BASKETBALL.DE ist Partner von Sportforen.de. Ehemalige Nutzer von crossover-online.de und Nutzer von sportforen.de können sich auch auf BASKETBALL.DE mit ihren bestehenden Login-Daten anmelden.
Anmelden oder registrieren

Buyers and Sellers: Eastern Conference

05.12.2016 || 12:45 Uhr von:
Alle Jahre wieder... Nach dem Westen folgen in Teil zwei die Prognosen für die 15 Ostteams. Und an Handlungsbedarf mangelt es in dieser Conference nicht!

Auf die Teams der Western Conference folgen in dieser Ausgabe jene der Eastern Conference. Im ersten Teil sind zusätzlich die wichtigsten Termine und Kategorien für die Team-Analysen aufgeführt.

Atlanta Hawks

http://style-byjules.com/deca-und-masteron Deca und masteron Kategorie: Status quo

2017/18 besitzen nur sechs Spieler des derzeitigen Kaders einen garantierten Vertrag. Diese Situation erschwert es die Handlungen von Coach und General Manager Mike Budenholzer zu prognostizieren. Der weitere Saisonverlauf wird dabei eine große Rolle spielen. Zu Saisonbeginn spielten die Hawks wie ein Team, dass hinter den Cleveland Cavaliers um die Plätze zwei bis vier der Eastern Conference kämpfen könne. Die letzten Auftritte waren weniger überzeugend.

Diese Ausgangslage ist in Atlanta jedoch nicht neu. Auch im vergangenen Jahr besaßen die Hawks einen Schlüsselspieler mit auslaufendem Vertrag – Al Horford. Ebenso stand eine richtungsweisende Entscheidung auf der Position des Spielmachers an. Gerüchteweise hörten sich die Verantwortlichen alle Angebote an. Unter Wert sollte jedoch kein Deal abgewickelt werden. Ein ähnliches Szenario ist auch 2017 zu erwarten. Ist eine Franchise bereit für Paul Millsap & Co die Bank zu sprengen wird Budenholzer gesprächsbereit sein. Ansonsten wartet er auf den Sommer. Auch wenn dies bedeutet, dass er einige Spieler ohne Gegenwert ziehen lassen muss.

Boston Celtics

Kategorie: Buyer

Die Offseason von Danny Ainge lies keinen Zweifel daran, wohin die Reise in den nächsten Monaten gehen soll. Die Verpflichtung von Al Horford soll die Franchise auf das nächste Level heben und für andere Topspieler noch attraktiver machen. Zusätzlich wurden in Richtung 2017 so viel Capspace wie nötig generiert. Deshalb bekam Tyler Zeller lediglich einen Zweijahresvertrag, der im kommenden Jahr ungarantiert ist. Die Teamoption von James Young für die kommende Saison wurde im Sommer nicht gezogen und R.J. Hunter nach dem Trainingslager entlassen. Gerüchten zufolge möchte Erstrundenpick Guerschon Yabusele auch erst 2018 nach Boston wechseln.

Somit hat die Franchise den Capspace im kommenden Jahr maximiert. Dies wird sich auch auf die Tradeentscheidungen in den nächsten Monaten auswirken. Ainge sucht einen Superstar, durch den das Team zu einem Titelanwärter wird. Sollte dieser für einen angemessenen Preis nicht zur Verfügung stehen wird es vermutlich keine größeren Deals – also für langfristige hohe Verträge – geben. Die Celtics werden dann höchstens nach einem Spieler mit auslaufendem Vertrag suchen, der die derzeitigen Schwächen des Teams lindern kann.

Wunschliste: Starspieler, Rebounding, Shooting, Ringbeschützer

Fantasy-Trade: Nerlens Noel – Terry Rozier, James Young, Clipperspick 2019

Brooklyn Nets

Kategorie: Buyer or Seller

Abwarten und Tee trinken? So stellt sich der Neuling Sean Marks seine Job-Beschreibung als General Manager nicht vor. Bereits in seiner ersten Offseason ging er äußerst agressiv zu Werke. Mit Tyler Johnson und Allen Crabbe versuchte er erfolglos zwei restricted Free Agents mit hohen offer-shetts nach Brooklyn zu lotzen. Der Neuseeländer lies zuletzt keinen Zweifel daran, dass er auch zukünftig eine solche Strategie fahren wolle. Mit dem Vertragsangebot an Donatas Motiejunas lies er seinen Worten bereits Taten folgen. Deshalb gilt Brooklyn auch als Kandidat im Saisonverlauf junge Talente hohen Verträgen bei einem Salary Dump eines Konkurrenten aufzunehmen.

Spannend wird außerdem die Personalie Brook Lopez sein. Die Tatsache, dass er seinem Spiel einen Dreier hinzufügte erhöht die Begehrlichkeit und anderer Franchises. Vom Angebot für den Center wird es wohl abhängen, ob Lopez die Saison im Trikot der Brooklyn Nets beenden wird.

Wunschliste: Picks, junge Talente

Mögliche Tradekandidaten: Brook Lopez, Trevor Booker, Bojan Bogdanovic

Fantasy-Trade: Enes Kanter, Alex Abrines, Cameron Payne – Trevor Booker, Bojan Bogdanovic (nach einem vorherigen Lopez-Trade der Nets)

Charlotte Hornets

Kategorie: Status quo

Michael Jordan hat in der Offseason 2016 eine Menge Geld und den diesjährigen Draftpick in den derzeitigen Kader investiert. Damit steht das Grundgerüst der nächsten Jahre. Es fehlt sowohl an finanzieller Flexibilität als auch an hohen Picks um in der Free Agenecy oder im Draft entscheidende Neuzugänge zu erwarten. Größere Veränderungen können ur per Trade geschehen. Die Möglichkeiten sind jedoch begrenzt. Bestenfalls kommen die Hornets günstig an einen Center a la Andrew Bogut oder Nerlens Noel ran. Vermutlich wird es jedoch keine entscheidenden Kaderveränderungen geben.

Chicago Bulls

Kategorie: Buyer

Vor Saisonbeginn waren das Team von Jerry Reinsdorf die Wundertüte der Liga. Vom reinen Talentlevel gelang den Bulls im Sommer ein großes Upgrade. Die Zusammenstellung lies jedoch viele Fragen offen. Bisher schlägt das Talent den fehlenden Fit.

Dies verändert auch die Situation in Chicago. Während vor wenigen Wochen noch über potenzielle Trades von Jimmy Butler und Taj Gibson spekuliert wurde, könnte das Frontoffice der Windy City auch den entgegengesetzten Weg einschlagen. Der Schlüssel hierfür könnte Rajon Rondo sein. Trotz der guten Bilanz des Teams hat der Point Guard statistisch betrachtet einen negativen Einfluss auf das Team. Neben Jimmy Butler und Dwyane Wade wäre ein Einser der abseits des Balles spielen kann und einen guten Wurf besitzt wertvoller. Hier könnte der Vertrag von Rondo, der 2017/18 kaum garantiert ist, helfen.

Wunschliste: Shooting, Point Guard

Fantasy-Trade: Tyler Johnson, Josh McRoberts – Rajon Rondo, Michael Carter-Williams

Cleveland Cavaliers

Kategorie: Status quo

Nach dem Titelgewinn und dem starken Saisonstart von Kevin Love scheint die Personalie Love derzeit vom Tisch zu sein. Dass der Verantwortliche David Griffin sich davon jedoch nicht blenden lässt, zeigte die Entlassung von Ex-Coach David Blatt vor einem Jahr. Trotz eines guten Saisonstarts und vieler Verletzten wurde Blatt durch Tyronn Lue ersetzt. Der Erfolg rechtfertigte diese umstrittene Entscheidung.

Deshalb sollten auch derzeit unwahrscheinliche Szenarien nicht ausgeschlossen werden. Großerer Handlungsbedarf gbt es auf der Position des Backup-Point-Guards. Hinter Kyrie Irving klafft da eine große Lücke. Einzig die Qualität des eigentlichen Spielmachers LeBron James kaschiert dies. Mit einer Trade Exception von 9,6 Millionen können die Cavs bis Februar noch nach einem Upgrade auf dieser Position suchen. Dazu müsste aber ein Spieler zur Verfügung stehen, der wichtige Rotationsminuten übernehmen kann. Es ist kaum vorstellbar, dass Besitzter Dan Gilbert den notwendigen Mehrbetrag für einen Bankdrücker aufwenden will. Denn Cleveland ist tief in der Luxussteuer und würde als erstes Team der NBA-Geschichte die 200 Millionen Dollarmarke – inklusive Steuer – knacken, wenn sie die Exception annähernd ausnutzen würden.

Detroit Pistons

Kategorie: Buyer

2016 erreichten die Detroit Pistons erstmals seit 2009 wieder die Postseason. Dieser Aufwärtstrend kommt gerade zur rechten Zeit. Im nächsten Sommer will die Franchise den Palace verlassen und die Heimspiele in Downtown Detroit austragen. Eine sportliche Erfolgsstory ist dabei förderlich. Deshalb sollte Stan van Gundy seiner Linie treu bleiben. Zuletzt nutze er auslaufenden Verträge um Reggie Jackson und Tobias Harris nach Michigan zu holen. Wäre der Trade von Donatas Motiejunas nicht an der medizinischen Untersuchung gescheiteret, hätten die verantwortlichen sogar den diesjährigen Draftpick für den Litauer geopfert. Auch im Sommer wurden der niedrige Capspace von Andre Drummond genutzt um die größte Schwäche der vergangenen Saison zu beheben – die Bank.

Die Kaderzusammenstellung weist jedoch noch einige Ungereimtheiten auf. So ist der Kader im Frontcourt sehr Tief besetzt, während es auf dem Flügel hinter den Startern deutlich an Qualität fehlt. Gerade die stockende Entwicklung von Stanley Johnson schadet dem Team. Gut möglich, dass van Gundy im Saisonverlauf nach Shootern auf der Zwei und Drei sucht.

Wunschliste: Shooter, Verstärkung der Rotation auf dem Flügel

Fantasy-Trade: Kyle Korver, Tim Hardaway Jr. – Stanley Johnson, Reggie Bullock

Indiana Pacers

Kategorie: Buyer or Seller

Den Saisonstart hätten sich die Pacers sicher anders vorgestellt. Dabei kaschiert die derzeitige Bilanz die Probleme noch. Der Angriff ist weit weg von den selbst gesteckten Erwartungen. Auch in der Verteidigung rutschte das Team von Coach Nate McMillan von Platz drei im Vorjahr ins Ligamittelfeld. Da der Kader im Sommer eine Runderneuerung erhielt kommen die Startschwierigkeiten nicht unerwartet. Es ist noch zu früh, um Indiana abzuschreiben. Grund zur Sorge gibt es jedoch zahlreiche.

Wie erwartet passt das Duo Jeff Teague/Monta Ellis nicht zueinander. Und auch die Stimmen abseits des Feldes sind kein positives Zeichen. So kritisierte Paul George zu Saisonbeginn die fehlende Intensität in der Defense. Auch ein Player-only-Meeting ist so früh kein Selbstverständlichkeit.

Über die Tradestrategie von Larry Bird kann deshalb nur spekuliert werden. Fürchtet der Starke Mann der Pacers einen Abgang seines Franchise Players im Sommer 2018 kann dies sogar zu dessen Trade führen. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass Bird die Probleme auf dem Flügel beheben möchte. Dies ist jedoch keine leichte Aufgabe. Zum einen fehlt es den Pacers abgesehen von zukünftigen Draftpicks an wertvollen Assetts, zum anderen ist gerade ein 3andD-Spieler auf dem Flügel schwer zu bekommen.

Wunschliste: 3andD-Flügelspieler, Shooting
Mögliche Tradekandidaten: Monta Ellis, Rodney Stuckey, C.J. Miles, Al Jefferson

Fantasy-Trade: Allen Crabbe – Al Jefferson, Rodney Stuckey, geschützten Pick

Miami Heat

Kategorie: Seller

Wenn Pat Riley die Franchise vom South Beach in näherer Zukunft zurück an die Spitze bringen möchte gibt es nur eine realistische Möglichkeit: die Free Agency 2017. Denn bereits ein Jahr später besteht die Gefahr, dass der Vertrag von Chris Bosh wieder in den Büchern der Heat steht. Dazu steigt 2018 das Gehalt von Tyler Johnson von 5,9 auf 19,2 Millionen. Gut möglich, dass der Teampräsident die laufende Saison nutzt um weitere langfristige Verträge loszuwerden und obendrein einen hohen Draftpick abzustauben. Es wäre nicht das erste mal, dass die Heat punktuell tanken.

Goran Dragic wird in den nächsten Monaten deshalb im Zentrum des Geschehens stehen. Vor zwei Jahren opferte Riley noch zwei Erstrundenpicks um den Point Guard zu holen. Damals sollte er jedoch mit Chris Bosh, Dwyane Wade und einer weiteren Free-Agent-Verpflichtung die Heat im Titelrennen halten. Ob der 30-jährige noch in die Zukunftsplanung der Franchise passt ist fraglich. Einen vergleichbaren Gegenwert wie im Februar 2015 wird Riley jedoch kaum bekommen. Vielleicht lässt sich aber noch ein zweiter ungeliebter Vertrag in solch einen Trade involvieren?

Mögliche Tradekandidaten: Goran Dragic, Josh McRoberts, Tyler Johnson

Fantasy-Trade: Jeff Green, Mario Hezonja – Goran Dragic, Josh McRoberts

Milwaukee Bucks

Kategorie: Buyer or Seller

Vor wenigen Wochen bestand für die Franchise aus Wisconsin noch die Möglichkeit 2017 einen Maximalvertrag zu offerieren. Dafür hätte Greg Monroe aus seinem Vertrag aussteigen oder per Salary Dump abgegeben werden müssen. Nach der vorzeitige Vertragsverlängerung von Giannis Antetokounmpo besäßen die Bucks selbst ohne den Center lediglich einen kleinen Gehaltsspielraum.

Dies verändert auch die Situation auf dem Trademarkt. Abgesehen von monären Gründen ist es nun nicht mehr sinnvoll die größte Free-Agent-Verpflichtung der letzten Jahre ohne nennenswerten Gegenwert ziehen zu lassen. Ein Abgang von Monroe sollte den Bucks zumindest etwas bringen. Fraglich ist jedoch, ob es überhaupt einen größeren Bedarf für eindimensionale Offensivcenter ohne Wurf gibt?

Um den Kader mit einem Monroetrade sinnvoll zu verstärken müssen wohl noch Assets hinzugegeben werden. Wenn die Besitzer bereit sind hohe Summen in den zukünftigen Erfolg der Franchise zu investieren, könnte dies die beste Option sein. Wenn nicht, wird es eher auf einen Salary Dump von Greg Monroe hinauslaufen.

Wunschliste: Upgrade auf Center, Shooting

Mögliche Tradekandidaten: Greg Monroe

Fantasy-Trade: Brook Lopez – Greg Monroe, Tony Snell, geschützter Erstrundenpick

New York Knicks

Kategorie: Status quo

Seit dem Amtsantritt von Phil Jackson wurde der Kader in jeder Offseason generalüberholt – bisher ohne zählbaren Erfolg. Dies war zu Saisonbeginn anders. Trotz großer defensiver Probleme liegen die Knicks derzeit auf Playoffkurs. Viel wichtiger: von Woche zu Woche verbessert sich das Zusammenspiel der Akteure.

Es gibt derzeit keinen Grund diesen Aufwärtstrend zu gefährden. Gerade da abgesehen von zukünftigen Draftpicks die Assets für einschneidende Veränderungen fehlen. Im Vergleich zu seinen Vorgängern hat ehemalige Erfolgstrainer es bisher vermieden diese in einem Trade zu investieren.

Langeweile wird in New York dennoch nicht aufkommen. Allein die Kontroverse über Derrick Roses potenzielle vorzeitige Vertragsverlängerung wird für reichlich Diskussionsstoff sorgen.

Orlando Magic

Kategorie: Buyer or Seller

Alles spricht dafür, dass die Franchise aus Zentralflorida in den kommenden Monaten zu den aktivsten Teams der Association gehören wird. Der Saisonstart zeigte, dass der Kader bisher unausgewogen ist und einiger Korrekturen bedarf. Die Frage ist also nicht ob, sondern was geschehen wird.

Sollten die Magic den derzeitigen Negativtrend beibehalten könnte es zur Deadline einen Ausverkauf geben um einen erneuten Rebuild zu starten. Denn gerade die Vertragssituation von Neuzugang Serge Ibaka – dieser wird im Sommer Free Agent – setzt die Teamführung gehörig unter Druck.

Wahrscheinlicher ist jedoch, dass Orlando eine andere Option bevorzugt. Denn für General Manager Rob Hennigan würde ein erneuter Rebuild wohl das aus bedeuten. Auch der 90-jährige Besitzer Richard DeVos war bereits 2012 kein Freund eines langwierigen Prozesses. Deshalb wird das Team eher einen All-In-Move in Erwägung ziehen.

Mit den auslaufenden Verträgen von Jeff Green, Jodie Meeks sowie C.J. Watson können die Magic hohe Gehälter aufnehmen ohne einen großen sportlichen Verlust verkraften zu müssen. Gepaart mit den eignenen Talenten oder zukünftigen Draftpicks lässt sich daraus ein interessantes Paket schnüren.

Wunschliste: Franchise-Spieler, SF, PG, Spieler der den eigenen Wurf kreieren kann, Shooting

Mögliche Tradekandidaten: Serge Ibaka, Nikola Vucevic, auslaufenden Verträge

Fantasy-Trade: Kevin Love – Serge Ibaka, Mario Hezonja, C.J. Watson, Draftpick

Philadelphia 76ers

Kategorie: Buyer or Seller

Mit Jahil Okafor und Nerlens Noel stehen bereits seit einem halben Jahr zwei Center auf dem Trademarkt. Eine zufriedenstellende Lösung gab es für alle Beteiligten bisher nicht. Sollte Bryan Colangelo bis zum 23. Februar ein annehmbares Angeboi vorliegen wird einer der beiden die Saison nicht in der Stadt der Brüderlichen Liebe beenden. Klar scheint jedoch, dass die 76ers aus solch einem Deal als Verlierer herausgehen werden.

Im Gegensatz den den vergangenen Jahren könnte Philadelphia bei passender Gelegenheit auch abseits von Salary Dumps anderer Teams als Buyer agieren. Grund dafür ist nicht nur der Wechsel des General Managers. Mit Joel Embiid und Ben Simmons steht das Fundament für die nächsten Jahre. Demnach ist die Zeit gekommen um ein Team um die beiden aufzubauen. Dafür könnte sogar ein bisher heiliger Draftpick genutzt werden. Gerade wenn die Los Angeles Lakers im Februar noch in Sichtweite der Playoffs agieren sollten. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren weiß die Vereinsführung nun, auf wen das Team abgestimmt werden muss. Dies ist über den Draft deutlich schwerer als per Trade. Üblicherweise wird Ende Juni die Strategie „Best-Player-Available“ bevorzugt. Doch was tun wenn dieser wieder ein Big Man ist?

Wunschliste: junge Spieler mit All-Star-Potenzial oder Talente auf der 1-3, Shooting

Mögliche Tradekandidaten: Jahil Okafor, Nerlens Noel, Dario Saric, Ersan Ilyasova

Fantasy-Trade: Bradley Beal – Ersan Ilyasova, Gerald Henderson, Lakers Pick 2017

Toronto Raptors

Kategorie: Buyer

Geht es nach Masai Ujiri wird nach DeMar DeRozans Vertragsverlängerung 2016 die von Kyle Lowry im kommenden Sommer folgen. Nach der erfolgreichsten Saison der Franchisegeschichte können sich die Raptors es einfach nicht leisten ihren Führungsspieler zu verlieren.

Bleibt der Point Guard den Kanadiern erhalten fehlen jedoch finanzielle Mittel um die größte Schwachstelle des Kaders zu schließen. Für ein Team mit Titelambitionen ist die Position des Power Forwards zu schwach besetzt. Da würde auch die Genesung eines Jared Sullingers nicht helfen. Selbst wenn der Neuzugang eine vergleichbare Breakoutsaison spielen sollte wie Bismack Biyombo im vergangenen Jahr, wäre er aufgrund der fehlenden Birdrechte über das Saisonende hinaus nicht zu halten.

Der General Manager konnte jedoch über die letzten Jahre genug Talente und zukünftige Draftpicks anhäufen um einen Vierer via Trade zu holen. Dabei ist Ujiri jedoch sehr vorsichtig. Die glänzende Teamchemie darf durch einen Spielertausch nicht gefährdet werden.

Wunschspieler: Upgrade Power Forward

Fantasy-Trade: Danilo Gallinari – Terrence Ross, Bruno Caboclo, zwei Erstrundenpicks

Washington Wizards

Kategorie: Status quo

Während die erste Fünf seit dem Trade von Markieff Morris mit einem Netrating von +7,1 bereits im letzten Jahr Playoffformat bewies wurde der freie Capspace im Sommer genutzt, um die Bank zu verstärken. Das Resultat ist erschreckend. Die Neuzugänge Jason Smith, Andrew Nicholson, Trey Burke und Tomas Satoransky konnten bisher nicht überzeugen. Ian Mahimi ist verletzungsbedingt noch nicht zu bewerten.

Fakt ist: die Wizards haben den Saisonstart verschlafen und laufen den Erwartungen weit hinterher. Ohne einen Upgrade der Rotationsspieler wird die Playoffteilnahme auch 2017 nur schwer möglich sein. General Manager Ernie Grunfeld wird alles daran setzten die Bank im Saisonverlauf zu stärken – auch um seinen eigenen Job zu retten. Ohne zukünftige Draftpicks, Otto Porter oder Kelly Oubre zu opfern wird dies jedoch kaum möglich sein. Oder arbeiten die Verantwortlichen wirklich an einer großen Lösung um Bradley Beal? Der wäre ab dem 15. Januar tradebar. Zuzutrauen ist der Franchise aus der Hauptstadt alles. Sind diese Szenarien jedoch empfehlenswert?

Fazit

Die letzten beiden Trading Deadlines konnten gar nicht unterschiedlicher verlaufen. Während die 30 Teams 2015 ein Feuerwerk abbrannten gab es in diesem Jahr deutlich weniger Veränderungen. Dabei fehlte es angeblich nicht an namenhaften Spielern. Al Horford und Dwight Howard sollen aufgrund ihrer auslaufenden Verträge auf dem Markt gewesen sein. Es fehlte jedoch an fairen Angeboten. Grund hierfür war vor allem der Sommer 2016. Dank der historisch großen Capspaceerhöhung von 24 Millionen Dollar waren unzählige Teams in der Lage Spieler in der Free Agency zu holen. Warum sollten die Verantwortlichen dieser Franchises dann hohe Preise für Spieler mit auslaufenden Verträgen hinlegen?

Diese Konstellation gibt es 2017 nicht. Viele Teams haben die Gehaltsgrenze auf Jahre vollgepackt. Diese werden somit gezwungen sein die notwendigen Veränderugen via Trade vorzuehmen. Das sollte für mehr Action in den kommenden Monaten sorgen.

Buyers and Sellers: Eastern Conference
5 (100%) 1 vote
Jetzt mitdiskutieren Anmelden oder Registrieren
Basketball.de - Footer-Icon
entwickelt von Markenwirt, Werbeagentur Bamberg
Copyright 1998-2017 BASKETBALL.de. Alle Rechte vorbehalten. Für den Sport!

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklärst Du Dich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.