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Heidelberg befördert Rockets aus den Playoff-Rängen

05.02.2017 || 14:10 Uhr von:
Dank eines furiosen Schlussviertels besiegen die MLP Academics Heidelberg die Oettinger Rockets Gotha mit 98:86 und befördern diese erstmals aus den Playoff-Rängen.

Wiederum liegen turbulente Tage hinter den Oettinger Rockets: Nach dem Trainerwechsel zu Beginn der Woche, wobei das Duo Ivan Pavic und Florian Gut auf Chris Ensminger und Steve Esterkamp folgten, konnte man zu dem am Mittwochabend die Verpflichtung von David Hicks III verkünden. Hicks stand nach Aussage von Trainer Pavic, direkt aus dem Flugzeug kommend, bisher nur einmal mit seinen neuen Kollegen auf dem Trainingsplatz.

Der Trainerwechsel, der im Umfeld und bei den Fans der Rockets auch viele kritische Stimmen nach sich zog, war das Thema Nummer eins in der gut gefüllten Erfurter Messehalle. Wie schnell kann das neue Trainerteam seine Philosophie auf das Parkett bringen? Viel Zeit bleibt ihnen nicht, denn das Ziel Playoffs darf wohl keinesfalls verfehlt werden.

Rockets starten vielversprechend

Im ersten Viertel präsentierten sich die Rockets sehr aggressiv und variabel sowohl in der Offense als auch in der Defense. Besonders auffällig war besonders direkt mit seiner Einwechslung der Neuzugang David Hicks III, der bei einer Spielzeit von 4:13 Minuten sofort traf und insgesamt sieben Punkte besteuerte. Doch auch die MLP Academics hatten, angeführt von einem starken Vance Hall, in der Offense einen guten Start, sodass dieses Viertel sehr punktereich mit 26:22 für die Hausherren endete.

Auch das zweite Viertel bot ein attraktives Spiel, in dem die Oettinger Rockets aber bessere Mittel in der Defense fanden und eine solide Leistung der Offense zeigten. Folgerichtig konnte man das Viertel mit 20:17 trotz eines Leistungsabfalls zum Ende ebenfalls für sich entscheiden und ging somit einem Vorsprung von sieben Punkten in die Halbzeit.

Academics mit perfektem Schlussviertel

Das dritte Viertel konnten die Heidelberger nutzen, um den Rückstand aufzuholen und bis auf einen Punkt an die Rockets heranzukommen, obwohl diese ihren Vorsprung zwischenzeitlich sogar auf zehn Zähler ausbauen konnten. Die Thüringer konnten diese Gelegenheit allerdings nicht nutzen, um wegzuziehen.

Bis zur Mitte des Schlussviertels war die Partie weiter ausgeglichen, bis Kovacevic und Thompson unmittelbar hintereinander zwei Dreier trafen und die Heidelberger mit 84:79 in Führung brachten. Die Rockets fanden bis zum Spielende nun keine Mittel mehr, diesen Rückstand wieder zu egalisieren, und mussten erneut eine Heimniederlage in Kauf nehmen.

Am Ende war für den Spielausgang maßgeblich, dass die Rockets in der Verteidigung zwar variabler waren, aber in der Kürze der Zeit, die Vorgaben der neuen Coaches nicht im gewünschten Maße umsetzen konnten. Dazu kamen viele unnötige und nicht angebrachte Fouls, welche die Heidelberger perfekt nutzten, um daraus Punkte zu erzielen. Zudem traf die Oettinger Rockets das zweite Unsportliche Foul von Hicks, der bis dahin der beste Akteur der Rockets war und das frühe vierte Foul von Mitchell am Ende des dritten Viertels sehr. Mit großen Respekt muss man die Leistung der Gäste aus Heidelberg im Schlussviertel bewerten, denn dies lief mit 32 Punkten fast perfekt.

Raus aus den Playoff-Rängen

Die Oettinger Rockets bescherten den Heidelbergern in der gesamten Partie allein 38 Freiwürfe, die diese mit 84% sehr gut nutzen konnten. Eine Feldwurfquote von 63% (69% im Zweipunktebereich) der MLP Academics konnte das Heimteam ebenfalls nicht verhindern. Im Gegenzug konnte man selbst insbesondere im Dreierbereich mit einer Quote von 33% (7/21) und einer Feldwurfquote von 46% (6/13) nicht überzeugen.

Für die Rockets, die nun erstmals die Playoff-Ränge verlassen müssen, geht es im kommenden Heimspiel gegen Hanau bereits in die entscheidende Phase. Bis dahin haben Pavic und Gut nun etwas mehr als zehn Tage Zeit, um der Mannschaft ihre Philosphie nahe zu bringen. Die soll mit intensiven Trainingseinheiten und zwei Testspielen unter Ausschluss der Öffentlichkeit geschehen.

Die Heidelberger um Coach Ignjatovic dagegen haben einen weiteren großen Schritt in Richtung Playoffs getan und befinden sich aktuell auf Rang fünf.

Pavic: „Die Mannschaft ist verunsichert“

Jeder, der erwartet hat, dass es die Mannschaft das einfach weggesteckt, kennt den Profisport nicht und kennt ein Mannschaftsgefühl und -gefüge nicht. Wir haben mit hoher Intensität bis Mitte des zweiten Viertels begonnen, haben bis dahin sehr ordentlich, konzentriert und vor allem aggressiv gespielt. Zum Ende der ersten Halbzeit ist uns ein bisschen die Kraft ausgegangen und in der zweiten Halbzeit haben wir es einfach nicht mehr geschafft, eine ordentliche Teamdefense zu spielen. Wenn eine Mannschaft in der zweiten Halbzeit 60 Punkte macht, dann braucht man über nichts anderes reden.

Ich glaube, dass die Mannschaft sehr verunsichert ist und wenn man so eine Trefferquote vor allem im Zweierbereich und nah am Korb zulässt, dann wird es immer schwierig, ein Spiel zu gewinnen. Wenn du zuhause 98 Punkte zulässt, dann wirst Du nur in den seltensten Fällen das Spiel gewinnen. Ich denke, dass die Mannschaft gewillt ist, aber wir müssen eine gewisse Struktur in die Verteidigung bringen, um erfolgreich zu sein. (Ivan Pavic, Head Coach der Oettinger Rockets)

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