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OST – Official Season Tip-off

28.10.2014 || 16:25 Uhr von:
Während man sich nicht wundern sollte, wenn die gleichen acht West-Teams wie zuletzt in die Playoffs einziehen, hat sich im Osten viel getan: Rose zurück, Hornets zurück, LeBron James in der Heimat, Indiana am Boden.

1. San Antonio Spurs

[Saisonvorschau] | [Depth Chart] | Vergangene Saison: 62-20, Meister

Sie sind einfach nicht zu totzukriegen – am Alamo eben. Wie man eine Franchise führt und aufbaut, lässt sich kaum besser veranschaulichen, als anhand der San Antonio Blueprints, die fast seit zwei Jahrzehnten in der NBA Wurzeln schlagen. Und solange eine solche Einheit auf und neben dem Parkett steht, mag so etwas wie Altersschwäche kaum ins Gewicht fallen.

Tim Duncan, Tony Parker und Manu Ginobili werden als siegreichstes Trio der NBA-Playoff-Geschichte in ihre 13. gemeinsame Saison gehen. Immer wieder haben sie Verstärkung von idealen Rollenspielern miterlebt – wie möglicherweise auch bei diesem Draft, mal wieder am Ende der Draft-Runde, mit Kyle Anderson. Die Finals-Niederlage von 2013 motivierte noch, ereilt den Spurs diesmal eine Sättigung?

Best Supporting Question: Erleben wir einen Yo-Yo-Effekt bei Boris Diaw. Der französische Point Forward besitzt eine Regelung in seinem Vertrag, bei der er insgesamt 0,5 Millionen Dollar einstreichen kann, wenn er an drei Punkten der Saison nicht über 115 Kilogramm wiegt (am 25.10., 17.2., 1.4.).

2. Los Angeles Clippers

[Saisonvorschau] | [Depth Chart] | Vergangene Saison: 57-25, zweite Playoff-Runde

Ist der ominöse Clippers-Fluch endgültig verflogen? Mit dem Rausschmiss des ehemaligen Besitzers Donald Sterling hat in Los Angeles eine neue Zeitrechnung begonnen, die mit Steve Ballmer eine Menge Spaß mitbringen soll – heißt das auch endlich Conference-Finale?

Auf den Einzug in ein solches müssen die Clippers seit der Ankunft Chris Pauls immer noch warten, obwohl die Siegquote stetig angestiegen ist – was sich auch in dieser Spielzeit fortsetzen könnte. Denn endlich stehen hinter Blake Griffin und DeAndre Jordan fähige Big Men bereit; die Offensive ist über die meisten Zweifel erhaben. Es wäre nicht überraschend, wenn 2014 das Jahr der Clippers werden würde.

BSQ: Seit Jahren blickt die NBA-Fangemeinde auf die besten Handtuchwedler (wie Kent Bazemore, Robert Sacre oder Ronny Turiaf.) – wird der Blick nun ein paar Stühle weitergehen, zum Franchise-Besitzer? Steve Ballmer, meine Damen und Herren.

3. Chicago Bulls

[Saisonvorschau] | [Depth Chart] | Vergangene Saison: 48-34, erste Playoff-Runde

„Don’t call it a comeback, [he’s] been here for…“ the World Cup. Rost hin und her, Bulls-Head- und US-Assistant Coach Tom Thibodeau war schon froh, Derrick Rose wieder auf dem Parkett – und vor allem in aufeinanderfolgenden Spielen – zu sehen. Und 30 Punkte sind selbst in der Preseason nicht zu verachten.

Dennoch brauchen die Bulls einen offensiv konstant-produktiven Rose, um sich die Ost-Krone aufzusetzen. Offensiv verspricht dabei auch das High-Post-Spiel von Pau Gasol und Joakim Noah einiges an Kreativität. Auf der anderen Seite des Parketts steht die Verteidigung stets Thib-top. Die Bulls werden immer die Seele auf dem Hartholz lassen. Verwandelt sich bei Rose der Konjunktiv in einen Exklamativ, haben die Bulls Chancen auf den Final-Einzug.

BSQ: Nikola Mirotic, Doug McDermott, dazu ein wenig Gasol – Spacing deluxe aus Bullensicht. Erleben wir dank mehr Drive-Raum den „alten“ Rose?

4. Cleveland Cavaliers

[Saisonvorschau] | [Depth Chart] | Vergangene Saison: 33-49, keine Playoffs

115,6. Das ist der Wert des besten Offensiv-Ratings der NBA-Historie, soweit es zurückzuführen ist, gehalten von den 1986ers Los Angeles Lakers. Und geht es nach einigen Experten, ist diese Marke dank der neuformierten Cavs in Gefahr. Unbestritten mag die Konstellation von LeBron James, Kevin Love und Kyrie Irving orangene Blutkörperchen in Wallung bringen; dazu kann David Blatt europäischen Offensivfluss nach Ohio transportieren.

Doch bei aller League-Pass-Euphorie gibt es auch ein paar Fragezeichen: Fehlt den Cavs nicht ein wirklicher Ringbeschützer? Gelingt es Blatt, einen defensiven Teamverbund zu erstellen? Überhaupt, die Teamchemie und Hierarchie. Und drei Akteure aus dem Top-Quartett in Blatt, Love und Irving standen noch nie in den NBA-Playoffs.

BSQ: Immer diese Outlet-Pässe von K-Love zum L-Train, denkt sich die Bildregie bei Cavs-Partien entnervt. Wieviele extra Kameras werden angeschafft, um neben Puderwürfen nichts Wichtiges zu verpassen?

5. Oklahoma City Thunder

[Saisonvorschau] | [Depth Chart] | Vergangene Saison: 59-23, Conference-Finale

In den beiden vergangenen Spielzeiten machten Verletzungen den Thunder ein Strich durch die Meisterschaftsrechnung: 2013 Russell Westbrook, 2014 Serge Ibaka – und nun fällt Kevin Durant mit einer Fraktur im rechten Fuß wohl den ersten Saisonmonat aus; wenn immerhin der Spielplan noch keine Bürde ist. Ein Western-Conference-Threepeat wäre sicherlich im Bereich des Möglichen gewesen.

Damit es nun wieder soweit ist, verstärkte sich das Front Office über die Free Agency… nicht wirklich. Anthony Morrow als Dreierschütze steht als Zugang auf den Flügelpositionen den Abgängen Derek Fisher, Thabo Sefolosha und Caron Butler gegenüber. Clay Bennett mag lieber auf die Luxussteuer verzichten, als aufzurüsten. Auch wenn der Athletik-Donner den Sporen ebenbürtig sein kann – reicht das für den ganz großen Wurf?

BSQ: Was steht für Reggie Jackson an: Vertragsverlängerung, Trade oder Free Agency?

6. Golden State Warriors

[Saisonvorschau] | [Depth Chart] | Vergangene Saison: 51-31, erste Playoff-Runde

Die Splash Brothers nahmen ihren Namen in Spanien wörtlich, bringen mit einer Goldmedaille aber auch einen großen Erfahrungsschatz zurück. Alle Wurfqualitäten des besten Floor-Spacing-Backcourts zum Trotz sollten auch Currys Pass- und Thompsons Defensivqualitäten nicht unterschätzt werden.

Trotz dieser individuellen Klasse wird es für den Rookie-Coach Steve Kerr darum gehen, eine Offensive zu installieren, die mehr Bewegung fördert. Und individuell muss Harrison Barnes wieder erwachen und könnte Shaun Livingston eine der X-Verpflichtungen der Offseason werden. Was machen Andrew Boguts Körper und Currys Knöchel? Und welchen Einstand feiert Kerr? An diese Fragen hängt es, ob die Warriors die erste Runde oder sogar die West-Finals erreichen?

7. Portland Trail Blazers

[Saisonvorschau] | [Depth Chart] | Vergangene Saison: 54-28, zweite Playoff-Runde

Die Blazers schickten in der vergangenen Spielzeiten eine der stärksten Startformationen auf das Hartholz. Das knarrte aber gewaltig, wenn sie Platz für die Reservisten machen mussten. Können Chris Kaman und Steve Blake wirklich die Bank derart verstärken, dass sie die Starter entlasten?

Mit der ersten Playoff-Zweitrundenteilnahme seit 14 Jahren gibt es an der Pazifikküste Oregons eine Menge Aufwind, die dank des Aufstiegs und Clutch-Fähigkeiten eines Damian Lillards zusätzlich Auftrieb erhält. Den Wind aus den Segeln nehmen muss die Truppe von Terry Stotts aber dem Gegner durch eine stärke Mannschaftsverteidigung, wollen sie noch länger af dem Playoff-Meer schippern.

BSQ: Welcher Blazers-Akteur steht als erstes auf der „Injured List“, weil er als Gast bei „Exploring Kaman“ Opfer eins Jagdunfalls wird?

8. Memphis Grizzlies

[Saisonvorschau] | [Depth Chart] | Vergangene Saison: 50-32, erste Playoff-Runde

„This is – no limits, no gimmicks.“ Mit ihrem Grit-and-Grind-Gusto haben sich die Grizzlies zu einem Team gehustlet, gegen das niemand in den Playoffs spielen will. So sehr der Fokus auf das Big-Men-Gespann um Marc Gasol und Zach Randolph, so sehr hat sich Mike Conley als einer der solidesten und unterbewertesten Point Guards der Liga gemausert.

Dass die Gizzlies über zwei Drittel ihrer Spiele in den vergangenen beiden Jahren mit Gasol auf dem Parkett gewonnen haben, spricht für seinen Wert. Und Weltmeisterschaft, Fitnesszustand und Vertragsjahr sprechen dafür, dass der Spanier diesen noch stärker untermauern wird. Wichtig für Memphis wird es sein, dass konstante Scoring- und Dreierentlastung von den Flügelspielern kommt – kann das Vince Carter mit seinen 37 Jahren übernehmen?

BSQ: Welche Innovationen wird Besizer Robert Pera als ehemaliger Apple-Techniker Dave Joerger vor die Nase setzen? Werden die Grizzies zu Cyborgs, die mit Chip-Implantaten auf dem Feld gesteuert werden?

9. Dallas Mavericks

[Saisonvorschau] | [Depth Chart] | Vergangene Saison: 49-33, erste Playoff-Runde

Tyson Chandler kehrt nach Dallas zurück – bringt der Center auch die Defensive auf Vordermann? Das schlechteste Defensiv-Rating aller Playoffs-Teams brachte die Mavs zuletzt in eine schwierige Ausgangsposition, die sie überraschenderweise aber fast meistern konnten. Denn offensiv ist vor allem die Pick-and-Pop-Combo um Dirk Nowitzki und Monta Ellis über allen Zweifel erhaben, mit Chandler Parsons steht nun eine starke dritte Option zu Verfügung.

Doch welcher der vielen Point Guards wird sich durchsetzen können und konstant den Spielaufbau leiten? Und wer soll den Kettenhund auf dem Flügel geben? Das sind Fragen, die Coach Rick Carlisle beantworten muss, der einer der besten ist, wenn es darum geht, aus Individuen ein System zu formen. Individuell sind die Mavs stärker geworden, was den Töpfermeister Carlisle zu Gute kommen sollte.

10. Washington Wizards

[Saisonvorschau] | [Depth Chart] | Vergangene Saison: 44-38, zweite Playoff-Runde

So sehr sich viele Zauberlehrlinge den Sommer 2016 und damit einen Free Agent Kevin Durant herbeisehnen, so sehr könnten die Wizards auch in der Gegenwart ihre Anhänger verzaubern. Die Franchise gilt als einer der Gewinner der Offseason und kann nach Paul Pierces Entscheidung mit ihrer Attraktivität punkten. Playoff-Erfahrung gewonnen, doch mit Trevor Arizas Abgang auch Flügelverteidigung und Corner-Three-Expertise verloren.

Doch die meisten schauen eh auf den Backcourt, wo mit John Wall und Bradley Beal eines der aufregendsten Duos der Liga zu finden ist. Wird die Wizards Beals Verletzungspause zu Beginn im Kampf um den Heimvorteil entscheidend zurückwerfen? Dagegen müsste auch Coach Randy Wittman etwas unternehmen. Der mutet ein wenig wie der Scott Brooks des Ostens an. Wittman hätte aber nichts dagegen, dessen Weg zu folgen.

11. Houston Rockets

[Saisonvorschau] | [Depth Chart] | Vergangene Saison: 54-28, erste Playoff-Runde

Das H steht nicht für Harmonie. In Houston scheint das Superstarduo um James Harden und Dwight Howard noch nicht so recht zusammengefunden zu haben. Kritik darf sich hierbei auch Coach Kevin McHale gefallen lassen. Dennoch sind Spieler mit solchen individuellen Fähigkeiten (Scoring, Freiwurfmagnetismus, Zonenpatrouille) in der NBA nicht so leicht zu finden.

Trevor Ariza mag als Eins-gegen-Eins-Verteidiger auf Grund Har(d)ens Fauxpas wichtig sein, doch wie sieht seine Leistung nach dem neuen Vertrag aus? Und werden sich die kostspieligen Abgänge von Omer Asik und Jeremy Lin negativ auf die Rotation auswirken? Es scheint, als würde Houston noch stärker auf sein Superstarduo angewiesen sein. Zeit, dass sie sich wie ein solches benehmen.

12. Toronto Raptors

[Saisonvorschau] | [Depth Chart] | Vergangene Saison: 48-34, erste Playoff-Runde

Als einziges Ost-Team rangierten die Raptors in der vergangenen Spielzeit sowohl beim Offensiv- als auch beim Defensiv-Rating in den Top-Ten. Nur die Hand des Wunders stand ihrer ersten Zweirundenteilnahme seit 2001 im Weg. Das Gesamtkonzept der Franchsise passt also – vom umsichtig agierenden Front Office um Masai Ujiri bis zum Head Coach Dwane Casey, der seine defensive Handschrift gut leserlich auf die Taktikbretter schreiben konnte.

Das Positive: Der Großteil der Führungsspieler befindet sich noch vor seinem Leistungszenit, Entwicklungsprünge werden auch 2014/15 zu beobachten sein. Der ganze große Sprung wird zwar noch nicht drin sein – aber die Kombination von rund 30 Millionen Dollar schweren auslaufenden Verträgen und Ujiri ist Gold wert. Und somit könnte Letzterer bald rufen, „F*** you, East!“

13. Phoenix Suns

[Saisonvorschau] | [Depth Chart] | Vergangene Saison: 48-34, keine Playoffs

Die Phoenix Suns terrorisierten zuletzt alle Saisonprognosen vermeintlicher Experten – ja, auch uns – und werden mit ihrem Guard-Terror auch in dieser Spielzeit für Aufstehen sorgen. Mit Isaiah Thomas hat sich Phoenix ein wahres Schnäppchen in die Wüste geholt. Damit haben die Suns zwar ihrem System noch mehr Nachdruck verliehen, doch werden somit auch mehr Siege abfallen?

Der Überraschungsmoment wird diesmal ausbleiben. Es muss sich zudem eine wirkliche Stretch-Vierer-Option etablieren, damit die Guards Raum für ihre Drives haben – darauf basiert das System Phoenix’. Es wäre nicht verwunderlich, wenn die Suns erneut die Rekordbilanz eines Nicht-Playoff-Teams aufstellen werden.

BSQ: Wieviele Minuten werden Thomas, Goran Dragic und Eric Bledsoe gemeinsam auf dem Parkett verbringen?

14. Charlotte Hornets

[Saisonvorschau] | [Depth Chart] | Vergangene Saison: 43-39, erste Playoff-Runde

Die Bobcats sind tot, es leben die Hornets. In Charlotte weht ein frischer Wind, der an glorreiche Zeiten der Mitte 90er erinnern soll. Und warum nicht? Coach Steve Clifford hat eine deutliche Struktur in der Franchise etabliert; mit Lance Stephenson als nervtötender Verteidiger mit Spielmacherqualitäten hat das Management eine vakante Position gut und auch kostengünstig besetzt.

Die Hornets werden zum dritten Mal in Folge ihre Bilanz steigern können, da sie auch über den vielleicht besten Low-Post-Scorer im Osten verfügen (Brook Lopez muss erstmal wieder fit werden). Damit sollte endlich der erste Playoff-Erfolg der Franchise-Geschichte möglich sein (hierbei sollte man die Verknüpfung zur Vergangenheit außer Acht lassen).

BSQ: Pustet Stephenson irgendwann in Michael Kidd-Gilchrists Wurfablauf, wenn diese in alte Muster verfällt?

15. Miami Heat

[Saisonvorschau] | [Depth Chart] | Vergangene Saison: 54-28, Vize-Meister

Wieviel Talent liegt noch am Strand des „South Beach“? Mit dem Abgang LeBron James’ hat nicht nur der individuell beste Spieler der Liga die Franchise verlassen, diese wird sich nun auch im Kollektiv umstellen müssen. Inwieweit wird sich das Spiel des (ehemaligen) Stretch-Big-Man Chris Bosh verändern und weiter unter dem Korb verlagern? Und inwieweit kann der bisher auf seine Cuts bauende Dwyane Wade mit mehr Aufmerksamkeit und Einsatzzeiten umgehen?

Besonders tief besetzt scheinen die Heat nicht zu sein, Rotationsspieler wie Danny Granger und Udonis Haslem hocken auf dem absteigenden Ast. Doch in den letzten Jahren hat Erik Spoelstra einen Erfahrunggschatz aufgebaut, auf den er setzen kann.

16. Brooklyn Nets

[Saisonvorschau] | [Depth Chart] | Vergangene Saison: 44-38, zweite Playoff-Runde

Wieviel Spaß hat Mikhail Prokhorov noch an seinem Spielzeug namens Brooklyn Nets? So richtig geöffnet hat sich das Meisterschaftsfenster nie, das hätte es eigentlich spätestens 2013/14 tun sollen. Doch die Schlammschacht um Jason Kidd hat eher „broken window“-Theorien zu Tage gefördert – das kann auch auf das Durchschnittsalter und den Gesundheitszustands der wichtigsten Akteure umgemünzt werden.

Was für ein Point-Guard-Big-Man-Duo könnten Deron Williams und Brook Lopez sein, wenn sie beide mal nicht mit der „Injured List“ Vorlieb nehmen müssten? Vielleicht erfindet Lionel Hollins als Vater des Grit-and-Grind eine neue Mentalität im New Yorker Stadtteil.

17. New Orleans Pelicans

[Saisonvorschau] | [Depth Chart] | Vergangene Saison: 34-48, keine Playoffs

Von gestutzten Flügeln werden die Pelikan-Tierfreunde nichts mehr lesen wollen. Die geplante Formation aus Jrue Holiday, Eric Gordon, Tyreke Evans, Ryan Anderson und Anthony Davis stand in der vergangenen Saison gemeinsam nur 90 Minuten auf dem Hartholz (fünf Lineups bekamen mehr Minuten). Ob die Fünf in dieser Spielzeit sehr viel Zeit mehr miteinander verbringen werden?

Neben Fitness-Fragezeichen hat dies auch mit Neuzugang Omer Asik zu tun, der zusammen mit Davis nun ein Twin-Tower-Gespann installieren soll, um die Verteidigungsreihe endlich zu verbessern (2013/14 nur 25. beim Defensiv-Rating). Die Pelicans werden somit erneut Findungszeit benötigen – ist genug Zeit vorhanden, um schon in dieser Saison in die Playoffs einzuziehen? Dazu wird unter anderem Davis sein prognostiziertes MVP-Niveau schon jetzt erreichen müssen.

BSQ: Davis und Asik als Twin-Tower-Terror unter und Maskottchen Pierre in Hitchcock-Vogel-Manier hinter den Körben; dazu verwirrende Pelikanflügelabdrücke auf dem Hartholz. Manövrieren sich die Pelicans so zum besten Heim-Defensiv-Rating?

18. Atlanta Hawks

[Saisonvorschau] | [Depth Chart] | Vergangene Saison: 38-44, erste Playoff-Runde

Zu Beginn erwähnter Franchise-Stammbaum hat seine Wurzeln bis nach Atlanta ausgeschlagen, wo Mike Budenholzer ein für Teambasketballanhänger ansehnliches System aufgestellt hat. Auf dem Papier scheint der Coach ein vielseitiges Spielergerüst vorzufinden, bei denen der Hauptakteur – Al Horford – aber verletzungsfrei bleiben muss.

Überhaupt scheint sich bei den Hawks das entscheidende abseits des Parketts abzuzeichnen: Wird Danny Ferry wieder zurückkehren? Wenn ja, wann? Seine Manager-Expertise war der Grundstein für dieses neue System. Und wann wird ein neuer Franchise-Besitzer gefunden?

19. Denver Nuggets

[Saisonvorschau] | [Depth Chart] | Vergangene Saison: 36-46, keine Playoffs

Man kann ein System nur dann etablieren, wenn man das geeignete Spielermaterial zur Verfügung hat. Bzw.: Ist es nicht einfacher, ein System zu installieren, das die Stärken der Akteure fördert? Das sollte Brian Shaw in seinem Rookie-Jahr als Coach gelernt haben.

Die Nuggets sollten mit Wirbelwind Ty Lawson aufs Tempo drücken – Kenneth Faried als Trailer sollte das freuen. Mit Rückkehrer Arron Afflalo aus Orlando und Rückkehrer Danilo Gallinari von der Verletztenliste stehen weitere Schützen bereit. Zumindest quantitativ sind die Nuggets eines der stärksten Teams der Liga. Doch qualitativ in der Spitze wohl doch zu schwach, um in die Playoffs einzuziehen.

BSQ: Legalisierung von Marihuana in Colorado – gibt es noch den Heimvorteil in der Smile High City?

20. Detroit Pistons

[Saisonvorschau] | [Depth Chart] | Vergangene Saison: 29-53, keine Playoffs

Stan Van Guny wird versuchen, Andre Drummond in einen neuen Superman zu transformieren. Dabei wird es in Detroit eine „Big Three“ im wörtlichen Sinne kaum noch geben, da Drummond, Greg Monroe und Josh Smith nicht mehr so häufig das Parkett teilen werden. Wie würde Monroe darauf reagieren, von der Bank zu kommen, wenn er doch in die Unrestrcited Free Agency geht? Kommt es zum Trade?

Und kann Van Gundy auch in Detroit ein System wie damals bei den Orlano Magic aufbauen, dass sich auf einen Defensivpivot und viele Schützen konzentriert? Gerade der „SVG“-Faktor könnte Detroit in die Nähe der Playoffs katapultieren – vor allem, wenn sich Smith seiner Stärken besinnt.

BSQ: Wer wird mehr Dreier pro Partie versuchen: Das Duo aus Smith und Caron Butler oder die Los Angeles Lakers?

21. New York Knicks

[Saisonvorschau] | [Depth Chart] | Vergangene Saison: 37-45, keine Playoffs

Bei aller Euphorie um Phil Jackson als Team-Präsident und mit dem neuen Coach Derek Fisher als einstigen Lehrling unter Jackson sollte nicht vergessen werden, dass auch der Kader eine ausreichende Qualität besitzen muss, um erfolgversprechendes herauszukitzeln.

Zunächst wird die Triangle-Offensive viel Zeit der Einübung beanspruchen; darüber hinaus scheint die Verteidigung des Frontcourts zu löchrig, um Gegner stoppen zu können. Vielleicht sollte man sich nicht in Rotwein legen, sondern diesen in die Gatorade-Trinkflaschen des Gegners füllen.

BSQ: Welchen Tick wird J.R. Smith auf seine Schnürsenkelentbindung folgen lassen? Da er der neue Dennis Rodman ist, vielleicht ja was mit Haarfärbung und Brautkleidern?

22. Sacramento Kings

[Saisonvorschau] | [Depth Chart] | Vergangene Saison: 28-54, keine Playoffs

Gleich zwei aktuelle Weltmeister wissen neben den Kings nur die Golden State Warriors in ihren Reihen. So erhoffen sich die Kings, dass das Forward-Tandem gemeinsam in seiner ersten vollen Saison den nächsten Schritt tätigt: Rudy Gay als weiterhin effizienter Scorer, und DeMarcus Cousins als Superstar vor dem Durchbruch.

Offensiv mag es bei beiden wenig zu bemängeln geben, da schon eher bei der Mannschaftsverteidigung und der Point-Guard-Position. Ist ein Trio um Ramon Sessions, Darren Collison und Ray McCallum wirklich besser als ein Isaiah Thomas. In der Crunchtime kann nunmal nur einer auf dem Parkett stehen. Die Kings scheinen den schmalen Grat zwischen Erfolgshunger und Neuaufbau zu gehen, und wissen vielleicht nicht, wie sie das eine mit dem anderen verbinden oder trennen sollen. Interessant: Die Kings stimmten für die Draft-Lottery-Reform.

BSQ: Nik Stauskas und Ben McLemore. Collison und Sessions? Wird sich das Front Office zur Trading-Deadline wieder auf ein Crowdsourcing-Projekt berufen wie schon für den Draft 2014?

23. Indiana Pacers

[Saisonvorschau] | [Depth Chart] | Vergangene Saison: 56-26, Conference-Finale

Ein Indiana kennt keinen Schmerz – doch Pacers-Fans werden bei der zu erwartenden Offensivleistung ihres Teams auf die Probe gestellt werden. Schon mit Lance Stephenson und Paul George sah das ganze zuletzt nicht sonderlich kreativ aus, nun stehen beide Flügelspieler Coach Frank Vogel nicht mehr zur Verfügung.

Zu allem Überfluss kommt noch weiteres Verletzungspech hinzu, sodass Donald Sloan starten und Rodney Stuckey wohl 20 Würfe pro Spiel nehmen wird. Vive le Roy? Ist zumindest die Auferstehung von Roy Hibbert zu erleben? Er könnte das Zünglein an der Waage sein, damit die Pacers irgendwie am letzten Playoff-Platz kratzen. Es wäre eine Überraschung.

24. Utah Jazz

[Saisonvorschau] | [Depth Chart] | Vergangene Saison: 25-57, keine Playoffs

Mike Krzyzewski, Larry Brown, Gregg Popovich, RC Buford, Doug Collins. Nein, diese Männer werden in keinster Weise für die Jazz tätig sein, doch von diesen Koryphäen lernte Quin Snyder – und dieser ist der neue Head Coach in Salt Lake City. Allein das sollte schon Grund zur Vorfreude sein. Denn Talent ist bei den Jazz genug vorhanden (keiner der Starting Five ist älter als 25 Jahre) – es fehlte bisher nur jemand, der dieses genug fördert.

Vor allem offensiv wird Snyder viel zu tun haben, das Spacing war vergangene Saison katastrophal. Können Derrick Favors und Enes Kanter koexistieren? Letztgenannter ballerte in der Preseason schon mal von Downtown. Und kann Gordan Hayward seinen Superstarvertrag rechtfertigen?

25. Los Angeles Lakers

[Saisonvorschau] | [Depth Chart] | Vergangene Saison: 27-55, keine Playoffs

Während sich die Clippers in einer neuen, befreiten Ära wähnen, befinden sich die Lakers eher in der Stadt der gefallenen Engel. Steve Nash scheint seit dem Wechsel zu den Gold-Violetten eher in der Hölle zu schmoren, ein Karriereende steht bevor. Und Kobe Bryant mag in der öffentlichen Wahrnehmung immer mehr in die Richtung des überbezahlten, unbeliebten Akteurs rutschen, der laut Henry Abbott die Franchise von innen auffrisst.

Viel Spaß, Byron Scott. Der neue Head Coach hat sich schon während seiner Tage bei den Cavs nicht als Defense-First-Coach mit Ruhm bekleckert, bei den Lakers findet er weder on-ball-Pest, Flügelstopper noch Ringbeschützer vor. Auch Dreierschützen erster Güte sind im Kader nicht zu finden. Was tun? Entgegen der modernen Basketballphilosophie auf effiziente Distanzwürfe verzichten.

BSQ: Im 21. Jahrhundert wies noch keine Mannschaft einen Anteil von unter zehn Prozent auf, was Dreier an den gesamten Feldwürfen betrifft. Schaffen das die Lakers?

26. Minnesota Timberwolves

[Saisonvorschau] | [Depth Chart] | Vergangene Saison: 40-42, keine Playoffs

Mit Kevin Love verschwand nicht nur Franchise-Spieler aus Minneapolis, sondern auch der Quarterback mitsamt seiner Touchdown-Fastbreak-Pässe – und dennoch mögen die Wolves für viele in die Gunst des League-Pass-Teams aufgestiegen sein: Ricky Rubio wird beweisen wollen, warum das Designated-Franchise-Player-Tag mit dem fünften Vertragsjahr noch vakant ist, und ein Turbo-Rudel um Zach LaVine, Andrew Wiggins, Thaddeus Young und Co. antreiben.

Doch der „train à grande vitesse“ wird sich eher zum „train à grande tristesse“ wandeln – denn Niederlagen wird es in Minnesota regnen. Als der letzte Franchise-Kevin ging, kassierten die Wolves zehn Schlappen mehr im Vergleich zur Vorsaison. Die Wolves können froh sein, wenn sich dies wiederholt.

BSQ: Wann feuert Präsident Saunders Coach Saunders, weil Coach Saunders keine Lust mehr hat, die Wolfsmutter dieser Welpen zu geben?

27. Boston Celtics

[Saisonvorschau] | [Depth Chart] | Vergangene Saison: 25-57, keine Playoffs

Trade oder kein Trade, das ist hier die Frage. Wie lange wird Rajon Rondo noch das grüne Trikot tragen? Der Point Guard wird Free Agent, möchte nicht länger im Neuaufbaumodus verharren und der Keltenkader ist im Backcourt eh überladen – einfache Mathematik.

Denn talentierte Spieler sind in Massachusetts durchaus vorhanden, die in Brad Stevens einen Coach haben, der ebenfalls in den Startlöchern steht: junge Spieler entwickeln, um eine schlagkräftige Truppe zu formen – die gewinnen darf.

BSQ: Welcher Spieler wird eher gehen: Rondo oder Jeff Green?

28. Orlando Magic

[Saisonvorschau] | [Depth Chart] | Vergangene Saison: 23-59, keine Playoffs

Die Magic befinden sich immer noch im Evaluierungsprozess: Kaum eine Franchise hat solch eine Quantität an talentierten, jungen Akteuren zur Verfügung; dank zweiter Top-Ten-Picks ist diese Talenttiefe noch erweitert worden.

Zu was ein solcher Kader punktuell zu leisten imstande ist, bewies Orlando in der vergangenen Saison. Doch für eine konstante Bestätigung dessen ist es noch zu früh – ein richtiger Anführer und Go-to-Guy hat sich noch nicht hervorgespielt.

29. Milwaukee Bucks

[Saisonvorschau] | [Depth Chart] | Vergangene Saison: 15-67, keine Playoffs

Er wächst, und wächst, und wächst. Der #GreekFreakAlert wird uns in dieser Saison nicht nur Updates von Highlighs-Aktionen Giannis Antetokounmpos geben, sondern uns auch über seine Point-Guard-Qualitäten und eben seinen Wachstum auf dem Laufenden halten – „the Alphabet“ könnte im Lauf der Spielzeit zum Seven-Footer mutieren. Als weiterer Lichtblick schimmert Jabari Parker auf dem alt(ehrwürdig)en Parkett des Bradley Center – der Foward gilt als der fertigste Rookie.

Mit Jason Kidd setzt sich ein Machtmensch auf den Coaching-Thron, der einen breit aufgestellten Kader vorfindet – vielleicht zu breit? Und wie fest sitzt Kidd überhaupt in Milwaukee im Sattel, denn: Die Arenasituation ist immer noch vakant.

BSQ: In welchem Zusammenhang könnten Kidd, Larry Sanders und die Wörter „hit me“ stehen?

30. Philadelphia 76ers

[Saisonvorschau] | [Depth Chart] | Vergangene Saison: 19-63, keine Playoffs

Das Draft-System bleibt bestehen, vor allem General Manager Sam Hinkie freut’s, der fast jeden Spieler für einen Zweitrunden-Pick anbieten wird. So werden die Sixers nicht nur den „back-to-back“-Rote-Laternenträger geben, sondern erneut die Minimumsgehaltsgrenze nicht erreichen. Hinkie muss aufpassen, dass dies nicht noch Free Agenty anzieht, wird doch die Differenz zwischen tatsächlichen Gehaltsausgaben und Minimum auf die Akteure aufgeteilt.

Und sportlich? Immerhin wird Nerlens Noel sein Rookie-Debüt geben und das Team so sehr auf das Tempo drücken, um aus dem Bildschirm zu laufen und nicht gesehen zu werden.

BSQ: Was wird eher eintreffen: Joel Embiid tritt auf das NBA-Parkett, oder Joel Embiid trifft in einem via Twitter klargemachten Date auf Rihanna?

Redaktionstipps

Dennis Amedovski Manuel Baraniak Sebastian Eickhoff Christian Gerne Johannes Hübner Thomas Käckenmeister Thorben Rybarczik Florian Schaum
Meister Cavs Clippers Clippers Cavs Bulls Spurs Cavs Clippers
Vize Clippers Bulls Bulls Spurs Clippers Bulls Spurs Bulls
MVP C.Paul L.James K.Durant L.James L.James R.Westbrook L.James L.James
Rookie J.Parker J.Parker J.Parker J.Parker J.Parker A.Wiggins J.Parker J.Parker
MIP J.Sullinger A.Drummond G.Hayward A.Davis KCP ABC C.Parsons J.Sullinger
Defense M.Gasol J.Noah J.Noah J.Noah J.Noah A.Davis A.Davis J.Noah
6th man I.Thomas I.Thomas S.Livingston J.Crawford J.Crawford L.Williams I.Thomas I.Thomas
Coach D.Rivers D.Blatt S.Clifford T.Thibodeau D.Blatt D.Blatt D.Rivers D.Rivers
Executive D.Griffin D.Griffin D.Griffin D.Griffin D.Griffin D.Griffin D.Griffin
Hot Seat M.Williams M.Malone K.McHale F.Saunders M.Malone S.Brooks K.McHale M.Williams
US-No-Go P.George Spurs A.Wiggins H.Thabeet S.Nash C.Kaman R.Rondo K.Love
ILP-Abo Suns Cavs Wolves Cavs Warriors Warriors Blazers Hornets
Koffer Smith/ Monroe PHI vs 2nd rounder Rondo/ Monroe C.Budinger Pistons R.Rondo J.Smith J.Smith

Erklärung

Hot Seat: der Coach, der am ehesten entlassen werden wird
US-No-Go: ein Spieler, den man auf keinen Fall im CROSSOVER US-Managerspiel wählen sollte
ILP-Abo: das Team, welches man sich unbedingt mehrmals im International League Pass ansehen muss
Koffer: der Spieler, der auf jeden Fall in einem Trade abgegeben wird

OST – Official Season Tip-off
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