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Stetiger Fortschritt

10.01.2017 || 14:54 Uhr von:
In der zweiten Ausgabe des diesjährigen Rookie Watchs werden Marquese Chriss, Dario Saric, Buddy Hield und Malcolm Brogdon genauer unter die Luppe genommen.

Marquese Chriss (Phoenix Suns, Draft 2016, #8)

Forward; 2,08 Meter; Stats: 17,8 MpG; 7,2 PpG; 3,4 RpG; 42,6% FG; 31,3% 3FG

Mit dem achten Pick in der NBA Draft wählten die Phoenix Suns den Power Forward der University of Washington aus. Chriss’ Spiel ist unheimlich roh, zeitgleich aber sehr spannend und bietet viel Zukunftspotential.

Offensiv besticht er durch seine Athletik. Chriss ist sehr schnell auf den Beinen, hat eine gute Vertikalität und agiert sehr dynamisch. Diese Attribute kommen ihm vor allem in Transition-Situationen zu Gute, in denen er den Gegenangriff mitläuft und ihn prozentual gesehen auf ordentlichem Niveau abschließt (1,31 Punkte pro Ballbesitz; 85,0 Perzentil). Ebenso gibt er dem Spiel von Phoenix durch seine Wurfqualitäten eine öffnende Komponente, von der insbesondere Eric Bledsoe (11 Drives pro Spiel), Brandon Knight (5,8 Drives) und Devin Booker (5,7 Drives) profitieren. Des Weiteren kann er als Spot-Up Spieler sowohl aus der Mitteldistanz als auch hinter der Dreierlinie (31,2 Prozent) fungieren, welche bisher den größten Teil seines Spiels ausmachen (32,9 Prozent seiner Offensive). Die Quoten sind hierbei noch ausbaufähig, aber nur aufgrund der potentiellen Gefahr eines offenen Dreiers müssen seine Gegenspieler wachsam bleiben und können nicht anderweitig aushelfen.

Marquese_Chriss_Shot_Chart

Quelle: http://www.austinclemens.com/shotcharts/

Wie an der Shotchart zu erkennen ist, hat Chriss, insgesamt gesehen, eine intelligente Wurfauswahl. Er nimmt viele Würfe in Korbnähe, wenige aus der Mitteldistanz und nimmt den Dreier ohne zu zögern. Sein Wurf sieht hierbei sehr flüssig aus, er wirft den Ball ohne Zwischenschritt und mit einem guten Releasepunkt.

Großes Verbesserungspotential besitzt er in der Offensive trotzdem noch. Mit nur 0,71 Punkten pro Ballbesitz (8,9 Perzentil) in Pick-and-Roll-Situationen ist zu erkennen, dass er trotz seiner Athletik Probleme hat, in solchen Momenten ordentlich am Korb abzuschließen. Ein Hinderungsgrund stellt dabei sein Absprung dar. Chriss ist es gewohnt, dass er Dunks oder Floater beidbeinig abschließt und unsicher agiert, wenn er diese Option nicht zur Verfügung hat. Gegnerische Big Men haben sich inzwischen darauf eingestellt und verteidigen die Winkel beim Abrollen so, dass Chriss zu einer Entscheidung gezwungen wird.

Ebenso fällt in viele Situationen auf, dass er körperlich noch großen Nachholbedarf hat. Mit nur 102 Kilogramm wird er in Korbnähe oft einfach ausgehebelt und kann in Post-Ups kaum Akzente setzen (0,64 Punkte pro Ballbesitz; 10,0 Perzentil). Dieser Nachteil ist auch beim Rebounding klar ersichtlich. Chriss positioniert sich nicht gut, bringt seinen Körper in keine gute Positionen und neigt dazu, unnötige Fouls, wie beispielweise das Übergreifen beim Rebound, zu produzieren.

Defensiv sieht es beim 19-Jährigen ähnlich wie in der Offensive aus. Viel rohes Potential, das eine gewisse Zeit dauert, bis es gewinnbringend für die Suns eingesetzt werden kann. Speziell nach Switches ist ihm anzumerken, dass er erst seit ein paar Jahren organisierten Basketball spielt. Ihm fehlen das Gefühl und das Auge, um zu erkennen, ob er den Ballhandler am Perimeter zustellen muss oder absinken kann. Oft trifft er dabei die falsche Entscheidung und bringt damit sich und seine Mitspieler in eine unkomfortable Position. Schafft er es jedoch, die Situation richtig zu lesen, ist er dank seiner lateralen Geschwindigkeit und seiner guten Beinarbeit in der Lage, den Ballhandler vom direkten Zug zum Korb abzuhalten und zwingt den Gegner zu einem Re-Screen.

Bereits einige Male hat er seine Fähigkeiten als Shotblocker aufblitzen lassen. Dabei aber nicht in Eins-gegen-Eins-Situationen, sondern als Help-Defender von der Weakside. Dort erkennt er entstehende Aktionen und rotiert Richtung Korb um den Ring zu beschützen.

Auch beim defensiven Rebounding kommt seine körperliche Unterlegenheit zum Tragen. Er wird in der Zone herumgeschubst, boxt nicht gut genug aus und verschläft teilweise auch den Zeitpunkt des Rebounds.

Ein Punkt, den Chriss unbedingt beheben muss und eigentlich auch leicht zu bewerkstelligen sein sollte, ist seine Foulanfälligeit. Auf 36 Minuten hochgerechnet verursacht er 6,0 Fouls und fällt immer wieder plump auf einfache Fakes herein oder agiert zu energisch bei gegnerischen Drives zum Korb und schafft es dabei nicht, den Ball zu stehlen.

Insgesamt ist Chriss noch unheimlich roh. Er bringt viele gute Facetten in sein Spiel ein und lässt sein Talent immer mehr und mehr aufblitzen, aber oft ist er verloren auf dem Parkett und kommt mit den Geschehnissen nicht klar. Den Verantwortlichen war von Anfang an bewusst, dass er ein Langzeitprojekt mit großem Potential darstellt und bisher bewahrheitet sich dieser Fall eindeutig.

Dario Saric (Philadelphia 76ers, Draft 2014, #12)

Forward; 2,08 Meter; Stats: 24,2 MpG; 9,6 PpG; 5,9 RpG; 38,5% FG; 34,1% 3FG

Bereits 2014 wurde Dario Saric an zwölfter Stelle in der Draft ausgewählt, es dauerte aber bis zu diesem Herbst, um ihn das erste Mal in der NBA zu sehen. Zuvor lief er zwei Jahre für Anadolu Efes aus Istanbul auf.

Offensiv steht und fällt sein Spiel mit dem Wurf. Fällt dieser, eröffnen sich für ihn ganz neue Möglichkeiten. Wenn nicht, hat er Probleme, einfache Punkte zu generieren. In der bisherigen Saison agiert er in dieser Hinsicht unheimlich inkonstant. Gute Leistungen wechseln sich mit miesen Wurfabenden ab und es fällt ihm schwer, einen gewissen Rhythmus zu entwickeln.

Fällt der Wurf, was sich häufig in Catch-and-Shoot-Situationen (35,1 Prozent aus der Distanz) wiederspiegelt, kann sein Gegenspieler nicht absinken und Saric kann seine Qualitäten beim Zug zum Korb ausspielen. Für einen Big Man besitzt er ein sehr gutes Auge und schafft es immer wieder, seine Mitspieler per Ableger oder Kick-out zu finden (11,0 Prozent Assistquote).

Trotz überdurchschnittlichem Handling agiert er meist abseits des Balles. Er bewegt sich hierbei sehr viel, cuttet zum Korb, stellt Blöcke und bietet sich für offene Würfe an. Aus dem Post heraus, sei es High- oder Low-Post, spielt er gute Pässe und schafft es immer öfters, den zum Korb ziehenden Mitspieler zu finden.

Dario_Saric_Shot_Chart

Quelle: http://www.austinclemens.com/shotcharts/

An seiner Wurfauswahl ist zu sehen, dass er seine Würfe gut verteilt, dabei jedoch weiß, dass er hinter der Dreierlinie für die meiste Gefahr sorgen kann. Knapp 40 Prozent seiner Würfe und Punkte erzielt er vom Perimeter.

Negativ ist anzumerken, dass er nicht athletisch genug ist. Das wird vor allem in jenen Situationen ersichtlich, in welchen er mit zwei anderen Big Men auf dem Parkett steht und dort als Flügelspieler agieren muss. Hier fehlen ihm Geschwindigkeit und Antritt, um seine Qualitäten auszuspielen. Mit nur 0,53 Punkten pro Isolation (11,1 Perzentil) wird deutlich, dass er gegen athletischere Gegenspieler vor Problemen steht und keine guten Würfe produziert. Ebenso fallen diese Nachteile bei Fastbreak-Möglichkeiten auf. Gehörte er in Europa noch zu den besseren Spielern in Transition-Situationen, kommt er in der NBA kaum dazu, diese zu laufen. Sein fehlendes Tempo, kombiniert mit Problemen beim Abschluss am Ring (47,4 Prozent in der Restricted Area), sorgt dafür, dass er nur 0,87 Punkte pro Transition erzielt und damit zum untersten Siebtel der Liga gehört.

Defensiv sieht das Bild ähnlich aus. Trotz großem Einsatz beim Durchbrechen von Blöcken, beim Verteidigen am Perimeter oder Post-Ups ist ihm anzusehen, dass er unter seinen körperlichen Nachteilen leidet. Er besitzt weder eine gute Athletik noch eine außerordentliche Spannweite, was immer wieder zu Problemen führt. Muss er in einer Drei-Big-Men-Aufstellung einen Flügelspieler verteidigen, schafft er es nicht, diesen vom Zug zum Korb abzuhalten und muss sich oft schon beim ersten Schritt geschlagen geben. Ebenso gerät er in Schwierigkeiten, wenn sich sein Gegenspieler abseits des Balles viel bewegt oder er nach einem Switch seinen Gegenspieler am Perimeter in Empfang nehmen muss. Positiv anzumerken ist, dass er trotz körperlichen Nachteilen und einer für ihn schwierigen Situation nie aufgibt und er dank seiner Erfahrung relativ selten bei typischen Rookiefehlern, wie Unaufmerksamkeit abseits des Balles oder Naivität beim Switch, erwischt wird.

Insgesamt ist Saric in einer unangenehmen Situation. Seine Qualitäten kann er am besten in einer Aufstellung mit einem nominellen Center ausspielen, in welcher er dann als sogenannte „Stretch Four“ agiert, jedoch kommt er zu selten dazu. Es wird interessant zu sehen sein, wie sowohl er als auch Philadelphia mit dieser Situation umgehen, vor allem mit dem Hintergrund des Debuts des diesjährigen Nummer Eins Picks Ben Simmons, der ebenso in einer ähnlichen Rolle wie Saric am besten aufgehoben ist.

Buddy Hield (New Orleans Pelicans, Draft 2016, #6)

Guard; 1,93 Meter; Stats: 20,1 MpG; 9,1 PpG; 2,7 RpG; 39,3% FG; 37,6% 3FG

An sechster Stelle sicherten sich die New Orleans Pelicans in der Draft die Rechte des Guards der University of Oklahoma. Vom 23-jährigen Bahamer erhofften sich die Verantwortlichen vor allem Gefahr aus der Distanz, gute Bewegungen abseits des Balles und eine energetische Spielweise.

Hield startete langsam in die Saison und konnte offensiv die an ihn gesteckten Erwartungen nicht erfüllen, seit der Rückkehr von Jrue Holiday Anfang Dezember spielt er jedoch auf einem ganz anderen Level. Durch Holiday’s Fähigkeiten als Spielmacher kann sich Hield inzwischen voll und ganz auf seine eigentlichen Fähigkeiten fokussieren. Hatte er zu Beginn noch Probleme als Ballhandler und Entscheidungsfinder, so nimmt ihm Holiday diese Aufgaben ab und Hield agiert primär als Guard abseits des Balles, der durch seine Wurfqualitäten Platz für Mitspieler schafft. Er bewegt sich sehr gut, findet seine bevorzugten Wurfpositionen und kann dank seiner schnellen Wurfbewegung auch mit wenig Platz hochprozentig treffen.

Knapp die Hälfte seiner Würfe nimmt Hield aus der Distanz, wovon er seit Dezember 47,8 Prozent trifft. Bei offenen beziehungsweise weit offenen Würfen trifft er mit einer effektiven Feldwurfquote von 55,9 und 73 Prozent. Diese Werte zeigen, welch hervorragende Fähigkeiten Hield in dieser Hinsicht besitzt.

Buddy_Hield_Shot_Chart

Quelle: http://www.austinclemens.com/shotcharts/

Mit Ball in der Hand sind seine Limitationen klar zu erkennen. Hield besitzt weder die Geschwindigkeit noch die Fähigkeiten als Ballhandler, um seine Gegenspieler vor ernsthafte Probleme zu stellen. Schlägt er den Gegenspieler bei seinen 2,3 Zügen Richtung Korb, trifft er mit 44,4 Prozent und direkt in Ringnähe zu 50,6 Prozent. Diese Werte können noch besser werden, wenn er sein Repertoire beim Abschluss erweitert. Derzeit verlässt er sich zu sehr auf linkshändige Drives und Abschlüsse mit links. Gegner können sich so relativ schnell auf seine vorhersehbaren Bewegungen einstellen. Ebenso tritt er bisher nicht, wie oben erwähnt, als Ballverteiler in Aktion.

Defensiv spielt er mit sehr großem Einsatz, aber, wie für einen Rookie üblich, leistet sich Hield einige Leichtsinnigkeiten. In Pick and Rolls verteidigt er wie erwartet. Am College blieb er, trotz gutem Körper, einige Mal an Blöcken hängen, was beim Übergang auf das NBA-Niveau meist kein gutes Zeichen ist. Diese Annahme bestätigte sich bisher. Trotz guter teaminterner Kommunikation erkennt Hield zumeist den Beginn eines Pick and Rolls nicht und kann sich dementsprechend oft nicht richtig positionieren. Er agiert dazu unüberlegt in Situationen, ob er absinken kann oder über den Screen muss und gibt so einfache Punkte weg. Er lässt 1,10 Punkte pro Spielsituation zu und liegt damit am unteren Ende aller Spieler mit mindestens einer Pick-and-Roll-Aktion pro Spiel.

Abseits des Balles offenbaren sich ebenso einige Baustellen. Hield ist nicht immer voll konzentriert im Spiel und verliert seinen Gegenspieler gerne aus den Augen. Vor allem auf der Weakside fällt es enorm auf, wenn er den Ball verfolgt und den Rücken seinem Gegner zuwendet. Das führt zu Backdoor-Cuts und meist simplen Korblegern.

Sein defensives Rebounding ist für einen Rookie-Guard in Ordnung. Er kann seinen Körper gut einsetzen und mit seinen relativ langen Armen kleinere Guards überragen.

Hield wird von Spiel zu Spiel konstanter. Er hat inzwischen eine Rolle bei den Pelicans gefunden, die sehr gut zu ihm passt, seine Stärken hervorhebt und seine Schwächen kaschiert. Es wird spannend zu sehen sein, wie er sich weiterentwickelt. Bleibt er ein typischer Distanzschütze oder verbessert er sein Ballhandling und seine Defense dahingehend, dass er auch mit dem Ball in den Händen effektiv ist, größere Flügel verteidigen kann und sich bestenfalls zu einem Two-Way Spieler entwickelt?

Malcolm Brogdon (Milwaukee Bucks, Draft 2016, #36)

Guard; 1,96 Meter; Stats: 24,2 MpG; 8,9 PpG; 3,9 ApG; 45,4% FG; 41,3% 3FG

Zu Beginn der zweiten Runde wählten die Milwaukee Bucks den Guard der Virginia Cavaliers aus. Brogdon zeigt bisher das, was von ihm erwartet werden konnte, wenn nicht sogar noch mehr.

In der Offensive nimmt er das, was der Gegner ihm anbietet. Er trifft entweder mit guten Quoten per Catch-and-Shoot (64,3 Prozent effektive Feldwurfquote) oder verbesserungswürdige 39,7 Prozent bei Pull-Ups. Da Giannis Antetokounmpo oft als primärer Ballhandler agiert, spielt Brogdon einige Teile des Spiels abseits des Balles. Dort zeigt er seine Fähigkeiten als Spot-Up-Schütze (1,26 Punkte pro Ballbesitz; 92,9 Perzentil). Mit dem Ball in der Hand läuft er zu einem Drittel Pick and Rolls. Hierbei wartet er geduldig, wie sich der Screen entwickelt und entscheidet anschließend, ob er den Big Man anspielt oder selbst versucht zu punkten. Versucht er selbst zu punkten, sinkt seine Effizienz rapide. Weder per Pull-Up noch per Zug zum Korb punktet er konstant. Dabei spielt seine durchschnittliche Athletik eine große Rolle. Er schafft es nicht, sich vom Gegenspieler per explosivem ersten Schritt zu lösen oder per Dribbling sich Platz zu verschaffen und wird daher bis zum Korbabschluss bedrängt. Dadurch ergeben sich schlechtere Abschlusswinkel und dementsprechend eine geringere Punkteausbeute.

Malcolm_Brogdon_Shot_Chart

Quelle: http://www.austinclemens.com/shotcharts/

Ein unterschätzter Aspekt seiner Offensive sind seine Spielmacherqualitäten. Brogdon erlaubt sich kaum einfache Fehler, findet seine Mitspieler in guten Positionen (23,5 Prozent Assistquote) und agiert mit einem hohen Basketball-IQ. Im mehr oder weniger positionslosen Spiel der Bucks ist dieser Aspekt von großer Bedeutung.

Trotz all dieser vielversprechenden Dinge am offensiven Ende sticht der 24-Jährige bisher noch mehr auf der defensiven Seite heraus. Bereits am College ein vieldekorierter Verteidiger, zeigt er auch in der NBA, dass er mehr als mithalten kann.

Durch seine extrem langen Arme und seinem guten Körper gleicht er das Fehlen einer überragenden Athletik aus. Er verteidigt sowohl am als auch abseits des Balles mit großem Erfolg. Besonders bei Pick and Rolls zeigt sich seine Klasse. Nur 0,53 zugelassene Punkte pro Ballbesitz (96,3 Perzentil) sind ein herausragender Wert. Er ist hierbei immer in guter Position, hat enorm aktive Hände und weiß um die Stärken seiner Gegner. Er bleibt so gut wie nie an Blöcken hängen oder gerät unter einen Screen. Selbst wenn er aus der Balance kommt, gelangt er schnell wieder in seine ursprüngliche Position und lässt dementsprechend kaum eine Dribble-Penetration Richtung Korb zu.

Was ihn von vielen Rookies unterscheidet, ist seine Konzentration abseits des Balles. Er verliert fast nie seinen Mann aus den Augen und erlaubt deshalb kaum einfache Punkte. Sind seine Gegenspieler vorwiegend Catch-and-Shoot-Spielertypen und er muss ihnen durch gestellte Blöcke folgen, stellt es kein Problem dar. Er erkennt meist schon im Ansatz, was folgt und kann so effektiv verteidigen (0,92 zugelassene Punkte pro Ballbesitz bei Spot-Ups). Zusätzlich ist er, dank seinem hohen Basketball IQ, ein guter Helpdefender und weiß, wann er gebraucht wird und wann nicht.

Malcolm Brogdon hat sich bereits nach zwei Monaten in der NBA als guter Draftpick erwiesen. Er macht das, was von ihm erwartet wird, zur vollsten Zufriedenheit und bekommt deshalb immer mehr Minuten. Sein Einfluss ist auch bei den on/off Court-Werten gut ablesbar. Mit ihm liegt das Net-Rating der Bucks bei 5,0; ohne ihn bei 0,3. Spielt er so weiter, haben sich die Bucks einen guten Rollenspieler in der zweiten Runde gesichert. Ob er mehr als das wird, darf bezweifelt werden, da er als bereits 24-Jähriger mit wenig Athletik nur eingeschränktes Steigerungspotential besitzt.

Anmerkung der Redaktion: Alle Stats sind auf dem Stand vom 9. Januar 2017

Bestleistungen Dezember 2016

Punkte: 33, Joel Embiid
Rebounds: 12, Willy Hernangomez, Marquese Chriss
Assists: 12, Malcolm Brogdon
Steals: 4, Isaiah Whitehead
Dreier: 5, Buddy Hield, Alex Abrines
Blocks: 5, Joel Embiid

All-Rookie First Team

Isaiah Whitehead (Backcourt)
Malcolm Brogdon (Backcourt)
Buddy Hield (Backcourt)
Dario Saric (Frontcourt)
Joel Embiid (Frontcourt)

All-Rookie Second Team

Kay Felder (Backcourt)
Alex Abrines (Backcourt)
Dorian Finney-Smith (Frontcourt)
Marquese Chriss (Frontcourt)
Willy Hernangomez (Frontcourt)

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