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Mehr Macht den Multiplikatoren

10.06.2017 || 16:31 Uhr von:
Auszeit Kolumne
Basketball braucht mehr Öffentlichkeit. Doch leider arbeiten nicht immer alle Befürworter des Sports Hand in Hand. Dabei gibt es Möglichkeiten, um den Sport etwas mehr ins Rampenlicht zu rücken.

Basketball hat es schwer. Das ist nichts Neues. Seit Jahren kämpft der Sport in einer Nische um Aufmerksamkeit. In den Medien und in den Köpfen. Während Fußball der Platzhirsch war, ist und bleiben wird, muss der Basketballsport mit vielen anderen Bewohnern der Sportlandschaft sein eigenes Revier abstecken und verteidigen. Immer wieder neu, aber auch immer weiter mit teils veralteten Methoden, um aus dem Schatten hervorzutreten und etwas stärker ins Rampenlicht zu rücken.

Das ist – bis auf Fußball in Deutschland – leider in jeder Sportart so. Basketball bildet da keine Ausnahme. Jeder möchte mit seinem Produkt wahrgenommen werden, jeder möchte das Beste für das, was ihm lieb und teuer ist. Doch in diesem Text geht es mir nicht um finanziellen Einfluss. Es geht mir nicht um die Münchens, Madrids und Moskaus der Sportwelt, die mit ihrer Marke Millionen scheffeln und sportlich oben mitspielen. Es geht mir um eine andere Form der Einflussnahme und der Macht, damit der Sport an sich mehr Aufmerksamkeit erhält. Es geht um Multiplikatoren und Netzwerkarbeit.

Fünf Finger sind noch keine Hand

Leider ergeben fünf Finger noch keine Hand. Im Basketballsport gab es zuletzt Beispiele, die weniger auf das große Ganze abzielen – sprich: mehr Reichweite für mehr Aufmerksamkeit -, sondern nur das eigene Interesse durchboxen wollen.

Stichwort: Schwennigen, das mit dem juristischen Zeigefinger gewackelt hat, um das Gentlemen’s Agreement Nachwuchsförderung aufzubrechen. Aus der Deutschenquote wird die Local-Player-Regelung (basketball.de berichtete).

Stichwort: Beiträge zu Live-Übertragungen. In Zeiten von Social Media wünschen sich manche Ligen keine kostenfreie Reichweitensteigerung der eigenen Marke und mediale Unterstützung, um z.B. mehr Interesse für die eigenen Meisterschaftsspiele zu erzeugen. Da wird darauf verharrt, dass die ohnehin schon kleine Gruppe Basketballinteressierter es schon irgendwie mitbekommt und reinklickt. Aber kann jemand gehört werden, der die große Bühne scheut und nur in kleineren Clubs auftritt?

Oder Stichwort: Networking. Wenn innovative Marketing-Ideen, z.B. von Pay-TV-Sendern, kommuniziert werden, dann aber nicht konsequent und nachhaltig durch die Multiplikatoren verfolgt werden dürfen, verpufft die gewollte Wirkung.

Es wäre wünschenswert, wenn möglichst viele Basketballfans mitbekommen könnten, wo, wie und dass ihr Lieblingssport stattfindet. Dabei könnte es so einfach sein, wenn Moral und Mut in den Mittelpunkt rücken würde und das eigene Streben nach Macht außen vor gelassen wird. Muss es denn sein, dass jeder seine eigene Suppe kocht, obwohl alle gar nicht davon satt werden können?

Abholen der Analog Natives

Wie wäre es zum Beispiel, wenn Ausgaben alter Basketballmagazine, die nicht mehr aktuell und verkauft werden, in Wartezimmern von Arztpraxen, beim Friseur oder anderen öffentlichen Einrichtungen zum Zeitvertreib und gegen die Langeweile ausliegen? Zwar stiert mittlerweile geschätzt jeder Dritte während des Wartens auf sein Smartphone, doch die anderen, die „Analog Natives“, wagen vielleicht einen Blick in die Zeitschrift, lesen quer, schauen sich die Actionfotos an und zeigen leises Interesse an dieser mitreißenden Sportart.

Dann könnte der Basketball sich zu einer Faust ballen – und nicht nur weiterhin einer Hand mit fünf Fingern gleichen.

PS: Das Beispiel „Basketball im Fernsehen“ könnte ich auch wieder auspacken. Es ist aber aus meiner Sicht ein Fass ohne Boden – ähnlich der Diskussion, ob Michael Jordan oder Kobe Bryant der bessere Basketballer war.

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