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Spielerportrait: Roy Hibbert

30.12.2013 || 12:59 Uhr von:
Roy Hibbert 2013_1 von Mark Runyon_Basketball Schedule (CC BY-NC-SA 2.0)
Name: Roy Hibbert Position: Center Nation: USA Größe/Gewicht: 2,18 Meter/132 KG Team: Indiana Pacers Stats 2012/2013: 11,9 Punkte, 8,3 Rebounds, 1,4 Assists, 0,4 Steals, 2,6 Blocks, 44,8 % Feldwürfe und 74,1 % F...

Name: Roy Hibbert
Position: Center
Nation: USA
Größe/Gewicht: 2,18 Meter/132 KG
Team: Indiana Pacers
Stats 2012/2013: 11,9 Punkte, 8,3 Rebounds, 1,4 Assists, 0,4 Steals, 2,6 Blocks, 44,8 % Feldwürfe und 74,1 % Freiwürfe in 28,7 Minuten

Leute, die die 2,10 Meter Grenze knacken, gibt es selten. Noch weniger sind es bei den 2,13er Leuten. Und nur ganz Wenige erreichen die Größe wie die eines Roy Hibbert. Unfassbare 2,18 Meter ist der Koloss der Indiana Pacers lang. Kein Wunder also, dass er zu den besten Ringbeschützern zählt, die die NBA heute zu bieten hat. Doch was genau macht Hibbert so stark? Der Playercheck gibt Auskunft:

Alles begann an der Universität von Georgetown. Dort spielte der damals 17-Jährige Hibbert unter anderem mit Jeff Green seine Freshmen Saison. Mit 7,1 Punkten und 4,5 Rebounds sprang wie erwartet kein Draftplatz heraus, doch das war sowieso nicht das Ziel des Hünen. Nach stetiger Verbesserung gelang ihm in seinem vierten College Jahr der Durchbruch mit 18 Punkten und 11 Rebounds pro Spiel. Scouts lobten vor allem seine Reife. „Ich möchte hier meinen Schulabschluss fertig machen und mich als Mensch entwickeln. Viele Spieler gehen zu früh vom College ab und das ist das Problem“, erklärte Hibbert in einem Interview. Die 2008 Draftklasse strotzte jedoch so von Talent. Mit Spielern wie Derrick Rose, Kevin Love oder Russell Westbrook war die Spitze tief besetzt. Schließlich, an Stelle 17, greifen sich die Raptors den schüchternden Big Man aus Georgetown. Jedoch geben die Raptors Hibbert in einem Trade weiter zu den Pacers, wo Larry Bird schon voller Vorfreude auf seinen Center wartet.

In Indiana entwickelt sich Hibbert zu einem der besten Center der Liga. Dabei waren seine 12 Punkte pro Spiel ungefähr so beeindruckend Kris Humphries Ehe… aber egal.
Diese Punkte erzielt Hibbert meist durch die Kreation von Paul George, George Hill oder Lance Stephenson. Durch den Größenvorteil enstehen viele Missmatches in der Zone und den einen oder anderen Putback verwertet der Jamaikaner sicher. Aber auch ein Hakenwurf  befindet sich im Repertoire des Fünfers. Dabei beweist er einen sehr guten Touch in der Zone, denn er kann beidhändig finishen. Jedoch versteht er es noch nicht ganz, sich tiefe Low-Post Position zu erkämpfen, so erzwingt er viele schlechte Würfe die durch noch nicht ausreichende Fußarbeit komprimiert werden. Sehr oft passiert es also, dass er Körper an Körper den Ball noch irgendwie zum Ring befördert. Das sieht bei jemanden wie Al Jefferson schon ganz anders aus. Trotz dieser Defizite konnte man in den Playoffs sehen, wie dominant Hibbert sein kann, wenn er denn will.

Roy-Hibbert_Chart

Sein Geld bekommt Hibbert aber hauptsächlich für seine überragende Defense. Viele Analysten beschreiben die Pacers Defense nämlich so: „Sie haben exzellente Flügelverteidger, jeder von den Jungs kann verteidigen und gehen hart an die Sache heran. Und wenn du dann einen von ihnen besiegst und zum Korb ziehst, steht dort Roy Hibbert!“. Dass er momentan nur 41 % Wurfquote am Ring zulässt, ist famos. Bei einem Durchschnitt von 56% ist diese Quote die beste der Liga. Unter Frank Vogel lernte Hibbert im richtigen Moment auszuhelfen und seinen Sprung beim Blocken zu koordinieren. So passierte es in der Vergangenheit häufig, dass er durch falsches Timing beim Hochspringen besiegt wurde – das ist jetzt vorbei. Vor allem wenn man bedenkt, dass er gelegentlich Würfe wegschmettert, ohne überhaupt zu springen…
Aber auch als Postverteidiger glänzt Hibbert, denn mit einem massiven Körper ausgestattet und agilen Füßen, kann er jeden vor sich halten. Im Klartext: Seine Präsenz ist für die Pacers von nicht zu schätzender Wichtigkeit.

Fazit: Warum Roy Hibbert nicht in dem Dunstkreis der besten Center der Liga gebracht wird, ist unverständlich. Sein defensiver Einfluss könnte nicht größer sein und auch Offensiv ist er gelegentlich sogar brauchbar. Aber seine wahre Aufgabe liegt halt darin, Punkte des Gegners zu verhindern. Und das kann er eben am besten und momentan sieht es ganz eindeutig danach aus, dass wir in diesem Artikel den „Defensive Player of the Year 2014“ analysiert wurde.

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