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Das kommt nach Dirk! – Zeit für neue Helden

29.07.2017 || 10:43 Uhr von:
Theis Kleber
Wer kommt nach Dirk Nowitzki? Mit Dennis Schröder, Paul Zipser, Daniel Theis, Maxi Kleber und der Würzburger Legende spielen in der Saison 2017/2018 gleich fünf Deutsche in der NBA.

Es ist schon ein paar Jahre her, als es einen Blog namens WasKommtNachDirk.de gab. Darin waren alle deutschen Spieler der Basketball Bundesliga gelistet mit Steckbriefen und Fun Facts. Ein starkes Projekt, das dem deutschen Basketball weiterhelfen sollte. Auch einige Kenner der Szene durften ihren Senf zur Frage, wer denn auf Dirk Nowitzki folgen könnte oder sollte, dazugeben. Ich erinnere mich nicht mehr an meinen exakten Wortlaut. Sinngemäß schrieb ich damals, dass es in circa fünf Jahren ein gutes halbes Dutzend deutscher Spieler geben wird, die den Sprung in die NBA schaffen.

Der Sommer 2017 fühlt sich bisher hinsichtlich meines Blicks von damals in die trübe Glaskugel ganz gut an. Dirk Nowitzki ist eine Legende, Dennis Schröder mittlerweile der Franchise-Player der Atlanta Hawks, Paul Zipser rackert um einen Stammplatz im Kader der Chicago Bulls. Klingt ziemlich gut, wird aber noch besser.

Als die deutschen Kandidaten für den NBA Draft 2017 durch die Timelines huschten, hatte ich noch keinen Gedanken an einen Text wie diesen verschwendet. Warum auch? Moritz Wagner, Kostja Mushidi und Isaiah Hartenstein folgten eben dem Ruf der Agenten, der Medien, den Meinungen in und aus der stärksten Basketballliga der Welt. Als Hartenstein dann beim Draft tatsächlich an 43. Stelle über die Theke ging, kam beim German NBA Player Counter ein +1 dazu. Dirk, Dennis, Paul und Isaiah – im deutschsprachigen Mikrokosmos des Basketballs genügen Vornamen, um zu wissen, dass sie bei NBA-Teams spielen bzw. im Falle Hartensteins ab 2018 spielen könnten.

Am frühen Abend des 19. Juni schwappte dann die Meldung von Daniel Theis und den Boston Celtics nach Deutschland. Anfang Juli wurde dann bekannt, dass es sich um einen Vertrag über zwei Jahre handelt. Chapeau! Und das bei einem Contender – darf man aktuell überhaupt ein anderes Team der Eastern Conference außer den Cavs als Contender bezeichnen oder fällt das unter Sarkasmus? Nach drei Jahren in Bamberg ist es auch für Theis der nächste Karriereschritt, den er angeblich ohne seinen langjährigen Berater Ademola Okulaja gehen wird. Ein Tweet der Agentur Octagon Europe vom 3. Juli informierte über die Entlassung des früheren Nationalspielers, der schon seit über einem Jahr auch nicht mehr als Berater von Dennis Schröder fungieren soll. Wenn das stimmt, stellt sich die Frage, wie es sein kann, dass ein Agent zwei seiner besten Pferde ausbüxen lässt, sie ihm kündigen? Was mag da vorgefallen sein?

Meine Basketball-Meldung des Jahres!

Zurück zum Thema. Um das eingangs angesprochene halbe Dutzend deutscher NBA-Spieler voll zu machen, fehlt noch jemand. Und dieser Jemand erschien wie aus dem Nichts. Am 13. Juli platzte die Bombe: Maxi Kleber unterschreibt einen Zweijahresvertrag bei den Dallas Mavericks! Das ist für mich die Basketball-Meldung des Jahres, weil nun zwei Deutsche für einen NBA-Club auf Korbjagd gehen und beide aus Würzburg stammen, dort das Basketballspielen erlernt haben.

In den Medien war wenige Tage zuvor nur bei Twitter zu lesen, dass Kleber zum Summer League-Kader der Mavs in Las Vegas gehören sollte. Ein Mavs-Mitarbeiter für digitale Medien hatte eine Liste geleakt, in der Kleber 68 Minuten später wieder fehlte. Danach war es wieder ruhig geworden. Höchstens ein paar obligatorische Sommernachtsträume spukten in den Köpfen der NBA- und Mavs-Fans umher.

Bis dann Mitte Juli Vollzug gemeldet wurde, die Bayern den Wechsel bestätigten und Deutschland mit Maxi Kleber einen weiteren NBA-Spieler hervorgebracht hat. Für den sympathischen Würzburger wird ein Traum wahr und der FC Bayern darf stolz darauf sein, im zweiten Jahr in Folge das Sprungbrett für die NBA zu sein. Zipser verließ München im Sommer 2016, nun folgt Kleber. Wer kommt als Nächstes – Zirbes? Bonga? Anyone?

Die Frage, wer nach Dirk kommt, dürfte vorerst beantwortet sein.

Deutsche Spieler in der NBA

 

In der Kolumne „Auszeit“ beschäftigt sich der Autor mit Themen abseits des Basketballgeschehens.

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