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DiLeo wirft Bonn zum Sieg über Würzburg

12.11.2017 || 20:55 Uhr von:

Die Telekom Baskets Bonn haben ihren Fans nach dem Start in die „fünfte Jahreszeit“ am Vortag einen krönenden Abschluss des Wochenendes beschert. Im Aufeinandertreffen zweier Playoff-Aspiranten besiegte das Team von Head Coach Predrag Krunic s.Oliver Würzburg zu Hause mit 78:75. Mann des Abends war Anthony DiLeo, der hochprozentig traf (8/9 FG, 4/5 3FG) und am Ende auf 20 Punkte sowie 5 Assists kam.

„Er hat offensiv sein wohl mit Abstand stärkstes Spiel bisher in der Liga gemacht. Da kann man sich für einen so tollen Jungen wie ihn nur freuen“, erkannte auch Würzburgs Cheftrainer Dirk Bauermann die Leistung des 27-jährigen Guards an. Insgesamt waren die Bonner sehr effizient von Downtown (63% 3FG), was mitentscheidend für den Ausgang war.

Bonn startet furios und lässt stark nach

Die Zuschauer sahen von Beginn an eine Partie mit „hoher Intensität“, wie Krunic im Anschluss erklärte. „Wir wussten, dass es für beide Mannschaften ein wichtiges Spiel ist“, betonte Konstantin Klein. Die Gastgeber starteten dabei furios in die Begegnung. Josh Mayo, Nemanja Djurisic und Yorman Polas Bartolo verwandelten drei Dreipunktewürfe in Folge. Zudem kassierte Würzburgs Center Kresimir Loncar früh sein zweites Foul. Nach dem Korbleger von Julian Gamble nahm Würzburgs Head Coach Dirk Bauermann beim Stand von 11:0 die erste Auszeit. „Der Ball ist nicht gut gelaufen, die Jungs haben sich zu sehr anstecken lassen von der immer sehr guten Atmosphäre hier“, konstatierte Bauermann.

In der Folge nahmen auch die Gäste offensiv am Spiel teil. Insbesondere die Bankspieler Abdul Gaddy und Ryan Anderson lieferten wichtige Impulse. Auch der erst am Freitag verpflichtete Vaughn Duggins brachte sich mit vier schnellen Punkten gut ins Spiel der Unterfranken ein. Beide Teams trafen im ersten Viertel (22:18) hochprozentig aus dem Feld. Dies sollte sich im zweiten Abschnitt ändern. Vor allem die Telekom Baskets verloren völlig den Faden und blieben zwischenzeitlich acht Minuten ohne Treffer aus dem Feld bei lediglich zwei verwandelten Freiwürfen. Die Bonner kamen nicht mehr zu einfachen Punkten in der Zone und leisteten sich zu viele Ballverluste, wie auch Klein zugab:

„Wir sind gut gestartet, haben aber danach zu oft den Ball verloren und zu viele Offensiv-Rebounds abgegeben, wo wir gut verteidigt hatten.“ Die Gastgeber büßten während dieses großen Durchhängers auch ihre Führung ein. Erst glich Würzburgs Cliff Hammonds zum 28:28 aus, anschließend sorgte der bis dahin unglücklich agierende Robin Benzing an der Linie und per Pull-up-Jumper für die erste Führung der Unterfranken. DiLeo erlöste die Mannen aus der Bundesstadt schließlich per Dreier zum 31:32. Mit diesem Ergebnis ging es auch in die Halbzeit.

DiLeo und Gamble drehen auf

In Hälfte zwei präsentierten sich die Bonner wie zu Beginn der Partie zunächst treffsicher aus der Distanz und versenkten zwei Dreier hintereinander. Doch dieses Mal hielt Würzburg mit und damit auch den hauchdünnen Vorsprung. Doch danach übernahmen Gamble und DiLeo Verantwortung. Die beiden Akteure waren Mitte des Viertels mit elf bzw. zehn Punkten Top-Scorer ihres Teams und zeigten darüber hinaus auch ein gutes Zusammenspiel. Auch die Verteidigung war bissiger, sodass sich die Gäste in dieser Phase oft nur durch Einzelaktionen zu helfen wussten. Doch auch die Bonner bewegten den Ball nicht gut, sodass am Ende des Viertels die Partie wieder Richtung Würzburg kippte. Die zwischenzeitliche Vier-Punkte-Führung der Bonner drehten die Unterfranken mit einem 8:0-Run zum 47:51 nach Durchgang drei.

Diesen Vorsprung verspielte das Bauermann-Team allerdings leichtfertig durch zwei Ballverluste. Aus einem der beiden Turnover resultierte zudem ein Unsportliches Foul. Insgesamt legten die Gastgeber zu Beginn des Schlussviertels ihrerseits einen 8:0-Lauf hin. Dabei hatten es die Würzburger nur der Bonner Freiwurfschwäche (zwischenzeitlich 6/13 FT) zu verdanken, dass der Rückstand nicht noch deutlicher ausfiel. Auch nach der Auszeit der Gäste feuerten die Telekom Baskets weiter aus allen Rohren, Würzburg blieb aber vor allem dank Benzing (21 Pkt, 5/18 FG) stets in Tuchfühlung.

Drei Minuten vor Ende der Begegnung eroberten die Gäste kurzzeitig die Führung zurück (64:65), doch DiLeo konterte prompt für die Bonner, die die Führung danach weiter ausbauten. Würzburg kämpfte sich danach noch einmal heran. 16 Sekunden vor Schluss foulte Gamble Benzing beim Dreipunktewurf. Mit drei verwandelten Freiwürfen hätte der Nationalmannschaftskapitän die Partie ausgleichen können, doch ausgerechnet in dieser entscheidenden Situation patzte der sonst so sichere Schütze. Benzing war es auch, der schließlich die letzte Chance zum Ausgleich von weit hinter der Dreierlinie vergab.

„Am Ende haben Kleinigkeiten entschieden“, schloss Leon Kratzer. Dieser Aussage stimmte auch sein Coach zu: „Beide Mannschaften hätten es heute verdient gehabt und hatten auch die Möglichkeiten, das Spiel zu gewinnen.“ Während sich Bonn mit dem Sieg für die Pleite in Jena rehabilierte, kassierten die Würzburger bereits ihre vierte Niederlage in Folge. Am kommenden Samstag werden die Unterfranken gegen den Mitteldeutschen BC versuchen, diesen Negativtrend zu stoppen. Die Bonner empfangen am Tag darauf medi bayreuth.

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