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Frank Ntilikina: „Porzingis und ich bilden ein super Duo“

25.11.2017 || 12:10 Uhr von:
Frank Ntilikina spricht im Exklusivinterview über das Zusammenspiel mit Kristaps Porzingis bei den New York Knicks, seine Vorbilder und was er sich von Dennis Schröder abschaut.

Die Zukunft der New York Knicks? Natürlich Kristaps Porzingis, der angehende Superstar aus Lettland. Und? Frank Ntilikina, das französische Toptalent, das die Knicks im Sommer an achter Stelle gedraftet haben. Wir sprachen exklusiv mit dem 19-Jährigen über seinen verheißungsvollen Saisonstart, die besondere Hilfe von Porzingis und seine Parallelen zu Dennis Schröder.

basketball.de: Bonjour Frank, du stehst auf Anhieb mehr als 20 Minuten pro Spiel auf dem Parkett. Wie lautet dein erstes Zwischenfazit in der besten Basketball-Liga der Welt?

Frank Ntilikina: In der NBA auflaufen zu dürfen, ist eine ganz neue Welt für mich. Ich bin unfassbar dankbar, dass ich hier sein darf. Ich bin zu diesem Zeitpunkt nicht in der Lage, irgendwelche Ansprüche zu stellen. Stattdessen versuche ich, jeden Tag 110 Prozent zu geben, um rechtfertigen zu können, dass ich hier spiele. Ich glaube, bislang gelingt mir das ganz gut.

Wie groß ist die Umstellung zum Basketball-Stil in Europa, wo du zuletzt in Straßburg gespielt hattest?

Ich musste und muss mich an des Tempo in der NBA gewöhnen. Hier gibt es keine Verschnaufpausen, wie das manchmal in Europa der Fall ist. Von der ersten bis zur letzten Minute geht es rauf und runter, weil sich hier die talentiertesten und athletischsten Spieler der ganzen Welt versammeln. In Europa ist es notwendig, das Tempo häufiger zu variieren und zu drosseln, um die Qualität über die komplette Spielzeit hochzuhalten. Das ist hier in den USA nicht notwendig.

Wie würdest du deine Rolle bei den Knicks beschreiben?

Ich muss das Team ins Laufen bringen und das Tempo hochhalten. In der Defensive versuche ich, schnelle Hände zu haben, Steals zu sammeln und meine Gegenspieler zu stoppen. Jeden Tag triffst du auf neue Weltklasse-Point-Guards. Daher ist es notwendig, schnell zu lernen, um dem Team zu helfen.

In welchem Bereich musst du dich noch besonders weiterentwickeln?

Ich merke, dass ich defensiv schon einen guten Schritt nach vorne gemacht habe. In der Offensive muss ich noch häufiger die Lücke zum Korb und zusätzliche Wege finden, um konstanter zu scoren. Bislang sind es weniger als fünf Punkte pro Partie.

„Es macht Riesenspaß, mit Porzingis zu spielen“

Wie harmonierst du mit Knicks-Leader Kristaps Porzingis?

Ich finde, wir bilden schon nach der kurzen Zeit ein super Duo. Es macht Riesenspaß, mit ihm zu spielen. Er ist ein extrem talentierter Junge, der seine Leistungen sehr konstant abruft. Auch abseits des Spielfelds haben wir ein sehr gutes Verhältnis. Wir quatschen viel, er hilft mir sehr.

Inwieweit?

Er weiß genau, wie es ist, wenn man als junger Europäer in die USA kommt. Es braucht eben eine gewisse Zeit, um sich an dieses große Business NBA zu gewöhnen. Daher ist es wichtig, dass Kristaps diesen Prozess schon durchgemacht hat.

Hast du eigentlich Vorbilder?

Als ich aufgewachsen bin, habe ich mir eine ganze Menge NBA-Spiele angeschaut und besonders auf die Point Guards geachtet. Besonders beeindruckend finde ich, wie Stephen Curry und Russell Westbrook ihre Teams anführen. Dasselbe gilt für Tony Parker, meinen französischen Landsmann.

Hast du zu Tony einen Draht?

Oh ja, wir schreiben oder quatschen häufiger mal. Er hat mir direkt gratuliert, als klar war, dass ich in die NBA wechsele. Genauso wie die anderen französischen Spieler, die hier in den Staaten aktiv sind. Wir haben einen großen Zusammenhalt und tauschen uns ständig aus.

„Wie Dennis Schröder den Ring attackiert, ist kaum zu verteidigen“

Wie findest du den deutschen Aufbauspieler Dennis Schröder?

Schon jetzt schätze ich ihn als einen der besten Point Guards der NBA ein. Und er ist noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung angekommen. Für jeden Gegner ist er eine große Gefahr. Besonders bei einer Sache achte ich jedes Mal auf ihn.

Was meinst du genau?

Seine Aggressivität zum Korb finde ich eindrucksvoll. Wie er den Ring attackiert, ist kaum zu verteidigen. In diesem Bereich muss ich mich selbst verbessern und schaue auf Dennis.

Wie bei Dennis Schröder liegen auch deine Wurzeln in Afrika …

Genau. Meine Familie stammt aus Ruanda. Allerdings wurde ich in Belgien geworden, bevor ich nach Frankreich umgezogen bin. Ich bin noch nie selbst in Afrika gewesen, würde das aber gerne. Ein paar Familienmitglieder wohnen auch noch dort.

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