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Big Trip nach Big D

10.04.2015 || 17:02 Uhr von:
Nach New York und Atlanta ging der dritte CROSSOVER NBA-Trip nach Dallas. Dirk Nowitzki live, drei Top-Spiele und US-amerikanische Kultur zum Anfassen.

Dirk Nowitzki türmt sich mit vereinnahmendem Blick vor uns auf. Die Muskeln angespannt, die Arme ausgestreckt, eine Hand greift einen Ball. Be like Mike. Backsteine säumen seine Welt. Backsteine? Ganz genau, denn Dirk Nowitzki ist fünf Meter groß, seine Armspannweite überragt zehn Meter und er manifestiert sich als Sprühfarbe auf einem Lagerhaus.

Durch Dallas‘ Stadtteil Ellum machen wir uns auf, um das große Dirk-Mural zu entdecken, welches vielen durch ein Video mit Chandler Parsons, Devin Harris und einem Kamel bekannt sein dürfte. Wir schlendern durch die Straßen, die ein wenig europäisch anmuten: die Häuser zweistöckig, durch Street-Art bunt und fast alle Läden und Gastronomiebetriebe mit Alternativkultur verbunden. Irgendwo hier befindet sich auch das Büro der Mavs – unscheinbar, nur durch das Mavs-Logo auf den Glastüren und dem Mavericks-Schriftzug auf einem Randstein zu erkennen.

Ein paar Straßen weiter: Ein weiteres Graffito an der Wand, zu Ehren der Meisterschaft Dallas‘ 2011, wieder mit Dirk Nowitzki als Hauptprotagonist. „The Big German“ an den Wänden Dallas’ – schon hier deutet sich sein Stellenwert für „Big D“ an.

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Top-Spiele aus der Premium-Suite

Und so hatten sich elf Basketballreiselustige aus ganz Deutschland inklusive des CROSSOVER-Chefredakteurs – von Oldenburg bis Freiburg, von Trier bis Gießen verstreut – Anfang März 2015 gemeinsam vom Frankfurter Flughafen nach Dallas aufgemacht. Es könnte immerhin die vielleicht letzte Möglichkeit sein, Nowitzki noch (einmal) live auf einem NBA-Parkett im Mavs-Trikot zu erleben.

Neun Tage sollte der CROSSOVER NBA-Trip 2015 dauern, drei NBA-Partien im American Airlines Center standen auf dem Programm. Mit den Cleveland Cavaliers, Los Angeles Clippers und Oklahoma City Thunder hatten es die Gegner Dallas‘ in sich. Auf eine Blowout-Niederlage der Mavs folgte ein Blowout-Sieg, worauf sich ein Erfolg mit Crunchtime-Anteil anschloss – dramaturgisch hätte man das Reisetagebuch nicht besser schreiben können. Obwohl: Das Pärchen der Reisegruppe sollte gar das Glück haben, dies noch zu steigern und bei der anschließenden Weiterreise nach New York eine Verlängerung beim Spiel der San Antonio Spurs gegen die New York Knicks mitzunehmen.

Eine Steigerung nahm die Reisegruppe auch bei ihren Zuschauerplätzen war: Gegen die Cavs noch im Oberrang sitzend, war für die darauffolgenden Spiele jeweils eine Premium-Suite im Paket enthalten. Das bedeutete nicht nur eine bessere Sicht oberhalb des Unterrangs und gepolsterte Stühle mit viel Beinfreiheit, sondern auch eine eigene Bar und Küche. Die Bestellung nahm dabei ein extra für die Suite zuständiger Angestellter auf. Beim Suite-Debüt mussten wir uns noch, unwissend in solch einer High-Class-Umgebung, mit vergleichsweise wenig Essen und Trinken begnügen, ehe wir beim zweiten Suite-Besuch unser Budget erfahren sollten: stolze 700 Dollar! Wobei sich dieses Etat beim Blick auf die Preise in der Menükarte wieder relativieren ließ.

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Eigentlich wäre uns durch die Premium-Suite-Tickets auch ein exklusiver Zugang samt rotem Teppich in die Arena geöffnet gewesen; doch die Reisegruppe wollte es sich nicht nehmen lassen, die Warmups vor den Spielen aus der ersten Reihe zu begutachten. Der frühe Vogel fängt das Autogramm, also hieß es gut zwei Stunden vor Tip-Off anstellen, um sich so schnell wie möglich durch den Fan-Shop-Eingang die beste Plätze zu sichern.

Der gemeine US-amerikanische Arenenbesucher agiert hier freilich anders: Die Halle füllt sich erst spät, der US-Fan will mehr unterhalten werden als dass er – wie man das aus dem europäischen Sport kennt – in die Halle geht, um sein Team anzufeuern. Daran können auch wenig die Mavs-Maniacs und Trommler etwas ändern, die einen eigenen Platz zwischen Unterrang und Suites einnehmen.

Mr. Jones und ein Burger namens Dirk

Klischees können aber auch positiver Natur sein: die Offenheit und Freundlichkeit der US-Amerikaner zeigt sich immer wieder; ob in den Zuschauerrängen oder gar auf der Straße, mit Neugierde begegnen einem die US-Amerikaner, womit man ganz leicht ins Gespräch kommt. Nicht jeder kann aber verstehen, wie man eine solche weite Reise auf sich nehmen kann, um bloß ein Basketballspiel zu sehen – die NBA steht eben nicht vor unserer Haustür; und der beste deutsche Basketballer spielt eben nicht in der BBL. Bei anschließenden Drinks nach den Heimspielen in einer naheliegenden Bar wird man dann auch schnell zu Freunden – nach Zapfenstreich bekommt man schon mal eine Heimfahrt per Uber-Bestellung angeboten.

Auch wenn Basketball der Hauptgrund für die US-Reise sein mag, so nimmt sich CROSSOVER bei den jährlichen NBA-Trips auch zu Herzen, dass „Land und Leute“ nicht zu kurz kommen. So bleibt auch beim Dallas-Trip Zeit für Shopping, Kultur und freier Zeiteinteilung.

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Neben den NBA-Spielen selbst sind dennoch zwei sportnahe Programmpunkte festgesetzt: je eine Tour durch das American Airlines Center sowie das AT&T Stadium des NFL-Teams der Dallas Cowboys. Während es in der Mavs-Spielheimstätte verboten ist, die Kabine und die Spielfläche zu betreten sowie Photos von der in der Arena integrierten Trainingshalle zu machen, zeigen sich die Cowboys besucherfreundlicher – „Mr. Jones“ sei dank.

Dieser Name fällt immer wieder, während unser Tour-Guide den Besuchern die rekordträchtigen Vorzüge des Stadiums nahelegt. Ich muss unweigerlich an „Reservoir Dogs“ denken; erst später wird aufgelöst, dass es sich um den Nachnamen des Cowboys-Besitzers handelt. Bei unserer Tour dürfen wir sogar in dessen Privatsuite schnuppern; eine der Schnellwahltasten seines Telefons ist mit „Coach“ markiert.

In Mr. Jones‘ Wohnzimmer offenbart sich der Gigantismus der USA in ganz besonderem. So war hier am Tag der Arenaeröffnung die weltgrößte Videoleinwand zu finden (55×22 Meter; das Innere begehbar über mehrere Etagen). Für alle Videospielfans: Ja, darauf wurde auch schon gedaddelt. Man sollte sich aber hüten, die Glastore zu beiden Enden des Stadiums gleichzeitig zu öffnen – sonst könnte der Windstoß die Glasfront zerbersten.

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Neben dem Sport stehen auch Shopping und Kultur auf dem Programm. Ersteres mag man dank der Outlet-Malls und Einkaufszentren eher mit den USA in Verbindung bringen; teilweise bauen die US-Amerikaner ihre Shopping-Center sogar unter die Stadt. Sehr zum Leidwesen von Downtown. Besuche im Museum of Art, Perot Museum of Nature and Science und dem Sixth Floor at Dealey Plaza (das Gebäude, vom dem John F. Kennedy erschossen worden ist) offenbaren, dass die US-Amerikaner Kultur noch mehr mit Partizipation verknüpfen.

Steve, unser Ansprechpartner an den ersten beiden Tagen, entführt uns am Tag der Anreise zum Essen – US-Style ins „Bone Daddy’s“, ein Restaurant mit zig TV-Bildschirmen, „wie Hooters, nur mit besserem Essen und schöneren Frauen“. Zum Glück hat Martin (nicht wirklich) Geburtstag (was sich zum Running-Gag der Reise enwickelt), womit die wirklich knapp bekleideten Bedienungen mit ihm für ein Photo posieren.

Unser Van für die Abreise Richtung Flughafen Dallas/ Fort Worth sollte übrigens eine Lap-Dance-Stange im Sitzraum haben – unweigerlich müssen wir daran denken, ob Steve das eingefädelt habe …

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Wer die USA mit fettem, reichhaltigem und ungesundenem Essen verbindet… fühlt sich bestätigt, es geht aber auch anders. Einen unscheinbaren, in grauem Beton daherkommenden Burger-Laden an der Straße auf dem Weg zu unserem Hotel ignorieren wir bis zwei Tage vor unserer Abreise – als wir uns eines Abends doch entschließen, dem „Rodeo Goat Icehouse“ eine Chance zu geben. Und diese nutzt der Laden dank eigens aus Dallas gebrautem Draft-Bier, frisch zubereiteten Gerichten, einer Menge Auswahl an vegetarischen Burgern (wichtig für den CROSSOVER-Chefredakteur) und selbstgemachten Pommes – wären wir nur früher hierher gekommen.

Ein Burger mit Bratwurst-Patty und Sauerkraut in einem Bretzel-Brötchen? Ja, es gibt wirklich einen Burger namens „The Dirk“, der sich im „Battle of the Burger“ dem „The Cuban“ stellen muss. Der Basketball lässt uns einfach nicht los …

Weitere Photos vom NBA-Trip

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Durch die Glastüren durch, rechts um, durch die erste Holztür rechts – und schon befindet man sich in der Kabine der Dallas Mavericks.

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So sitzt es sich bequem. Zwei der drei Partien verfolgte die CROSSOVER-Reisegruppe von einer Premium-Suite. Anfeuerungsrufe im Stehen ließen die anderen Suite-Mieter verwundert zurück.

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Auch ein Eishockey-Club hat Cheerleader. Während ein Teil über dem Unterrang tanzt, muss der andere Teil das Eis zusammenschaufeln.

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Die Atmosphäre eines NHL- ist nicht gleich der eines NBA-Spiels. Das eine ist mehr Rock, das andere mehr Rap. Bezüglich der Intro-Show schlägt die NHL aber eindeutig die NBA: Bei den Dallas Stars wird der Stern von unter der Hallendecke auf das Eis gelassen; dort fahren die Spieler zur Vorstellung durch. Bei „The Star-Spangled Banner“ schreien die Zuschauer im Einklang passend das „Star“ mit.

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Downtown Dallas vom Reunion Tower aus.

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Shopping-Herz, was willst du mehr?! Wer es nicht erkennt, hierbei handelt es sich um Popcornbecher, oder vielmehr -Eimer. Der CROSSOVER-Chefredakteur kaufte sich keinen …

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… Ein Paar Dr.J-Socken mussten es aber schon sein.

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