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May the real James Harden please stand up?

15.10.2016 || 11:33 Uhr von:
James Harden
Die Houston Rockets waren einmal der futuristische Vorreiter der NBA. Mittlerweile ist Dwight Howard wieder weg. Macht James Harden jetzt einen auf Kobe?

Die letzte Saison

41-41 ist jetzt keine Katastrophen-Bilanz für ein NBA-Team wie die Houston Rockets, aber eben auch nur Durchschnitt. Und für das futuristisch denkende Frontoffice um GM Daryl Morey, das nur noch Würfe von Downtown oder aus der Zone sehen will, ist 41-41 definitiv eine Enttäuschung. Im Vorjahr waren die Rockets noch engster Verfolger der Golden State Warriors und hatten mit James Harden einen veritablen MVP-Kandidaten. 2016 endeten die Postseason-Träume schon in der ersten Runde mit einem 1-4 gegen den späteren Vize-Champ aus der Bay Area.

Zwischendurch entpuppte sich die Verpflichtung von Ty Lawson zudem als Flop, der Point Guard wurde Anfang März entlassen. Dwight Howard setzte dem ganzen noch die Krone auf, indem er intern die Rockets als sein Team beanspruchte und trotz doch eher mäßiger Leistungen am Thron von James Harden sägte, der defensiv in der abgelaufenen Saison lieber seine Großmutter hätte spielen lassen sollen.

Die Offseason

Klotzen statt Kleckern hieß es in Texas im Sommer. James Harden unterschrieb eine Vertragsverlängerung über weitere vier Jahre und 118 Millionen Dollar bei den Rockets. Der Shooting Guard ist trotz aller defensiven Ausfälle immer noch einer der potentesten Scorer der Association. Hinzu kam mit Ryan Anderson (4 Jahre, 80 Millionen Dollar) ein Wunschspieler vieler Teams, der defensiv aber ähnlich unbegabt ist wie Franchise Player Harden. Dafür trifft er vorne den Dreier so sicher wie kaum ein Vierer der Liga, greift massig Rebounds und zieht das Feld auseinander.

Nene (1 Jahr, 2,9 Millionen Dollar) soll dagegen auf der Fünf gemeinsam mit Clint Capela agieren, denn Dwight Howard machte ebenfalls die Biege in Richtung Atlanta. Darüber hinaus kam mit Eric Gordon (4 Jahre, 53 Millionen Dollar) ebenfalls reichlich Potential für den Backcourt. Allerdings steht noch in den Sternen, ob sich Gordon wirklich mit Superstar Harden verträgt. Zuletzt kam mit Tyler Ennis immerhin noch ein variabler Guard per Trade für Michael Beasley. Inszeniert wird der Zirkus vom neuen Zampano Mike D’Antoni, der aber defensiv auch nicht gerade als Betonmischer bekannt ist.

Star und Schlüsselspieler

James Harden muss zeigen, dass die Saison 2014/2015 kein Ausnahmefall war. Natürlich sind seine Scoring-Fähigkeiten über jede Zweifel erhaben, defensiv muss er aber – vor allem durch die Anderson-Verpflichtung – auch mal als Leader vorangehen. Mit seinem Spiel und vor allem seiner Einstellung dazu steht und fällt der Erfolg der Houston Rockets.

Dementsprechend sind auch die Schlüsselspieler mehr oder weniger an Harden gebunden. Ryan Anderson kann sich an der Dreierlinie postieren, braucht aber auch mal den Pass von Harden aus dem Post heraus, um abdrücken zu können. Eric Gordon dagegen wird, das zeigen die ersten Preseason-Spiele, wohl auf der Zwei beginnen und als Sidekick-Scorer agieren. Denn Harden wird zunächst auf der Eins Starten. In den ersten vier Vorbereitungsspielen legte er im Schnitt 11,0 Assists auf – leistete sich aber auch stolze 5,3 Turnover.

Eine dritte Option wäre Smallball mit Gordon auf der Drei, Harden auf der Zwei und Patrick Beverley als Point Guard. Letzterer würde immerhin defensive Stabilität bringen.

Kaderübersicht

 StarterBankBankBank 
PGJames HardenPatrick BeverleyTyler EnnisPablo PrigioniBobby Brown
SGEric GordonK.J. McDanielsGary Payton IIP.J. HairstonIsaiah Taylor
SFTrevor ArizaCorey Brewer
PFRyan AndersonMontrezl HarrellSam DekkerKyle Wiltjer
CClint CapelaNeneChinanu Onuaku

Prognose

Es steht und fällt alles mit der Leistung von James Harden. Schafft es Mike D’Antoni, aus „The Beard“ einen Point Guard mit Scorer-Qualitäten zu machen, der auch defensiv zumindest kein schwarzes Loch darstellt, dann kämpfen die Rockets um den Heimvorteil in den Playoffs. Klappt dies allerdings nicht, könnte Harden aber auch in den Egozocker-Modus á la Kobe Bryant anno 2006 verfallen und ein sehr fragiles Rockets-Gebilde implodieren lassen. Dann fehlt den Rockets über Jahre finanzieller Handlungsspielraum. GM Morey sollte dann mal in Brooklyn anrufen, die kennen sich mit solchen Situationen aus.

US-Manager-Tipp

Clint Capela ist für 3,66 Millionen zu haben – und könnte durchaus ein Schnäppchen für die Fünf sein. Denn der Schweizer sollte sich intern gegen Nene im Kampf um den Starter-Sport auf Center durchsetzen. Capela könnte sich in seiner dritten NBA-Saison nochmals steigern und dürfte vor allem in der Zone viele Blocks und Rebounds einsammeln.


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