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Gorgui Dieng: „Peyton Siva hat NBA-Format!“

10.04.2018 || 14:21 Uhr von:
Einst College-Champion mit Louisville, heute in der NBA bei in Minnesota: Gorgui Dieng spricht im Interview über Ex-Teamkollege Peyton Siva und seine Verbindung zu Dirk Nowitzki.

basketball.de: Gorgui, vor fünf Jahren hast du mit den Louisville Cardinals die College-Meisterschaft gewonnen. Wie präsent ist dieser Triumph bei dir noch?

Gorgui Dieng: Mein Haus ist voller Erinnerungen! Ich habe zahlreiche Bilder und DVDs daheim, weil das damals ganz besondere Momente in meinem Leben waren. Im Viertelfinale erlitt mein Teamkollege Kevin Ware eine Horrorverletzung und brach sich das Bein. Das hatte uns anfangs schockiert, doch daraus entwickelte sich eine ganz besondere Chemie in unserem Team, für Kevin den Titel zu holen.

Ebenso in deinem Team war damals Peyton Siva, heute Point Guard bei ALBA BERLIN!

Peyton ist ein großartiger Junge. Während der Saison, wenn du dauernd auf Auswärtsreisen bist, ist es schwierig, in Kontakt zu bleiben. Aber wenn er in den Staaten ist, sehen wir uns meistens. Denn wir haben den Brauch, dass sich unsere Meister-Mannschaft möglichst jeden Sommer trifft.

„Peyton Siva könnte auch in der NBA eine Guard-Rolle erfolgreich ausfüllen“

Wie verfolgst du Peytons Entwicklung?

Peyton ist ein klasse Basketballer. Er kann auf jedem Level, in jeder Liga mithalten. Ich bin überzeugt, dass er auch die Klasse und das Format für die NBA hätte. Mit seinem guten Auge und seiner Abschlussstärke könnte er auch hier eine Guard-Rolle erfolgreich ausfüllen.

Kennst du seinen aktuellen Klub näher?

Natürlich weiß ich, dass ALBA eine große Nummer im deutschen Basketball ist. Ich habe davon erfahren, als ich eine Zeit lang in Deutschland verbracht habe.

„Wir haben in derselben Halle trainiert, in der [Geschwindner] Dirk Nowitzki zum Superstar entwickelt hat“

Weshalb bist du in Deutschland gewesen?

Weil ich mit Holger Geschwindner zusammengearbeitet habe. Als ich 16, 17 Jahre alt war, hat Holger mich unter seine Fittiche genommen.

Wie habt ihr zueinander gefunden?

Im Rahmen der NBA-Aktion „Basketball Without Borders“ ist Holger in meinem Heimatland Senegal gewesen. Dabei hat er mich entdeckt und nach Deutschland eingeladen. Ich habe bei ihm zuhause gewohnt, seine Frau hat sich um mich gekümmert. Wir haben in derselben Halle trainiert, in der er Dirk Nowitzki zum Superstar entwickelt hat. Einmal habe ich mit Dirk sogar ein Workout zusammen gemacht.

In welchem Bereich hat dich Geschwindner speziell weitergebracht?

Bevor ich ihm über den Weg gelaufen bin, konnte ich nicht werfen. Er hat mir von Grund auf beigebracht, wie man den Korb trifft. Auch in der Beinarbeit habe ich mich verbessert. Aber allen voran ist Holger ein phänomenaler Shooting-Coach. Er war ein ganz wegweisender Mensch in meiner Karriere. Noch heute stehen wir in engem Kontakt.

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