BASKETBALL.DE ist Partner von Sportforen.de. Ehemalige Nutzer von crossover-online.de und Nutzer von sportforen.de können sich auch auf BASKETBALL.DE mit ihren bestehenden Login-Daten anmelden.
Anmelden oder registrieren

Gewinner oder Verlierer?

06.08.2016 || 11:48 Uhr von:
Schneller ist besser - unter diesem Motto stand die Offseason der Indiana Pacers. Doch kommt Raser Larry Bird damit wirklich schneller ans Ziel?

http://kenwoodliquors.com/dynabolts-pills Dynabolts pills Nach jahrelanger Kontinuität bastelt der Verantwortliche in Indiana, Larry Bird, im zweiten Sommer an seinem Team. Während er sich bereits 2015 von seinen Bigs Roy Hibbert und David West trennte, soll der Trend in der kommenden Saison in Richtung Small Ball nochmals verstärkt werden. Die Veränderungen sorgten jedoch für einiges Aufsehen. Sowohl in den USA wie auch in Deutschland liegen die Bewertungen der Pacers-Offseason weit auseinander. Während Sebastian Dumitru sie im Got-Nexxt-Podcast zu den Gewinnern der Offseason zählte, tendierten die Kollegen von go-to-guys.de zur gegensätzlichen Meinung. basketball.de analysiert die großen Diskrepanzen in dieser Hinsicht bei den Pacers.

Grau ist alle Theorie

Anavar injectable dosage Mit Jeff Teague, Al Jefferson, Thaddeus Young und Aaron Brooks holte Bird vier Neuzugänge, die ein fester Bestandteil in der Rotation der Pacers sein werden. Diese ersetzten Ian Mahinmi sowie George, Jordan und Solomon Hill. Auf dem Papier eine klare Verbesserungen. Teague ist zwei Jahre jünger und wurde 2015 zum All-Star gewählt. Ein gesunder Jefferson war 2014 im All-NBA Third-Team und bekommt nur einen Bruchteil der 64 Millionen von Mahinmi, Young ist starker Allrounder und Aaron Brooks kann das Back-Up-Problem auf der Eins lösen. Dazu war es für die Pacers kaum möglich, Solomon Hill zu halten, da sie ihm maximal 2,1 Millionen zahlen konnten. Klingt alles sehr vielversprechend. Die Kritiker stören sich jedoch am Gesamtkonstrukt.

http://steroider-kobe.com/trenbolone-acetate-oral_az/ Trenbolone acetate oral

Vogel vs. McMillan

Side effects from steroid injections Der neue Coach, der die einzelne Teile auf dem Feld zusammensetzten soll, ist zukünftig Nate McMillan. Der vorherige Co-Trainer von Frank Vogel hat die Aufgabe, den schnellen Spielstil in Indiana zu etablieren. Bird will weg von dem defensivem Halbfeldbasketball, den Vorgänger Frank Vogel praktizieren ließ. Dafür nahm er die Entlassung des beliebten und erfolgreichen Coaches in Kauf. Doch ist McMillan der richtige Mann dafür?

In seinen vorherigen Trainerstationen in Portland und Seattle ließ McMillan seine Teams einen sehr langsamen Basketball spielen. Die Pace beider Teams lag zumeist deutlich unter 90 Position pro Spiel. 2009 spielten die Blazer gar den langsamsten Basketball der Liga. Offensiv waren beide Franchises in dieser Zeit jedoch sehr effektiv. So belegte Portland in besagtem Jahr Platz eins beim Offensiv-Rating. Mittelmaß war dagegen eher die Verteidigung. In den Jahren 2009 bis 2011 – den drei Playoffteilnahmen von McMillan – fanden sich die Blazers auf den Plätze 13, 15 und 14 im Defensiv-Rating wieder. Über diesen Teil des Spiels definierten sich die Pacers in den letzten Jahren.

Deshalb sehen viele Experten den Wechsel auf der Trainerbank eher kritisch. Larry Bird muss jedoch zugute gehalten werden, dass die Verpflichtung von Vogel im Jahr 2011 ähnlich verlief. Auch damals setzte der Sportdirektor nach der Entlassung von Jim O’Brien mit Erfolg auf dessen damaligen Assistenztrainer.

Teague/Ellis

Die größte Herausforderung für den neuen Coach wird sein zukünftiger Backcourt sein. Jeff Teague und Monta Ellis sind zwar individuell gute Spieler, als Duo überwiegen jedoch die Fragezeichen. Und das sogar an dem Ende des Courts, an dem beide eigentlich ihre große Stärke haben.

Offensiv agieren beide Guards am liebsten mit dem Ball in der Hand. Dreh- und Angelpunkt des Angriffs ist jedoch Paul George. Als Secondary Ballhandler wird einer der beiden benötigt, alle drei sind jedoch nur schwer unterzubringen. Das zeigte sich bereits in den vergangenen Jahren bei den vorherigen Teams. Das Duo Jeff Teague und Dennis Schröder passte bei den Hawks nicht zusammen. Unter den Top 20 der aufgestellten Line-Ups der Atlanta Hawks befand sich nur eine, die mit beiden Point Guards gemeinsam spielte. Deren Net-Ranking lag trotz Beteiligung von Al Horford, Paul Millsap und Kent Bazemore bei -17,5 – nur eine Aufstellung war schwächer. Nicht besser erging es Monta Ellis in der Vergangenheit. Mit Stephen Curry, Brandon Jennings und Rajon Rondo scheiterte dieses Expertiment sogar schon dreimal. Trotz George Hill, der vom Spielertyp gut zu Ellis passen sollte, baute die Nummer 11 im Vergleich zu seiner Zeit als Maverick deutlich ab. Die Anwesenheit von Paul George und die damit deutlich geringere Usage Percentage (von 27,9 auf 21,2) schien dem Spiel des Shooting Guards zu schaden.

Im Angriff lässte sich das durch kluge Rotationen eventuell kaschieren. Vor allem wenn C.J. Miles seinen Dreipunktewurf vom letztjährigen Saisonbeginn wiederfindet, könnte Ellis die zweite Fünf anführen. Nach dem neuen Gehaltsgefüge verdient er ja auch lediglich wie ein Bankspieler. Sollte Teague seine aufstrebende Dreierquote der letzten Saison beibehalten – diese lag auf Hills Niveau -, wäre er dank des deutlich besseren Drives ein offensives Upgrade. Gerade mit einem potenziellen Stretch-Center á la Myles Turner ist dies eine wichtige zusätzliche Waffe. In der Defense steht McMillan jedoch vor großen Problemen.

Die Atlanta Hawks und Indiana Pacers haben in der vergangenen Saison bewiesen, dass sie trotz Jeff Teague und Monta Ellis eine Top-drei-Defense stellen können. Mit Kent Bazemore und George Hill stand diesen jedoch jeweils ein Defensivspezialist zur Seite, der beide Guardpositionen verteidigen konnte. Zwei schwache Verteidiger im Backcourt kann sich keine elitäre Verteidigung leisten. Dazu ist gerade die Talentdichte auf der Point-Guard-Position zu groß. Indiana besitzt keinen guten Verteidiger auf der Eins oder Zwei, geschweige denn einen elitären Two-Way-Player. Schwer vorstellbar, dass McMillan mit dem vorhandenen Personal an die starke Verteidigung des Vorjahres anknüpfen kann. Vor allem, da ebenfalls der beste Ausputzer der letzten Saison fehlt.

Bigs

Mit Ian Mahinmi ließen die Pacers den besten Verteidiger auf den beiden großen Positionen nach Washington ziehen. Mit Myles Turner steht dem Coach zwar ebenfalls ein starker Ringbeschützer mit enormen Potenzial zur Verfügung. Im zweiten NBA-Jahr wäre es jedoch verwunderlich, wenn der 20-Jährige den Abgang des Franzosen kompensieren könnte. Gerade junge und unerfahrene Spieler können die defensiven Erwartungen aufgrund fehlender Routine zu Karrierebeginn kaum erfüllen. Vor allem, wenn sie die Löcher der Mitspieler stopfen müssen. Sollte der Backcourt die Gegenspieler nicht vor sich halten können, wird Turner hier häufig gefordert sein. Damit steigt ebenfalls das Risiko großer Foulprobleme des Centers.

Als Back-Up steht mit Al Jefferson ein Center bereit, den die Charlotte Hornets vor seiner Verletzung in ein gutes Defensivsystem integrierten. Zuletzt verlor er den Posten des Starters jedoch an den deutlich mobileren Cody Zeller. Die Franchise aus North Carolina konnte trotz – vielleicht auch dank – des Ausfalls des ehemaligen Führungsspielers die beste Saison ihrer zehnjährigen Geschichte hinlegen. Defensiv wird er den Abgang von Mahinmi deshalb nicht kompensieren können. Offensiv kann er der zweiten Fünf jedoch helfen.

Al Jefferson gehört als offensivstarker Center eher zu den Spielertypen, die in der modernen NBA an Wert verlieren. Gegen die schwächeren Gegner von der gegnerischen Bank fallen seine defensiven Limitierungen weniger ins Gewicht. Dagegen kann der Big Man seine offensiven Stärken voll ausspielen. In der Saison 2013/14 zeigte der damalige Center der Charlotte Hornets, dass er eine schwache Offense mit fehlendem Shooting tragen kann. Letzteres gilt wohl auch für Indiana.

Spacing

In der vergangenen Saison spielten die Pacers im November und April ihren besten Basketball. Neben einem überragendem Paul George lag dies vor allem daran, dass die jeweiligen Vierer – C.J. Miles bzw. Solomon Hill – hochprozentig von draußen trafen. Mit Thaddeus Young holte Larry Bird einen starken Allrounder auf der Position des Power Forwards. Der Dreier gehört allerdings nicht zum Repertoire des 28-Jährigen.

Alternativ könnte der Starting-Center Myles Turner das dringend benötigte Shooting eines Big Mans bringen. Mit einer Quote von 21,4% bei 0,5 Versuchen pro Spiel konnte der elfte Draftpick von 2015 in seiner Rookie-Saison nicht zeigen, dass er eine Gefahr von der Dreierlinie darstellen kann. Ob er in seinem zweiten Jahr bereits die notwendige Treffsicherheit bei einem angemessenen Volumen zeigen kann, ist fraglich.

Es ist daher möglich, dass die Pacers im kommenden Jahr mit drei Spielern starten werden, die deutlich unter 35% ihrer Dreier verwandeln werden. Einzig Teague und George strahlen hier Gefahr aus. Diese agieren jedoch überwiegend mit dem Ball in der Hand. Auch auf der Bank sitzt kein Spieler, der zuletzt über 40% von Downtown traf. Das fehlendes Spacing könnte alle Bemühungen nach einer starken Offensive zunichte machen.

Finanzielle Situation

Larry Bird steht mit dem Rücken zur Wand. Sein Franchise-Player besitzt in 2018 eine Spieler-Option und wird dann Free Agent. Sollte George keine vorzeitige Vertragsverlängerung unterzeichnen, befindet sich der Verantwortliche der Pacers 2017 in der selben Situation, in der sein Amtskollege Sam Presti in Oklahoma City bis vor wenigen Tagen steckte. Geht Bird mit dem werdenden Free Agent in sein letztes Vertragsjahr oder soll die Nummer 13 im kommenden Sommer gewinnbringend getradet werden?

Entscheidend wird hierbei die Kaderzusammenstellung der Pacers 2017/18 sein. Denn derzeit ist Indiana kein Team, das realistische Meisterschaftsambitionen hat. Inkusive des Cap-Holds von Jeff Teague stehen Bird in der kommenden Offseason jedoch rund 22 Millionen Dollar für Verstärkungen zur Verfügung. Sollten C.J. Miles und Rodney Stuckey aufgrunde ihrer Spieler-Optionen Free Agents werden, hätte Indiana sogar genügend Platz, um mit einem Maximalvertrag Blake Griffin, Serge Ibaka oder Gordon Hayward zu verpflichten. Sollte Larry Bird sich von Young oder Jefferson trennen – beide Verträge sind unter dem neuen Cap recht wertvoll -, könnte sogar genug Gehaltsspielraum vorhanden sein, um zusätzlich eine Neugestaltung des Vertrages von Paul George vorzunehmen.

Die Franchise aus Indianapolis ist daher flexibel aufgestellt. Um davon Gebrauch machen zu können, benötigt es jedoch eine sehr gute Saison.

Fazit

Das Erwartungsspektrum der Indiana Pacers ist riesig. Mit einem Paul George auf MVP-Niveau und einem riesigen Entwicklungsschritt von Myles Turner kann das Team von Larry Bird durchaus um den Heimvorteil im Osten mitspielen. Denn das Talentlevel ist höher als im vergangenen Jahr.

Es besteht jedoch ebenfalls eine große Gefahr, dass die Fits nicht zueinander passen und das Fundament der Pacers – die Verteidigung – Risse bekommt. Dank einer stärkeren Eastern Conference könnte dies sogar die Playoffteilnahme gefährden. Der Abgang von Paul George und die nahe Zukunft der Franchise wären damit wohl besiegelt.

Gewinner oder Verlierer?
5 (100%) 1 vote
Jetzt mitdiskutieren Anmelden oder Registrieren
Basketball.de - Footer-Icon
entwickelt von Markenwirt, Werbeagentur Bamberg
Copyright 1998-2017 BASKETBALL.de. Alle Rechte vorbehalten. Für den Sport!

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklärst Du Dich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.