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Off-Court-Krise bei den Dallas Mavericks

22.02.2018 || 13:00 Uhr von:
Vorwürfe wegen sexueller Belästigung, eine 600.000-Dollar-Strafe – die Dallas Mavericks schreiben derzeit auch abseits des Parketts Negativschlagzeilen.

Am vergangenen Dienstag veröffentlichte die Sports Illustrated einen Artikel, der das Bild einer „aggressive Arbeitsumgebung“ bei den Dallas Mavericks zeichnet. Ehemalige und aktuelle Mitarbeiter der Organisation haben Anschuldigungen ausgesprochen, die bis zur sexuellen Belästigung reichen.

Im Zentrum der Vorwürfe steht der ehemalige Mavs-Präsident und -Geschäftsführer Terdema Ussery, der bis 2015 bei den Texanern gearbeitet hat. Schon während dessen Amtszeit hatten weibliche Mitarbeiter Usserys frauenverachtenden Vergehen gemeldet, doch die Personalabteilung der Mavericks soll dagegen nichts unternommen haben.

Neben Ussery wird im SI-Artikel auch Earl Sneed erwähnt, der zuletzt als hauptverantwortlicher Beat Writer für mavs.com gearbeitet hat. Sneed wurde während seiner Zeit bei den Mavs unter anderem wegen häuslicher Gewalt angezeigt, arbeitete aber zunächst weiter bei den Mavs. Mittlerweile wurde Sneed aber gefeuert.

Im Zuge der Anschuldigungen gegen Mitarbeiter des Mavs macht der SI-Artikel auch eines klar: Spieler sind nicht betroffen, die Kabine der Mavs wird dabei als angenehmes Arbeitsumfeld beschrieben. Eine weibliche Mitarbeitern wird von SI wie folgt zitiert: „Ich hatte ständig mit Spielern zu tun und nie ein Problem damit. Die Spieler haben immer gewusst, wie man Menschen behandelt. […] Wenn ich mit Spielern zu tun hatte, verschwand meine Angst; sie stieg aber, wenn ich zurück an den Schreibtisch ging.“

Die Mavs haben in einer Erklärung bekannt gegeben, dass sie die Vorwürfe untersuchen werden; die NBA sei auch informiert. Dirk Nowitzki äußerte sich ebenfalls und zeigte sich „angewidert“, als er den Artikel gelesen hatte. „Es ist sehr enttäuschend, es ist herzzerbrechend. Ich war schockiert über einige Dinge.“

Cuban: 600.000-Dollar-Strafe

Einen Tag später schrieben die Mavs die nächste Negativschlagezeile: Die NBA hat Mavs-Besitzer Mark Cuban mit einer Strafe über 600.000 Dollar belegt. Der Grund dafür ist eine Äußerung Cubans, die den Mavs des „Tankings“ beschuldigt.

In einem Podcast mit Julias Erving sagte Cuban, dass „Verlieren unsere beste Option“ sei. Dies hatte Cuban bei einem gemeinsamen Essen zu einigen der Mavs-Spieler gesagt.

Nowitzki und Carlisle haben Cubans Äußerungen kritisiert. „Ich werde nie für das absichtlichte Verlieren stehen“, machte Nowitzki deutlich.

Die Mavs rangieren mit einer Bilanz von 18 Siegen und 40 Niederlagen derzeit auf dem vorletzten Platz der Western Conference. Ligaweit weisen die Texaner die drittschlechteste Bilanz auf. Je mehr Niederlagen, desto stärker steigen die Chancen, einen hohen Draft-Pick zu ergattern.

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