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Ismet Akpinar: „Über den Cut denkt man natürlich nach“

26.08.2017 || 11:08 Uhr von:
Am Rande des DBB-Medientrainings in Berlin sprach basketball.de mit Neu-Ulmer Ismet Akpinar über den Supercup in seiner Heimat, Rookie-Hazing in der Nationalmannschaft und den letzten Cut vor dem Turnier.

basketball.de: Willkommen zurück in Berlin, Ismet. Wohnst du eigentlich noch hier?

Ismet Akpinar: Danke. Zurück im zweiten Zuhause, genau. Meine Sachen sind mittlerweile aber in Ulm. Den Sommer habe ich jedoch größtenteils in Hamburg verbracht.

Stichwort Hamburg: Wie war es für dich, Länderspiele in deiner Heimatstadt bestreiten zu dürfen?

Das war schon etwas besonderes, auf jeden Fall. Vor so vielen Freunden, meiner Familie und ganz vielen bekannten Gesichtern aus dem Hamburger Basketball, mit denen ich groß geworden bin, ein Länderspiel machen zu können, war nicht alltäglich. Wir hatten da super Spiele – die Ergebnisse mal ausgenommen, denn wir haben uns als Team verbessert und konnten feststellen, woran wir noch weiter arbeiten müssen. Wir haben in Hamburg noch mal einen guten Schritt nach vorne gemacht.

Ich hatte schon das Gefühl, dass die Ergebnisse des Supercups in Basketball-Deutschland für ein wenig Resignation gesorgt haben. Wie wichtig waren sie euch?

Man hat als Sportler natürlich den Ehrgeiz, jedes Spiel gewinnen zu wollen. Aber es war uns viel wichtiger, weiter an unseren Baustellen zu arbeiten. Wir haben uns für jedes Spiel bestimmte Dinge vorgenommen, die wir besser machen wollten. Das haben wir dann auch immer geschafft. Und: hätten wir den Supercup gewonnen, hätte uns das für die EM auch nicht wirklich etwas gebracht. Hätten wir alle Spiele verloren, wäre das unterm Strich auch egal. Es kommt darauf an, wie wir performen, wenn die EM dann endlich anfängt.

 

„Wir müssen in der Offense unser Tempo mehr zum Tragen bringen“

Was sind denn zurzeit noch die größten Baustellen bei euch im Team?

Wir müssen das Pick-and-Roll besser verteidigen und in der Offense unser Tempo mehr zum Tragen bringen. Dennis [Schröder] und Daniel [Theis] sind erst kurz vor dem Supercup dazugekommen. Die beiden gehören zu unseren Go-to-Guys, da müssen wir noch weiter an der Chemie auf dem Court feilen. Wenn wir das hinbekommen, gehen wir mit einer richtig guten Mannschaft ins Turnier.

Das Team hat personell ja schon eine andere Struktur, als vor zwei Jahren bei der EM. Du bist auch neu dabei. Wie lief die Kennenlernphase ab?

Vom Sehen kannte ich jeden. Gegen viele der Jungs habe ich ja auch schon gespielt. Das ist eine super Truppe, es macht wahnsinnig viel Spaß, mit den Jungs zu arbeiten. Ich wurde sehr schnell vom Team akzeptiert und aufgenommen. Von daher habe ich mich jetzt nie wirklich als Rookie, geschweige denn Außenstehender gefühlt.

What up Young Fellas #dbb #rookies #eurobasket2017 #russia

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„Für meine ersten Punkte muss ich Baklava mitbringen“

Gibt es denn auch Rookie-Hazing in der Nationalmannschaft?

Ja, Isaiah [Hartenstein] und ich haben kurz vor der Rückreise aus Russland so typisch russische Hüte aufgedrückt bekommen, die wir auf dem Rückweg tragen mussten. Für meine ersten Punkte muss ich jetzt Baklava mitbringen (lacht). Aber das gehört dazu, das ist Tradition.

Oft wird ja die beliebte Frage gestellt, wie viel man als junger Spieler von einem Dennis Schröder mitnehmen kann. Ist das in den wenigen Tagen überhaupt möglich? Oder bist du mit dir selbst bereits genügend beschäftigt?

Doch, von Dennis kann man einiges lernen. Von seinem Selbstbewusstsein, seiner Aggressivität. Was ihn ausmacht, ist natürlich sein Tempo. Das ist schwierig abzugucken. Aber von der Art und Weise, wie er einzelne Situationen auf dem Feld immer wieder löst, kann man sich einiges abschauen.

Momentan seid ihr noch 14 Spieler [Interview vor dem Vargas-Cut, Anm. d. Red.], zwei werden noch gestrichen. Spukt das bei dir im Kopf herum?

Ja. Darüber denkt man natürlich nach. Aber man muss probieren, dass man das nicht zu sehr an sich heranlässt. Ich lasse lieber alles auf dem Spielfeld raus. Im Endeffekt entscheidet es ja wie immer der Coach. Deswegen versuche ich, nicht zu viele Gedanken daran zu verschwenden.

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