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Verletzter Loncar wirft Würzburg zum Traumstart

08.10.2017 || 18:40 Uhr von:

s.Oliver Würzburg hat trotz einer schwachen ersten Halbzeit die weiße Weste in der easyCredit BBL bewahrt und den dritten Sieg im dritten Spiel eingefahren. Zu Hause bezwangen die Unterfranken die Eisbären Bremerhaven mit 74:64. Der Held des Tages war ohne Zweifel Kresimir Loncar. Der Center verdrehte sich bereits in der dritten Spielminute das Knie, kehrte aber in der zweiten Halbzeit wieder aufs Parkett zurück und führte sein Team mit 16 Punkten im vierten Viertel zum Erfolg (insgesamt 20 Pkt bei 9/10 FG in 19 Min). Head Coach Dirk Bauermann lobte Loncar nach der Partie in den höchsten Tönen: „Die Qualität, die er angeboten hat, war schon unglaublich. Wir können sehr stolz auf Kresimir sein, das war vorbildlich.“

Schlechter Start für Würzburg

Zunächst sah es allerdings nicht nach einem versöhnlichen Ende für die Würzburger aus. Bremerhaven führte von Beginn an, was vor allem an David Brembly lag, der ein starkes Spiel machte (15 Pkt, 9 Reb). Würzburg traf in der ersten Halbzeit nur 18 Prozent aus dem Zwei-Punkte-Bereich (4/22 2P) – eine erschreckend schwache Quote.

Bauermann nannte nach dem Spiel eine Erklärung für die schwache Offense im ersten Durchgang: „Wir haben am Anfang das Spiel falsch gespielt. Wir haben damit angefangen, von außen zu ballern. Die ersten vier Würfe waren alle Dreier, davon ging keiner rein. Das verunsichert dich dann. Das ist unklug gewesen. Man spielt immer von innen nach außen.“

Doch auch die Verteidigung der Eisbären war ein Grund für den stockenden Angriff der Gastgeber. „Bremerhaven hat mit unglaublicher Energie verteidigt. Sie haben das Pick-and-Roll so gespielt, dass sie – wenn überhaupt – nur sehr kurz gegen unseren Ballbesitzer geholfen haben, aber dann bei Spielern wie [Robin] Benzing oder Loncar geblieben sind, um ihnen keine Lücken oder freie Dreier zu ermöglichen. Und dann musst du natürlich zum Korb ziehen. Wenn sie dann teilweise mit zwei oder drei athletischen Leuten angeflogen kamen, waren wir ein bisschen naiv und haben den Ball einfach mit einem Fuß kurz hochgeworfen. Das geht nicht, da musst du von beiden Füßen stabil Kontakt aufnehmen und finishen. Das haben wir nicht gut hinbekommen.“

Mit Loncar kommt die Wende

In der zweiten Halbzeit machte der Gastgeber dann vieles besser. Zudem sorgte Loncars Rückkehr für eine Initialzündung. Als der Center Mitte des dritten Viertels eingewechselt wurde, führte Bremerhaven noch mit 42:32. „Man hat schon gemerkt, dass als er reinkam eine andere Präsenz da war. Diese Hektik war weg. Er hat ganz wichtige Würfe getroffen. Und es war auch das Signal, dass wir eine Mannschaft sind, die um fast jeden Preis gewinnen will“, stellte Bauermann fest und setzte seine Lobesrede über Loncar fort: „Wenn ich meine Gesundheit ein bisschen aufs Spiel setze, indem ich mich spritzen lasse und dann zurückkehre – und das in dem Alter mit dem vorgeschädigten Knie, wie wir alle wissen – das ist schon ein besonderes Signal und das hat dann auch eine Wirkung bei der Mannschaft gehabt.“

Über den gesundheitlichen Zustand von Loncar gibt es indes noch keine Information. „Das wissen wir noch nicht. Heute machen wir noch ein MRT. Wir müssen natürlich jetzt alles tun, um auszuschließen, dass es da ein strukturelles Problem gibt. Und dann hoffen wir, dass er nächste Woche wieder spielen kann. Aber im Moment ist es viel zu früh zu sagen, weil er sicher ein paar Tage brauchen wird“, verrät Bauermann.

Als nächstes warten die Bayern

Nächste Woche ist ein gutes Stichwort, denn am Freitag reist Würzburg zum Topspiel nach München. Ob die Unterfranken dort bestehen können? „Also vom Grundsatz nicht“, gibt Bauermann zu. „Vom Grundsatz sind die Bayern im Moment klar in einer anderen Liga als fast alle anderen. Dass sie nicht unschlagbar sind, hat das Spiel in Göttingen gezeigt, da war es ganz knapp. Zusätzlich spielen sie Mittwoch in der Türkei [bei Galatasaray Istanbul]. Insofern ist das Timing nicht ganz schlecht. Wir fahren natürlich auch mit breiter Brust dahin und trauen uns was zu, aber dass die Bayern haushoher Favorit sind, gerade im Audi Dome, ist überhaupt keine Frage. Mal schauen, ob wir sie ein bisschen ärgern können.“

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