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Germany’s Reality Check 2013

23.07.2013 || 02:00 Uhr von:
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Zum neunten Mal trafen auf dem drittgrößten Streetball-Turnier der Welt in Köln 16 Teams aufeinander, um den aktuellen Champion auszuspielen. Den Titel des Germany‘s Reality Check 2013 krallten sich dieses Jahr die Stuttgarter.

Die Uhren in der Abenteuerhalle in Köln zeigten am Sonntagabend bereits 21:22 Uhr an, als die Spieler vom Team Stuttgart mit einem breiten Grinsen im Gesicht die Siegertrophäe des Germany’s Reality Check 2013 in die Luft reckten. In einem hochwertigen Finale hatten MVP Al Elliott und seine Stuttgarter kurz zuvor durch eine geschlossene Mannschaftsleistung das Team aus den Niederlanden mit 35:32 niedergerungen. Nachdem die Schwaben im Vorjahresfinale noch gegen die „Kings of Kongo“ eine hohe Halbzeitführung verspielten, gab sich der „GRC Champion 2013“ diesmal keine Blöße. Die 23:18-Halbzeitführung konnte dank starker Defense und physischen Einsatzes souverän verteidigt werden. Die Niederländer kamen am Ende noch einmal auf drei Zähler ran, trotzdem reichte es für den in Holland traditionellen zweiten Platz. Die Stuttgarter konnten hingegen ausgelassen den langersehnten Titel feiern. Dabei standen die Schwaben in den beiden Vorrundenspielen sogar zweimal kurz vor dem Aus.

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Im Achtelfinale kam dem Team vom Neckar der Umstand zu Gute, dass das vom BBL-Profi Jone Pedro Lopez (TBB Trier) angeführte Team aus Aachen scheinbar im Vorfeld die Freiwurfqualitäten von Andris Biedrins verinnerlichte. Das Team aus der Eifel verballerte nahezu jeden Freiwurf und schlug sich letztendlich selbst. Das anschließende Halbfinale war an Dramatik nicht zu überbieten und gleichzeitig beste Werbung für den GRC: In einem nervenaufreibenden Match setzte sich Stuttgart nach zweifacher Verlängerung mit 50:47 gegen die Vertreter aus Belgien durch. Über den gesamten Turnierverlauf betrachtet waren die Stuttgarter ein würdiger Champion, der Triumph der Schwaben war der perfekte Abschluss eines unterhaltsamen Wochenendes.

Gastgeber Jon Mbimba Mavinga hatte für den Erfolg der Professionell Streetball Competition wieder einmal beste Voraussetzungen geschaffen: Zum neunten Mal lud der Organisator des GRC zum größten Streetballturnier des Landes in die Abenteuerhallen Köln – und viele folgten seinem Ruf. Insgesamt sechzehn Mannschaften – gespickt mit Voll und Halb-Profis – standen sich im gewohnten Do-or-Die-Modus gegenüber und spielten über zwei Tage das beste Team aus.

Die Teams aus Paris, Lille, dem Kongo sowie den Niederlanden und Belgien verliehen dem Event internationales Flair. Paris war unter anderem mit einigen Spielern aus dem französischen Profibasketball angereist, die für etliche Highlights sorgten. Umso enttäuschender war es, dass den athletischen Teams aus Frankreich sowie dem Vorjahressieger aus dem Kongo im Halbfinale die Nerven versagten und sie dort die Segel streichen mussten. Insgesamt bekamen die Zuschauer hochklassigen Basketball und herausragende Spieler zu sehen. Gerade deshalb war es besonders schade, dass der Funken nicht so recht auf den Zuschauer überspringen wollte. Das bunt gemischte Publikum verhielt sich weitestgehend reserviert und kam selten aus sich heraus.

Dass dies nicht primär an fehlenden alkoholischen Getränken an den Verkaufsständen lag, bewiesen die Zuschauer während des Slam Dunk Contests am Sonntag. Dort verzückten u.a. Titelverteidiger Justin „Jus‘ Fly“ Darlington, Salu Tadi und Guy Dupuy die Zuschauer mit spektakulären Dunkings und sorgten für ordentlich Stimmung auf den Rängen. Besonders Justin Darlington sorgte in der Vorrunde mit zwei atemberaubenden Dunks über Jone Pedro Lopez für allgemeine Begeisterung. Im Finale „verstopfte“ der Champion von 2012 aber all seine Versuche und musste sich am Ende Guy Dupuy geschlagen geben. Der Franzose legte aber nicht nur krachende Dunks aufs Parkett, sondern stieß einigen Zuschauern durch seine leicht arrogante Art negativ auf. Schlussendlich standen die Leistungen des weltbesten Dunkers aber im Vordergrund, das Publikum honorierte die Performance Dupuys und kürte den Franzosen zum Slam Dunk Champion 2013.

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Neben den Main Events wurden auch die Zuschauer ins Programm eingebunden: So kämpften im Dreipunktewettbewerb sechs Freiwillige um die Krone des besten Shooters. Beim Dance Contest suchte sich Organisator Jon Mbimba seine Opfer höchstpersönlich aus; die teils abstrusen Tanzeinlagen sorgten für heiteres Gelächter. Auch das spektakuläre Match zweier Show-Teams sorgte für Entertainment vom Feinsten. Trotzdem sollte der Zuschauer für die leicht überteuerten Eintrittspreise etwas mehr erwarten dürfen. Hatten die Spiele an sich ein sehr hohes Niveau, mangelte es rund um das Event an einigen Ecken: Ein Programmaushang wäre ebenso wünschenswert gewesen wie eine bessere Akustik, ausreichend Mülleimer und eine breitere Getränkekarte. Im Halbfinale patzten zudem auch die Verantwortlichen der Anzeigetafel, als ein Punkt der Niederländer einfach vergessen wurde und auch nach Protesten der Zuschauer während der Halbzeit nicht mehr korrigiert wurde. Insgesamt betrachtet war der GRC 2013 jedoch ein voller Erfolg und eine Veranstaltung, zu der man gerne wiederkommt.

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Gerne wiederkommen wird sicherlich auch Hollands Guard Stefan Mulder, der zwar als Schütze glänzte, sich aber bei den offensichtlichen Versuchen, der Schiedsrichterin schöne Augen zu machen, augenscheinlich die Zähne ausbiss. Ob es nächstes Jahr mit einem Titel für Oranje klappt, steht noch in den Sternen. Allerdings ist es der ausdrückliche Wunsch von Jon Mbimba, im nächsten jahr auch Damenteams gegeneinander antreten zu lassen. Der GRC 2014 wird daher so oder so für den Niederländer einen weiteren Besuch wert sein.

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ca$hmoney
ca$hmoney 24. Juli 2013 um 23:19 Uhr

Überteuert?
Hab am Sonntag 13 Euro Eintritt bezahlt, für nen 7 stündigen Event bzw. 7 d-o-d games + showgame, guter Musik(wenn man Hip hop mag) und nem guten Dunk Contest ist das vollkommen im grünen Bereich.
Ab dem Halbfinale haben Burger, Hotdogs und Fritten auch nur 1 Wertmarke bzw. 1 Euro gekostet.
Letztes Jahr war die crowd lauter bzw. leidenschaftlicher dabei, muss ich zugeben, am fehlenden Bier muss das nicht liegen…
Glückwunsch an das Team aus Stuttgart. Die Jungs haben guten Ball gespielt.
Schade fand ich, dass die Kongo Kings mit der Mini Mamba im Halbfinale gescheitert sind. Hoffentlich kommen die Jungs nächstes Jahr wieder.
Bad luck für Justin Darlington im Dunk Finale, nachdem ich ihm letztes Jahr die Daumen gedrückt hab und als Dunker lieb gewonnen hab, hat’s dieses Jahr nicht sollen sein. Hat meinen positiven Ersteindruck wieder bestätigt, ein sehr sympathischer Typ und ein Springer vor dem Herrn. Was sind denn schon 2,10m?… 😉
http://www.youtube.com/watch?v=ebeJVX0d-Ns
Bin nächstes Jahr wieder am Start.
Keep ballin‘

eightch
eightch 29. Juli 2013 um 13:10 Uhr

absolut geile sache – auch wenn das logo auf den zweiten blick eher an einen scherenschnitt von glöökler mit federboa auf dem kopf erinnert 😉

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