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Spielerportrait: Bradley Beal

04.12.2013 || 16:38 Uhr von:
Pistons at Wizards 1/18/14
Position: Shooting Guard Nation: USA Größe/Gewicht: 1,96 Meter/ 94 KG Team: Washington Wizards Stats 2012/2013: 13,9 PPG, 3,8 Rebounds, 2,4 Assists, 0,9 Steals, 0,5 Blocks, 41 % Feldwürfe, 38,6 % Dreier und 78,6 %...

Position: Shooting Guard
Nation: USA
Größe/Gewicht: 1,96 Meter/ 94 KG
Team: Washington Wizards
Stats 2012/2013: 13,9 PPG, 3,8 Rebounds, 2,4 Assists, 0,9 Steals, 0,5 Blocks, 41 % Feldwürfe, 38,6 % Dreier und 78,6 % Freiwürfe in 31,2 Minuten

Bradley Beal gilt zweifelsfrei als eines der größten Backcourt-Talente – und das bereits seit der High School. Denn schon an der Chaminade College Preparatory School in St. Louis erzielte der Shooter in seiner Senior-Saison 32,5 Punkte pro Spiel. Bei der U17-WM 2010 führte er die USA außerdem zum Titel und wurde zum besten Spieler des Turniers ernannt. Danach spielte er lediglich ein Jahr für die Florida Gators am College, ehe die Washington Wizards sich seine Dienste im NBA-Draft des vergangen Jahres sicherten. Sie pickten den Freshman der University of Florida an dritter Position.

Zusammen mit Beal und Point-Guard John Wall hat die Hauptstadt-Franchise somit einen der vielversprechendsten Backcourts der Liga zusammen. Beal wurde vergangene Saison im Dezember 2012 und Januar 2013 zum Rookie des Monats der Eastern Conference ernannt. Außerdem wurde er nach der Saison ins NBA All-Rookie First Team berufen und wurde Dritter bei der Wahl zum NBA Rookie of the Year, welche Damian Lillard für sich entschied.

Die größte Stärke des mittlerweile 20-Jährigen ist ohne Frage seine Treffsicherheit „from Downtown“. Mit 38,6% gehörte er in Sache Dreier-Effizienz neben Chris Copeland und Evan Fournier zu den besten drei Rookies mit mehr als 50 Dreier-Versuchen – mit ein Grund, dass Beal auch in Sachen Punkte pro Spiel unter den Rookies nur Damian Lillard (19 PPG) und Dion Waiters (14,7 PPG) den Vortritt lassen musste. Von Vorteil für den jungen Shooting-Guard war und ist dabei mit Sicherheit auch die Situation in Washington. Zwar war in der Hauptstadt nie von Tanken die Rede, dennoch befindet sich die Franchise im Aufbau. Vergangene Saison musste das Team von Coach Randy Wittman lange Zeit auf ihren Star John Wall verzichten und hatte somit keine Chance auf die Playoffs. Auch diese Saison setzt man vor allem im Backcourt auf die jungen Hoffnungsträger, wodurch der dritte Pick der Vorsaison im Schatten des stark aufspielenden John Walls weiter reifen kann. So konnte Beal seine Stats in der aktuellen Spielzeit nochmal verbessern: 20,6 PPG, 4,1 Rebounds und 3,5 Assists, allerdings auch in etwas mehr als 40 Minuten pro Spiel.

Bradley-Beal-Shotchart

Dass Beal ein echter Jumpshooter ist zeigt einerseits, dass er auch seine Dreier-Quote dieses Jahr weiter gesteigert hat (43,9%), andererseits aber auch die Tatsache dass er vergangene Saison nur 22% aller Würfe in der Zone abgegeben hat. Dies liegt vor allem daran, dass die Wizards in vielen Angriffen Beal außerhalb der Dreier-Linie oder der Mitteldistanz suchen, ob als letzte Chance beim ablaufen der Shot-Clock oder in der von Washington oft praktizierten schnellen Transition. Außerdem musste er vergangene Saison viele Würfe selbst kreieren, während er dieses Jahr sehr von den Spielgestalter-Fähigkeiten von John Wall profitiert.

Ein wenig Sorgen müssen sich die Washington-Fans trotz der scheinbar guten Entwicklung des Shooting Guards dennoch machen. Während Beal schon vergangene Saison vor allem auf Grund einer Verletzung am rechten Wadenbein nur 56 der 82 Spiele bestreiten konnte, verpasste er nun wiederrum bereits fünf Spiele der aktuellen Saison. Der Sophomore leidet derzeit unter den gleichen Beschwerden wie in der vergangenen Spielzeit, wird aber nächsten Montag voraussichtlich wieder spielen können.

Fazit: Bradley Beal hat Talent – keine Frage. Er ist ein echter Scharfschütze und könnte schon ab dieser Saison sogar als einer der Besten der NBA gelten. Das ist nicht zuletzt deshalb der Fall, da er dieses Jahr mehr und mehr von John Walls Zug zum Korb und dessen Übersicht profitieren wird. Definitiv noch verbessern muss Beal jedoch sein All-Around-Game. Zum einen muss er häufiger den Weg in die Zone finden, um die gegnerische Verteidigung vor neue Aufgaben zu stellen. Zum anderen müssen auch die Rebound- und Assists-Zahlen weiter steigen, was dieses Jahr bereits leicht der Fall ist – bisher. Eine Verletzung wirft den 20-Jährigen nun leider erneut zurück, doch es bleibt zu hoffen, dass der Shooting Guard schnell wieder auf den Beinen ist. Wenn Beal die angesprochen Defizite in den kommenden Jahren ausbügelt und weiter so heiß von draußen trifft, ist er mittelfristig definitiv ein Allstar-Kandidat. Und die Wizards? Mit einem fitten Backcourt Wall/Beal, einem Ariza in der jetzigen Form und den Big Men Gortat und Nenê könnten sie sogar schon dieses Jahr munter im Play-Off-Rennen der nicht wirklich starken Eastern Conference mitmischen.

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