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Chemnitz gelingt wichtiger Schritt in Richtung Heimrecht

19.03.2017 || 12:07 Uhr von:
Die NINERS starten im letzten Viertel eine furiose Aufholjagd und machen so einen großen Schritt in Richtung Playoff-Heimrecht. Heidelberg war lange in Front, konnte aber dennoch nichts Zählbares aus Sachsen entführen.

ERSTE HÄLFTE GEHT AN DIE GÄSTE

Die NINERS wollten sofort zeigen, wer als Sieger vom Feld geht. So wurde von Beginn an das Brett attackiert, um schnell in Führung zu gehen. Doch das Blatt wendete sich schnell. Durch das schnelle Doppeln und der guten Helpside-Defensive kamen die Sachsen schnell aus dem Tritt. Und nun legte auch die Offensive der Heidelberger zu. Vor allem Center Phillipp Heyden ackerte viel unterm Korb und verschaffte so seinen Teamkameraden den nötigen Platz zum Punkten. Hauptprofiteur war Vance Hall, der so die Führung immer weiter ausbauen konnte. Bei den NINERS lief hingegen wenig zusammen.

Foto: Peter Zschage

In der Defensive gab es immer wieder eklatante Lücken und zu große Abstände in der Mann-Mann-Verteidigung, so dass unter anderem der wiedergenesene Shyron Ely nach langer Verletzungspause gleich seinen ersten Wurf aus dem Dreipunkte-Land traf. Außerdem leisteten sich die Sachsen in der Offensiv sehr viele kleinere Fehler, die ihnen das Leben immer wieder erschwerten. Doch wirklich Profit konnten die MLP Academics aus Heidelberg daraus nicht schlagen, was auch an der eigenen Fehlerquote lag. Dennoch ging die Mannschaft von Branislav Ignjatovic verdient mit 37:31 zum Pausentee.

 

HUSTLE-PLAY GIBT DAS SIGNAL ZUR WENDE

Die Zuschauer in der Hartmann-Hölle waren hingegen gespannt, ob Chemnitz‘ Coach Rodrigo Pastore wieder die magischen Worte in der Halbzeitpause finden würde. Allerdings war dies an diesem Tag nicht ganz der Fall. Zwar stand die Defensive nun wesentlich besser und agierte aggressiver, doch die Gäste trafen drei wichtige Würfe kurz vor Ablauf der Shotclock. Diese ließen nicht nur das Punktekonto, sondern auch das Selbstvertrauen wachsen. So rieben sich die meisten Zuschauer verdutzt die Augen, denn die Heidelberger scorten nun durch Vance Hall und Hrvoje Kovacevic fleißig weiter und erreichten so zwei Minuten vor Ende des dritten Viertels eine zweistellige Führung.

Doch die NINERS gaben sich nicht auf: Vor allem als Center Martin Seiferth kurz vor dem Viertelende mit einem Monsterblock und dem anschließenden Hustle-Play den Ball rettete und auch noch den Fastbreak zum Layup für Craig Bradshaw einleitete, war der Glaube wieder zurück. Und auch die Hartmann-Hölle explodierte nun und trieb die Mannschaft immer weiter an – mit Erfolg.

Es wurden die so wichtigen Stopps in der Defensive geniert und daraus auch der Offensiv-Lauf eingeleitet. Chemnitz kämpfte sich immer weiter heran und übernahm nun folgerichtig auch wieder die langersehnte Führung. Mit jener gab es auch gleichzeitig kein Halten mehr auf den Rängen und der Lautstärkepegel wuchs ins Unermessliche. Dermaßen beflügelt von diesem Run spielten sich die Hausherren in einen wahren Basketballrausch. Vor allem der stark agierende Chris Carter und der frisch gekrönte „Spieler des Monats der Pro A“, Joe Lawson, waren die Hauptprotagonisten. Nach vierzig gespielten Minuten stand es am Ende auch hochverdient 79:67 für die NINERS. Damit machten die Chemnitzer auch einen großen Schritt in Richtung des Heimrechts für die Playoffs.

Stimmen zum Spiel

Malte Ziegenhagen und Shyron Ely
Foto: Peter Zschage

basketball.de: „Hi Chris, war das Hustle-Play von Martin Seiferth das Signal zur Wende?“

Chris Carter: „Ja, als erstes sein Block und dann die Rettungsaktion mit dem anschließenden Punkten haben uns richtig wachgerüttelt. Wir haben wieder an uns geglaubt. Diese Situation hat uns unglaublich gepusht. Dazu fiel es uns nun auch wesentlich leichter, die Halbzeit-Vorgaben von unserem Coach umzusetzen. Wir sollten aggressiver beim Ausboxen sein und uns so den eigenen Rebound holen und auch in der Offensive weiter attackieren. Dadurch haben wir unseren eigene Offensivlauf kreiert und gleichzeitig wurde der Korb für die Heidelberger immer kleiner und kleiner.“

„War dieser Sieg schon die Vorentscheidung im Kampf um das Heimrecht?“

„Der Sieg war absolut wichtig, doch wir haben nun noch eine kurze Woche zur Vorbereitung auf das schwere Auswärtsspiel in Nürnberg. Generell wollen wir die restlichen Spiele gewinnen, um uns die bestmögliche Ausgangsposition in den Playoffs zu sichern.“

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