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Gießen startet mit Comeback-Sieg in die Rückrunde

11.01.2018 || 06:02 Uhr von:
John Bryant, (C) Jonathan Schmidt
Erfolgreicher Auftakt in die Rückrunde für die GIESSEN 46ers. Die Hessen schlugen in einer vorgezogenen Begegnung des 22. Spieltags Braunschweig nach zwei grundverschiedenen Halbzeiten.

Braunschweig und Eatherton sofort im Spiel

Für die Gäste begann das Spiel mit einer heißen Hand von jenseits der Dreipunktelinie. Von dort verwandelten sie ihre ersten drei Versuche und gingen schnell 4:11 in Führung. Die Niedersachsen nahmen so die von Gießens Trainer Ingo Freyer geforderte Intensität der Gastgeber aus dem Spiel und bauten ihre Führung weiter aus. Vor allem das Duo Scott Eatherton und Lars Lagerpusch dominierte die Zone an beiden Enden des Feldes. Zwei Dreier von Lokalmatador Benjamin Lischka und fünf Punkte von Point Guard Dee Davis sorgten zum Ende des Viertels für einen aus Gießener Sicht erträglichen Rückstand von 15:24.

Doch auch im zweiten Viertel dominierte Braunschweigs Allstar Eatherton zunächst die Partie. Als der Center von der Dreierlinie zum 17:33 traf, markierte er damit seine Punkte 13, 14 und 15. In der Folge konnte sein Gegenüber John Bryant zwar drei Körbe aus drei Angriffen verzeichnen, näher kamen seine 46ers aber in dieser Phase nicht. Nach einer Flaute von drei Minuten ohne Punkte erreichten die Gäste beim 27:45 die höchste Führung des Abends. Doch während Gießen am Samstag gegen Würzburg vor der Pause noch eine kurze Schwächphase hatte, holte die Freyer-Truppe diesmal in den letzten 1:35 Minuten acht Punkte Rückstand auf und ging mit 36:46 in die Halbzeit.

Ein Gießener Lauf bringt die Wende

Zu Beginn des zweiten Durchgangs fand fast jeder Wurf der Gastgeber sein Ziel, die Braunschweiger konterten aber jeden Gießener Korb und blieben nach vier Minuten weiterhin zweistellig in Führung. Die 46ers ließen sich davon allerdings nicht beirren und spielten weiter bissig. Nach einem Steal von Jahenns Manigat erzielten sie fünf Punkte in Folge und ließen sich auch von einer Auszeit nicht an der Aufholjagd hindern. Aus dem zwischenzeitlichen 44:54 machten die Lahnstädter innerhalb von sechseinhalb Minuten das 67:60.

Allerdings reichte der Dreier von Mauricio Marin zum 67:60 als erster Korb des Schlussviertels nicht, um das Momentum aufrechtzuerhalten. Braunschweig biss sich bei einem kleinen Rückstand fest. Die Gießener machten wieder mehr Fehler und gestatteten es den Braunschweigern, immer wieder näher zu kommen oder zerstörten sich selbst die Chance weiter wegzuziehen. So entwickelte sich eine hochspannende Schlussphase, die DeAndre Lansdowne mit seinem Dreier zum 75:75 endgültig einleitete.

Doch das Spiel sollte mit nur einem Führungswechsel und diesem einen Gleichstand zu Ende gehen. Lischka bescherte den 46ers mit seinem Drang zum Korb die wichtigen Punkte. Nachdem Bryant einen Freiwurf vergab, hatte Zygimantas Janavicius weit offen an der Dreierlinie die Chance, 36 Sekunden vor dem Ende die erneute Löwen-Führung zu erzielen, doch der Litauer vergab. Lischka erzielte auf der Gegenseite einen Korbleger mit Foul und sicherte so den neunten Saisonsieg der 46ers.

Ähnliche Statistiken, andere Starting Five

Beim 84:79-Erfolg Gießens stachen wie beim Hinspiel vor gut einem Monat die beiden Center heraus. John Bryant kam auf 19 Punkte, 13 Rebounds, 4 Assists und 3 Blocks. Scott Eatherton stand dem ehemaligen Liga-MVP mit 30 Punkten, 11 Rebounds, 1 Assist und 1 Block in nichts nach. Der Allstar traf dabei 12 seiner 17 Würfe aus der Zweierdistanz.

Außerdem zweistellig scorten bei den 46ers Davis (15), Lischka (13), Marin (10) und Manigat (10) sowie Lansdowne (19) und Klepeisz (11) bei den Braunschweigern. Die Statistiken unterscheiden sich in den meisten Kategorien nur marginal, einzig bei den Freiwürfen gibt es große Unterschiede. Gießen traf 18 von 21 Versuchen und hatte damit eine Quote von 86%. Die Braunschweiger standen nur 14-mal an der Linie, trafen ihrerseits allerdings nur achtmal. Die 57% fielen allerdings rein rechnerisch kaum ins Gewicht, denn auch mit der selben Quote wie Gießen hätte es nicht für einen Sieg oder Unentschieden gereicht.

Braunschweigs Trainer Frank Menz zeigte sich nach der Partie durchaus stolz auf seine junge Mannschaft: „Ich denke, es war ein gutes Bundesligaspiel. Wir hätten es heute auch verdient gehabt das Spiel zu gewinnen. Ich glaube, wir sind am Ende an unserer Unerfahrenheit gescheitert. Wir haben sehr viele Fehler gemacht und haben bei Gießens Run die Köpfe hängen lassen. Spieler wie Lars Lagerpusch müssen die Erfahrung sammeln. Er steht mit 19 Jahren hier auf dem Feld. Er hat heute insgesamt ein hervorragendes Spiel gemacht. Aus solchen Spielen lernen wir als Mannschaft, aber auch er als jüngster Spieler ganz besonders.“

Wichtiger Sieg für Gießen und Blick nach oben

Gießens Ingo Freyer war vor allem glücklich, dass seinem Team das Comeback erfolgreich gelungen ist: „Was aber für meine Mannschaft spricht, ist, dass wir uns nach der Halbzeit daran erinnert haben, was unsere Stärken sind. So sind wir peu à peu zurückgekommen und haben am Ende gewonnen. Das ist das einzige was zählt.“

Nachdem er vor vier Tagen gegen Würzburg direkt Dee Davis und Austin Hollins nach einem Monat Pause in die Starting Five beordert hatte, standen diesmal wieder die Spieler von den Partien zuvor zum Sprungball bereit. „Es ist ja gar nicht so lange her, dass wir gegen Braunschweig gespielt haben. Die Jungs, die da gewonnen haben, können sich noch gut daran erinnern, und deshalb habe ich sie heute wieder aufgestellt. Heute haben uns die, die aus der Verletzung zurückgekommen sind, wieder mehr gegeben. Ich hoffe, dass das so weitergeht und wir von Spiel zu Spiel besser zusammenwachsen“, erklärte Freyer die Umstellung, im Wissen, dass seine Bank tiefer sei als die Braunschweigs.

Nach dem Allstar Day könnte es für die 46ers mit dem Hessenderby in Frankfurt weitergehen. Der Termin entscheidet sich am Donnerstag beim Nachholspiel Bonn gegen Bremerhaven. Bei einem Bonner Sieg stehen die Südhessen nicht in der Pokal-Qualifikation und können am 20. Januar den Derbyrivalen empfangen. Auch für Braunschweig steht ein Derby an, die BBL-Dreizehnten reisen am selben Tag nach Oldenburg.

Gießen konnte mit dem neuten Saisonsieg die Bilanz wieder ausgleichen und ist nach Siegen mit Würzburg und Ulm gleichgezogen. Die beiden Teams haben allerdings weniger Spiele absolviert und jeweils gegen Gießen gewonnen. Nur einen weiteren Sieg mehr haben Bayreuth, Frankfurt und Bonn auf den letzten Playoff-Plätzen. Für Gießen könnte der Blick also eher nach oben gehen, denn nach hinten haben die 46ers nun ein Polster von zwei Siegen und nun auch den direkten Vergleich gegen Braunschweig sicher.

Gießen startet mit Comeback-Sieg in die Rückrunde
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