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NBA Awards: Die Redaktions-Tipps

17.10.2017 || 14:05 Uhr von: , , ,
Der Saisonstart in der NBA steht unmittelbar bevor, doch welche Akteure werden die Spielzeit prägen? Vier basketball.de-Redakteure haben ihre Tipps für die individuellen Auszeichnungen abgegeben.

Most Valuable Player (MVP)

Sven: Kawhi Leonard. Gemeinsam mit dem Titelverteidiger Russell Westbrook, James Harden und LeBron James gehörte der 15. Draftpick des Jahres 2011 bereits in der Vorsaison zu den heißen MVP-Kandidaten. Der „King“ wird die reguläre Saison wieder als Warmlaufen für die Playoffs nutzen, die beiden Guards haben nun Co-Stars an ihrer Seite. Heißt: Wenn Golden State keine 70 Siege holt, wird Leonard MVP werden.

Sebastian: LeBron James. Auch aus Mangel an Alternativen: Russell Westbrook wird mit den Co-Stars Paul George und Carmelo Anthony nicht mehr die Monster-Stats der vergangenen Saison auflegen, auch in Boston und Oakland treten sich die Superstars gegenseitig auf die Füße. James dagegen hat durch den Abgang von Kyrie Irving (und die angeschlagene Hüfte von Isaiah Thomas) fast schon wieder die Alleinunterhalterrolle in Cleveland inne – wie bei seinen ersten beiden MVP-Trophäen in „The Land“ 2009 und 2010. Wer einen „Außenseitertipp“ haben will: Sollte Stephen Curry in der Bay Area wieder alles kaputt schießen, könnte der dritte Titel für den „Chef“ winken.

Christian: LeBron James. Allein schon, weil der (wenn es darauf ankommt) weiterhin beste Spieler der Welt durch den Gewinn seiner fünften MVP-Trophäe mit dem erklärten GOAT, Michael Jordan, und dem größten Gewinner, Bill Russell, gleichziehen würde (lediglich Kareem Abdul-Jabbar wurde die MVP-Ehre sechsmal zuteil). Und erst Recht, wenn der bald 33-jährige Chef-Cavalier Cleveland nochmals in die Finals führen und damit seine achte Teilnahme in Serie verbuchen sollte. Dann hätten nämlich nur Russell, Kareem und Sam Jones öfter als der „König“ um den NBA-Titel gespielt …

Simon: Kawhi Leonard. Der Spurs-Forward landete bereits in der Vorsaison auf Platz drei beim MVP-Voting. Die vor ihm platzierten Russell Westbrook und James Harden haben nun einen absoluten Superstar an ihrer Seite, während Leonard weiterhin der mit Abstand beste Spieler seines Teams ist. Hinzu kommt, dass dieser nicht nur ein starker Offensiv-Spieler, sondern auch ein großartiger Verteidiger ist. Voraussetzung: San Antonio sollte etwa 55 Spiele gewinnen.

Foto: Kawhi Leonard

Defensive Player of the Year (DPoY)

Sven: Rudy Gobert. Auch im Kampf um den besten Verteidiger des Jahres werden drei bekannte Protagonisten das Rennen um den Titel unter sich ausmachen. Favorit sollte der französische Center-Riese der Utah Jazz sein. Kawhi Leonard muss vermehrt die Offensive in San Antonio schultern und Draymond Green in der Crunchtime meist die Bankspieler abfeiern. Bei den Utah Jazz hingegen ist eine elitäre Verteidung überlebenswichtig im Kampf um die Playoffs. Dies werden im Frühjahr auch die Wahlmänner berücksichtigen.

Sebastian: Draymond Green. Dynasty-Mode: on! Auch in Sachen Awards werden die Warriors versuchen, ihre Dominanz fortzusetzen. Nachdem Green im Vorjahr endlich den langersehnten Einzel-Award abgeräumt hat, wird der Power Forward erneut der defensive Schlüssel für das beste Team der Liga sein. Und sollten die Warriors wieder das beste Team der Regular Season werden, wäre es fatal, wenn sie ohne individuelle Auszeichnung aus dieser herausgehen. Green wird dies zu verhindern wissen.

Christian: Rudy Gobert. Der französische Verteidigungskünstler – nun das neue Aushängeschild der Jazzer – wird erneut eine der besten Defensiven der Liga verankern. Dabei fungiert der Zweitplatzierte von 2016/17 als einer der herausragenden Ringbeschützer (die Gegner trafen weniger als 43 Prozent ihrer Würfe aus der Nahdistanz), Rebounder (Rang vier) und Shotblocker (Rang eins) der NBA. Mit Recht darf der „Stifle Tower“ als Defensivcenter Nummer eins gelten; zumal sich, das sei erwähnt, der 25-Jährige auch am anderen Ende befähigt zeigt (etwa zuletzt die ligaweit beste TS% auflegte).

Simon: Rudy Gobert. Schon in den vergangenen beiden Jahren hatte es gute Argumente gegeben, die Auszeichnung an Gobert zu vergeben, allerdings erhielten Kawhi Leonard und Draymond Green den Vorzug. Nun ist der Franzose an der Reihe. Als elitärer Ringbeschützer eines der besten Defensiv-Teams wird in dieser Saison kaum ein Weg an dem Center der Utah Jazz vorbei führen.

Foto: Rudy Gobert

Rookie of the Year (RoY)

Sven: Ben Simmons. Meistens ist gutes Scoring ausschlaggebend für den Titel des besten Neulings. Dennoch wird 2018 ein Pass-First-Spieler die Scorer um Dennis Smith Jr. & Co. schlagen. Der Australier ist seiner Konkurrenz körperlich um Lichtjahre voraus und wird die Offense der Philadelphia 76ers im kommenden Jahr lenken. Dank der Kombination aus Körpergröße und Spielmacherfähigkeit sowie der Hype um die Sixers geht der Titel nach der knappen Niederlage in diesem Jahr 2018 in die Stadt der brüderlichen Liebe.

Sebastian: Lonzo Ball. LaVar bekommt den ersten Award für das „Big Baller Brand“. Ja, Ben Simmons ist in Philadelphia ein heißer Anwärter auf die Trophäe, auch Markelle Fultz könnte anklopfen – bei den Sixers stehen aber noch zu viele Fragezeichen hinter Line-Up und Spielsystem mit Simmons, Fultz, Embiid und Co. Wer soll bitte den Ballvortrag übernehmen, wie kommt Simmons aus der Verletzungspause zurück? L.A. ist dagegen Lonzo Land, der Point Guard hat zahlreiche Abnehmer für seine Zuckerpässe, die auch Kyle Kuzma eine Außenseiterchance auf den Award einräumen dürften.

Christian: Ben Simmons. Was der 21-jährige Australier zu leisten imstande ist, hat er in der NBA Preseason bereits angedeutet. Endlich gesund und physisch ohnehin bereit, machen ihn seine Allround-Qualitäten sowie der Fakt, dass er für die gehypten Sixers den Spielmacher geben wird, zu einem Favoriten auf die RoY-Trophäe. Sofern der 2,08-Meter-Mann seine Würfe respektabel trifft, dürften wohl nicht wenige Triples-Doubles zu bestaunen sein. Derweil der Point Foward Phillys „Process“ beschleunigen und den Playoff-Traum befeuern sollte.

Simon: Ben Simmons. Nachdem der vielseitige Australier seine komplette erste NBA-Saison verpasst hat, wird er die in ihn gesetzten Hoffnung erfüllen wollen. Als Point Forward wird Simmons nicht nur scoren, sondern auch Assists liefern und insgesamt den ganzen Statistikbogen füllen. Damit ist er gegenüber Konkurrenten wie Lonzo Ball und Dennis Smith Jr. im Vorteil.

Foto: Ben Simmons

Most Improved Player (MIP)

Sven: Aaron Gordon. Kein Award ist derart schwer vorherzusagen wie der des Most Improved Players. Häufig geht diese Auszeichnung an einen Spieler, der aufgrund veränderter Personalpolitik mehr Spielzeit bekommt. Gordon gehört nicht in diese Kategorie. Orlando Coach Frank Vogel ließ ihn vergangene Saison häufig auf Small Forward auflaufen. Dieses Experiment scheiterte. 2017/18 wird er wieder auf seiner angestammten Position spielen und gegnerischen Power Forwards einige Probleme bereiten.

Sebastian: Joel Embiid. „The Process“ hätte im letzten Jahr eigentlich einen Award verdient gehabt – jetzt holt sich der Kameruner eben den MIP-Award. In der Preseason deutete Embiid bereits an, dass er im Rookie-Ensemble um Simmons und Fultz ein willkommener Abnehmer für die zahlreichen Pässe seiner Teamkollegen sein kann. In der Zone wird der Center zudem reichlich Terror machen und die Sixers in die Playoffs führen. Den Award verdient er sich damit – auch wenn er nur 60 Spiele machen sollte.

Christian: Myles Turner. Der 21-Jährige soll im Zuge des Neuaufbaus zum neuen Star- und Franchise-Spieler der Pacers avancieren. Dabei ist dem vielseitigen Big Man, der in seinem dritten Profijahr nun auch mehr offensive Verantwortung trägt, ein deutlicher Leistungssprung zuzutrauen. Seine eindrückliche Befähigung als Two-Way-Player (14,5 PPG bei 51,1 FG%, 34,8 3P%, 80,9 FT% sowie 3,0 Stocks) sollte sich statistisch verstärkt manifestieren – nicht zuletzt, weil ihm Backup Al Jefferson (32 Jahre) und Rookie Ike Anigbogu (18) kaum die Spielzeit streitig machen werden.

Simon: Jusuf Nurkic. Wenn der Big Man an seine nach dem Trade nach Portland gezeigten Leistung in 16/17 anknüpfen kann, gehört er automatisch zu den Spielern, die ihre Statistiken am meisten verbessern werden. Nurkic ist hauptverantwortlich dafür, dass die Trail Blazers nach der All Star-Pause von einem Bottom-Five- zu einem Top-Ten-Defensivteam wurden. Mit einem solchen Einfluss auf den Teamerfolg ist der Center zurecht in der Verlosung um den Award, auch wenn Defense bei dieser Auszeichnung traditionell keine allzu große Rolle spielt.

Foto: Joel Embiid

Sixth Man of the Year

Sven: Eric Gordon. Seit Steve Kerr seinen Flügelspieler auf die Bank gesetzt hat, ist Andre Iguodala aus meiner Sicht der beste sechte Mann der Liga. Da aber Scoring das wichtigste Kriterium dieses Awards ist, wird er auch 2018 nicht gewinnen. Titelverteidiger Eric Gordon ist deshalb der Topfavorit für diese Auszeichnung. Neben James Harden und Chris Paul wird er unzählige offene Würfe bekommen. Diese verwandelt er erfahrugsgemäß hochprozentig.

Sebastian: Eric Gordon. Der Rockets-Guard bleibt der Favorit auf den Award, jetzt wo mit Lou Williams ein direkter Konkurrent nicht mehr in Houston spielt und mit Chris Paul ein Platz im Backcourt belegt ist. Gordon gibt D’Antoni mehr Optionen, kann er mit seiner Stärke von Downtown sowohl Paul, als auch Leader James Harden in der Offense unterstützen – und die zweite Garde anführen.

Christian: Eric Gordon. Bekanntermaßen geht der Award an auffällige Scorer mit einem gewissen Teamerfolg. Daher ist der amtierende „Sechste Mann des Jahres“ – der 2016/17 endlich einmal gesund blieb und von der Dreierlinie verlässlich heiß lief – einer der Topkandidaten für die Auszeichnung. Das wohl beste Backcourt-Duo der Liga (Chris Paul und James Harden) sollte dafür sorgen, dass der 28-Jährige erneut reichlich offene Würfe erhält und so seinen Titel verteidigen kann (zuletzt gelang dies übrigens Detlef Schrempf Anfang der 90er Jahre). Auch werden die Raketen die Feuerkraft ihrer Bankmikrowelle benötigen, wenn sie im Westen ganz oben mitfliegen wollen.

Simon: Eric Gordon. Am Titelverteidiger führt erneut kein Weg vorbei. Gordon ist der ideale sechste Mann für das Team von Mike D’Antoni. Mit Chris Paul hat er nun einen zusätzlichen Elite-Spielmacher neben ihm, der ihn perfekt in Szene setzen wird. Gordons Effizienz dürfte dadurch noch weiter steigen. Aufgrund des weiterhin hohen Spieltempos wird Houston viele Würfe generieren, was auch die Scoring-Chancen des Shooting Guards erhöht.

Foto: Eric Gordon

Coach of the Year

Sven: Steve Kerr. Minnesota wird vorraussichtlich den größten Sprung in der kommenden Saison vollziehen. Doch kann ein Coach zum besten Trainer des Jahres gewählt werden, von dem diese Bilanz bereits im Vorjahr erwartet wurde? Nein! Deshalb werden viele für den Übungsleiter des besten Teams der regulären Saison stimmen. Selbst ohne die kommenden Monate das volle Potenzial abrufen zu müssen, könnte Golden State wieder eine der besten Bilanzen der NBA-Geschichte aufstellen.

Sebastian: Jason Kidd. Die Bucks werden die Überraschung im Osten: Giannis Antetokounmpo spielt sich in die Top-10 der Liga, Khris Middleton, Malcolm Brogdon und Co. haben zudem ein Jahr mehr Erfahrung zusammen. Auch Thon Maker dürfte in seinem Sophomore-Jahr eine größere Rolle spielen. Kidd gibt seiner jungen Truppe Selbstvertrauen und schnappt sich den Heimvorteil für die erste Runde der Playoffs – und holt sich auch den ersten Award als Coach ab.

Christian: Brad Stevens. Der 40-jährige Übungsleiter gilt zu Recht als einer innovativsten und taktisch versiertesten Headcoaches der Association. Seit seiner Amtsübernahme 2013 haben die Celtics ihre Saisonbilanz sukzessive verbessert, hat er eine limitierte Mannschaft voller „Überleister“ zuletzt nicht nur auf Rang eins im Osten, sondern gar bis in die Conference Finals geführt (ja, auch Isaiah Thomas sei Dank). Sollte Stevens mit dem neuformierten Team um Kyrie Irving und Gordon Hayward erneut die Topplatzierung sowie ein Verstoß in die NBA Finals gelingen, ist er der verdiente Trainer des Jahres.

Simon: Tom Thibodeau. Minnesota wird den größten Entwicklungssprung machen, was die Bilanz und Verteidigungsarbeit betrifft. Zudem werden sich die Timberwolves zum ersten Mal seit 2004 wieder für die Playoffs qualifizieren. Der Coach wird damit automatisch in der Verlosung um die Auszeichnung sein.

Foto: Steve Kerr

Executive of the Year

Sven: Sam Presti. Egal was im kommenden Sommer passiert: Wer Victor Oladipo, Domantas Sabonis, Enes Kanter, Doug McDermott und einem Zweitrundenpick in Paul George und Camelo Anthony umwandelt, hat den Titel des besten Managers fraglos verdient. Und die Verpflichtung von Patrick Patterson sowie die vorzeitige Vertragsverlängerung des MVPs ist dabei noch nicht einmal berücksichtigt.

Sebastian: Sam Presti. Paul George und Carmelo Anthony für Rollenspieler nach Oklahoma City geholt, mit Russell Westbrook langfristig verlängert: Der General Manager der Thunder hat OKC ein Jahr nach dem Abgang von Kevin Durant blitzschnell umgeschmissen und mit klugen Entscheidungen aus der One-Man-Show um Westbrook einen neuen Contender geschweißt. Geht es in den Playoffs weit, ist die Wahl ein No-Brainer.

Christian: Bob Myers. Der zweifache Award-Gewinner (2015, 2017) sollte auch ein drittes Mal die Auszeichnung als herausragender Chefentscheider erhalten. Denn der einstige NCAA-Champion hat zugleich eines der großartigsten Teams der bisherigen NBA-Geschichte zusammengestellt (vier All-NBA-Teamer, zwei ehemalige All-Stars) und es im vergangenen Sommer vor allem auch zusammengehalten. Benannt seien hier die gerne übersehenen Vertragsverlängerungen von 6th Man Andre Iguodala und Finals-MVP Kevin Durant, die mitnichten Selbstläufer waren.

Simon: Danny Ainge. Die Celtics werden in dieser Saison die Cavs endgültig an der Spitze der Eastern Conference ablösen. Ainge hat daran einen großen Anteil, indem er Gordon Hayward und Kyrie Irving nach Boston lotsen konnte. Rookie Jayson Tatum wird beweisen, dass der Trade nach hinten in der Draft ein kluger Move war. Zudem verdient der Celtics-GM den Award im Nachhinein für den Kevin Garnett- und Paul Pierce-Trade, der Boston diese rosige Zukunft überhaupt erst bescherte.

Foto: Bob Myers

Die Redaktions-Tipps in der Übersicht

RedakteurSven SchererSebastian HahnChristian OrbanSimon Wisser
MVPKawhi LeonardLeBron JamesLeBron JamesKawhi Leonard
DPOYRudy GobertDraymond GreenRudy GobertRudy Gobert
ROYBen SimmonsLonzo BallBen SimmonsBen Simmons
MIPAaron GordonJoel EmbiidMyles TurnerJusuf Nurkic
6th ManEric GordonEric GordonEric GordonEric Gordon
CoachSteve KerrJason KiddBrad StevensTom Thibodeau
GMSam PrestiSam PrestiBob MyersDanny Ainge
NBA Awards: Die Redaktions-Tipps
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