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German Hoops Draft: die Redakteure erklären ihre Teams

26.08.2017 || 11:50 Uhr von: , ,
Nach zwölf Draft-Runden und 96 Spielern ist der German Hoops Draft abgeschlossen. Drei basketball.de-Redakteure erklären ihre Vorgehensweise.

Ein Experte in Jan Jagla, sieben basketball.de-Redakteure, zwölf Draft-Runden und 96 Spieler mit deutschem Team – der German Hoops Draft ist abgeschlossen. Über eine Woche lang haben wir einen Draft simuliert, in dem die besten Spieler mit deutschem Pass gewählt worden sind. Auf Twitter gaben wir unsere Picks mit dem Hasthag #GERHoopsDraft bekannt. Drei basketball.de-Redakteure erklären ihre Vorgehensweise.

[German Hoops Draft: alle Picks im Überblick]

Simon Wisser

Der wichtigste Pick in diesem Draft war vermutlich der erste. Mit diesem zieht man den Spieler, um den das Team aufgebaut werden soll. An dieser Stelle habe ich an Nummer drei nicht auf eine bestimmte Position geachtet, sondern mich für den besten verfügbaren Akteur entschieden. Der eine oder andere hätte vielleicht Maximilian Kleber genommen, aber ich habe mich für Paul Zipser entschieden. Zipser ist immerhin zwei Jahre jünger, hat eine wesentlich kürzere Verletztenakte und hat schon in der NBA und der Nationalmannschaft starke Leistungen gezeigt. Daher war er für mich die sicherere Wahl.

Als ich an 14. Stelle wieder an die Reihe kam, waren meine vier favorisierten Aufbauspieler schon vergeben (Schröder, Lo, Günther, Schaffartzik). Danach war mir das Leistungsgefälle zu den nächsten Point Guards zu hoch. Aus diesem Grund konzentrierte ich mich auf die Vervollständigung des Frontcourts, wo ich mit Maik Zirbes und Danilo Barthel positiv überrascht war, dass diese noch verfügbar waren.

Mit den nächsten fünf der sechs Picks wählte ich Guards aus. Wenn ich schon keinen Spitzenmann bekommen konnte, musste ich mich hier möglich tief und ausgeglichen aufstellen. Ismet Akpinar und Nelson Weidemann sind Talente, mit denen ich hoffnungsvoll in die Zukunft schauen kann. Bei Niklas Geske überzeugte mich seine hohe Assistzahl im Vergleich zu seiner Spielzeit in der Vorsaison. Er wird die Rolle des soliden Back-ups ausfüllen. Mit Nihad Djedovic an 30. Position habe ich mit Sicherheit auch keinen Fehler gemacht. Sein Back-up Lukas Wank hat ebenfalls noch Entwicklungspotenzial. Zur Not kann auch Zipser ein paar Minuten auf der Zwei spielen.

Als nächstes kümmerte ich mich um die Bankspieler für die Frontcourt-Positionen. Ich suchte nach Forwards und Centern mit einer guten bis ordentlichen Dreierquote. Alex King, Christian Sengfelder und Kresimir Loncar können das Spielfeld weit machen, und (zumindest letztere beiden) sind gute Pick-and-Pop-Optionen. Als zwölften Spieler wählte ich Stephan Haukohl aus, der es je nach Matchup auch in die Rotation schaffen könnte.

Im Vergleich mit den anderen sieben Teams sehe ich meine Truppe als durchaus konkurrenzfähig an. Zwar könnten Ballhandling und Spacing problematisch werden, dafür habe ich aber starke Flügelspieler und Big Men, die auf diesem Niveau dominieren können.

Thomas Käckenmeister

Der #GERHoopsDraft war ein spannendes und unterhaltsames Spiel. Glücklicherweise habe ich als Sechster der Wahlberechtigten mit Daniel Theis einen angehenden NBA-Spieler akquirieren können. An seine Seite habe ich mit Tibor Pleiß einen weiteren Spieler mit NBA-Erfahrung gestellt. Dadurch zeichnete sich früh die Philosophie ab: Verteidigung und Basketballer der alten Schule sollten für den weiteren Verlauf Priorität genießen.

Mit Bastian Doreth, Karim Jallow und Akeem Vargas folgten drei starke Verteidiger. Im weiteren Verlauf blieb ich meiner Linie treu und habe allesamt Spieler wählen können, die neben Erstliga- auch Erfahrung bei der Nationalmannschaft aufweisen können.

Die letzten beiden Picks fielen auf die Youngster Jonas Grof und Daniel Mayr, die mit den erfahrenen Spielern vor ihnen in der Rotation exzellente Mentoren haben.

Dass jeder Akteur in meinem Kader über Länderspielerfahrung verfügt, ist wohl neben der starken defensiven Note eine der Besonderheiten im Team Tomrock. Darüber hinaus kann es meine Truppe mit jedem Gegner aufnehmen, da die Variabilität der einzelnen Matchups problemlos angepasst werden kann. Das Spielerpersonal erlaubt Rotationen für Small Ball- bzw. große Aufstellungen.

Und wer meint, dass es offensiv Probleme geben könnte, sollte erstmal gegen meine Jungs antreten. Dann werden wir schon sehen, welches Team tatsächlich Probleme im Abschluss haben wird – Verteidigung steht bei meinen Jungs immer an erster Stelle!

Manuel Baraniak

Im Basketballdiskurs der Jetztzeit ist häufig von nur noch drei Positionen, oder besser: Rollen die Rede: 1. Ballhandler (meist ein Guard, der das Offensivspiel lenken, ein Pick-and-Roll geschmeidig laufen kann), 2. Swingmen (ein Guard/Forward, der mitunter nicht so ausgeprägten Ballhandler-Fähigkeiten, der aber mehr seine Stärken beim Wurf haben könnte) und 3. Big Men. Mit meinen ersten drei Picks hatte ich diese drei Rollen abgedeckt.

Mein erster Pick an letzter Stelle der ersten Runde war ein „No-Brainer“: Johannes Voigtmann weist eine Spielintelligenz auf, die sonst kein deutscher Big Man sein Eigen nennt. In seiner EuroLeague-Debütsaison schlug er ein, dabei ist erst 24 Jahre! Mit meinem ersten Doppel-Pick stellte ich ihm Per Günther zur Seite – ebenfalls ein „No-Brainer“. Dennis Schröder und Maodo Lo waren schon weg, an Ballhandlern mangelt es dem deutschen Basketball. Günther bringt nicht nur Stärke auf, sondern Charme abseits des Parketts mit – bei einem Draft samt Franchise-Building ein nicht zu unterschätzender Faktor.

Nach Win-Now habe ich mit dem nächsten Doppel-Pick auf den Nachwuchs geschielt. Dass Kostja Mushidi und Moritz Wagner an 24. und 25. Stelle noch verfügbar waren: ihr ahnt es, „No-Brainer“. Beide könnten im kommenden NBA-Draft gezogen werden, beiden ist schon jetzt ein vielseitiges Offensivrepertoire zuzuschreiben.

Nach vier Picks geht es an das Ausformen des Kaders: Man beachtet mehr Rollenspieler statt auf „best player available“ oder „Prospects“ zu gehen. Mit Maurice Stuckey kam ein Spieler mit Athletik und Wurf in meine Startformation, mit Yorman Polas Bartolo ein Akteur mit Athletik und Verteidigung (laut BBL-Spielern dem „Best Defender“ 2016/17)

Bazoumana Koné war an #56 der wohl kreativste verbliebene Spieler, welcher den Zug zum Korb dem Wurf bevorzugt und mein Team damit um eine Dimension erweitert. David Krämer ist einer der besten deutschen Nachwuchsspieler mit exzellentem Jumper; wie Mushidi hat er das Zeug zum „two-way-Player“. Bogdan Radosavljevic hat seine Stärken in der Offensive, samt High-Low, wozu er gut zu Voigtmann passt. Philipp Herkenhoff gibt im Nachwuchsbereich den Point Forward, der vier Positionen bekleiden kann. Als starken Big-Men-Verteidiger stellte ich mir an #88 Oliver Clay in den Kader. Und Konrad Wysocki soll Spielintelligenz und Qualitäten als Stretch-Vierer in meinen Kader bringen.

Mein Team bietet offensiv versierte Spieler auf. Auf allen Positionen sind Werfer zuhause, das Ballhandling kommt auch vom Flügel, und auch Akteure mit Potential in der Defense finden sich in meinen Reihen. Eine U23-Lineup mit Koné, Krämer, Mushidi, Herkenhoff und Wager spricht für eine rosige Zukunft, auf was bei einem solchen Draft zu achten ist. Doch auch schon jetzt wäre das Team mit gestandenen BBL-Profis wettbewerbsfähig.

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Lorenz2000
Lorenz2000 30. August 2017 um 9:20 Uhr

„Dass Kostja Mushidi und Moritz Wagner an 24. und 25. Stelle noch verfügbar waren: ihr ahnt es, „No-Brainer“. Beide könnten im kommenden NBA-Draft gezogen werden, beiden ist schon jetzt ein vielseitiges Offensivrepertoire zuzuschreiben.“ Da fragt man sich mal wieder, warum diese beiden nicht bei der Nationalmannschaft dabei sind und stattdessen Tadda (nichts gegen ihn) auf SG startet.:(

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