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NCAA-GAME OF THE WEEK: OHIO STATE BUCKEYES VS CONNECTICUT HUSKIES

09.12.2016 || 16:06 Uhr von:
Ohio State Buckeyes gegen die Connecticut Huskies: Das steht für Quantität gegen Qualität. Für beide Teams stellt das direkte Duell eine richtungsweisende Partie dar.

Die Ausgangslage

Eine Begegnung zwischen den Ohio State Buckeyes und den Connecticut Huskies wäre vor einigen Jahren eine wahre Spitzenpartie gewesen, in dieser Saison ist dies jedoch anders.

Während die Buckeyes stets Top-Rekruten unter dem Korb hatten (Greg Oden, Jared Sullinger), überzeugten die Huskies mit starken Guards (AJ Price, Kemba Walker, Shabazz Napier) und waren vor allem in jüngster Vergangenheit ein unangenehmer Gegner in der March Madness.

In dieser Saison ist jedoch alles anders: Ohio State überzeugte nicht auf dem Rekruting-Markt, und im letzten Jahr durften die einstigen Favoriten das NCAA-Turnier nur auf der Couch verfolgen. UConn rekrutierte hingegen vor allem „Red-Shirts“: Mamadou Diarra wird die Saison aufgrund von Knieproblemen aussetzen, Freshman-Guard Alterique Gilbert verletzte sich in seiner dritten Partie stark an der Schulter – auch er wird die Saison aussetzen müssen.

„When it rains – it pours!“ Mit dieser Redewendung äußerten sich die Redakteure von theUconnblog.com zu Gilberts Verletzung (Sophomore Terry Larrier ist zusätzlich verletzt), denn die Saison der Huskies verläuft ganz und gar nicht nach dem Geschmack der Fans der Ostküsten-Uni. Wie in der letzten Ausgabe der Akademischen Stunde thematisiert, sind die Huskies eine Mannschaft, bei der es an allen Ecken und Enden brennt. Mit zwei Niederlagen gegen nicht besonders renommierte Programme (Wagner und Northeastern) startete UConn in die Saison. Bei einem Konto von 3-4 konnten sie zumindest die letzte Partie gegen Syracuse gewinnen, sodass man nun mit einer neutralen Bilanz (4-4) in der richtungsweisenden Partie gegen die Ohio State Buckeyes ran muss.

Die Buckeyes starteten vielversprechend in die Saison, fliegen trotz einer 7-2-Bilanz immer noch unter dem Radar. Die weiße Weste bekam erstmalig gegen die starken Virginia Cavaliers dunkle Flecken. Eine Niederlage mit nur zwei Punkten Differenz (60:62) gegen das Top-Team aus der ACC kann jedoch auch nur bedingt als Misserfolg verbucht werden. Die jüngere Niederlage gegen das Mid-Major-Team Florida Atlantic schon eher.

Warum sich das Einschalten lohnt

Sind wir ehrlich: Wer die stärksten Individual-Basketballer sehen will, der schaut die NBA. Die schönste Halbfeld-Offensive sieht man in der Euroleague. College-Basketball zeichnet sich eher durch die Kultur aus, die der Uni-Sport mit sich bringt, und die Härte, mit der die Studenten spielen. Für Ohio State, wie auch UConn, steht bei dieser Partie viel auf dem Spiel: Für beide Ex-Top-Teams ist diese Partie richtungsweisend. Die Huskies müssen gewinnen, um nicht wieder in eine Krise zu rutschen, und die Buckeyes haben nach der jüngsten Niederlage gegen Florida Atlantic einiges wieder gut zu machen. Ein Sieg gegen Connecticut würde eine große Portion Euphorie nach Ohio State bringen und das eigene Resumee hinsichtlich eines at-large-Bid für das große NCAA-Turnier nachhaltig stärken.

Es sollte also davon ausgegangen werden, dass sich beide Teams nichts schenken und 40 Minuten so hart wie möglich spielen werden. Connecticuts Sophmore-Guard Jalen Adams hat das Potential ein Feuerwerk gegen die eher ausgeglichenen Buckeyes abzuliefern. Ohio State hingegen definiert sich viel eher über Teambasketball (sechs Spieler punkten zweistellig).

(NBA-) Players to watch

Wer eine Übersicht über die potentiellen „Zweitrundenpicks“ der Buckeyes haben möchte, sollte sich die „Game of the Week“-Vorschau von Kollege Torben Adelhardt angucken, der die Buckeyes gegen Marshall vorgestellt hat.

Bei den Huskies sticht klar der Backcourt heraus. Sophomore Jalen Adams ist prädestiniert dafür, dass sich der neutrale Beobachter in zwei Jahren noch an seine Darbietungen aus der aktuellen Saison erinniert – getreu dem Motto: „Stimmt, der war vor zwei Jahren ja auch schon dabe!“. Der Point Guard ist der Puppenspieler der Huskies: Er hält alle Fäden in der Hand. Knapp 18 Punkte, fünf Rebounds und fünf Assists legt der Allrounder dabei durchschnittlich auf und brannte gegen Oklahoma State (34 Punkte), Chaminade (25/ 11/ 9) und Oregon (27 Punkte) in drei aufeinander folgenden Partien ein wahres Feuerwerk ab.

Effizients Shooting (49,5% innerhalb der Dreierlinie, 43,5% von der Dreierlinie) ist im Falle von Adams – meistens – gegeben. Teilweise ist er dabei jedoch zu sehr auf die rechte Hand fixiert. Mit dieser kreiert er sehr kreativ: Floater, Runner, Pull-Ups. Der Sophmore ist schwer zu stoppen und schließt mit seiner Spannweite (2,03 Meter) gut gegen den Kontakt ab. Wer weiß, vielleicht ist Adams der nächste große UConn-Guard, der die Huskies in zweieinhalb Jahren als Senior zum Titel führt und in Walkers und Napiers Fußstapfen tritt?

Rodney Purvis wäre vor gefühlt 20 Jahren ein potentieller Erstrundenpick gewesen. Seine lange College-Karriere, inklusive Red Shirt-Jahr aufgrund eines Schulwechsels (von NC State zu den Huskies), hilft dem Shooting Guard aus North Carolina nicht seinen Draft-Stock zu erhöhen. Im Gegenteil: Bei den Huskies nimmt Purvis die mit Abstand meisten Dreier (7 3FGA pro Spiel), trifft diese jedoch schlecht (32%). Mit seinen Anlagen sollte sich der Senior sich mehr auf Drives und das Ziehen von Freiwürfen fokussieren. Unterschätzt werden darf er jedoch nicht.

UConn gewinnt wenn…

Die Defensive stimmt. Center Amida Brimah wird gegen die Buckeyes alle Hände voll zu tun haben. Die Buckeyes treffen hochprozentig aus der Nahdistanz (49% 2FG). Der Huskies-Seven-Footer ist der einzig nennenswerte Akteur, der bei Coach Kevin Ollie den Laden hinten zusammenhält. Dabei liefert er 3,3 Blocks pro Partie – und foult leider auch gleich so oft. Der Ghanaer ist in dieser Partie der X-Faktor gegen ein Team, welches gerne in Ringnähe abschließt und im Frontcourt stark aufgestellt ist.

In der Offensive darf sich Adams keinen Aussetzer wie gegen Boston College leisten. Ihre Stärke haben die dezimierten Huskies im Backcourt. Dieser muss gegen Ohio State abliefern. Adams muss klarstellen, wer der beste Spieler auf dem Parkett ist.

Ohio State gewinnt wenn…

Adams gestoppt wird. Die To-Do-Liste der Buckeyes ist kürzer als die der Huskies. Sie müssen nur dafür sorgen, dass Jalen Adams keine gute Partie spielt. Bei den zugelassenen Zweipunktversuchen ist Ohio State ganz weit vorne (40% 2FGA). Wenn Adams nur in diesen Sphären trifft, sind die Buckeyes auf einem guten Weg.

In der Offensive gilt es Brimah früh zu attackieren. Hat der foulanfällige Ghanaer früh persönliche Strafen gesammelt, müssen die unerfahrenen Back-up-Bigs ran. Mit diesen sollten Jae`Sean Tate, Keita Bates-Diop und Co. keine Probleme haben. Angesichts einer absoluten Frontcourt-Dominanz müssten Purvis und Adams echte Sahnetage erwischen, um das Spiel zu drehen.

Fazit

In diesem Spiel steht Qualität Quantität gegenüber. Während Connecticut in Jalen Adams den besten Spieler in ihren Reihen haben, überzeugt Ohio State mit Geschlossenheit. Bei den Huskies fallen zwei von ihren vier zweistelligen-Scorer aus, Ohio State verfügt über sechs Spieler, die mindestens zehn Punkte pro Partie erzielen.

Beide Teams verteidigen stark innerhalb der Dreierlinie und schließen als Mannschaft nicht hochprozentig von jenseits derer ab. Sollte eins der Teams einen guten Tag von „Downtown“ erwischen, erhöht dies die Wahrscheinlichkeit sich entscheidend abzusetzen. Vor allem UConn hat mit ihrer oft genutzten 2-3-Zonenverteidigung an der eigenen Dreierlinie Probleme. Dies könnte gegen Ohio State ein Fluch oder Segen sein.

…Nostradamus sagt

Ohio State gewinnt 75:60.

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