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Heidelberg zieht mit Crunchtime-Sieg an Köln vorbei

01.02.2018 || 14:48 Uhr von:
Eric James Palm, MLP Academics Heidelberg
Die MLP Academics Heidelberg sichern sich einen wichtigen Auswärtssieg im Kampf um das Heimrecht in den Playoffs. Beim direkten Konkurrenten RheinStars Köln setzten sich die Kurpfälzer mit 68:70 durch.

Es war ein ungewöhnlicher Start für ein Spiel mit Beteiligung der Kölner. Zwei Wochen vor Aschermittwoch begannen beide Teams im Eiltempo. Nach etwas mehr als drei Minuten hatten sie schon jeweils elf Punkte erzielt. Mit 73,1 Punkten für Köln und 74 Punkten pro Spiel für Heidelberg liegen beide Mannschaften in der unteren Hälfte dieser Statistik. Academics-Center Martin Seiferth hatte in dieser Phase einen Lauf und ging mit 7 Punkten und ohne Fehlwurf nach knapp sechs Minuten auf die Bank. Während der anfängliche Rhythmus verloren ging, erlangte Heidelberg optisch Kontrolle über die Partie. Im Ergebnis nach dem ersten Viertel drückte sie sich allerdings nur mit einem 19:21 aus.

Auf den Blitzsstart folgt das Kölner Spiel

Diesen knappen Vorsprung hielten die Gäste auch im zweiten Abschnitt aufrecht. Erst nach der Hälfte des Viertels übernahm Köln das Spiel etwas und ging durch den ersten RheinStars-Dreier der Partie von Kavin Gilder-Tilbury wieder in Führung. Die 1838 Zuschauer in der Lanxess Arena sahen weiterhin einige Fehler auf beiden Seiten, vor allem in der Ballbehandlung unterlief den Akteuren das ein oder andere Missgeschick. Der ProA-Vierte und -Fünfte schenkten sich nichts und so gingen die Gastgeber mit einer knappen 40:39-Führung in die Halbzeit.

Die Rheinländer erwischten auch den besseren Start in den zweiten Durchgang. Einen Heidelberger Ballverlust nutzte Keith Ramsey aus und legte zum 47:43 ein, einer der höheren Führungen in diesem Spiel. Doch die Big Men der Heidelberger, Martin Seiferth und Evan McGaughey, übernahmen in der Folge die Partie und leiteten einen 12:2-Lauf ein. Diesen durchbrach wiederrum Kölns Neuzugang Ante Gospic. Sein Korbleger war der Beginn von neun unbeantworteten Punkte der RheinStars. In dieser Phase zeigte das Team von Denis Wucherer seine defensive Klasse und zwang die Gäste zu fünf Ballverlusten in Serie.

Köln zu fehlerreich im Schlussviertel

Der erste Korb des Schlussviertels durch Jesse Morgan markierte das 58:55 und zugleich das Ende des Kölner Laufes. Von nun an gestaltete sich das Spitzenspiel ausgeglichen, jedoch nur noch selten wie ein Spitzenspiel. Viele Würfe gingen daneben und die Systeme klappten nicht wie geplant. 3:34 Minuten vor dem Ende erzielte EJ Palm mit einem Layup den 66:66-Ausgleich, dem sein 23-jähriger Guard-Kollege Niklas Würzner eine halbe Minute später auf dieselbe Weise die Führung folgen ließ. Matt Vests Ausgleich im direkten Gegenzug war das letzte offensive Zeichen, das Köln setzen konnte.

RheinStars Köln in der Lanxess Arena

Während sich Palm an die Freiwurflinie arbeitete und dort die Einpunkteführung holte, verzettelte sich der Gastgeber in der Offensive. Die Kölner trafen schlechte Entscheidungen, fanden den offenen Mitspieler nicht und ließen Bewegung in ihren Systemen vermissen. So konnte Shy Ely 5,8 Sekunden vor dem Ende von der Linie zum 68:70-Endstand treffen. Da sein zweiter Freiwurf das Ziel verfehlte, mussten die RheinStars aus dem Einwurf das Feld überbrücken. Besnik Bekteshi fand aber weder den freien Max DiLeo noch einen eigenen Abschluss. Mit einer schwachen Leistung in der Crunchtime rutscht Köln nun vom heimrechtgebenden vierten Platz einen Rang nach hinten und lässt die Gäste passieren.

Palm zufrieden, Wucherer verärgert

„Es war ein hart umkämpftes Spiel. Köln hat die beste Defense der Liga, sie spielen sehr physisch. Am Ende war es sehr schlampig von beiden Teams, aber wir gingen als Sieger vom Feld, da wir ein paar Bigplays gemacht haben. In der Arena ist es sehr schwer von außen zu werfen, daher wollten wir aggressiv bleiben. Mit den beiden wichtigen Layups am Ende haben wir das geschafft oder sind an die Freiwurflinie gekommen. Das war der Schlüssel, warum wir das Spiel in der Crunchtime gewonnen haben“, sagte Heidelbergs Guard EJ Palm nach der Partie.

Sein ehemaliger Trainer, Denis Wucherer war nicht so zufrieden: „Es war eine enge Geschichte, wie man erwarten kann, wenn der Vierte gegen den Fünften spielt. Wir haben in der ersten Halbzeit die Dreier und in der zweiten Halbzeit die Layups nicht getroffen. Dazu die ganzen Fouls beim Dreier, das sind natürlich Dinge die weh tun und es schwer machen das Spiel zu gewinnen. Die Art und Weise, wie wir auch individuell Fehler machen im letzten Viertel tut weh. Teilweise sind da ein oder zwei Jungs das angesagte Play nicht gelaufen. Auch in der Verteidigung haben wir da plötzlich zwei offene Drives zugelassen. Wir müssen jetzt gucken, dass wir von den 12 fitten Spielern fünf finden, die funktionieren und in der Rotation so sinnvoll sind, dass wir vernünftige Lineups auf dem Feld haben.“

Direkte Konkurrenten um den vierten Platz

Für Heidelberg geht die Saison mit dem nächsten Topspiel weiter, am Sonntag werden die Crailsheim Merlins im Olympia-Zentrum vorstellig. Für die RheinStars wäre eine erwartbare Niederlage der Heidelberger also die perfekte Chance, wieder auf den zweiten Platz vorzurücken. Sie empfangen am kommenden Montag die HEBEISEN WHITE WINGS Hanau ehe es am Karnevalssamstag zu den Kirchheim Knights geht. Mit neun Siegen ist Hanau ein Verfolger der Playoff-Plätze, Kirchheim belegt mit einem Erfolg mehr einen solchen.

Denis Wucherer RheinStars Köln

Zehn Spieltage vor Hauptrundenende kämpfen aktuell noch acht Teams um drei Playoff-Plätze. Die ersten fünf Vechta, Crailsheim, Karlsruhe, Heidelberg und Köln sind zwar rechnerisch noch nicht sicher, aber sollten so stark sein, um in der Postseason dabei zu sein. Mit zwei Siegen Vorsprung haben sich die Karlsruher dagegen im Kampf um den dritten Platz ein kleines Polster verschafft. Nach aktueller Ausgangslage könnte sich also zwischen Heidelberg und Köln ein Kampf um das Heimrecht im Viertelfinale anbahnen. Die punktgleichen Teams agieren bisher beide mit guten und schwachen Auftritten. Mit fünf Spielen im Februar könnten die Kölner allerdings etwas Rhythmus finden und so ihr Potential im Kader besser ausspielen. Sowohl das Hinspiel als auch das Rückspiel waren enge Spiele, eine Playoff-Serie zwischen beiden Teams könnte also Spannung versprechen.

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