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Spielerportrait: Stephen Curry

15.12.2013 || 10:42 Uhr von:
Stephen Curry_Keith Allison (via flickr, CC BY-SA 2.0)
Name: Stephen Curry Position: Point  Guard Nation: USA Größe/Gewicht: 1,91 Meter/84 KG Team: Golden State Warriors Stats 2012/2013: 22,9 PPG, 4 Rebounds, 6,9 Assists, 1,6 Steals, 0,2 Blocks, 45,1 % Feldwür...

Name: Stephen Curry
Position: Point  Guard
Nation: USA
Größe/Gewicht: 1,91 Meter/84 KG
Team: Golden State Warriors
Stats 2012/2013: 22,9 PPG, 4 Rebounds, 6,9 Assists, 1,6 Steals, 0,2 Blocks, 45,1 % Feldwürfe, 45,3% Dreier und 90 % Freiwürfe in 38,2 Minuten

Wenn man über die besten Shooter aller Zeiten redet, werden viele Namen gerufen: Ray Allen, Reggie Miller, Larry Bird und und und. Doch einer gerät dabei leider in Vergessenheit: Stephen Curry! Klar ist er gerade einmal 25 Jahre alt, dass sollte einen aber nicht zurückschrecken ihn als einen der besten Shooter aller Zeiten anzupreisen. Letztes Jahr verbuchte er in allen relevanten Kategorien ein Career-High, dabei wusste man nicht einmal, ob seine Knöchel eine harte NBA-Saison durchstehen werden. Während es 2011/12 nur 26 Spiele waren, konnte er den Warriors in diesem Jahr 78 Mal zur Verfügung stehen.

Schon am Davidson College wurde Curry großes Vorhergesagt. Dort erzielte der Wunderscorer immerhin 28,9 Punkte pro Spiel und war Dreh- und Angelpunkt eines offensiv untalentierten Davidson Teams. Skip Bayless von ESPN First Take gab sogar zu, ihn vor Blake Griffin, also als Nummer 1 Pick, zu draften, wenn er das Recht gehabt hätte. „He can carry a team“, waren seine Worte. Jedoch gab es hinter der Personalie Curry einfach zu viele Fragezeichen. Wird er gesund bleiben? Kann er defensiv seinem Mann stehen? Kann er seine athletischen Nachteile ausgleichen? Diese Fragen waren aber wohl kein Hindernis für die Warriors ihn an 7. Stelle zu ziehen.

Heute sieht dieser Move wie ein wahrer Draft-Steal aus. Denn „Steph“ ist endlich gesund und kann mit seinem unfassbar schönem Wurf die Offensive der Warriors leiten.
2012/13 zündete er knapp acht Dreierbomben pro Spiel, was den höchsten Wert in der NBA darstellte. Dabei trotzdem noch 45 % zu treffen, hat Geschichte geschrieben. Er versenkte mit 272 die meisten „Triples“ in einer Saison! Niemand in der Geschichte davor hat über 270 in einer Saison getroffen. Alleine elf seiner 272 Dreier kamen in dem 54-Punkte-Spiel gegen die Knicks. Was Curry so effektiv macht, ist seine Unberechenbarkeit. In jeder Kategorie, sei es Catch and Shoot, Pull-Up oder aus dem Dribbling, trifft er hochprozentig. So hatte der Point Guard öfters den Ball nicht einmal in der Hand, sondern ist durch Blöcke gelaufen, um in gewisse Positionen zu kommen.

Stephen-Curry_Chart

Die Warriors stellten mit Jarret Jack, Curry und Thompson ein unfassbar gutes Trio auf das Parkett. Auch Kollege Thompson wurde durch das ganze Spielfeld gejagt um die Defensive auf  Trap zu halten. Wenn Jack jedoch auf der Bank platz nimmt, scort Curry meistens aus dem Pick and Roll und in der Transition. Stichwort Transition: eigentlich sind Spieler mit Currys Athletik nicht das Beste für den Fasbreak. Aber Currys Fähigkeit im vollem Sprint nach 0,35 Sekunden (Sports-Science) zu stoppen und abzuwerfen ist einzigartig. Der Sohn des ehemaligen Shooters Dell Curry wurde somit zur Absoluten Gefahr. Aus dem Pick and Roll agiert Nummer 30 nun viel cleverer als vorher. Er nutzt die Beachtung, die ihm die Defense schenkt gekonnt aus, um seine Mitspieler in Szene zu setzen. Besonders David Lee und Klay Thompson profitieren von seiner „Courtvision“, also seiner Fähigkeit, dass Feld komplett zu sehen. So verteilte er im Schnitt 6,9 Assists wobei es ihn diesem Jahr momentan sogar 9,0 sind. Auch vom Scoring her weiß sich der Scharfschütze zu beweisen. Ist nach dem Block auch nur ein Zentimeter Platz, drückt er gewissenlos ab. Und wenn nicht, sucht sich der Warrior den Weg zum Korb, wo er zwar einen guten Floater anwendet, sich jedoch durch seinen schmalen Körper noch nicht durchsetzen kann. 50% am Ring sind kein Ruhmesblatt und hier sollte auch mehr Erfahrung helfen. Auch seine Wurfentscheidungen sind nicht immer auf gutem Niveau, denn oft sieht Curry keinen Ausweg mehr, als einen schwierigen Wurf über seinem Gegenspieler, der die Hand bereits hoch hält. Hier muss Mark Jackson, der Platz drei in der All-Time-List der Assists ist (10.334), ihm helfen den Kopf oben zu bewahren und in genau diesen Situationen auch abzuspielen.
Defensiv ist Curry solide. Seine Schnelligkeit hilft ihm gegen schnelle Guards, gegen massigere der Gattung sieht es relativ düster aus für ihn. Oft bleibt er an Blöcken hängen oder wird aufgepostet. Zu seiner Verteidigung muss man eben auch sagen, dass seine Aufgaben in der Offensive so groß waren, dass man es verschmerzen kann, wenn er Defensiv Lehrgeld bezahlt

Fazit: Stephen Curry hat sich etabliert. Er ist mit Abstand der beste Shooter der Liga, verbessert sich durchgehend im Spielaufbau und macht weniger Fehler. Dass die Warriors gerade von ihm abhängig sind, zeigt seine extreme Wichtigkeit für das Team, denn er schafft Räume und muss von der Verteidigung durchgehend beachtet werden. Sollte er gesund bleiben und im Kraftraum zulegen, reden wir hier von einem Star und Abo-Allstar.

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