Jahren! Herrera wollte ich unbedingt haben und setzte darauf, dass er bei einigen anderen durchs Raster fällt – Glück gehabt! Ihn auf der 2 oder 3 neben Point Guards mit einem starken Zug zum Korb ist eine tolle Option für mein Team – und könnte es übrigens auch in ein oder zwei Jahren für BBL-Teams sein, er wird sich nach zwei Jahren in Trier nun in Crailsheim weiterentwickeln und sicher bald in die BBL wechseln.

#74 Brad Loesing, 27 Jahre

PG, auch als SG einsetzbar

Brad Loesing ist der zweite Spieler nach Karsten Tadda, für den ich meine 1991-Vorgabe verletze. Aber es tut gut, einen erfahrenen Point Guard mit starkem Wurf zu haben, gerade wenn die beiden anderen Aufbauspieler noch sehr jung sind. Loesing kann beispielsweise auch hervorragend als Off-Guard neben Bonga agieren, und in der Defense dann den gegnerischen Aufbauspieler übernehmen, während Bonga einen größeren Spieler verteidigt.

#87 Martin Breunig, 25 Jahre

PF, auch als C einsetzbar

Zuletzt ging es mir darum, noch mehr Athletik unter den Korb zu bringen. Mit Hartenstein und Kratzer hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt erst zwei Big Men für die Positionen 4 und 5 im Kader, Breunig passte daher perfekt in mein Team. Er reboundet stark und kann mit seiner Sprunggewalt problemlos das ein oder andere am Korb kompromisslos wegstopfen, auch in der Defense hilft er sehr.

#90 Waverly Austin, 26 Jahre

C

Die zweite Ergänzung für meine Big-Men-Riege ist Waverly Austin, der ähnlich wie Kratzer ein echter Brettcenter ist, solide verteidigt und vor allem sehr gut reboundet. Er hat sich letzte Saison in Bremerhaven stark entwickelt. Dass er aktuell noch ohne BBL-Kontrakt dasteht, hat wohl denselben Grund wie den, dass ich ihn noch an #90 ziehen konnte: Es gibt einfach extrem viele solide deutsche Center.

Depth Chart:

PG: Mason / Bonga / Loesing

SG: Tadda / Herrera

SF: Koch / Bleck

PF: Giffey / Breunig

C: Hartenstein / Kratzer / Austin

Mein Team beim #GERHoopsDraft
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