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„The Process“ ist gestartet

07.12.2016 || 11:38 Uhr von:
Neue Saison, neue Talente. In der ersten Ausgabe des Rookie Watchs: der neue Hoffnungsträger der 76ers, der Point Forward der Lakers, ein athletischer Flügel der Celtics und ein Scharfschütze der Nuggets.

Joel Embiid (Philadelphia 76ers, Draft 2014 #3)

Center; 2,13 Meter; Stats: 23,3 MpG; 18,5 PpG; 7,6 RpG; 2,4 BpG; 46,8% FG

Bereits in der Draft 2014 wählten die Philadelphia 76ers um ihren ehemaligen General Manager Sam Hinkie den jungen Kameruner von der University of Kansas aus. Vor der Draft als klarer Nummer-eins-Pick gehandelt, fiel er aufgrund diverser Verletzungssorgen (unter anderem ein gebrochener Fuß sowie Rückenprobleme) um zwei Plätze. Somit schlug Hinkie zu und ließ Embiid die komplette Saison 2014/15 pausieren. Als im Verlauf seiner Reha ein weiterer Eingriff am Fuß von Nöten war, setzte er auch die folgende Saison aus, wodurch er erst dieses Jahr als Rookie gelistet wird.

Nach knapp einem Viertel der gespielten Saison kann getrost davon ausgegangen werden, dass sich die letzten beiden Jahre des Wartens für alle Sixers-Anhänger gelohnt haben. Embiid überzeugt seit dem ersten Spiel an beiden Enden des Parketts und lässt oft aufblitzen, warum er von vielen NBA-Interessierten als legitimer Nachfolger von Hakeem Olajuwon bezeichnet wird.

Offensiv besitzt er so gut wie alle Fähigkeiten, welche die moderne NBA von einem Big Man verlangt. Er kann aus allen möglichen Spielsituationen heraus punkten. Sei es im Pick-and-Roll (1,43 Punke pro Ballbesitz; 96,0 Perzentil), per Pick-and-Pop aus der Mitteldistanz, in der Zone mithilfe seiner hervorragenden Beinarbeit, hinter der Dreierlinie (50% 3FG) oder per Freiwurf (77,6% FT). Dadurch beträgt sein True Shooting 58 Prozent, was für einen Rookie sehr gut ist. Setzt man diese Zahlen noch in Relation zu seiner enorm hohen Usage-Rate von 37,4 Prozent, wird noch klarer, wieviel Potential er offensiv besitzt.

Quelle: austinclemmens.com/shotcharts

Quelle: austinclemmens.com/shotcharts

Es sind jedoch nicht nur die nackten Zahlen, die für Embiid sprechen. Durch seine Fähigkeit aus der Distanz zu werfen, ermöglicht er seinem Team ganz neue Möglichkeiten. Vor allem im Vergleich zu seinem Mitspieler Jahlil Okafor, der den klassischen Center mimt, wird ersichtlich, wie sehr seine Mitspieler vom Kameruner profitieren. Durch seinen Wurf und seine Beweglichkeit zieht er die gegnerische Verteidigung auseinander und öffnet dadurch Wege in die Zone für Korbleger oder Cuts zum Korb, nachdem Embiids Gegenspieler nicht absinken kann, um den Ring zu beschützen. Nach einem Switch ist er des Weiteren in der Lage, seinen kleineren Gegenspieler nicht nur zu überpowern, sondern auch per Drive zum Korb zu ziehen und dort selbst den Abschluss zu suchen oder den Ball zu passen. Aus dieser Kombination von Ballhandling, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Passfähigkeit ergeben sich offene Würfe, die seine Mitspieler effizienter verwerten als letzte Saison (2016/17: 36,6% 3FG; 2015/16: 33,9% 3FG).

Verbesserungswürdig sind trotz seiner guten Offensivstatistiken noch einige Dinge: Trotz mehr als akzeptablem Ballhandling und guter Passfähigkeiten als Big Man beträgt seine Turnover Percentage 18,9, welche durch simple Pässe oder einem besseren Auge für Defensivfallen verringert werden können.

Ebenso setzt er zuweilen zu viel auf seinen Jumpshot. Knapp ein Viertel seiner Würfe nimmt er per Sprungwurf, welchen er zu 40,7 Prozent trifft. Hierbei muss Embiid vor allem daran arbeiten, dass er weniger Würfe aus der langen Mitteldistanz und stattdessen jene hinter der Dreierlinie nimmt.

Defensiv bestätigt er bisher das, was ihn bereits am College ausgezeichnet hat: sehr gutes Blocking, enorm schnelle Beine nach einem Switch auf einen Guard, gute Help-Defense, die Präsenz als Ringbeschützer, die Gegner vor einfachen Korblegern abhält und sein Rebounding.

Haben die Sixers noch ein Defensivrating von 99 mit Embiid auf dem Feld, so steigt jenes auf miserable 110,6 an, wenn er auf der Bank sitzt. Ebenso eklatant ist hierbei das Net-Rating: Ist es mit Embiid noch bei -2,8, so liegt es ohne ihn bei -14,1.

Wie vorher erwähnt, zeichnet sich Embiid durch viele Dinge aus. Er gehört bereits jetzt zu den besten Ringbeschützern der Liga. Knapp die Hälfte aller Würfe in seiner direkten Nähe werden um den Korb herum abgegeben, wobei er hier die Wurfquote seiner Gegenspieler um sensationelle 15,7 Prozent auf 43,9 Prozent drückt. Wird er zu einem Switch nach einem Screen verwickelt, ist er in der Lage, ohne Probleme den kleineren Guard von der Penetration Richtung Korb abzuhalten. In diesen Situationen hilft ihm seine enorm gute Beinarbeit und seine laterale Geschwindigkeit.

Erwähnenswert ist ebenso noch sein Defensiv-Rebounding. Er schnappt sich 26,3 Prozent aller Defensiv-Rebounds, wenn er auf dem Feld steht und kann teilweise die Gegenangriffe auch selbst einleiten. Des Weiteren wird er von Spiel zu Spiel besser darin, die Defensive zu organisieren, Cuts und Screens anzusagen und Mitspielern auszuhelfen.

Insgesamt ist Joel Embiid sensationell in die Saison gestartet. Trotz zweijähriger Pause hat er schnell in der NBA zurechtgefunden und beeindruckt jedes Spiel aufs Neue. Im Laufe der Saison wird auch seine Minutenrestriktion, die derzeit bei 28 Minuten liegt, aufgehoben, womit sein Einfluss auf Philadelphias Spiel noch eindrücklicher werden sollte. Passiert in den kommenden Monaten nichts Unvorhergesehenes, ist Embiid der glasklare Favorit auf den Titel des Rookie des Jahres.

Brandon Ingram (Los Angeles Lakers, Draft 2016 #2)

Forward: 2,06 Meter, Stats: 26,5 MpG; 8,0 PpG; 3,7 RpG; 37,1% FG; 28,6% 3FG

Mit dem zweiten Pick in der diesjährigen Draft wählten die Los Angeles Lakers den vielseitigen Forward der Duke University aus. Trotz bisher wenig eindrücklichen Zahlen hat sich Ingram bereits zu einem sehr wichtigen Spieler im System des neuen Headcoaches Luke Walton gemausert.

Trotz stetiger Vergleiche mit Kevin Durant, aufgrund ihres ähnlichen Körperbaus, wird Ingram bisher komplett anders eingesetzt als Durant in seiner damaligen Rookie-Saison. Fiel der jetzige Golden State Forward bereits in seiner ersten Saison als herausragender Scorer auf, so ist Ingrams primäre Aufgabe bisher der Ballvortrag, gepaart mit offenen Würfen und einem Fokus auf solide Defense.

Offensiv kommt Ingram so gut wie immer von der Bank und übernimmt dort das Ballhandling trotz Spielern wie Jordan Clarkson oder Louis Williams, die ebenso dem zweiten Anzug angehören und normalerweise eher balldominant agieren. Hintergrund dieser Überlegung seitens Walton ist es, dass junge Spieler so schneller ins Spiel eingebunden werden und nicht ausschließlich mit ihrem Abschluss in Erscheinung treten.

Wurftechnisch ist Ingram sehr holprig in die Saison gestartet. Sowohl in der Zone (41%) als auch aus der Distanz hat er bisher nicht die Wurfquoten, die man sich erwartet hätte. Zwar sind ein Drittel seiner Würfe offen oder weit offen, aber hier agiert er unheimlich inkonstant. Spiele mit Quoten um die 50 oder 60 Prozent wechseln sich mit „1 von 6“ oder „1 von 9“-Vorstellungen ab. Ebenso agiert er zu wenig aggressiv bei seinen Angriffen Richtung Korb. Mit 2,7 Angriffen pro Spiel attackiert er hier relativ wenig, obwohl er 1,4 Punkte erzielt, was 54,1 Prozent entpricht. Dieser Wert ist für einen Rookie in Ordnung, vor allem im Hinblick auf seine kommende körperliche Weiterentwicklung. Deshalb könnte er noch öfters den Weg zum Korb suchen und so sein Offensivrating von bisher 92 verbessern.

Quelle: austinclemens.com/shotcharts

Quelle: austinclemens.com/shotcharts

Trotz der wenig schmeichelhaften Statistiken lässt der 19-Jährige immer wieder sein enormes Potential aufblitzen. Im jedem Spiel hat er zwei bis drei Aktionen, die zeigen, warum er so hoch eingeschätzt wird und die Lakers ihre Hoffnungen in ihn setzen.

Vor allem in Post-Up- (1,0 Punkte pro Ballbesitz; 81,5 Perzentil) oder Spot-Up-Situationen (1,07 Punkte pro Ballbesitz; 69,7 Perzentil) kommt seine enorme Länge zum Einsatz. Er wirft ohne Probleme über seinen Gegenspieler und ist nicht zu blocken. Ebenso kann er enorm schnell aus dem Dribbling heraus den Wurf nehmen.

Defensiv spielt Ingram besser als es erwartet. Liegt das Defensivrating der Lakers mit ihm bei 105, so steigt es ohne ihn auf 112,7. Ihm kommt dabei seine enorme Länge zugute. Trotz eher durchschnittlicher Athletik und lateraler Geschwindigkeit schafft er es um Screens und kann mit seiner Armspannweite den jeweiligen Gegenspieler behindern. Er schafft es, nicht nur den gegnerischen Zug zum Korb zu stoppen, sondern lenkt den Gegner Richtung Auslinie, wo dieser nur noch wenige Optionen hat.

Verbesserungswürdig sind sein Defensiv-Rebounding und die off-Ball-Defensive. Mit 14,0 Prozent aller Defensiv-Rebounds liegt er hier in der unteren Hälfte der NBA. Durch vermehrtes Krafttraining wird er sich in dieser Hinsicht auch steigern können.

Wie viele andere Rookies vor ihm lässt er sich teilweise dabei erwischen, wie er dem ballführenden Spieler nachstarrt, anstatt auf seinen eigenen Gegenspieler zu achten. Dieser kann dadurch seine Position verändern und im Optimalfall zu einfach Punkten zu gelangen, bevorzugt durch Backdoor-Cuts.

Zusammenfassend ist Ingram ein Spieler, der ein langfristiges Projekt darstellt. Er ist in vielen Bereichen noch unheimlich roh und wird in dieser Spielzeit viel Lehrgeld bezahlen. Für die Zukunft besitzt er jedoch sehr viele einzigartige Fähigkeiten, die bei richtiger Fokussierung enorm vielversprechend sein werden. Das Wichtigste für Ingram und sein Umfeld ist Geduld. Bekommt er diese und entwickelt sich, wie es allgemein vorhergesehen wird, kann er zum wichtigsten Baustein der zukünftigen Lakers werden.

Jaylen Brown (Boston Celtics, Draft 2016 #3)

Forward: 2,01 Meter, Stats: 13,8 MpG; 5,0 PpG; 2,0 RpG; 42,4% FG; 33,3% 3FG

An dritter Stelle wählten die Boston Celtics den Forward von der University of California-Berkeley aus. Boston, welches ein klares Playoffteam im Osten ist und nur durch den aberwitzigen Trade mit den Brooklyn Nets überhaupt in der Lottery ziehen durfte, wählte mit Brown einen explosiven, aber zugleich sehr rohen Flügelspieler aus.

Offensiv besticht er durch seine unheimliche Athletik. Er spielt über Ringniveau und kann durch seinen starken ersten Schritt vielen Verteidigern davonziehen. Spielte er am College noch oft mit dem Ball in der Hand und initiierte Angriffe, so agiert er bei den Celtics zumeist abseits des Balles und fungiert primär in Spot-Up-Situationen (0,83 Punkte pro Ballbesitz; 33,9 Perzentil). Hat er jedoch den Ball in der Hand, versucht er zumeist in die Zone zu ziehen und dort abzuschließen. Mit 63,9 Prozent getroffenen Würfen in der Restricted Area unterstreicht er seine Fähigkeiten bezüglich des Abschlusses mit beiden Händen und seinem starken Körper, um Kontakt zu absorbieren. Außerdem besitzt er theoretisch das Potential, in Fastbreak-Situationen eine gute Rolle zu spielen. Derzeit erzielt er in solchen Situationen nur 0,99 Punkte pro Ballbesitz, aber mit seinen körperlichen Qualitäten sollte er sich hier über kurz oder lang gewaltig steigern.

Potential zur Steigerung bieten einige Dinge: Mit einem Offensivrating von 99 liegt nur Marcus Smart hinter ihm bei Spielern mit mehr als zehn Minuten pro Spiel. Brown muss vor allem an seinem Ballhandling und seine Kreativität arbeiten. Er schafft es nicht, seine Gegenspieler per Crossover oder anderen Bewegungen zu schlagen und sich somit Platz zu verschaffen. Mit nur 0,4 Isolationen pro Spiel ist er dadurch kein Faktor. Teilweise fehlt ihm auch das Feingefühl in bestimmten Situationen. Er positioniert sich abseits des Balles nicht gut und eröffnet dadurch keine Passwege für den ballführenden Spieler. Mit dem Ball in der Hand weiß er manchmal nicht, was die richtige Lösung ist, und stoppt dadurch den offensiven Fluss.

Quelle: austinclemens.com/shotcharts

Quelle: austinclemens.com/shotcharts

Defensiv bringt Brown viele notwendigen Werkzeuge mit, um ein positiver Faktor zu sein. Er ist in der Lage, mehrere Positionen zu verteidigen, was vor allem in Small-Ball-Aufstellungen enorm wichtig ist. Seine Armspannweite von über 2,10 Metern erlaubt es ihm, Passwege zuzustellen. Aufgrund seiner exzellenten Athletik kommt er einfach durch Blöcke und ist somit nicht dauerhaft in Switches verwickelt, wenn er gewillt ist, jene zu erkennen. Besonders ins Auge stechen seine starken Closeouts. Er schafft es unheimlich schnell, den Fokus von der Help-Defense zurück auf seinen Mann zu richten und diesem keinen offenen Wurf zu erlauben. Seine Gegenspieler werfen im Schnitt um 9,3 Prozent schlechter hinter der Dreierlinie.

Um noch besser auf dieser Seite des Parketts zu werden, muss er an seinen Grundfähigkeiten arbeiten. Darunter lassen sich Dinge wie Konzentration, Konstanz oder auch die richtige Verteidigungshaltung zusammenfassen.

Trotz einer überschaubaren Minutenanzahl weiß Brown in einzelnen Sequenzen zu gefallen. Aufgrund seines sehr rohen Spiels und der derzeitigen Qualität des Celtics-Kaders wird er in dieser Saison nicht über die Rolle eines Rotationsspielers hinauskommen. Für die Zukunft bringt Brown sehr viele Eigenschaften mit, die in der heutigen NBA gefragt sind. Boston besitzt sowohl das Trainerteam als auch die nötige Geduld, um aus ihm einen wichtigen Spieler für die Zukunft zu formen.

Jamal Murray (Denver Nuggets, Draft 2016 #7)

Guard: 1,93 Meter, Stats: 21,8 MpG; 10,0 PpG; 2,9 RpG; 2,0 ApG; 39,2% FG; 39,3% 3FG

Mit dem siebten Draft-Pick wählten die Denver Nuggets den wurfstarken Kanadier aus der Talentschmiede von John Calipari aus.

In der Offensive agiert Murray bisher wie erwartet. Sein Offensivrating von 102 mag auf den ersten Blick nicht eindrücklich erscheinen, ebenso wenig seine Feldwurfquote von 39,2 Prozent, aber hinter der Dreierlinie gehört er bereits jetzt zu den besseren Schützen der Liga, egal ob per Catch-and-Shoot oder nach dem Dribbling. Murrays Fähigkeiten kommen am besten in Spot-Up-Situationen (1,13 Punkte pro Ballbesitz; 81,3 Perzentil) und nach Blöcken abseits des Balles (1,13 Punkte pro Ballbesitz; 76,6 Perzentil) zur Geltung. Hier helfen ihm seine gute Beinarbeit sowie sein schneller Release, wodurch sein etwas tieferer Abwurfpunkt nicht ins Gewicht fällt. Durch Mudiays Passspiel ergeben sich für Murray Würfe an seinen favorisierten Stellen des Platzes.

Trotz einer unterdurchschnittlichen Athletik verschafft er sich teilweise freie Würfe als Ballhandler durch verschiedene Finten, wobei er hier Hesitations, Sidestep- und Stepback-Bewegungen bevorzugt.

Ein Punkt, der bei Murray unter dem Radar läuft, ist sein Potential als Passer. Aufgrund seiner „Scoring first“-Mentalität springt dieser Punkt nicht so sehr ins Auge, aber er lässt in einigen Spielsituationen seine Passqualitäten zum Vorschein kommen. Vor allem bei Fastbreaks vergisst er nicht seinen mitgelaufenen Nebenmann und kann diesen sowohl mit links als auch mit rechts bedienen.

Quelle: austinclemens.com/shotcharts

Quelle: austinclemens.com/shotcharts

Wie in der Shotchart gut zu sehen ist, hat Murray Probleme, in Ringnähe abzuschließen. Einerseits fehlt ihm hier die nötige Athletik und Geschwindigkeit, um dauerhaft über Ringniveau zu spielen, andererseits ist er körperlich noch nicht so weit, um den Körperkontakt seines Gegenspielers für sich zu nutzen. Trotz dessen, dass er in der Lage ist, mit beiden Händen am Ring abzuschließen, ist ihm deutlich anzumerken, dass der Qualitätssprung von College zur NBA in jener Hinsicht eklatant ist.

Defensiv wird Murray aufgrund seiner körperlichen Limitationen kein Edelverteidiger werden. Mit einer relativ kurzen Armspannweite von knapp zwei Metern und seiner unterdurchschnittlichen Geschwindigkeit stellt er hier kein Matchup-Problem für die schnellen Point Guards oder größeren Flügelspieler dar. Oft bleibt er an Blöcken hängen oder hat große Schwierigkeiten, durch sie hindurch zu kämpfen, was insbesondere abseits des Balles ein Problem darstellt, da er dadurch seinem Gegenspieler im schlimmsten Fall einen offenen Dreier ermöglicht. Ebenso hat er, wie die meisten Rookies, das Problem, dass er sich nicht dauerhaft auf seinen Gegenspieler konzentriert, sondern dem Ball nachsieht und dann per Cut bestraft wird.

Positiv hervorzuheben ist in der Defense sein Einsatz. Trotz seiner Schwächen kämpft er sich um jeden Block herum, agiert in der richtigen Verteidigungshaltung und versucht seinen Mitspielern zu helfen.

Für einen Point Guard mit Wurfproblemen wie Mudiay ist Murray der ideale Partner. Mudiay kann sich auf sein Passspiel konzentrieren und weiß, dass er in Murray einen guten Werfer neben sich hat. Derzeit nimmt der Kanadier ganz klar die Rolle des Catch-and-Shoot-Spielertyps ein. Es wird interessant zu sehen sein, in welche Richtung sich sein Spiel weiterentwickelt. Kann er im Laufe der Zeit seine Punkte auch regelmäßig nach eigenem Dribbling erzielen, oder wird er offensiv zu einer Lightversion von Klay Thompson?

Anmerkung der Redaktion: Alle Stats sind auf dem Stand vom 6. Dezember 2016

Bestleistungen Oktober/ November 2016

Punkte: 29; Joel Embiid, Jonathan Gibson
Rebounds: 12; Dario Saric, Willy Hernangomez
Assists: 9; Kris Dunn
Steals: 6; Andrew Harrison
Dreier: 5; Jamal Murray, Jonathan Gibson
Blocks: 4; Joel Embiid

All-Rookie First Team

Backcourt: Malcolm Brogdon
Backcourt: Jamal Murray
Frontcourt: Domantas Sabonis
Frontcourt: Pascal Siakam
Frontcourt: Joel Embiid

All-Rookie Second Team

Backcourt: Rodney McGruder
Backcourt: Jonathan Gibson
Frontcourt: Brandon Ingram
Frontcourt: Dario Saric
Frontcourt: Willy Hernangomez

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