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Kein Jahresendglück für Bamberg

31.12.2015 || 15:52 Uhr von:
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Die Brose Baskets lieferten Real einen harten Kampf. Am Ende machte aber "El Chacho" den Unterschied zugunsten der Königlichen. Ein Blick auf den ersten Top-16-Spieltag.

Nur mit 79:82 bei Real Madrid verloren, dem Champion, in der spanischen Hauptstadt. Das hört sich für die Brose Baskets doch gut an – eigentlich. Doch am Ende könnten es zwei liegen gelassene Punkte gewesen sein. Denn nie war die Chance auf einen deutschen Sieg beim besten Team Europas so groß wie in dieser Euroleague-Saison. Auch Bayern München hätte es in der Hauptrunde beinahe geschafft.

Die Königlichen sind spielerisch noch lange nicht da, wo sie hingehören. Und wenn aus der Troika verletzungsbedingt (Rudy Fernandez und Sergio Llull fehlten gegen Bamberg) ein Soloauftritt von Sergio Rodriguez wird, darf man auch nicht alles erwarten. Aber mittlerweile stimmt die Einstellung. Und die rettete den Champ. Leider aus deutscher Sicht.

Khimki überrascht ZSKA

Die Gruppe F ist ja durchaus eine Todesgruppe, in der der deutsche Meister eh nur Außenseiterchancen hat, aber es kann durchaus befürchtet werden, dass die Bamberger durch die Niederlage in Madrid das Viertelfinale schon verspielt haben könnten. Wie heftig es in der Gruppe zugeht, zeigte ja schon die erste Partie des Spieltags: Khimki schlug den Stadtrivalen ZSKA Moskau mit 91:89 dank eines Buzzerbeaters des überragenden Alexey Shved.

Duell der Legenden

Am Mittwoch folgte Laboral Vitoria mit einem recht einfachen Sieg in Kaunas. Noch kann man die Spanier kaum ausrechnen, aber unter dem neuen Coach Velimir Perasovic scheinen sie wieder an erfolgreichere Zeiten anknüpfen zu können. Ein weiterer Konkurrent für die Brose Baskets ist das Team in jedem Fall. In der Gruppe schlug außerdem Olympiakos Piräus den FC Barcelona mit 74:62.

Nach dem Ligasieg in Madrid war die Defense der Griechen dann doch eine Nummer zu groß für den FCB. Die konstante Leistung der Roten bringt sie schon in eine gewisse Favoritenstellung auf den Euroleague-Sieg. Dass mit Juan Navarro ein großer alter Mann des europäischen Basketballs auf Abschiedstour ist, sieht man an den kleinen, schönen Momenten am Rande des Spielfelds – Trikottausch mit „V-Span“:

Delaney überragt

Über diesen ersten Spieltag der Gruppe F vergisst man ja beinahe, dass es auch eine andere Gruppe gibt. Auch dort gibt es interessanten Basketball und große Spieler zu sehen: Malcolm Delaney wird der MVP des Spieltags mit einem PIR von 41. 31 Punkte, acht Assists und sieben gezogene Fouls (bei einem einzigen selber begangenen) sind Zahlen der Extraklasse, wenn auch der Gegner Cedevita Zagreb nicht zur Spitze der Euroleague zählt.

Anders die russischen Teams: Da ist jetzt sehr gute Arbeit geleistet worden. Wenn man mal ein paar Jahre zurückblickt, waren in der VTB zwar durchaus große Spielernamen vertreten, aber es schien, als kassierten sie das Geld und ließen es gut sein. Diese Saison sind drei Contender auf das Viertelfinale auszumachen, der Kampf mit Spanien um die Vorherschaft im europäischen Basketball könnte bereits eingeleitet worden sein.

Immerhin gelang Unicaja Málaga der erwartete Sieg über Darussafaka Istanbul. Die anderen beiden Istanbuler Siege von Fenerbahce (gegen Athen) und Anadolu kamen nicht wirklich überraschend. Letzterer allerdings denkbar knapp mit 85:84 nach deutlicher Leistungssteigerung im letzten Viertel und dem Buzzerbeater von Dario Šarić:

Maik Zirbes absolvierte wieder eine sehr gute Leistung für Crvena Zvezda: ein Double-Double mit 22 Punkten und zwölf Rebounds standen für ihn zu Buche. Der deutsche Basketball gewann also doch noch auf irgendeine Weise. „Zirbic“ wird den Euroleague-MVP-Titel wohl nicht gewinnen, aber seine Leistungsexplosion macht einen auch gewissermaßen sprachlos.

2015 war ein gutes Jahr für die weitere Etablierung der BBL in Europa. ALBA BERLINs schöne Saison 2014/15 wird gefolgt von einer bemerkenswerten Hauptrunde der Brose Baskets in dieser Saison. Vielleicht geht ja noch mehr, für die heimischen Fans in Bamberg stehen auf jeden Fall noch viele, viele Leckerbissen an. Und: Es ist alles angerichtet für ein spannendes und hochklassiges Euroleague-Jahr 2016. Kommt gut hinein.

Die Ergebnisse im Überblick

Group E
Unicaja Malaga – Darussafaka Dogus Istanbul 70:62
Anadolu Efes Istanbul – Crvena Zvezda Telekom Belgrad 85:84
Cedevita Zagreb – Lokomotiv Kuban Krasnodar 75:89
Fenerbahce Istanbul – Panathinaikos Athen 82:75

Group F
Khimki Moskau Region – ZSKA Moskau 91:89
Olympiakos Piräus – FC Barcelona Lassa 74:62
Zalgiris Kaunas – Laboral Kutxa Vitoria Gasteiz 68:89
Real Madrid – Brose Baskets Bamberg 82:79

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