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The Most Interesting Man of the League

29.07.2015 || 13:31 Uhr von:
„Seven Seconds or Less“-Anführer, neun Jahre in Folge Schaltzentrale der besten Offensive – Steve Nash hat die Liga nachhaltig beeinflusst. Nicht nur auf dem Parkett.

Der postmoderne Athlet ist weiter mehr als nur Sportler. Unter dem immer greller strahlenden Scheinwerferlicht mutiert er zur Person des öffentlichen Interesses; manch einer sieht sich sowieso weniger als Sportler als vielmehr als „Marke“ – diese muss aufgebaut, das Image poliert werden.

Infolgedessen nehmen diese „Persona si grata“ die Berichterstattung auch selbst in die Hand. Auf LeBron James‘ „Decision“ im Fernsehen folgte vier Jahre später sein „I’m coming home“-Brief bei Sports Illustrated; The Players‘ Tribune hat sogar eine ganze Plattform für Sportler geschaffen, auf der diese mit (eigenen oder in ihrem Namen verfassten) Texten an die Öffentlichkeit treten können.

Am 21. März dieses Jahres tat dies auch Steve Nash. Seinen Beitrag eröffnete er schlicht mit den Worten „I’m retiring“. Wenig Tamtam, dafür umso mehr Understatement.

Sein Rücktritt überraschte den NBA-Kosmos nicht, setzte aber den Schlussstrich unter eine Karriere, die wir nun rückblickend in besonderem und vielerlei Maß wertschätzen: Auch Nash suchte die Öffentlichkeit, doch weniger zur Selbstdarstellung als zur Unterhaltung oder Aufklärung. Seine langjährige Karriere beruhte weniger auf naturgegebene Athletik als vielmehr auf Blut (aus der Nase), Schweiß und Tränen. Und – bei Nash keine Floskel – er hat das Spiel verändert.

Seven Seconds or Less

Zahlen können bei der Beurteilung von Spielern und Mannschaften in die Irre führen, im Falle Nashs untermauern sie dessen Wert für die Liga sowie für seine Teams aber ziemlich gut. Neun Jahre in Folge führte ein von Nash geführtes Team die Liga beim Offensiv-Rating an; als Aufbauspieler gab der Kanadier den Katalysator der Reaktionskette zwischen Inbound- bzw. Outlet-Pass und Korberfolg.

Nach drei Spielzeiten in Folge die Dallas Mavericks führte Nash sechs Jahre hintereinander auch die Phoenix Suns zur besten Offensive der NBA. Als Erfolgsrezept hat sich die Idee der „Seven Seconds or Less“ bereits in die Annalen der Liga geschrieben. Der damalige Suns-Coach Mike D’Antoni trieb seine Truppe zu Abschlüssen früh in der Wurfuhr; im Optimalfall noch vor sieben Sekunden. Eine Offensive kann umso effizienter agieren, je weniger Zeit die gegnerische Defensive hat, sich zu formieren.

„Wir beide sind bis an die Grenze gegangen“, erzählt D’Antoni in einem Interview bei der USA Today vom Suns-System. „Es war damals etwas derartig Neues, und jeder war dagegen. Wir sind in gewisser Hinsicht gegen den Strom geschwommen und gegen die vorherrschenden Philosophien gegangen.“

Vielleicht begeisterte dieses System des Fastbreak fatale gerade deswegen die Fans im Sturm – wohl gemerkt zu einer Zeit, in der die San Antonio Spurs noch mit Langeweile in Verbindung gebracht wurden. Neben einer hohen Pace predigten die Suns Spacing und das Spiel eines dominanten Point Guards – Aspekte, die heute zum Ein-mal-eins der NBA gehören, deren Bedeutung aber auch die Suns vorangetrieben haben.

Steve_Nash_Offensiv-Rating

Jack McCallum, Journalist der Sports Illustrated, hatte die Suns über die Saison 2005/06 begleitet und daraus das Buch „:07 Seconds or Less – My Season on the Bench with the Runnin‘ and Gunnin‘ Phoenix Suns“ geschrieben. Er vergleicht die Beziehung zwischen Nash und D’Antoni mit dem eines Quarterbacks und seinem Offensivkoordinator.

Auch haben die Suns unser (statistisches) Denken über das Spiel verändert. Nicht Punkte pro Spiel, sondern pro Ballbesitz sind relevant – heute Standard, kann diese Herangehensweise vor über einem Jahrzehnt als fortschrittlich betrachtet werden. So verwiesen die Kritiker auf die vielen kassierten Punkte der Suns und, nach ihrer Logik, auf eine schwache Verteidigung. Dabei rangierten die Suns unter D’Antoni – betrachtet man das Defensiv-Rating – immerhin meist im Mittelfeld. Beispielsweise kassierten die Suns in ihrer Franchise-Saison 2004/05 einen Höchstwert von 103,3 Punkten pro Spiel; beim Defensiv-Rating landeten sie aber auf dem 15. Platz (103,7 Pkt/ 100 Poss).

Apropos erweiterte Statistiken: „Wir hätten eine noch bessere Herangehensweise haben können, als wir eh schon hatten, wenn uns die Analytics zur Verfügung gestanden wären“, deutet D’Antoni die Möglichkeiten von „Seven Secons or Less“ an. „Wir hätten noch kreativer sein können.“ Five Seconds or Less?

Wie potent die Suns in der Offensive im Vergleich zu anderen großen Teams der Nuller Jahre daherkamen, verdeutlicht Nylon Calculus. Die Statistik zieht dabei das Offensiv-Rating der Teams im Vergleich zum Ligadurchschnitt heran:

— The Nylon Calculus (@NylonCalculus) 25. Oktober 2014

Verletzungen und Konjunktive

So früh und häufig die Würfe bei den Suns fielen, der ganz große Wurf blieb aber aus. Viermal standen die Suns mit Nash in den Conference-Finals – viermal blieb ihnen der Gang in die Endspielserie verwährt. Und so hält Nash den unrühmlichen Rekord, die meisten Playoff-Spiele (120) ohne eine Finals-Teilnahme absolviert zu haben.

Das größte Hindernis stellten dabei die San Antonio Spurs dar: In zwei der vier Conference-Finals stellten die Texaner den Gegner Phoenix‘; in zwölf Playoff-Spielzeiten traf Nash achtmal auf die Spurs – nur einmal konnte er sie schlagen (2009/10 per Sweep).

Als das kontroverseste Aufeinandertreffen der beiden West-Teams entpuppte sich das Duell 2007 in den Conference-Halbfinals, das viele als „die wahren Finals“ der damaligen Postseason betrachten.

Die Suns gingen mit dem Heimvorteil in die Serie, doch verloren den Auftakt – auch weil Nash in der Schlussphase zwischen Parkett und Bank wechseln musste. Nachdem Nash im Schlussviertel mit Tony Parker kollidiert war, blutete seine Nash stark – die Wunde musste immer wieder verarztet werden. Das sogenannte „Bloody Nose Game“ gilt für viele als Blaupause Nashs unbändigenden Willen, gegen widrige Umstände anzukämpfen.

Mit 2-2 konnten die Suns die Serie ausgleichen – doch sie verloren erneut den Heimvorteil, da sie im fünften Duell auf Amare Stoudemire und Boris Diaw verzichten mussten. Das Forward-Duett hatte im vorherigen Spiel unerlaubter Weise die Bank verlassen, nachdem Spurs-Veteran Robert Horry Nash in die Bande gecheckt hatte. Ein enorm kostspieligerer Verlust für die Suns als für Spurs durch das technische Foul Horrys.

Noch heute stellt diese Kontroverse ein beliebtes Konjunktiv-Spiel dar. Was wäre ohne die Disqualifikationen Stoudemires und Diaws passiert? Hätten die Suns die Spurs bezwungen, und wären sie sogar in die Finals eingezogen? Für viele eine plausible Argumentationskette.

Nash musste nicht nur punktuelle Blessuren überstehen, wie seine blutige Nase 2007 oder sein geschwollenes Auge 2010 jeweils gegen die Spurs, sondern konstant anhaltende Einschränkungen, die ihn über seine gesamte Karriere begleitet haben. Wurde Nash ausgewechselt, setzte er sich nicht aufrecht auf die Bank, sondern legte sich waagrecht auf den Boden hin – um seinen Rücken zu schonen und Krämpfen zu entgehen. Nash laboriert an der sogenannten Spondylolisthesis, einer Instabilität der Wirbelsäule.

Der Rücken sollte sich als Nashs Achillesferse herausstellen. Vor allem während seiner Zeit bei den Los Angeles Lakers wurde dies offensichtlich – man möchte die Zeit im gold-violetten Trikot aus Nashs Lebenslauf streichen, da er weniger Zeit im Trikot als im Anzug verbrachte.

Bereits im zweiten regulären Saisonspiel mit den Lakers zog sich Nash eine Fraktur im linken Bein zu; daraus resultierte eine Reizung der Nervenwurzel im Rücken, die ihn während seiner gesamten Lakers-Zeit belastet hat. Über Nashs Kampf zurück hat Grantland eine äußerst sehenswerte Dokumentation produziert:

Und wieder der Konjunktiv: eine Quartett aus Nash, Kobe Bryant, Pau Gasol und Dwight Howard? Auf dem Papier besitzt diese Formation das Potential einer Dynastie, auf dem Parkett war das Stoff einer Tragödie. Schon fast selbstverständlich musste Nash auch mit den Lakers in den Playoffs gegen die Spurs den Kürzeren ziehen: 2012/13 schieden die Lakers in der ersten Runde per Sweep aus; Nash konnte nur zwei Spiele absolvieren.

Ein weiterer Konjunktiv: Was wäre gewesen, wenn die Dallas Mavericks 2004 mit Nash verlängert hätten? Mavs-Besitzer Mark Cuban bezeichnet seinen Verzicht, den damals 30-Jährigen an die Franchise zu binden, als größten Fehler seiner Besitzerlaufbahn. Cuban hatte auf die Ärzte gehört, die Nash nicht die Fortsetzung seines Leistungsniveaus zugetraut hatten; doch letztlich reifte der Aufbauspieler in Arizona noch weiter und erreichte erst noch seinen Höhepunkt. Hätten die Mavs ihren ersten Titel der Franchise-Geschichte schon früher gewonnen?

Es ist bezeichnend, dass Nash ausgerechnet gegen die Mavs einen seiner Karrierehöhepunkte abgeliefert hat: In den letzten drei Partien der Conference-Halbfinals 2005 war Nash der alles überragende Mann: Auf einen Karrierebestwert von 48 Punkten im vierten Spiel folgte ein Triple-Double (34 Pkt, 13 Reb, 12 Ast) im fünften Duell, ehe er in der sechste Partie (39 Pkt, 9 Reb, 12 Ast) mit einem Dreier bei 5,7 Sekunden auf der Uhr die Verlängerung herbeischoss – wo die Suns letztlich die Serie entscheiden sollten. Doch den Lauf der Suns stoppten, wieder einmal, die Spurs.

Es ist eine Ironie des Schicksals, dass gerade San Antonio immer wieder Nashs Playoff-Lauf und dessen Fastbreak-Stil bremste. Denn Gregg Popovich übernahm Aspekte aus D’Antonis System und vollbrachte auch so den Wechsel vom dominanten Defensiv-Bollwerk zur ansehnlichen Flow-Offensive.

Besonders bitter ist auch die Tatsache, dass Nash in einer Zeit zum Zuschauen verdammt war bzw. nicht an sein Leistungsniveau anknüpfen konnte, in der sich das Spiel hin zur damaligen Suns-Philosophie entwickelt hatte. In gewisser Weise waren Nash, D’Antoni und Co. ihrer Zeit voraus…

Durchzechte Nächte im „50/ 40/ 90“-Club

„50/ 40/ 90“ lauten die Maße besonders attraktiver Basketballer – besonders wurfstarker. Über den Saisonschnitt mindestens 50 Prozent seiner Feld-, 40 Prozent seiner Drei-Punkte- und 90 Prozent seiner Freiwürfe zu verwandeln, gilt als Meisterprüfung in der NBA.

Mindestvoraussetzungen von 300 Treffern aus dem Feld, 125 Freiwürfen und 82 Dreiern betrachtet, sind in der NBA-Historie nur zehn solcher Spielzeiten auszumachen – allein vier davon stammen von Nash. Von 2007 bis 2010 schrieb er sich gar drei Jahre in Folge das „50/ 40/ 90“ in den Lebenslauf. Hätte er in der Saison 2006/07 nur einen einzigen Freiwurf mehr getroffen, wäre es fünf Spielzeiten in Folge gewesen!

Spieler Team Saison FG% 3FG% FT% TS%
Kevin Durant Thunder 2012/13 51,0 41,6 90,5 64,7
Steve Nash Suns 2007/08 50,4 47,0 90,6 64,1
Reggie Miller Pacers 1993/94 50,3 42,1 90,8 63,6
Steve Nash Suns 2005/06 51,2 43,9 92,1 63,2
Mark Price Cavs 1988/89 52,6 44,1 90,1 62,3
Steve Nash Suns 2009/10 50,7 42,6 93,8 61,5
Steve Nash Suns 2008/09 50,3 43,9 93,3 61,5
Larry Bird Celtics 1986/87 52,5 40,0 91,0 61,2
Larry Bird Celtics 1987/88 52,7 41,4 91,6 60,8
Dirk Nowitzki Mavs 2006/07 50,2 41,6 90,4 60,5

Diese Werte sind umso beachtlicher, wenn man folgendes bedenkt: Nash war kein Rollenspieler, der als Spot-up-Schütze mit offenen Würfen gefüttert wurde – Nash war das Zentrum der Offensive. Zudem bestach der Kanadier weder mit Athletik noch mit Schnelligkeit, dennoch wusste er sich stets in und durch die Zone durchzuschlagen, um dort zu navigieren.

Der Drop-Pass auf den schneidenden Mitspieler nach Durchlaufen der Zone war dabei ebenso ein Markenzeichen Nashs wie sein Reverse-Layup. Sich den nötigen Raum gegen größere und athletischere Spieler zu verschaffen, zeugt vom gern zitierten Basketball-IQ. Überhaupt blühte der Aufbauspieler im Verwandeln von schwierigen Würfen auf: ein einbeiniger, Floater-ähnlicher Wurf aus dem Dribbling war ebenso Teil seines Repertoires wie der Pull-up-Jumper aus dem Fastbreak.

Dabei war Nash aber kein Scorer in dem Sinne, der stets auf seinen Wurf bedacht war. In keiner einzigen Spielzeit nahm er mehr als 14 Würfe pro Partie; nie fielen auf ihn teamintern die meisten Wurfversuche.

Letztlich werden wir in der Retrospektive erst an Nashs Anspiele als an seine Würfe denken. Er schien diese Gabe zu besitzen, vorauszusehen, wie sich ein Spielzug entwickeln, wie sich Mit- wie Gegenspieler bewegen würden. Auf diese Weise führte er die Liga in drei Spielzeiten in Folge bei den Assists pro Spiel an (insgesamt fünfmal) und setzte sich mit 10.335 Assists auf den dritten Platz der besten Vorlagengeber der NBA-Historie (und das in „nur“ 15 wirklich produktiven Spielzeiten).

Es ist unbestritten seiner Offensivleistung zu verdanken, dass Nash zwei MVP-Auszeichnungen gewonnen hat. Als einer von nur zehn Spielern gelang ihm der MVP-Repeat. Auch aus diesem Grund sind die MVP-Ehrungen nicht frei von Kritik. Gehört Nash in eine Riege mit Hall-of-Fame-Mitgliedern wie Bill Russell, Wilt Chamberlain, Kareem Abdul-Jabbar, Moses Malone, Larry Bird, Magic Johnson, Michael Jordan, Tim Duncan und LeBron James?

Sicherlich mag man die MVP-Wahl debattieren können, doch Nash erfüllte ein Kriterium eines wertvollen Spielers wie kaum ein zweiter: Er machte seine Mitspieler besser. Dies gelang ihm nicht nur durch Anspiele auf dem Platz, bedeutend ist hierbei auch, mit welcher Vorbildrolle Nash voranging; zudem darf auch die Umgänglichkeit neben dem Feld nicht unterschlagen werden – das Resultat: Andere Spieler wollten mit ihm auflaufen; einige verdankten Nash hoch dotierte Verträge.

In der heutigen Draft-Ära (seit 1966) stellt Nash den niedrigste Pick (#15) dar, der es bis zum MVP geschafft hat. Gregg Popovich, der Nash als Teil der Spurs ein um das andere Mal in den Playoffs stoppte, weiß, wie dies Nash erreicht hat:

„Er war jemand, der sich zu einem großartigen Spieler durchgearbeitet hat – so hat er nicht wirklich begonnen“, erklärte Popovich gegenüber der San Antonio Express-News. „Als die Jahre vergingen, hatte er sich immer mehr auf seinen Körper und auf die Verbesserung seines Spiels fokussiert. Letztlich ist er zu einem der besten Point Guards geworden, den wir je sehen werden.“

The Most Ridiculous Man of the World

Dass Nash seine Rücktrittserklärung auf The Player’s Tribune mit „Life after Basketball“ betitelt, kommt nicht von ungefähr. Schon über seine Karriere ließ sich durch Nashs Handlungen abseits des Parketts erahnen, dass er nach Ende seine Basketballkarriere nicht in ein Loch fallen würde. Vielleicht kommt nach Basket- ja der Fußball.

Nash präsentierte sich schon immer als intelligenter Freidenker. In der heutigen Zeit der Social Media sind politische Statements von Sportlern wahrlich keine Besonderheit, 2003 sah dies jedoch noch anders aus. Beim damaligen All-Star Game trug Nash ein Shirt mit dem Aufdruck „No war. Shoot for peace.” Nash kritisierte öffentlich die Irak-Politik der USA und stieß dabei in NBA-Kreisen durchaus auf Gegenwind. Kritisch äußerte sich Nash auch zur Immigrationspolitik des Bundesstaats Arizona. Neben Politik- hat Nash auch ein Ökologiebewusstsein entwickelt.

Nash weiß um die Vorbildfunktion eines Stars, doch nie hat man den Eindruck, dass etwaige Aktionen vom Image-Bestreben geleitet sind. Äußerst menschlich und sympathisch erscheint uns Nash auch durch seinen Charakter, sich selbst nicht zu ernst nehmen zu müssen – wie beispielsweise eine Parodie auf die Kampagne eines Bierherstellers namens „The Most Interesting Man in the World“ zeigt:

Neben Auftritten vor der Kamera hat Nash auch schon dahinter gearbeitet; zusammen mit seinem Cousins Ezra Holland hat Nash die Filmproduktionsfirma Meathawk gegründet. Und vielleicht entsteht aus diesem fiktiven Trailer ja wirklich mal ein endgültiger Film:

Ja, auch Nash hat sich ein Image aufgebaut, dessen Konstruktion aber keineswegs konstruiert wirkt. Warum wir Nash darüberhinaus wertschätzen? Weil er das Spiel liebt und dahingehend das Spiel so spielt, wie es gespielt werden sollte: mannschaftsdienlich, leidenschaftlich. Er ist jemand, der aus seinen körperlichen Voraussetzungen das Letzte herausgeholt hat. „Was mich während der Saison, die ich mit den Suns verbracht hatte, am misten beeinruckt hat, war die vollkommene Professionalität“, schreibt McCallum in seinem Suns-Buch über Nashs Achtsamkeit und Herangehensweise als Leistungssportler.

Nashs Leistungen bei den Suns münzten sich nicht in Titel um, was individuell wie eine Niederlage erscheint, doch hat er mit dem System die Liga nachhaltig beeinflusst, was kollektiv umso bedeutender wiegt. Nash war und ist unbestritten eine der interessantesten Figuren dieses Sports.

The Most Interesting Man of the League
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