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James kehrt nach Cleveland zurück

11.07.2014 || 18:28 Uhr von:
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„Ich bin bereit, die Herausforderung anzunehmen. Ich komme nach Hause.“ Mit diesen Worten schließt LeBron James ein Statement, in dem er seine Rückkehr zu den Cleveland Cavaliers bekanntgibt. Jene Franchise, die er 2010 verlassen hatte.

LeBron James wird die Miami Heat verlassen und zu den Cleveland Cavaliers zurückkehren. Der begehrteste Free Agent des Sommers gab dies in einem bei Sports Illustrated veröffentlichten Statement bekannt.

„Meine Beziehung zum Nordosten Ohios ist größer als Basketball. Vor vier Jahren habe ich das nicht erkannt. Ich tue es aber jetzt“, gab James zu Protokoll. Der 29-Jährige fühle sich in Ohio zuhause und wolle die Community dort unterstützen. Er habe immer daran geglaubt, seine Karriere einmal in Cleveland zu beenden.

Er freue sich zudem darauf, ein junges Team dorthin zu führen, wo es noch nicht war. Zwar sei es sein persönliches Ziel, so viele Titel wie möglich zu gewinnen; wichtiger sei ihm aber, eine Meisterschaft in den Nordosten Ohios zu bringen – „aber ich verspreche keine Meisterschaft.“ […] „Ich bin bereit, die Herausforderung anzunehmen. Ich komme nach Hause.“

Es ist noch nicht bekannt, zu welchen Vertragsstrukturen James in Cleveland unterschrieben wird, die Cavs werden ihrem Rückkehrer aber wohl das Maximalgehalt von 88 Millionen Dollar über vier Jahre anbieten.

Vom Held zum Schurken… und zurück?

Der sechsmalige MVP hatte die Cavs im Sommer 2010 als Free Agent verlassen und war zu den Miami Heat gewechselt, wo er zwei Meisterschaften feiern konnte. Sein Wechsel wurde von vielen vor allem wegen der öffentlichwirksamen Bekanntgabe im Fernsehen kritisiert. Auch Clevelands Besitzer Dan Gilbert war von James enttäuscht, was er in einem öffentlichen Brief ausgedrückt hatte, in dem er James unter anderem als „Feigling“ betitelte. Von Cavs-Fans erntete James Hass und verbrannte Trikots.

„Was, wenn ich eine Kind wäre, das zu einem Sportler aufsieht, und dieser Sportler bringt mich dazu, dass ich mehr aus meinem eigenen Leben mache wolle – und dann geht er? Wie würde ich reagieren?“, zeigt sich James verständlich. Es gehört auch Mut dazu, nach einer solchen 180-Grad-Wendung vom Freund zum Feind, vom Held zum Schurken nach Ohio zurückzukehren.

James wurde im Draft 2003 von den Cavs an erster Stelle gezogen, die sich sofort verbesserten und zu einem Spitzenteam der Eastern Conference entwickelten. 2007 führte der Forward Cleveland in die NBA-Finals, wo sich die Cavs mit 0-4 den San Antonio Spurs geschlagen geben mussten. Dies sollt der größte Erfolg James‘ in Ohio sein, der sich im Sommer 2010 den Miami Heat anschloss und zusammen mit Dwyane Wade und Chris Bosh viermal in Folge die Endspielserie erreichte. Die Cavs schafften es in der Zeit nach James‘ Abgang nicht einmal in die Playoffs.

Nun trifft James in Cleveland auf junges Team, das mit Kyrie Irving einen 22-jährigen All-Star und mit Andrew Wiggins sowie Anthony Bennett die letzten beiden, ersten Draft-Picks in seinen Reihen weiß. Mit diesem Quartett stehen nun sogar vier der letzten zwölf Top-Picks in einer Mannschaft (Ironie: Die Cavs erhalten von den Heat einen zukünftigen Erstrunden-Pick, der 2015 und 2016 Top-10-geschützt, danach nicht mehr geschützt ist). Eine Mannschaft, die ab der kommenden Saison von David Blatt betreut wird. Der Head Coach wird in sein erstes NBA-Jahr gehen, nachdem er den amtierenden Euroleague-Meister Maccabi Tel Aviv verlassen hatte, um sich mit einem Job in der nordamerikanischen Profiliga ein neues Ziel zu setzen. Trotz dieser guten Zukunftsaussichten bleibt abzuwarten, wie die Gegenwartsperspektive aussehen wird. Die Franchise machte in der jüngeren Vergangenheit eher als nicht-funktionierende Truppe von sich reden.

Die Auswirkungen auf den Rest der NBA

Mit der Entscheidung James‘ wird nun ein Stein ins Rollen gebracht werden: Neben ihm waren auch Chris Bosh und Dwyane Wade aus ihren laufenden Verträgen bei den Miami Heat gestiegen, um Unrestricted Free Agents zu werden. So sollen die Houston Rockets Bosh bereits einen Maximalvertrag angeboten haben. Die Texaner müssen hierbei aber noch einige Transaktionen tätigen, um sich diesen Gehaltsspielraum zu schaffen. Deswegen werden die Rockets Jeremy Lin (Foto oben links) an die Los Angeles Lakers abgeben.

Lin wird in der kommenden Saison 14,9 Millionen Dollar erhalten, wobei bei einer speziellen Vertragsstruktur 8,4 Millionen Dollar gegen den Salary Cap zählen. Außedem schicken die Texaner einen zukünftigenErstrunden-Pick zu den Lakers. Damit dieser Tausch durchgeführt werden kann, müssen die Lakers erst noch auf die Bird-Rechte einiger ihrer Spieler verzichten, damit Gehaltsspielraum vorhanden ist.

Die Rockets müssen derweil auch den Trade von Omer Asik offiziell durchführen. Jedoch müssen hierbei auch die New Orleans Pelicans erst noch tätig werden (beispielsweise per Trades eines Spielers oder Entlassung eines Akteure wie Alonzo Gee, den sie von den Cavs erhalten haben), damit sie Asik gegen einen Erstrunden-Pick tauschen können. Der Plan Houstons sieht vor, danach Chris Bosh zu verpflichten und anschließend mit dem Vertragsangebot der Dallas Mavericks an Chandler Parsons gleichzuziehen, um diesen in Houston zu halten. Erst mit dem „Offer Sheet“ gleichziehen und danach Bosh verpflichten, ist nicht möglich.

Währenddessen warten die New York Knicks immer noch auf eine Entscheidung ihres eigenen Free Agents Carmelo Anthony, der neben einem Verbleib in New York auch ein Engagement bei den Los Angeles Lakers und Chicago Bulls in Betracht ziehen soll. Wie der Markt für Wade aussehen wird, bleibt abzuwarten. Durch seinen Vertragsausstieg hatte der 32-jährige Shooting Guard auf 41,8 Millionen Dollar (über zwei Jahre) verzichtet. Er täte gut daran, in einer kleineren Rolle auch bei einem Meisterschaftsanwärter anzuheuern. Suchen die Oklahoma City Thunder nicht noch einen Shooting Guard? Und ist Wade nicht aus Chicago?

Der Besitzer Miamis, Micky Arison, zeigte sich derweil schockiert und enttäuscht über die Neuigkeiten, bedankte sich aber auch bei James auf Twitter für die zuletzt vier erfolgreichen Jahre. Die Heat waren kürzlich mit den Free Agents Josh McRoberts und Danny Granger zu einem Engagement übereingekommen, was man auch als ersten Schritt Miamis hatte deuten können, um den Kader zu verstärken und das Free-Agent-Trio intakt zu halten.

Wahnwitzige Free Agency

Gestern traf sich Heat-Präsident Pat Riley in Las Vegas persönlich mit James, der nach bisherigen Meldungen keine Treffen mit anderen Franchises wahrgenommen und die Verhandlungen seinem Agenten Rich Paul überlassen hatte. Jedoch verriet Dan Gilbert, dass er sich in der letzten Woche zu einem vierstündingen Gespräch mit James in Miami getroffen habe. Gilberts Aufenthalt in Miami wurde seitens mancher Medien und Fans auch in Erwägung gezogen, als die Flugroute seines Privatflugzeugs nachverfolgt wurde. Diese Meldung war nur ein Punkt von vielen, die zeigten, wie hysterisch und teils wahnwitzig James‘ Entscheidung erwartet wurde und die Free Agency heutzutage verfolgt wird.

Eine Entscheidung, die in ganz anderem Rahmen ausgefallen ist, als seine zu einem Unwort verkommene „Decision“ anno 2010. James hatte das gute Recht, sich Zeit zu nehmen und bedeckt zu halten. Ihm ist es nicht anzukreiden, dass sich Fans in Verschwörungstheorien verloren, Journalisten Twitters Vogel abschossen und andere Free Agents in Entscheidungsstarre verfielen.

James hat von seiner Entscheidung vor vier Jahren, wie er seine Entscheidung bekanntgegeben hat, gelernt: Damals eröffnete er sein audiovisuelles Statement mit den Worten „In this fall I’m going to take my talents to South Beach and join the Miami Heat.“ Nun schloss er einen schriftlich aufgesetzten Essay mit den Worten „Our community, which has struggled so much, needs all the talent it can get.“ Ob ein kleiner, selbstkritischer Seitenhieb gegen sich selbst, oder eine selbstbewusste Aussage zu seinen Stellenwert als Star über den Sport hinaus in der Gesellschaft, es klingt auf alle Fälle nach Fortschritt, und nach ein wenig Demut. Ein Fortschritt auch für die Free Agency, die jetzt so richtig beginnen kann.


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Die Sensation ist perfekt. LeBron James kehrt nach vier Jahren wieder zurück in seinen Heimatstaat und läuft ab der kommenden Saison wieder für die Cleveland Cavaliers auf.

In einem Exklusiv-Interview mit der „Sports Illustrated“ gab der King seine  Entscheidung, wieder für die Cavaliers aufzulaufen, bekannt.

Ausschlaggebend für die Rückkehr nach Ohio sollen laut James nicht die Cavaliers, sondern seine Verantwortung gegenüber dem Staat Ohio gewesen sein. Er möchte den Menschen in Cleveland wieder Grund zur Freude geben.

Die Differenzen mit Dan Gilbert sind nach einem Vier-Augen-Gespräch der beiden zudem wohl auch beigelegt. „Jeder macht einmal Fehler“, erklärte LeBron in seinem Statement, dass seine einzige Aussage vor der offiziellen Vorstellung bleiben wird.

Auffällig ist, dass LeBron in seinem Brief zwar seine Teamkollegen Kyrie Irving, Dion Waiters, Anderson Varejao und Tristan Thompson erwähnt, den Namen von No.1.-Pick Andrew Wiggins aber auslässt. Spekuliert wird aktuell über einen möglichen Sign-and-Trade-Move, der Wiggins nach Miami schickt.

Schon in der vergangenen Woche soll der Deal bereits perfekt gewesen sein. LeBron soll sich in Miami vier Stunden lang gemeinsam mit Dan Gilbert, seinem Berater Rich Paul und seinem Buddy Maverick Carter getroffen haben, wie Adrian Wojnarowski von „Yahoo Sports“ vermeldet.

Die Cavaliers sollen allerdings genau wie 2010 erst durch LeBrons Statement erfahren haben, dass er wirklich zurückkehren wird. LeBron wollte die Menschen in Ohio zuerst erreichen, berichtet „ESPN“. Pat Riley äußerte sich am Abend über den Verlust seines Superstars: „Obwohl ich enttäuscht von LeBrons Entscheidung bin, kann ich niemandem vorwerfen, zurück nach Hause zu wollen.“

Die komplette Erklärung im Wortlaut:

Before anyone ever cared where I would play basketball, I was a kid from Northeast Ohio. It’s where I walked. It’s where I ran. It’s where I cried. It’s where I bled. It holds a special place in my heart. People there have seen me grow up. I sometimes feel like I’m their son. Their passion can be overwhelming. But it drives me. I want to give them hope when I can. I want to inspire them when I can. My relationship with Northeast Ohio is bigger than basketball. I didn’t realize that four years ago. I do now.

Remember when I was sitting up there at the Boys & Girls Club in 2010? I was thinking, This is really tough. I could feel it. I was leaving something I had spent a long time creating. If I had to do it all over again, I’d obviously do things differently, but I’d still have left. Miami, for me, has been almost like college for other kids. These past four years helped raise me into who I am. I became a better player and a better man. I learned from a franchise that had been where I wanted to go. I will always think of Miami as my second home. Without the experiences I had there, I wouldn’t be able to do what I’m doing today.

I went to Miami because of D-Wade and CB. We made sacrifices to keep UD. I loved becoming a big bro to Rio. I believed we could do something magical if we came together. And that’s exactly what we did! The hardest thing to leave is what I built with those guys. I’ve talked to some of them and will talk to others. Nothing will ever change what we accomplished. We are brothers for life.  I also want to thank Micky Arison and Pat Riley for giving me an amazing four years.

I’m doing this essay because I want an opportunity to explain myself uninterrupted. I don’t want anyone thinking: He and Erik Spoelstra didn’t get along. … He and Riles didn’t get along. … The Heat couldn’t put the right team together. That’s absolutely not true.

I’m not having a press conference or a party. After this, it’s time to get to work.

When I left Cleveland, I was on a mission. I was seeking championships, and we won two. But Miami already knew that feeling. Our city hasn’t had that feeling in a long, long, long time. My goal is still to win as many titles as possible, no question. But what’s most important for me is bringing one trophy back to Northeast Ohio.

I always believed that I’d return to Cleveland and finish my career there. I just didn’t know when. After the season, free agency wasn’t even a thought. But I have two boys and my wife, Savannah, is pregnant with a girl. I started thinking about what it would be like to raise my family in my hometown. I looked at other teams, but I wasn’t going to leave Miami for anywhere except Cleveland. The more time passed, the more it felt right. This is what makes me happy.

To make the move I needed the support of my wife and my mom, who can be very tough. The letter from Dan Gilbert, the booing of the Cleveland fans, the jerseys being burned — seeing all that was hard for them. My emotions were more mixed. It was easy to say, “OK, I don’t want to deal with these people ever again.” But then you think about the other side. What if I were a kid who looked up to an athlete, and that athlete made me want to do better in my own life, and then he left? How would I react? I’ve met with Dan, face-to-face, man-to-man. We’ve talked it out. Everybody makes mistakes. I’ve made mistakes as well. Who am I to hold a grudge?

I’m not promising a championship. I know how hard that is to deliver. We’re not ready right now. No way. Of course, I want to win next year, but I’m realistic. It will be a long process, much longer than it was in 2010. My patience will get tested. I know that. I’m going into a situation with a young team and a new coach. I will be the old head. But I get a thrill out of bringing a group together and helping them reach a place they didn’t know they could go. I see myself as a mentor now and I’m excited to lead some of these talented young guys. I think I can help Kyrie Irving become one of the best point guards in our league. I think I can help elevate Tristan Thompson and Dion Waiters. And I can’t wait to reunite with Anderson Varejao, one of my favorite teammates.

But this is not about the roster or the organization. I feel my calling here goes above basketball. I have a responsibility to lead, in more ways than one, and I take that very seriously. My presence can make a difference in Miami, but I think it can mean more where I’m from. I want kids in Northeast Ohio, like the hundreds of Akron third-graders I sponsor through my foundation, to realize that there’s no better place to grow up. Maybe some of them will come home after college and start a family or open a business. That would make me smile. Our community, which has struggled so much, needs all the talent it can get.

In Northeast Ohio, nothing is given. Everything is earned. You work for what you have.

I’m ready to accept the challenge. I’m coming home.

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