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Göttingen rückt Klassenerhalt näher – Gießens Playoff-Traum ausgeträumt

22.04.2018 || 22:54 Uhr von:

An einem heißen Sonntagnachmittag überraschten die Göttinger Veilchen in der Gießener Sporthalle Ost die Gastgeber. 102:111 endete die Partie mit hohem Tempo. John Bryant und Michael Stockton überragten die Partie mit ihrer individuellen Klasse.

Die Gastgeber fanden schnell ins Spiel und trafen stark aus der Distanz. Doch Göttingens Lauf konnte nur kurzzeitig durch den Buzzerbeater von John Bryant gestoppt werden. 26:40 führten die Niedersachsen ehe die 46ers den Rückstand bis zur Pause auf 51:56 reduzierten.

Spiel der Läufe mit dem entscheidenden für Göttingen

Das dritte Viertel gehörte dann den Hessen, die es beim 75:66 verpassten zweistellig in Führung zu gehen. So verkürzte die BG mit einem Stockton-And One zum Viertelende auf 77:71. Mit einem Vierpunktespiel von Jordan Loveridge, das zugleich das vierte Foul von John Bryant war, drehte sich die Partie endgültig.

Darius Carter besorgte gut sechs Minuten vor dem Ende die erneute Veilchen-Führung. Als der in Gießen groß gewordene Dominic Lockhart im Fastbreak zum 89:94 dunkte kam Göttingen schlussendlich auf die Siegerstraße. Die abstiegsbedrohten Göttinger konterten jeden 46ers-Korb und bauten die Führung sogar noch zweistellig aus. Am Ende leuchtete ein verdientes 102:111 von der Anzeigetafel.

Bryant vs Stockton

John Bryant brillierte erneut mit 30 Punkten und 12 Rebounds. Der MVP-Kandidat war in der zweiten Halbzeit durch Foultrouble jedoch weit weniger effektiv als zuvor. Auch Max Landis machte ein starkes Spiel und traf drei von vier Dreiern, die am Ende in 18 Punkten mündeten. Für das Team von Johan Roijakkers zeigte Michael Stockton ein starkes Spiel. Der US-Guard legte 27 Punkte, 6 Assists und 4 Rebounds auf. Auch Mitch Creek (23 Punkte) und Brion Rush (20 Punkte) scorten stark.

„Sie haben sehr klein gespielt. Wir haben viel hin und her gewechselt mit John um uns da anzupassen. Es war sehr, sehr schwer für uns, da wir das nicht so gewohnt sind wie Göttingen. Dann mit vier oder fünf Fouls war es schwer für ihn“, sagte Ingo Freyer nach der Partie über die Rolle von John Bryant in der zweiten Halbzeit, in der er „nur“ noch 8 Punkte und 3 Rebounds holte. Sein Gegenüber Johan Roijakkers betonte die Wichtigkeit von seinem Center Darius Carter im Zusammenhang zum „nicht zu stoppenden“ Bryant: „Es war für uns wichtig, dass Carter ins Spiel kommt in dem Moment, wenn Bryant in Foultrouble war.“

Vorentscheidungen gefallen für beide Teams

Die Göttinger haben nun drei Siege mehr als Erfurt, die noch vier Spiele bestreiten. Der direkte Vergleich spricht allerdings gegen den Tabellenfünfzehnten. Anders ist dies im Duell mit Bremerhaven. Die Eisbären haben noch drei Spiele, aktuell zwei Siege weniger als Göttingen und den direkten Vergleich verloren. Die Göttinger spielen ihre letzten drei Saisonspiele allesamt in Niedersachsen, jedoch nur gegen den Mitteldeutschen BC zuhause. Am Freitag reisen die Veilchen nach Oldenburg, ehe am ersten Mai das Derby in Braunschweig die Saison beschließt.

Die 46ers müssen auch die letzten Hoffnungen auf die Playoffs wohl zur Seite legen. Für einen Einzug in die Postseason dürften Frankfurt und Würzburg keines ihrer letzten drei Spiele gewinnen und Gießen müsste in Jena, gegen Berlin und in Bremerhaven Siege einfahren. Im Gegensatz zu den vergangenen beiden Jahren scheint auch Platz 9 durch Würzburgs Erstarken nicht mehr realistisch zu sein. Mit den punktgleichen Ulmern geht es an den drei letzten Spieltagen wohl nur noch um den Kampf um den zehnten Platz.

Göttingen rückt Klassenerhalt näher – Gießens Playoff-Traum ausgeträumt
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