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Sport – der pure Wahnsinn

15.01.2018 || 11:01 Uhr von:
Es sind Momente, in denen sich wildfremde Menschen in den Armen liegen und die alles andere vergessen machen. Es sind die Momente, für die wir Sport lieben. Diesen Sonntag gab es gleich zwei davon.

Wir leben im Jahr 2018. Unsere Welt ist voll von Hass und Ungerechtigkeiten. Doch es gibt etwas, das all dies für Minuten oder Stunden vergessen macht und vielleicht sogar Leuten den Glauben gibt, dass ihre Situation besser werden kann: Sport! Der gestrige Sonntag war ein perfektes Beispiel.

Es waren keine einfachen letzten Jahre für die Trier Basketballfreunde. Die finanziellen Sorgen hingen schon seit weit vor dem BBL-Abstieg wie ein Damoklesschwert über den Moselstädtern. Sportlich ist das Team von Marco van den Berg und Säulen um Simon Schmitz, Stefan Ilzhöfer und Jermaine Bucknor im dritten ProA-Jahr im oberen Mittelfeld etabliert.

Nachdem die Trierer vor zwei Wochen den damaligen Tabellenführer Crailsheim vom Thron gestoßen hatten, setzten die Gladiators am Sonntagabend noch einen drauf: Jermaine Bucknor sichert sich sechs Sekunden vor dem Ende den Defensivrebound und drückt mit Ablauf der Uhr aus rund acht Metern ab. Der Kanadier trifft und erzielt damit das 89:88 – womit Trier mit RASTA Vechta den nächsten Tabellenführer vom Thron stößt.

In Trier geht es zu Beginn der Hinrunde um die Playoffs. In Minnesota ging es im Do-or-Die-Modus der NFL-Playoffs bereits um alles. Die Vikings können Geschichte schreiben und als allererstes Team den Super Bowl im eigenen Stadion erreichen. In der Divisional Round, dem Viertelfinale, überschlagen sich die Ereignisse in den letzten Minuten. Die New Orleans Saints gehen in Führung, Minnesota holt sie sich zurück und muss sie kurz vor dem Ende wieder hergeben. Doch das letzte Play ist einfach magisch. Der Versuch, es auf den Basketball zu übertragen, kann von der Verrücktheit her eigentlich nur der Gamewinner weit aus der eigenen Hälfte sein. Ein letztes Play, ein Touchdown ins Glück. Guckt und vor allem hört es euch einfach an!

Auch nach mehreren Stunden, nach x-fachem Ansehen, diese Sekunden lösen bei mir immer noch Gänsehaut aus.

Es sind Momente, in denen sich wildfremde Menschen in den Armen liegen und die alles andere vergessen machen. Es sind Momente, die Verlierer unendlich traurig werden lassen, aber selbst diese dem Sieger ihren Respekt zollen. Es sind Momente, die einfach nur Teamsport erzielen kann. Es sind die Momente, für die wir Sport lieben.

Sport – der pure Wahnsinn
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