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GIESSEN 46ers holen dritten Sieg in Folge

26.12.2017 || 20:57 Uhr von:
Die GIESSEN 46ers gewannen auch im dritten Spiel in Serie mit einer kleinen Rotation. Bei der BG Göttingen dominierten John Bryant und Mahir Agva am Korb.

Die GIESSEN 46ers hatten mit einem Derbysieg in Weihnachten reingefeiert und legten auch am 2. Weihnachtsfeiertag ihren Fans ein schönes Geschenk zu den bereits ausgepackten unter den Tannenbaum. Beim 94:78-Auswärtssieg in Göttingen legten die Mittelhessen ein famoses drittes Viertel aufs Parkett und legten damit den Grundstein für den dritten Sieg in Folge.

Nach einer zerfahrenen Anfangsphase nahm das Spiel an Tempo auf und die Gäste konnten sich bis zum Ende des Viertels einen Vorteil erspielen. Gießen hätte sogar höher als 24:27 führen können, doch mit fünf Turnovern und fünf abgegebenen Offensivrebounds blieben die Veilchen vorerst im Spiel.

Doch die Gießener blieben am Drücker und hatten John Bryant. Fast jeder Angriff ging über den zweimaligen BBL-MVP. Mit sieben Punkten in Serie sorgte er für die 34:46-Führung seines Teams. Zum Ende der ersten Halbzeit verloren die Mittelhessen in einem hitziger werdenden Spiel etwas den Faden und nahmen nur eine 45:49-Führung in die Halbzeit. Ein kleines Kuriosum am Rande: Beide Mannschaften trafen dabei 18 ihrer 39 Würfe aus dem Feld.

Konzentrierte Gießener gegen Feuerlose Göttinger

„Ich freue mich über den Sieg, denn es ist nicht immer einfach, in dieser Phase über Weihnachten den Rhythmus zu behalten. Ich bin froh, dass wir so konzentriert geblieben sind, gut aus der Halbzeit gekommen sind und allgemein sehr intensiv und konzentriert gespielt haben“, sagte Gießens Headcoach Ingo Freyer im Anschluss an eine starke Hälfte seines Teams. Denn seine Starting Five mit Mahir Agva, Jamar Abrams, Jahenns Manigat, Mauricio Marin und John Bryant startete mit drei Dreiern und einem Zweier in den dritten Spielabschnitt und stellte damit den bislang höchsten Abstand wieder her. Auch wenn das Spiel nun weniger über Bryant im Post lief, konnten Gießen weiter die Differenz erhöhen.

Bei den Gastgebern sorgte Brion Rush (21 Punkte) fast im Alleingang dafür, dass der Rückstand nicht noch weiter anwuchs. Nach Michael Stocktons 14 Punkten zum Seitenwechsel folgten nur noch vier bis zum Spielende. Zehn Minuten vor ebendiesem war der Gäste-Vorsprung bereits einmal über 20 Punkte angewachsen. Und auch im Schlussviertel dauerte es nicht lange, bis Gießen aus dem 62:79 wieder zwanzig und mehr Punkte Differenz auf die Anzeigentafel packte.

Daran änderte sich auch nichts mehr bis zur Schlussphase, in der beide Trainer ihren jungen Spielern Einsatzzeit gaben. Zum Ende des Spiels standen sogar zehn Deutsche auf dem Parkett, Stephan Haukohl war mit 25 Jahren der älteste. Topscorer beim 78:94 wurde John Bryant mit 29 Punkten, 8 Rebounds und 4 Assists.

Alle sechs Spieler der 46ers, die einen Korb erzielten, punkteten dabei zweistellig. Nur Bjarne Kraushaar, Gießens 18-jähriges Eigengewächs, kam als siebter Spieler, der mehr als vier Minuten spielte, nicht zu Punkten. Er agierte in seinem siebten BBL-Spiel allerdings 18:47 Minuten lang abgeklärt. Am Ende machte vor allem der Erfolg von außen, 15 Treffer bei 38 Versuchen, den Unterschied für Gießen aus. So fielen auch die 15 Ballverluste kaum ins Gewicht. Sichtlich frustriert war Göttingens Trainer Johan Roijakkers nach der Partie: „Wir hatten heute nicht das Feuer, das man braucht, um ein Spiel in der BBL zu gewinnen. Wir müssen es wiederfinden und können dann vielleicht wieder anfangen, Basketball zu spielen.“

Next Man up: Mahir Agva

Der Mann des späten Nachmittags neben John Bryant war Mahir Agva. Zu seinen elf Punkten schnappte sich der A2-Nationalspieler eine neue Karrierebestleistung in Rebounds. 15 Abpraller, davon elf am defensiven Ende des Feldes, standen für den 21-Jährigen am Ende der Partie zu Buche. „John hat gut ausgeboxt, und ich hatte dann die Chance, die Rebounds zu holen“, betonte Agva nach dem achten Saisonsieg nochmal seinen Big Man-Kollegen. „Ich versuche als Vierer, wenn ich einen kleineren Gegenspieler habe, immer den Rebound zu holen und einfach mit Energie zu spielen.“

Zuletzt spielte der ehemalige Frankfurter durch die Verletzungen vermehrt auf der Position 4. „Es ist auf jeden Fall eine Umstellung, denn ich verteidige weniger das Pick-and-Roll, sondern bin mehr an der Dreierlinie. Es war am Anfang eine Umstellung, doch meine Mitspieler geben mir viele Tipps und ich spreche viel mit Benni (Lischka, Anm. der Redaktion), der die Position ja gut kennt. Ingo (Freyer) macht das ziemlich gut mit dem Training, dass er uns fit hält. Wir treten sehr gut als Team auf, keiner macht etwas, das er nicht kann. Es ist schwer mit einer Siebenerrotation zu spielen, aber die jungen Spieler wie Bjarne (Kraushaar) machen einen super Job von der Bank und trainieren sehr hart. Jeder macht einen Step mehr.“

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