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Booker: „Das ist das größte Jahr meiner Karriere“

14.11.2017 || 12:08 Uhr von:
Devin Booker spricht im Exklusivinterview über sein 70-Punkte-Spiel, aber auch über die aktuelle Achterbahnfahrt in Phoenix. Booker will die Suns zum Gewinner-Team machen.

Dieser eine Abend. Dieser 24. März 2017. Diese Partie gegen die Boston Celtics. Devin Booker legte sagenhafte 70 Punkte auf – und füllte kurzerhand alle Schlagzeilen. Wir sprachen mit dem 21 Jahre alten Shooting Guard der Phoenix Suns über die aktuelle Achterbahnfahrt und einen erfahrenen Ratgeber, seine Vorbilder und ein konkretes Ziel für die Zukunft.

basketball.de: Devin, was hat dieses famose 70-Punkte-Spiel in deinem Leben verändert?

Devin Booker: Vor allem ist es die Aufmerksamkeit. Überall, wo ich hinkomme, werde ich auf die 70 Punkte angesprochen – egal ob in Basketball-Hallen, auf der Straße oder sonst wo. Dieses Spiel gegen Boston war ein phänomenales Erlebnis. Aber: Es liegt in der Vergangenheit. Mein Ziel ist, solche Abende häufiger zu erleben.

Gibt es bald also wieder 70 oder 80 Punkte von dir?

Ach, das kann man schwer planen. 70 oder 80 Siege pro Saison wären mir jedenfalls lieber. (lacht)

„Diese Spielzeit ist eine Achterbahnfahrt“

Allerdings gab es diese Saison drei Pleiten zum Auftakt, woraufhin Coach Earl Watson gefeuert wurde …

Diese Spielzeit ist eine Achterbahnfahrt. Obwohl erst wenige Wochen gespielt sind, gab es schon extreme Aufs und Abs. Wir sind sehr schlecht gestartet, haben uns jetzt aber wieder gefangen. Wir haben begonnen, unseren Rhythmus zu finden, den Ball besser zu bewegen und auch defensiv einen besseren Job zu machen.

Wie sehr ist das der Verdienst eures neuen Trainers Jay Triano?

Jay war schon zuvor unser Co-Trainer und ein ganz wichtiger Ansprechpartner für uns. Er ist schon so lange im Geschäft. Er hat die Toronto Raptors gecoacht und war zweimal mit Kanada bei Olympia. Wir vertrauen in seine Worte. Seitdem er der Chef ist, kämpfen wir ganz besonders für ihn.

Siebenmal in Folge verpassten die Suns zuletzt die Playoffs. Ändert sich das in dieser Saison?

Das versuchen wir, auch wenn ich es nicht versprechen kann. Klar ist: Wir haben ein ganz junges Team mit großem Herz. Spieler wie Josh Jackson (20 Jahre, Anm. d. Red.), Marquese Chriss (20), Tyler Ullis (21) oder Dragan Bender (19) sind alle hochtalentiert und haben eine klasse Zukunft vor sich. Dazu haben wir nicht viele, aber doch ein paar Veteranen. Allen voran Tyson Chandler, der schon seit 17 Jahren in der Liga spielt, aber immer noch eine ganze Menge Sprit im Tank hat.

Was zeichnet Chandler, der 2011 mit Dallas den Titel holte, besonders aus?

Er ist unser Leader, der vorangeht – nicht nur auf dem Feld, sondern auch abseits davon als Wortführer. Ich finde ihn beeindruckend und kann mir von ihm eine Menge abschauen.

Was genau?

Das Gesamtpaket seiner Führungsqualitäten. Denn ich befinde mich in einer Situation, in der ich schnell wachsen muss. Tyson, aber auch Jared Dudley oder P.J. Tucker (bis Februar 2017 bei den Suns, Anm. d. Red.) haben mir schon frühzeitig immer wieder gesagt, dass ich die Stimme des Teams werden muss. In der vergangenen Saison habe ich das noch nicht so intensiv umgesetzt. Doch nun ist mein Credo: Kommunizieren ohne Ende, um den noch jüngeren Mitspielern Selbstvertrauen zu geben. Denn ich will ein echter Anführer sein, auch schon jetzt mit 21. Dafür muss ich meine dünne Stimme ordentlich in den Ring werfen. (schmunzelt)

„Ich habe mit Carmelo, C.J. McCollum und J.R. Smith geschuftet“

Hast du im Sommer Extra-Schichten eingelegt?

Oh ja. Als ich mich in die Sommerpause verabschiedet hatte, wusste ich schon genau, dass das größte Jahr meiner Karriere vor mir liegt. Ich will und muss den nächsten Schritt machen. Meine Leistungen in der vergangenen Saison waren okay, aber ich kann deutlich mehr. Daher habe ich mich im Sommer lange vor den Bildschirm gesetzt und mein Spiel studiert, um an allen Details zu feilen. Und ich habe mir besondere Trainingspartner gesucht.

Welche?

In New York habe ich mit Jungs wie Carmelo Anthony, C.J. McCollum oder J.R. Smith geschuftet – allesamt Top-Leute auf meiner Position. Mein Agent Chris Brickley hat diese Trainingssessions eingefädelt.

Hast du eigentlich Vorbilder?

Klar, mehrere. Als ich aufgewachsen bin, habe ich alle Spiele von Kobe angesehen. Genauso von „Rip“ Hamilton. Zudem habe ich ein besonderes Verhältnis zu Chris Paul. Er unterstützt mich, seitdem ich in der High-School war.

Wie lauten deine mittelfristigen Ziele?

Ich will die Suns zu einem Gewinner-Team machen! Und das lieber heute als morgen. Klar sind wir ein ganz junges Team. Doch das waren wir schon, als ich vor zweieinhalb Jahren hierher kam. Wir haben uns seitdem weiterentwickelt, müssen das aber noch mehr in Ergebnisse ummünzen.

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