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Große Jungs im Vordergrund

03.02.2016 || 14:00 Uhr von:
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Myles Turner sorgt in Indiana für Begeisterung, während Emmanuel Mudiay in Denver mit sich zu kämpfen hat. Zudem: KAT packt den Dreier aus, Portis bietet Licht und Schatten.

Myles Turner (Indiana Pacers, Draft 2015 #11)

Center; 2,11 Meter; Stats: 18,8 MpG; 9,5 PgG; 54,5% FG; 4,5 RpG; 1,5 BpG

Mit dem elften Pick in der letztjährigen Draft wählten die Indiana Pacers Myles Turner von der University of Texas aus, der als unheimlich talentierter, aber gleichzeitig sehr roher Spieler galt. Kurz nach Beginn seiner ersten NBA-Saison verletzte er sich am Daumen und fiel anschließend rund sechs Wochen aus, wodurch seine NBA-Karriere erst Ende Dezember richtig begann. Zunächst von Head Coach Frank Vogel nur sporadisch eingesetzt, entwickelte er sich ab Mitte Januar zu einem immer wichtiger werdenden Spieler für die Pacers – offensiv wie defensiv.

Bereits am College ließ sich erahnen, welche defensiven Qualitäten er mitbringt. Trotz eher durchschnittlicher Athletik schafft er es dank gutem Timing und seiner enormen Armspannweite von 2,24 Meter seine Gegenspieler zu verteidigen. Seien es in die Zone ziehende Flügelspieler oder aufpostende Big Men: Er schafft es, die Wurfquote seines Gegenübers um 7,8 Prozent in Ringnähe zu senken und liegt in dieser Kategorie somit vor Marc Gasol und Anthony Davis.

Myles_Turner_Defense_Chart

Quelle: nbasavant.com

Ebenso ist seine Help-Defense lobenswert. Dank seines defensiven IQ’s schafft er es immer wieder im richtigen Augenblick, von der Weakside Richtung Ring zu rotieren und seinen Mitspielern zu helfen. Die augenscheinlichste Stärke von Turner sind seine exzellenten Blockqualitäten. Auf 48 Minuten hochgerechnet, würde er derzeit auf Platz 2 mit 3,83 Blocks pro Spiel hinter Hassan Whiteside liegen und lässt mit solchen Highlights gegen LeBron James aufhorchen:

Verbesserungswürdig am defensiven Ende sind sein Rebounding sowie sein Verhalten bei Pick-and-Rolls. Mit nur 50 Prozent aller möglichen Rebounds, auf die er eine Chance hat (3,8 von 7,6), rangiert er am unteren Ende aller Center. Ebenso greift er sich ausbaufähige 63,3 Prozent der Rebounds in seiner nächsten Umgebung und steht im Vergleich zu anderen Rebound-Spezialisten oftmals zu weit weg vom Ort des Rebounds (1,50 Meter zu 1,22 Meter), was teilweise aber daran liegt, dass ihm ein zweiter Big Man wie Hill oder Mahinmi den Platz wegnimmt. Aufgrund seiner athletischen Defizite kommt es vor, dass er gegen schnellere und wendigere Gegenspieler chancenlos ist, vor allem in Situationen, in denen er sich seitlich bewegen muss.

Offensiv ist Turner ein Big Man der modernen Art. Er kann sowohl mit dem Rücken zum Gegner als auch mit dem Gesicht zum Korb punkten. Verantwortlich dafür ist speziell sein Wurf. Sei es in der Nähe des Korbes per Hakenwurf oder aus der Mitteldistanz nach einem Pick-and-Pop, der junge Center kann seinem Team in vielen verschiedenen Facetten helfen. Mit einem offensiven Rating von 112 liegt er in dieser Kategorie vor Spielern wie Blake Griffin, Karl-Anthony Towns oder Zach Randolph.

Dank seiner Shotchart ist ersichtlich, wie verstreut er seine Würfe nimmt.

Myles_Turner_Shot_Chart

Quelle: nbasavant.com

Interessant hierbei ist, dass er viel mehr Würfe außerhalb als innerhalb der Zone nimmt, was bei einem Center eher selten vorkommt. Durch das von ihm bereitgestellte Spacing kommen die Pacers auch nicht in die prekäre Situation, dass die beiden Big Men den Guards und Flügelspielern den Weg in die Zone versperren und dadurch leichter auszurechnen sind.

Vor allem das Pick-and-Pop zwischen Hill/Ellis oder George und Turner ist eine oft genutzte Waffe von Indiana. Schon alleine die potentielle Gefahr eines Passes auf Turner, der anschließend den Mitteldistanzwurf nimmt, sorgt beim gegnerischen Big Man dafür, dass er sich entweder dazu entscheiden muss dem Ballhandler den Weg zum Korb zu blockieren und somit Turner Platz lässt, oder bei seinem Gegenspieler bleibt und der ballführende Spieler relativ unbedrängt Richtung Korb ziehen kann.

Ebenso gehört er beim Post-Up zu den besseren Spielern in der Liga (82,2 Perzentil). Mit 0,98 Punkten pro Ballbesitz ist er in dieser Hinsicht knapp besser als Marc Gasol, Chris Bosh oder auch DeMarcus Cousins. Hierbei punktet er bevorzugt durch seinen Turnaround-Jumper und lässt seinem Gegenspieler wenig Chance.

Ausbaufähig sind seine Abschlussquote im Pick-and-Roll, die bei 0,91 Punkten pro Ballbesitz liegt und zum unterem Drittel der qualifizierten Spielern gehört, als auch sein Passspiel. Im offensiven Pick-and-Roll ist es ebenso wie beim defensiven Konterpart, dass ihm zuweilen die Athletik abgeht und er sich in Situationen wiederfindet, in denen er nicht effizient agieren kann. Mit 19,7 Pässen in 18,8 Minuten Spielzeit gibt er den Ball erstaunlich wenig ab und gehört mit 3,7 Prozent in der adjustierten Pass-zu-Assist-Statistik (es werden sowohl normale Assists als auch Pässe für Freiwürfe und Hockey-Assists gewertet) zu den schlechtesten Spielern auf seiner Position.

Die Indiana Pacers haben sich mit Myles Turner einen Spieler geholt, der seinem Team sowohl Qualitäten als Ringbeschützer als auch als werfender Big Man gibt, was in der heutigen NBA eine exzellente Kombination darstellt. Trotz eines holprigen Starts mit wochenlanger Pause hat sich Turner im Januar in den Vordergrund gespielt, sodass sein Head Coach ihn nicht nur in die Startformation beförderte, sondern auch das System umstellte.

Bobby Portis (Chicago Bulls, Draft 2015 #22)

Power Forward; 2,11 Meter; Stats: 14,8 MpG; 6,5 PpG; 44,3% FG; 4,4 RpG; 0,4 BpG

Die Chicago Bulls sicherten sich den 20-jährigen SEC-Spieler des Jahres mit ihrem 22. Pick und vergrößerten somit ihren Frontcourt um Noah, Gasol, Mirotic, McDermott und Gibson. Anders als Gasol oder Mirotic kommt Portis aber nicht über seine Finesse oder den Wurf, sondern über harte Arbeit, viel Einsatz und Disziplin.

Defensiv setzt der junge Power Forward diese Attribute bereits bestens um. Trotz schwankender Minutenzahl zeigt er, wie versatil er am defensiven Ende des Feldes ist. Egal, ob er in Pick-and-Pop, Pick-and-Roll oder Post-Up-Situationen verwickelt wird, Portis verteidigt sie exzellent. Durch seine leichtfüßige Art kann er Guards am Perimeter verteidigen und Druck auf sie ausüben. Gemäß nba.com lässt er in Pick-and-Roll-Situationen nur 0,67 Punkte pro Ballbesitz zu, was ihn ins oberste Feld der qualifizierten Spieler katapultieren lässt. Ein ähnliches Bild ergibt sich, trotz kleiner Stichprobengröße, bei Post-Up Situationen, die seine Gegenspieler nur mit 0,65 Punkten pro Ballbesitz abschließen (85,9 Perzentil).

Aufgrund seiner Beweglichkeit kaschiert er auch teilweise die Schwächen von Pau Gasol, insbesondere, wenn ein gegnerischer Big Man in der Lage ist, aus der Mitteldistanz zu werfen. Diese Aufgabe wird meist Portis zuteil, der sie sehr gut erledigt. Im Schnitt treffen seine Gegenspieler um knapp sechs Prozent schlechter als normal, speziell beim Dreier und langen Zweiern (13,1%).

Bobby_Portis_Defensive_Chart

Quelle: nbasavant.com

Auf 36 Minuten hochgerechnet greift sich Portis ordentliche 10,6 Rebounds (3,7 Offensiv; 6,9 Defensiv). Zu Gute kommt ihm hierbei seine harte Arbeit beim Ausboxen, sowie sein gutes Auge, wohin der Ball abprallen wird.

Was sich defensiv bereits sehr vielversprechend anhört, ist offensiv ein wenig enttäuschend. Aufgrund seiner College Zeit konnte erwartet werden, dass er, trotz gewöhnungsbedürftiger Wurfbewegung, relativ sicher aus der Mitteldistanz ist und teilweise auch als Dreierschütze agieren kann. Nach 27 Spielen bestätigt sich dieser Eindruck jedoch nicht.

Bobby_Portis_Shot_Chart

Quelle: nbasavant.com

In Ringnähe agiert Portis jedoch gut und verwandelt eine hohe Anzahl seiner Würfe, welche oftmals nach Offensiv-Rebounds kommen oder per Durchstecker von Butler/Rose oder Brooks. Geht er jedoch weiter vom Ring weg, rauschen seine Zahlen nach unten. Die Mehrzahl seiner Würfe nimmt Portis außerhalb der Zone und trifft sie zu mageren 33,7 Prozent. Durch diese schwachen Quoten können es sich seine Gegenspieler leisten, ihn zu vernachlässigen, um sich mehr auf Butler und Gasol zu konzentrieren. Sie sinken ab und verdichten die Zone, wodurch Portis oftmals nicht weiß, wie er weiter vorgehen soll.

Ebenso agiert er im Pick-and-Roll ineffektiv mit 0,94 Punkten pro Ballbesitz und rangiert damit im unteren Drittel. Ähnliches gilt für seine Aktionen aus dem Post (0,64 Punkte pro Ballbesitz; 19,7 Perzentil). Hierbei machen ihm vor allem seine nicht vorhandenen Postmoves zu schaffen. Er verfügt weder über einen guten Turnaround-Jumper noch über einen Hookshoot, wodurch er sehr leicht ausrechenbar ist und sich sein offensives Rating von 96 erklären lässt. Die bisher schwankende Minutenanzahl durch Coach Hoiberg hilft ihm dabei sicherlich nicht. So kommt er nie in einen Rhythmus, was vor allem wurftechnisch enorm wichtig wäre.

Trotz einer kleinen Anzahl an Versuchen wäre es für die Bulls eine Überlegung wert, Portis mehr Cuts laufen zu lassen. Dank seiner soliden Athletik, seines Basketball-IQ’s und seiner Fähigkeit in Ringnähe gut abschließen zu können, würden sich hochprozentige Abschlusschancen ergeben.

Insgesamt bestätigt Portis über weite Strecken das, was erwartet werden konnte. Gute Defense gepaart mit großem Arbeitswillen und Ehrgeiz. In Sachen Wurfquoten kann es für ihn nur noch aufwärts gehen und dass er einen soliden Wurf besitzt, hat er bereits am College gezeigt. Portis muss jetzt, vor allem offensiv, besser agieren, da durch die Ausfälle von Noah und Mirotic im Normalfall mehr Minuten für ihn herausspringen sollten.

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Emmanuel Mudiay (Denver Nuggets, Draft 2015 #7)

Guard; 1,95 Meter; Stats: 29,6 MpG; 11,1 PpG; 33,3% FG; 26,5% 3FG; 3,3 RpG; 5,7 ApG

Die Denver Nuggets wählten in der vergangenen Draft den jungen, im Kongo geborenen Aufbau aus, der das vorangegangene Jahr nicht wie viele andere Rookies an einem College verbrachte, sondern bei den Guandong Southern Tigers in der chinesischen Profiliga CBA.

Eine Zahl: 81. Nein, das sind weder die Punkte, die Denver im letzten Spiel erzielte, noch das Gewicht von Eddy Curry. 81 beträgt das Offensiv-Rating von Emmanuel Mudiay.

Was zuerst nach einem Schreibfehler aussieht, wird beim tieferen Blick auf seine Werte mehr als verständlich.

Emmanuel_Mudiay_Shot_Chart

Quelle: nbasavant.com

Die dunkelblau eingefärbten Kreise sollten eher hellblau sein, bestenfalls rot, doch beim jungen Point Guard stimmt die Farbe haargenau. Bereits vor der Draft wurde sein Wurf als große Schwachstelle in seinem Spiel bezeichnet, da weder die Wurfbewegung noch die Fußstellung ausgereift waren. Die Wurfbewegung sieht optisch inzwischen besser aus, jedoch spiegelt sich das nicht in seinen Quoten wieder.

Seine Gegenspieler können beruhigt unter jedem für ihn gestellten Screen abtauchen und den Weg in die Zone erschweren, da der Wurf, sei es per Dreier oder aus der Mitteldistanz, ein kalkulier- und annehmbares Risiko darstellt. Der potentielle Zug in die Zone, den er mit mehr Platz und Zeit nach dem Block hätte, gehört aber auch nicht zu Mudiay’s Stärken, da er trotz exzellenter Größe für einen Point Guard weder die Athletik noch die Geschwindigkeit besitzt, um seinen Gegenspieler stehen zu lassen. Er schließt weit unter dem Ligaschnitt ab und verlegt bei der kleinsten Berührung den Korbleger.

Aufgrund dieser Schwächen können sich die Gegner darauf konzentrieren, Passwege zu seinen Mitspielern zuzustellen und auf einfache Punkte im Fastbreak zu hoffen. Mit einer Abspielrate von 37,8 Prozent bei seinen 7,5 Drives pro Spiel spielt er den Ball zwar nicht unnötig oft ab, blickt man aber auf seine Assist- und Turnoverzahlen pro Drive, wird ersichtlich, wie schwer der fehlende Wurf beziehungsweise Korbleger wiegt. Mit 12,5 Prozent Assists pro Drive liegt er unter den Top 10 aller qualifizierten Spieler (mindestens fünf Drives pro Spiel), ist gleichzeitig aber mit 11,9 Prozent Turnovern pro Drive der Drittschlechteste.

Nicht verwunderlich ist es deshalb, dass er sowohl in Pick-and-Roll (0,59 Punkte pro Ballbesitz; 16,7 Perzentil), Fastbreak (0,71 Punkte pro Ballbesitz; 4,1 Perzentil) als auch Isolations-Situationen (0,38 Punkte pro Ballbesitz; 2,7 Perzentil) zum Bodensatz der Liga gehört.

Offensiv ist jedoch nicht alles schlecht bei Mudiay. Im Januar hat er sowohl seine Wurfquoten verbessert als auch seine Turnover zurückgeschraubt. Zu seinen Stärken gehören neben der Größe – die es ihm erlaubt über seine Gegenspieler hinweg zu sehen – vor allem seine sehr gute Spielübersicht, mit der er Situationen vorausehen kann, und auch seine Passfähigkeiten. Trotz einer hohen Anzahl an Turnovers, die meist aus überhasteten Aktionen oder falscher Kommunikation entstehen, ist Mudiay ein hervorragender Passer, der das gesamte Arsenal an Pässen sein Eigen nennt und seine Qualitäten ein ums andere Mal aufblitzen lässt. Er kann die Mitspieler entweder per Lob, Boden- oder Behind-the-Back Pass einsetzen und bleibt trotz erhöhter Geschwindigkeit im Spiel sehr präzise. Desweiteren besitzt er ein gutes Ballhandling, vor allem in Kombination mit einem Hesitation Dribble.

Defensiv verteidigt er so, wie man es von einem Guard in seiner ersten Saison gewöhnt ist. Er kennt teilweise die Stärken und Schwächen seiner Gegenspieler nicht, sodass es passieren kann, dass er gegen gute Dreierschützen einfach unter dem Block durch geht und einen offenen Dreier ermöglicht oder über einen Screen geht, wenn der Raum hinter ihm komplett unbesetzt ist.

Ebenso bringt er nicht Nacht für Nacht dieselbe Einstellung am defensiven Ende auf den Platz. Es wechseln sich lustlose Auftritte, bei denen er unzählige Male an Screens hängenbleibt und Rotationen verschläft, mit sehr motivierten Spielen ab, bei welchen er seine Fähigkeiten zeigt.

Defensiv hat er alleine durch seine Größe und seine langen Arme noch viel Steigerungspotential, welches es auszuschöpfen gilt.

Mudiay’s Leistungen waren bisher viel schwächer als erwartet, auch wenn er in den letzten Spielen besser wurde. Er muss sich in sämtlichen Bereichen steigern, vor allem beim Wurf, denn dieser würde seinem Spiel ganz neue Dimensionen eröffnen. Laut verschiedenen Berichten soll er extrem fleißig und ehrgeizig sein, was Grundvoraussetzungen für den zukünftigen Erfolg darstellen.

Kar-Anthony Towns (Minnesota Timberwolves, Draft 2015 #1)

Center, 2,13 Meter, Stats: 29,8 MpG, 16,6 PpG, 53,8% FG, 9,9 RpG, 1,8 BpG

Nachdem der Nummer-Eins-Pick der letzten Draft schon in der ersten Saisonausgabe des Rookie Watchs von basketball.de analysiert wurde, werfen wir nun einen kurzen Blick darauf, was sich seither bei ihm getan hat.

Offensiv zeigt sich bei ihm eine beachtliche Steigerung. Sein offensives Rating ist von 105 auf 110 gestiegen, was vor allem auf seine effizientere Spielweise zurückzuführen ist. Er verwendet zwar ähnliche Bewegungen wie zu Saisonbeginn, weiß inzwischen aber besser, wann und wie er seine Gegenspieler aus der Balance bringen kann, um relativ einfache Punkte zu generieren. Seine Pick-and-Roll Aktionen haben um knapp ein Viertel zugenommen, welche er dank seiner Athletik und seines Touches in Ringnähe in den letzten beiden Wochen signifikant besser abschließt (1,21 Punkte pro Ballbesitz; 85 Perzentil). Ebenso steigerte er sich bei Post-Ups, Put-Backs und nach für ihn gesetzten Blöcken.

Laut Synergy Sports Tech liegt er inzwischen auf dem neunten Platz hinter Nowitzki und vor Anthony Davis in Sachen Effizienz bei Spielern mit über 700 Ballbesitzen, was für einen Rookie nicht alltäglich ist.

Karl-Anthony_Towns_Shot_Chart

Quelle: nbasavant.com

Er ist jedoch nicht nur um den Ring herum besser geworden, sondern wirft inzwischen auch vermehrt Dreier. Zwar nicht mit dem Volumen eines Kristaps Porzingis, aber dank einer Quote von 40 Prozent in den letzten beiden Monaten stellt er vermehrt eine Gefahr von Außen dar. Vor allem in hohen Pick-and-Pop Situationen oder im Fastbreak schleicht er sich von hinten an und bekommt dann den Ball von Rubio zugespielt. Seine direkten Gegenspieler haben diese Facette seines Spiels bisher nicht auf dem Zettel, sinken folglich ab und werden immer wieder dafür bestraft. http://on.nba.com/1HXESnv“ target=“_blank“>Diese Spielzüge werden über kurz oder lang feste Bestandteile des Minnesota-Playbooks sein.

Ein weiterer Punkt, in dem sich Towns gesteigert hat, sind Offensiv-Rebounds. Er greift sich pro Spiel knapp einen Rebound mehr als im November und stellt sich weitaus geschickter an. Mit einer adjustierten Offensiv-Rebound-Rate (% der offensiven Rebounds, die sich ein Spieler innerhalb von 1,10 Meter schnappt) von 60,9 Prozent im Januar hat er sich im Vergleich zu Saisonbeginn signifikant gesteigert (45,6%).

Ebenso hat sich sein Passspiel durch eine größere Spielübersicht verbessert. Nicht selten setzt er seinen Nebenmann nach einem Zug zum Korb per Ableger ein, der zu einfachen Punkten führt. Auch aus dem High Post kann er dank seiner Größe scharfe Pässe an einschneidende Spieler wie Wiggins oder LaVine spielen.

Defensiv konnte er nicht an seinen ersten Monat anknüpfen, was vor allem am Dezember lag, in dem er sowohl am Ring als auch nach Switches nicht auf seinem gewohnten Niveau verteidigte. Seit Anfang Januar hat er sich jedoch wieder stabilisiert und verteidigt auf einem höheren Level, was sich vor allem prozentuell niederschlägt. Hielt er seine Gegenspieler zu Beginn noch 15 Prozentpunkte unter ihrem normalen Schnitt am Ring, erhöhte sich dieser Wert um knapp 13 Prozentpunkte per Ende Dezember. Mit Ende Januar liegt dieser Wert wieder bei 54,7 Prozent, was für seine Verhältnisse jedoch immer noch ein zu hoher Wert darstellt. Ähnlich stellt es sich aus der Mitteldistanz dar.

In Sachen Defensiv-Rebounds sind seine Zahlen konstant geblieben. Er schafft es durch gutes Ausboxen, sich eine exzellente Position zu sichern und somit einfache Rebounds zu greifen.

Es lässt sich feststellen, dass Towns offensiv immer besser und besser wird. Er nimmt klügere Würfe, nutzt effektiv seine Missmatches und vergrößert seine Reichweite. Defensiv knüpft er langsam wieder an seinen ersten NBA-Monat an, auch wenn er hier und da engagierter spielen könnte. Der junge Center ist auf dem besten Wege den Titel als Rookie des Jahres zu gewinnen, vorausgesetzt er trifft nicht hart auf die sogenannte Rookie Wall.

Anmerkung der Redaktion: Alle Stats sind auf dem Stand vom 2. Februar 2016

Bestleistungen Januar 2016

Punkte: 32, Karl-Anthony Towns, Devin Booker
Rebounds: 17, Karl-Anthony Towns
Assists: 9, Emmanuel Mudiay
Steals: 6, Larry Nance Jr.
Dreier: 6, Devin Booker
Blocks: 6, Karl-Anthony-Towns

All-Rookie First Team

Devin Booker (Backcourt)
Cameron Payne (Backcourt)
Myles Turner (Frontcourt)
Karl-Anthony Towns (Frontcourt)
Kristaps Porzingis (Frontcourt)

All-Rookie Second Team

D’Angelo Russell (Backcourt)
Jonathon Simmons (Backcourt)
Nikola Jokic(Frontcourt)
Jahlil Okafor (Frontcourt)
Boban Marjanovic (Frontcourt)

Große Jungs im Vordergrund
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