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Spielerportrait: Goran Dragic

11.11.2013 || 17:54 Uhr von:
Goran Dragic_Keith Allison (via flickr, CC BY-SA 2.0)
Name: Goran Dragic Position: PG/SG Nation: Slowenien Größe/Gewicht: 1,91/86 Kilogramm Team: Phoenix Suns Stats 2012/2013: 14,7 PPG, 7,4 Assists, 1,6 Steals, 3,1 Rebounds, 44 % Feldwürfe, 32 % Dreier in 33,5 Minut...

Name: Goran Dragic
Position: PG/SG
Nation: Slowenien
Größe/Gewicht: 1,91/86 Kilogramm
Team: Phoenix Suns
Stats 2012/2013: 14,7 PPG, 7,4 Assists, 1,6 Steals, 3,1 Rebounds, 44 % Feldwürfe, 32 % Dreier in 33,5 Minuten

Goran Dragic. Ein Name der vor einigen Jahren nicht sehr bekannt war. Doch zumindest galt Dragic als extrem talentiert. Und das unter anderem in seinem Heimatland Slowenien. Immerhin wurde er dort 2006 All-Star und 2008 Champion. Scouts berichteten von einem NBA-reifen Talent, und so ließ er nicht lange auf sich warten und meldete sich zum Draft 2008 an. Dort wurde er natürlich von den Spurs gedraftet und zwar nach San Antonio Manier an Stelle 45. Diese verschickten seine Draftrechte dann an die Phoenix Suns, die hofften, dass der Point Guard Steve Nash beerben könnte. In Houston, wo er im Februar 2011 hingetradet wurde, schaffte er den Durchbruch und erhielt anschließend einen 34 Millionen dotierten Vertrag in Arizona. Dort bestätigte Dragic seine Qualitäten. Doch warum explodierte Dragic plötzlich so und ist er überhaupt seinen Vertrag wert?  Zunächst einmal ist der 27-Jährige ein explosiver Point Guard, der einen extrem guten ersten Schritt Richtung Korb besitzt und dort jeden Kontakt wegsteckt. Dass er beidhändig finishen kann, kommt ihm ebenfalls zu Gute. Dazu gesellen sich ein Floater, verschiedene Dribbelmoves und ein Stepback-Jumper. Der Slowene versteht es seinen Verteidiger aus der Balance zu bringen und dies entscheidend zu nutzen. Sein Lieblings Offensiv-Set ist das „Pick and Roll“, wo er mit seiner enormen Spielintelligenz Löcher in die Defense reißt. Er versteht es perfekt die Verteidiger zu splitten, um in das Herz der Defensive einzudringen. Aber auch in der Transition, bzw. im Fastbreak ist sein Spiel makellos. Dort ist er immer mit dem Blick zum freien Mann unterwegs oder versucht im Lauf das Blockingfoul zu ziehen.

Beim Blocken und Abrollen wirkt sich dann aber Dragics Wurfschwäche am meisten aus. Der Verteidiger geht bei ihm unter den Block her um ihn den Weg abzuschneiden und das kostet ihm einige Punkte. 2012/13 traf er schwache 32 %, obwohl er durchaus in Abschnitten einen guten Touch bewiesen hatte. Sollte er dieses Problem mittelfristig nicht in den Griff kriegen (und davon ist auszugehen, er ist immerhin bereits 27), muss er sich eventuell nach Tony Parker richten. Dieser weiß nämlich, was er am besten kann und drückt kaum von der Dreierlinie ab, um hochprozentige Würfe innen zu nehmen. Dass Goran fast so viele Dreier wie Würfe am Ring nimmt, zeigt Verbesserungsbedarf.

Trotzdem konnte Dragic vergangene Spielzeit Career-Highs in den Kategorien Punkten, Rebounds, Steals und Assists auflegen. Vor allem seine Fähigkeiten als Passgeber brachten die Nummer eins überhaupt zu dem gut dotierten Vertrag.  Wer 7,4 Assists in einem Phoenix Suns-Team auflegt, hat in Sachen Playmaking etwas drauf. Es sind die einfachen Pässe, die Dragic so gut beherrscht. Wenn sein Mitspieler offen ist, lässt er den Ball fliegen. Hinzu kommen noch etliche Bounce- und Behind-the-Back Pässe die so manchen ins Staunen versetzten. In Phoenix ist er unerlässlich, denn er macht seine Mitspieler besser. Das wird sehr oft vergessen, wenn es um die besten Playmaker der Liga geht, denn „GD“ ist durchaus ein Top 10 Point Guard.

Defensiv steht er seinen Mann meistens. 1,6 Steals ist schon mal ein ansprechnder Wert, jedoch lässt er sich ab und an von kräftigen Point Guards besiegen – vor allem in Post-Ups. Der 1,91 Mann kann dies aber mit mehr Einsatz durchaus beheben. Als Fazit kann man sagen, dass Goran Dragic oft vergessen wird. Sein Scoring, seine Assists und auch seine Führungsqualitäten sind alle auf hohem Niveau. Klar können die Quoten höher sein, aber immerhin ist er in Phoenix meist der Alleinunterhalter gewesen. Mit einem Eric Bledsoe an der Seite wird es ihm um einiges leichter gemacht, besonders wenn der Neuzugang die Ballführung übernimmt und Dragic dann um Screens kommen kann. Die Suns wären also nicht falsch beraten, wenn sie weiter auf ihn setzen.

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