BASKETBALL.DE ist Partner von Sportforen.de. Ehemalige Nutzer von crossover-online.de und Nutzer von sportforen.de können sich auch auf BASKETBALL.DE mit ihren bestehenden Login-Daten anmelden.
Anmelden oder registrieren

Prospect Watch: Aaron Gordon

28.01.2014 || 19:34 Uhr von:
Aaron Gordon - Prospect Watch
Stärken: Bereits mehrere Monate, bevor er überhaupt einen Schulabschluss und einen College-Vertrag in der Tasche hatte, wurde Aaron Gordon bereits gehypt. Grund dafür war seine überragende Athletik, die nicht zu Unr...

Stärken:

Bereits mehrere Monate, bevor er überhaupt einen Schulabschluss und einen College-Vertrag in der Tasche hatte, wurde Aaron Gordon bereits gehypt. Grund dafür war seine überragende Athletik, die nicht zu Unrecht mit der von Blake Griffin verglichen wurde, denn der heute 18-jährige stopfte schon damals einen Ball nach dem anderen spektakulär und mit einer erschreckenden Leichtigkeit durch den Ring. Durch seine Sprungkraft wird der 2,06m-Mann im Fastbreak eines jeden NBA-Teams eine Waffe sein und Alley-Oops werden praktisch vorprogrammiert sein. Den Großteil seiner Punkte erzielt er ebenfalls in der Zone.

Dort scheut er auch nicht vor Kontakt: zwar wiegt Gordon nur 102 Kilogramm, doch er ist durchtrainiert von den Haar- bis in die Zehenspitzen. Da er trotz mäßigem Foot Work auch ein passabler Post-Spieler ist, macht ihn in der Zone unberechenbar. So zieht er ungefähr fünf Freiwürfe pro Spiel.

Der Kalifornier (in San José geboren) profitiert von seiner Sprungkraft auch beim Rebouding. Er gilt als einer der besten Leute am Brett und stellt seine Gegenspieler beim Ausboxen an beiden Enden des Feldes vor eine schwere Herausforderung. Knapp 7,5 „Boards“ greift sich der U19-Weltmeister im Schnitt pro Partie.

Im Gegensatz zu anderen Spielern auf seiner Position verfügt Gordon eine überragende Ausdauer und kann so auch gut und gerne in mehreren Spielen hintereinander viele Minuten auf der Platte stehen. In der High School kam es nicht selten vor, dass der Forward die komplette Spielzeit auf dem Feld stand. Auch am College sind es immerhin über 30 Minuten, was für NCAA-Verhältnisse schon relativ viel ist.

Obwohl „AG“ erst 18 Jahre alt ist, ist sein Basketball-IQ bereits sehr ausgereift und er versteht es, seine Stärken gut einzusetzen und seine Schwächen im Spiel zu vermeiden. Der MVP des „McDonald’s All-American Games“ verteilt starke 1,4 Assists; hat vor der Saison akribisch an seinem Ballhandling gefeilt (was aber immer noch keine besondere Stärke seines Spiels ist); er verliert nur 1,5mal pro Spiel den Ball und verursacht in der Defense nur 1,7 Fouls.

Schwächen:

Wie bei vielen solcher überathletischen Spielern ist es auch bei Aaron Gordon so, dass sein Jumpshot – milde ausgedrückt – sehr ausbaufähig ist. Sein Jumper existiert praktisch gar nicht und auch seine Mechanics sind nicht immer konstant. Zwar versteht Gordon es, seine Schwächen im Spiel zu vermeiden, aber 1,2 genommene Dreier (knapp 30% Trefferquote) zeugen dann schon von ein wenig Übermut.

Denn bevor AG sich an die Dreier macht, sollte er lieber mal Freiwürfe trainieren: gerade einmal 45% seiner „Freebies“ finden den Weg durchs Netz. Ein extrem bescheidener Wert… Es ist auch ein wenig tragisch, da es der 18-jährige ja versteht, Kontakt zu suchen und dementsprechend oft an die Linie geschickt wird.

Ein weiteres Manko ist sein Foot Work. Zwar ist zweimalige „California Mr. Basketball“ ein passabler Post-Spieler, aber das Spiel mit dem Rücken zum Korb setzt er oft nur gegen kleinere Spieler ein, wenn er eigentlich nur ein wenig hochspringen muss, um einen fast komplett offenen Wurf zu bekommen. So kommt es auch nicht gerade selten vor, dass Gordon den Ball wegen eines Schrittfehlers verliert.

Während viele Spieler in der Draftclass 2014 mit einer exzellenten Spannweite überzeugen können, ist beim 2,06m-Mann das Gegenteil der Fall: gerade einmal 2,12m beträgt die Länge seines Armes. Was für uns zwar ziemlich viel erscheint, ist für einen 2,06m-Mann, der auf NBA-Niveau performen will, zu wenig. Das macht sich auch bei Steals und Blocks, wofür man im Normalfall neben gutem Timing auch eine gewisse Länge benötigt, deutlich: nur 0,6 Steals und 0,9 Blocks verbucht der gebürtige Kalifornier im Schnitt.

Lange galt Gordon auch als Tweener, doch weil er über den Sommer nochmal ein Inch (rund 2-3cm) gewachsen ist, ist seine Größe mittlerweile in Ordnung, um dauerhaft als Power Forward zu spielen. Als Small Forward wird er in der NBA wohl keine Chance haben, denn dafür ist sein Wurf einfach viel zu schwach.

Jetzt mitdiskutieren Anmelden oder Registrieren
Basketball.de - Footer-Icon
entwickelt von Markenwirt, Werbeagentur Bamberg
Copyright 1998-2016 BASKETBALL.de. Alle Rechte vorbehalten. Für den Sport!

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklärst Du Dich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.