BASKETBALL.DE ist Partner von Sportforen.de. Ehemalige Nutzer von crossover-online.de und Nutzer von sportforen.de können sich auch auf BASKETBALL.DE mit ihren bestehenden Login-Daten anmelden.
Anmelden oder registrieren

„Pleiß kann ein guter NBA-Center werden“

23.02.2016 || 15:11 Uhr von:
Raul_Neto
Raul Neto wagte im Sommer den Sprung aus der ACB in die NBA. basketball.de hat mit dem Rookie-Guard der Utah Jazz im Rahmen des All-Star-Wochenendes gesprochen.

Frage: Hi Raul. Als Brasilianer musstest du dich als Kind bestimmt zwischen Basketball und Fußball entscheiden, oder?

Raul Neto: Mit 14 war ich im Fußball genauso gut wie im Basketball, vielleicht sogar ein wenig besser. Auf jeden Fall konnte ich ganz gut kicken.

Dann hast du aber trotzdem die richtige Entscheidung getroffen, oder nicht?

Doch klar, wenn ich jetzt zurückblicke, dann war das auf jeden Fall eine gute Entscheidung, mich für Basketball zu entscheiden.

Wann hast du das erste Mal darüber nachgedacht, dass du es wirklich zu den Profis schaffen könntest?

Viele glauben ja schon mit 19 und 20 Jahren daran, dass sie den Sprung schaffen können. Bei mir war des ein wenig anders. Klar habe ich da schon drüber nachgedacht, aber jetzt nach ein paar Jahren in Europa war ich mir einfach viel sicherer, dass ich den Sprung schaffen kann.

Hast du als Kind denn trotzdem schon davon geträumt, einmal in der NBA zu spielen.

Ja klar. In Brasilien war die NBA die erste Basketballliga, die wir überhaupt im Fernsehen schauen konnten. Ich erinnere mich besondern noch an die All-Star-Games. Da haben wir immer mit ein paar Freunden Pizza bestellt und sind bis spät in die Nacht wachgeblieben, um uns das anzuschauen.

„Steve Nash und Tony Parker haben mich beeinflusst“

Gab es Spieler, von denen du dir in der Jugend Moves abgeschaut hast? 

Am meisten haben mich Steve Nash und Tony Parker beeinflusst. Von den beiden habe ich mir immer die Highlight-Videos angeguckt und bei den Spielen auch auf jede Bewegung geachtet.

Deine Rookie-Saison bei den Jazz läuft ganz ordentlich, jetzt darfst du für das Team World bei der Rising Stars Challenge spielen. Was ist das für ein Gefühl?

Es ist eine schöne Erfahrung, auch die Stadt ist toll, und ich komme mit den ganzen anderen Jungs super klar. Es ist natürlich auch ziemlich stressig, weil wir ständig irgendeinen Termin haben und immer unterwegs sind. Aber ich freue mich schon aufs Spiel.

Ist es schwer, als Point Guard das Spiel bei der Rising Stars Challenge zu organisieren. Deine Mitspieler laufen ja wahrscheinlich nicht so viele Spielzüge.

Das stimmt (lacht). Natürlich wollen wir auch ein halbwegs vernünftiges Spiel hinlegen und dabei Spaß haben, aber die Jungs fordern ständig den Ball, weil sie werfen wollen. Da muss ich dann auch ein wenig eigennütziger werden, sonst mache ich heute Abend überhaupt keine Punkte (lacht).

Ihr kämpft ja immer noch um die Playoffs, obwohl euch viele Experten zwischendurch schon abgeschrieben hatten. Was ist das für ein Gefühl, jetzt das Gegenteil zu beweisen?

Wir haben ein paar gute Spiele hintereinander gemacht und funktionieren jetzt besser als Team. Es hilft natürlich auch, dass mit Rudy [Gobert] ein wichtiger Spieler wieder zurück in der Rotation ist. Unser Ziel ist es auf jeden Fall, bis zum Ende um die Playoffs mitzuspielen.

Was sind deine persönliche Ziele für den Rest der Saison?

Ich will einfach versuchen, mein Niveau zu halten und dem Team weiterzuhelfen. Natürlich wird alles von Spiel zu Spiel ein wenig einfacher, weil ich mich besser an die NBA gewöhne.

20151209_600x300_Tibor_Pleiss_02

„Tibor ist ein großartiger Typ“

Du bist ja mit Tibor Pleiß zusammen zu den Jazz gekommen. Wie ist dein Verhältnis zu ihm?

Er ist ein großartiger Typ. Wir haben ja schon in Spanien gegeneinander gespielt und kennen uns dementsprechend schon ziemlich gut.

Im Moment wechselt er ja viel zwischen eurem D-League-Team, den Idaho Stampede, und dem normalen Kader hin und her. Woran liegt das?

An ihm zumindest nicht. Er ist ständig in der Halle und trainiert wie ein Besessener, jeder im Team kommt gut mit ihm klar. Er hat auch immer ein Lächeln auf den Lippen, und du siehst in seinem Gesicht, dass er sich stetig verbessern will.

Im Moment spielt er ja nur sehr selten. Hat er eine Zukunft bei euch im Team?

Das ist schwer zu beurteilen. Er hat einfach sehr wenige Möglichkeiten sich auszuzeichnen und kann nicht zeigen, was er eigentlich drauf hat. Aber im Training siehst du auf jeden Fall, dass er jede Menge Talent hat.

Was kann er machen, damit er mehr Chancen bekommt?

Er ist einfach unheimlich groß, hat einen guten Wurf und gute Bewegungen im Post. Wenn er einfach weiter an sich arbeitet, wird er ein guter Center in der NBA werden.

Jetzt mitdiskutieren Anmelden oder Registrieren
eightch
eightch 24. Februar 2016 um 11:23 Uhr

in dem artikel geht es doch vorrangig – und zu recht – um raul, warum gibt man ihm dann keine probs in der headline…

das thema pleiß/nba ist denke ich ausgenudelt, der wurde wie viele jahre lang „beobachtet“?
ich wünsche ihm alles gute aber denke auch das er sich sportlich dorthin orientieren sollte wo er auch spielzeit bekommt und eine befriedigende karriere für sich selbst finden kann…
und das ist sicher nicht als dritter c auf der bank in einer nba in der bigman immer weniger relevant sind…
tibor wird dieses jahr 27 und hat noch nicht mal ansatzweise in der nba fußgefasst… ab nach spanien oder griechenland und dann in der euroleauge erfolge feiern ich denke da hat er mehr davon…

sockenman_93
sockenman_93 24. Februar 2016 um 13:19 Uhr

naja am Beispiel Pero Antic bei den Hawks sieht man auch, dass man sehr spät noch in die NBA kommen kann und ein Impact Player wird auch wenn nur für kurze Zeit 😉
das kann man dem Tabor schon gönnen finde ich 😉

Basketball.de - Footer-Icon
entwickelt von Markenwirt, Werbeagentur Bamberg
Copyright 1998-2015 BASKETBALL.de. Alle Rechte vorbehalten. Für den Sport!

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklärst Du Dich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.