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Schiedsrichter im Fokus

23.06.2017 || 14:49 Uhr von:
Wie verändert sich die Anzahl der Foulpfiffe von der Hauptrunde zu den Playoffs? Welche Schiedsrichter pfeifen am häufigsten technische oder unsportliche Fouls? Das und mehr in der BBL-Schiedsrichter-Analyse.

Gute Verteidigung sollte auch belohnt werden. Leider wurden Schnellangriffe oft durch taktische Fouls gestoppt, die nur das Ziel hatten, selbige zu unterbinden,. Dies brachte so manchen Basketball-Fan zur Verzweiflung. Zur Saison 2016/2017 wurden die Schiedsrichter daher von der FIBA angehalten, die bestehenden Regeln in Bezug auf unsportliche Fouls konsequenter umzusetzen. Insbesondere taktische Fouls zum Stoppen eines Fastbreaks, die keinen legitimen Versuch darstellen, den Ball zu spielen, werden seither rigoros, das heißt ohne Berücksichtigung der Spielsituation (z.B. letzter Mann), als unsportliches Foul geahndet. Doch wie wirkt sich das auf die Anzahl der unsportlichen Fouls aus? Wie hat sich dies im Saisonverlauf entwickelt?

basketball.de hat die Play-by-Plays der easyCredit BBL hinsichtlich der Fouls ausgewertet und die einzelnen Entscheidungen bei den speziellen Foularten (technisches bzw. unsportliches Foul) mittels einer Video-Analyse dem jeweiligen Schiedsrichter zugeordnet. Außerdem ist basketball.de einigen anderen interessanten Fragen rund um die Entscheidungen der Unparteiischen nachgegangen.

Der Schiedsrichter-Kader

Doch werfen wir zunächst einen Blick auf den aktuellen Schiedsrichter-Kader. Seitdem basketball.de die BBL-Schiedsrichter das letzte Mal näher unter die Lupe genommen hat, ist einiges passiert. Nicht mehr aktiv in der 1. Basketball-Bundesliga wirken folgende Schiedsrichter mit: Ralf Brand, Markus Hesse, Matthias Rucht, Boris Schmidt und Andreas Schreiner. Dafür bestritten mit Andreas Bohn (erster Einsatz: 3.10.2016), Nicolai Bohn (11.11.2016), Sven Frischmuth (8.10.2016), Zuflikar Oruzgani (31.10.2015) und Dennis Sirowi (9.10.2016) fünf Schiedsrichter ihre ersten Bundesligaeinsätze.

In der abgelaufenen Saison wurden somit folgende Schiedsrichter eingesetzt: Tamer Arik, Bastian Bänsch, Benjamin Barth, Dominik Bejaoui, Steve Bittner, Andreas Bohn, Nicolai Bohn, Nikolas Brendel, Sven Frischmuth, Clemens Fritz, Henning Fröhlich, Julian Groll, Michael Gutting, Johannes Hack, Jens Hegemann, Radeesh Kattur, Max Kindervater, Nesa Kovacevic, Oliver Krause, Moritz Krüper, Robert Lottermoser, Christof Madinger, Martin Matip, Armin Mutapcic, Steffen Neubecker, Zuflikar Oruzgani, Anne Panther, Jonas Reiter, Moritz Reiter, Toni Rodriguez, Konstantin Simonow, Dennis Sirowi, Carsten Straube und Enrico Streit.

Von diesen 34 Schiedsrichtern sind mit Clemens Fritz, Oliver Krause, Robert Lottermoser, Christof Madinger, Anne Panther, Moritz Reiter und Konstantin Simonow sieben Schiedsrichter als aktive FIBA-Schiedsrichter gelistet. Als nicht aktive FIBA-Schiedsrichter werden Benjamin Barth, Nesa Kovacevic und Toni Rodriguez geführt. Steve Bittner und Carsten Straube haben im Frühjahr 2016 ihre FIBA-Schiedsrichterprüfung bestanden.

Die Altersstruktur

Das Durchschnittsalter der in der BBL eingesetzten Schiedsrichter beträgt ca. 35 Jahre (Stichtag 1.1.2017). Der Kader ist damit knapp eineinhalb Jahre jünger als der Kader vom 1.1.2015 – und das, obwohl seither zwei Jahre vergangen sind. Wie eingangs erwähnt, haben einige erfahrene Schiedsrichter ihre Bundesliga-Karriere beendet, andere neue Talente sind hinzugekommen. Die folgenden zwei Grafiken geben hierzu einen Überblick:

Abbildung 1: Altersstruktur der BBL-Schiedsrichter

Abbildung 2: Erstliga-Erfahrung der BBL-Schiedsrichter

Anzahl der Einsätze

Folgende Grafiken geben einen Überblick, welcher Schiedsrichter am häufigsten Spiele geleitet hat bzw. wie oft er Crew Chief war. Nicht verwunderlich ist hier, dass Robert Lottermoser als einziger hauptamtlicher Schiedsrichter an vorderer Stelle steht und auch in 9 von 10 Spielen die Leitung des Schiedsrichter-Gespanns übernahm. Doch auch einige andere Schiedsrichter kamen auf 30 Einsätze und mehr.

Abbildung 3.1 – 3.2: Anzahl der Einsätze (Hauptrunde)

Und in den Playoffs?

Nicht nur die Teams kämpfen um den Einzug in die Playoffs, sondern auch die Schiedsrichter. Playoffs zu pfeifen ist für jeden Schiedsrichter eine Ehre und Auszeichnung. Von den 34 Schiedsrichtern kommt nicht jeder in den Genuss, beim Kampf um die Meisterschaft auf die Einhaltung der Regeln zu achten. Genau genommen waren es in dieser Saison nur 16 Schiedsrichter. Je besser ein Schiedsrichter aus Sicht des Ansetzers (aktuell: Ex-FIBA-Schiedsrichter Boris Schmidt) ist, desto mehr Einsätze bekommt er.

Natürlich kann auch die persönliche Verfügbarkeit des Schiedsrichters ein Grund sein, warum er nicht angesetzt wurde. Außer Robert Lottermoser gehen alle übrigen Schiedsrichter noch einer anderen Tätigkeit nach. Im Halbfinale wurden nur noch elf Schiedsrichter eingesetzt. Das Finale blieb neun der 34 in der Hauptrunde eingesetzten Schiedsrichter vorbehalten. Ein Überblick:

Abbildung 4.1 – 4.3: Anzahl der Einsätze (Playoffs)

Schiedsrichter im Fokus
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theLF411
theLF411 25. Juni 2017 um 12:12 Uhr

Spätestens nach dem Finalspielen 3,4 und 5 der NBA muss sich kein Schiedsrichter in D mehr verstecken…

Dass nur 1 Person die Playoffs-Refs auswählt finde ich jedoch schlecht. Zuviel Platz für persönliche Entscheidungen….

Da hat der Trinchieri vollkommen Recht! Aber dass auf diesen Spruch erst ein Coach kommen muss 😀 😀 😀

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