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„Ich habe mehr Vertrauen in meinen Wurf“

23.01.2018 || 13:31 Uhr von:
T.J. McConnell spielt in Philadelphia als sechster Mann eine tragende Rolle. Der Point Guard spricht im Interview über die Franchise-Kultur und Playoff-Chancen der Sixers sowie den Einfluss der Veteranen.

Im Zuge des NBA Global Games in London standen neben den Boston Celtics auch die Spieler der Philadelphia 76ers den zahlreich erschienenen Medienvertretern Rede und Antwort. Doch während sich die meisten Journalisten um die Stars wie Ben Simmons, Joel Embiid und JJ Redick versammelten, gehörte T.J. McConnell zu den weniger gefragten Spielern des Teams. Dabei ist der 25-Jährige trotz seiner unscheinbaren Gestalt einer der verlässlichsten Sixers-Akteure. 2015 als ungedrafteter Spieler in die Liga gekommen, nutzte der Spielmacher seine Chance in Philadelphia und verpasste in den vergangenen beiden Spielzeit nur jeweils eine Partie.

In dieser Saison – seiner dritten in der NBA – hat es McConnell auch dank eines besseren 76ers-Teams geschafft, sich statistisch und spielerisch noch einmal zu verbessern. Der Point Guard legt in dieser Spielzeit Karrierebestwerte bei den Punkten (7,7 PpG), der Feldwurfquote (52,7% FG) und der Dreierquote (43,6% FG) auf. Wir haben uns mit dem Sixth Man der Sixers unterhalten.

Frage: T.J., hast du das Gefühl, dass gerade eine Rivalität zwischen Philadelphia und Boston entsteht mit ihren jungen Kernen?

T.J. McConnell: Es ist schon seit langer Zeit eine Rivalität. Und ich denke nicht, dass das jemals vorbeigehen wird. Die Spiele gegen die Celtics sind immer hart umkämpft. Sie haben einen guten Head Coach, Kyrie Irving und ihre Rollenspieler. Sie sind ein gut gecoachtes Team, das hart spielt und zusammenspielt.

„Wir glauben fest daran, dass die Playoffs in Sichtweite sind“

Du spielst schon seit 2015 bei den 76ers. Spürst du einen Wandel in der Franchise-Kultur durch die Entwicklung von einem Verlierer-Team zu einem Playoff-Anwärter?

Ja, es hätte in meiner Rookie-Saison nicht viel schlechter laufen können mit nur zehn Siegen, aber wir haben jedes Jahr neue Puzzlestücke hinzugefügt und unsere Offensive ein bisschen verändert. Und wir glauben fest daran, dass die Playoffs in Sichtweite sind, wenn wir uns weiterhin in die richtige Richtung bewegen.

Ihr habt einige erfahrene Leute wie JJ Redick und Amir Johnson verpflichtet. Kannst du den Einfluss dieser Spieler auf die jungen Kerle auf und abseits des Courts beschreiben?

Sie tun das schon seit einer langen Zeit und haben die Höhen und Tiefen der NBA kennengelernt, auf und neben dem Feld. Daher sind sie nicht nur für unsere jungen Spieler hilfreich, sondern für jeden im Team. Du versuchst, alles von ihnen aufzusaugen wie ein Schwamm und von ihnen zu lernen. Sie erzählen uns von den Erfahrungen, die sie gemacht haben. Abseits des Courts sind sie ebenfalls tolle Freunde.

Du kommst im Moment als sechster Mann von der Bank. Was erwartet Coach Brett Brown von dir, wenn du ins Spiel kommst?

Meine Aufgabe besteht darin, einfach Energie zu bringen und das Spiel zu lenken. Das ist das, was ich mache, seitdem ich in der NBA bin. Ich erwarte auch nicht, dass sich daran etwas ändern wird.

„Ich denke, dass wir zu viele Pässe spielen“

Wie man an den Statistiken ablesen kann, hast du deinen Distanzwurf erheblich verbessert im Vergleich zu den Vorjahren. War das die Sache, an der du im vergangenen Sommer am meisten gearbeitet hast?

Ja, ich war ständig in der Halle, um an meinem Dreipunktewurf zu arbeiten und tue dies weiterhin. Ich versuche, jeden Tag den Wurf zu verbessern. Ich habe mehr Vertrauen in ihn und werde ihn weiterhin nehmen.

Ihr leistet euch in dieser Saison zu viele Ballverluste. Liegt das einfach nur an Sorglosigkeit, oder seid ihr nach wie vor dabei, euch als Team zu finden?

Wir sind ein sehr uneigennütziges Team. Ich denke, dass wir zu viele Pässe spielen und einige blöde Plays machen, die wir nicht machen sollten. Wir haben allerdings begonnen, ein bisschen besser auf den Ball aufzupassen. Aber ich stimme dir zu, wir haben bislang Ball ein bisschen zu oft weggeworfen.

Welche anderen Dinge müsst ihr noch verbessern, um die Playoffs zu erreichen?

Wir müssen aufhören zu foulen. Wir lassen unsere Gegenspieler viel zu leicht an die Freiwurflinie kommen, was ihnen einfache Punkte gibt. Wir haben begonnen, in die richtige Richtung zu gehen mit den Ballverlusten und den Fouls. Und dies waren meiner Meinung nach die beiden größten Probleme bislang.

Gehörst du deiner Meinung nach immer noch zu den jungen Spielern im Team, oder bist du dabei, die Rolle eines Mentors zu übernehmen?

Ich betrachte mich nach wie vor als junger Spieler. Wir haben einige Veteranen im Team, zu denen ich aufschaue und von denen ich versuche, so viel wie möglich zu lernen. Gleichzeitig ist es so, dass ich zum Beispiel zu Markelle [Fultz] hingehe, wenn ich etwas sehe. Ich versuche, ihm zu helfen, und so mache ich es mit den anderen Mitspielern ebenfalls.

„Die Aufgeregtheit und Begeisterung ist spürbar“

Wie ist die Stimmung im Team mit all den internationalen Spielern im Kader? Welche Gefühle bringt das hervor, welche Art von Konversationen?

Es ist eigentlich ziemlich normal. Aber die Spieler erzählen oft von ihren Erfahrungen aus Übersee. Schon letztes Jahr hatten wir einige Spieler, die davor in Europa gespielt haben. Es ist verrückt, wenn sie all ihre Geschichten erzählen, aber die Atmosphäre ist so ziemlich die gleiche, als wenn wir weniger oder keine internationalen Spieler hätten.

Philadelphia wartet im Basketball seit langer Zeit auf einen Erfolg. Spürt ihr als Team, dass die Stadt sehnlichst auf einen Erfolg wartet?

Ja, in meiner Rookie-Saison haben wir nur zehn Spiele gewonnen, und sie standen trotzdem hinter uns. Und nun ist die Aufgeregtheit und die Begeisterung spürbar. Die [Fans] sind toll. Sie verdienen guten Basketball und Playoffs und dass wir um die Meisterschaft kämpfen.

„Ich habe mehr Vertrauen in meinen Wurf“
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